Normale Notation für diatonische Akkordeons

Mecky

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Hallo zusammen!

Normale Notation für diatonische Akkordeons

(Kurzes Vorgeplänkel)

Bin zwar ein eigefleischter Tastenspieler, Akkordeon- Keyboard- Orgel- aber das Spielen auf Ziehharmonika in meiner Kindheit blieb mir immer in Erinnerung.
Auch wenn ich auf den Knöpfen nie richtig professionell spielte, (hatte mir auch niemand gezeigt / gesagt wie man das machen sollte) so hatte ich doch jedes Mal,
wenn ich spielte oder besser gesagt übte, meinen kleinen - feinen Zuhörerkreis.
Aber so weit so gut, ich kann mich behelfen und spiele wann immer ich so ein Teil in den Händen habe nicht schlechter aber auch nicht besser als ich es vor vielen- vielen Jahren tat.
Letzteres strebe ich nun an zu ändern.

Dazu kommt noch das ich seit Jahren schon den Mundharmonikas verfallen bin, meine spielbare Sammlung kann sich sehen & hören lassen.
Das alles trug nun letztendlich dazu bei das ich ganz frisch eine Hohner Morino Club N C/F gekauft habe. Kann noch nichts Genaues sagen,
geschweige denn hier über Spieltechniken mitreden weil das Teil noch auf dem Weg zu mir ist.

(nun zum eigentlichen...)

Ich lese hier und dort viel über Griffschrift- und Zahlenmethoden nach denen diatonische Akkordeons gespielt werden. Verhält sich auch ähnlich wie es bei vielen Mundharmonikaspielern gehandhabt wird.
Die Erfolge von Tabs- Griffschrift- & Zahlenmethoden mal dahingestellt, mir ging die Tab-Notierung für Mundharmonikas schon gegen den Strich und bei den Griffschriften & Zahlenmethoden für diatonischeAkkordeons ergeht es mir genauso.

Mundharmonika, egal ob diatonisch- chromatisch- oder chordomonika, spiele ich nach handelsüblichen Noten vom Blatt, ich denke und hoffe dass dieses für mich mit einem diatonischen Akkordeon genauso möglich sein wird.
Ich frage mich wieso das Rad ständig neu erfinden wo doch das übliche Notensystem alles hergibt was musikalisch nötig ist.
Wenn ich verinnerlicht habe wo welche Töne auf den verschiedenen Instrumenten zu finden sind und diese auch blind finde und treffe, dann bin ich auch in der Lage entsprechende Notationen der üblichen Notenschrift auf die Instrumente um zu setzen.

Bitte nicht falsch verstehen, ich will die verschiedenen Notationssysteme hiermit nicht schlecht reden. Für mich ist es nicht nachvollziehbar wieso für diatonische Instrumente speziell notiert werden soll.
Besonders wenn ich daran denke das z.B. nach Zahlenmethode der Bezug von Zahl zu Ton m. E. sehr eingeschränkt ist, weil Instrumentenabhängig.

Wie denkt ihr darüber?
 
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Wil_Riker

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Ich frage mich wieso das Rad ständig neu erfinden wo doch das übliche Notensystem alles hergibt was musikalisch nötig ist.

Das Griffschrift-System hat zumindest bei den Steirischen Harmonikas den Vorteil, dass es unabhängig von der Stimmung des Instruments (G-C-F-B, B-Es-As-Des, A-D-G-C) ist - wie willst Du das über das konventionelle Notensystem abbilden?
 
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Mecky

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Das ist sicherlich ein Punkt der nicht unwichtig ist. Und möglicher Weise wohl der günstigste Weg für Steirische Harmonikas.
Ich persönlich würde für mein Instrument passend transponiert notieren.

Ich muss abwarten bis ich meine Club selbst nach normalen Noten gespielt habe. Vorher kann ich wohl wie ich schon oben sagte, nicht wirklich mitreden.

Das spielen nach Noten mit Mundharmonikas und das spielen nach Noten mit diatonischen Akkordeons werden sicherlich nicht vergleichbar sein.
 
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Handimen

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Das spielen nach Noten mit Mundharmonikas und das spielen nach Noten mit diatonischen Akkordeons werden sicherlich nicht vergleichbar sein.

Warum nicht? , denn genau DIESES war mein Problem zum Anfang meiner Steirischen. Wo ich mit der Muha hätte blasen müssen habe ich mit der Steirischen gedrückt; und dort wo ich hätte ziehen müssen habe ich auch die steirische gezogen. . Das ergibt dieses ständige.hin und her geruckel, was manchmal sichtbar wird bei Anfänger die von der Muha kommen und sich im Selbstversuch ohne Anleitung an die steirische trauen

Gruß Handi
 
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Ich frage mich wieso das Rad ständig neu erfinden wo doch das übliche Notensystem alles hergibt was musikalisch nötig ist.

wenn du das nach Noten kannst dann mach das so :)

der Vorteil einer guten Griffschrift besteht darin daß sie dir zeigt wie man die Töne am besten
und in welcher Reihe greifen kann :)

Gruß Kurt
 
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Mecky

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Wo ich mit der Muha hätte blasen müssen habe ich mit der Steirischen gedrückt; und dort wo ich hätte ziehen müssen habe ich auch die steirische gezogen. . Das ergibt dieses ständige.hin und her geruckel, ...
Gruß Handi

Ja genauso habe ich als Kind die Ziehharmonika gespielt, weil ich es nicht anders kannte.
Heute weiß ich welche Töne auf Zug & Druck liegen und würde so greifen das möglichst wenig (geruckelt) werden muss.

1rr schrieb:
der Vorteil einer guten Griffschrift besteht darin daß sie dir zeigt wie man die Töne am besten
und in welcher Reihe greifen kann :)

Gruß Kurt

Okay, soweit so gut, bedeutet für mich das Spielern der Einstieg in die Welt der diatonie enorm erleichtert, besonders für die jenigen denen einzelne Töne von Harmonien eher fremd sind.
So ganz theoretisch denke ich mal das, wenn gewisse Griffschemen für Tonintervalle einmal erarbeitet sind, es kaum Unterschiede zu anderen Stimmungen gibt. Möglicherweise denke ich aber noch zu theoretisch und praktisch kommt es dann ganz anders.
 
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fkneyer

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Ich habe mit der Griffschrift angefangen, weil mir das am einfachsten erschien (nach Akkordeon mit herkömmlichen Noten) - muss erst lernen und dann vor allem verinnerlichen, wo ich welchen Ton finde, dann wird man weitersehen
 
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Okay, soweit so gut, bedeutet für mich das Spielern der Einstieg in die Welt der diatonie enorm erleichtert, besonders für die jenigen denen einzelne Töne von Harmonien eher fremd sind.
So ganz theoretisch denke ich mal das, wenn gewisse Griffschemen für Tonintervalle einmal erarbeitet sind, es kaum Unterschiede zu anderen Stimmungen gibt. Möglicherweise denke ich aber noch zu theoretisch und praktisch kommt es dann ganz anders.


na dann, hier mal ein Link zu Öllerer Harmonikabau "Tastenbelegung"

http://members.yline.com/~arizona/harmonika/

Gruß Kurt
 
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Schaut zumindest praktisch sehr logisch aus. Mit ein bissel „Biss“ an der Sache- das Ziel klar vor Augen, könnte mir vorstellen das es so schwierig nicht wäre die Töne für gewünschte Intervalle zu verinnerlichen.
Was mich praktisch betreffen würde, da sind es ja nur zwei Reihen C- & F- plus Halbtöne. Ich sehe es momentan noch als eine Herausforderung….
 
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Handimen

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Heute weiß ich welche Töne auf Zug & Druck liegen und würde so greifen das möglichst wenig (geruckelt) werden muss.
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Hallo Mecky et. all. ...

... dacord; und genau deshalb komme ich wieder auf meine schon häufig gemachte Empfehlung zurück : die mehrtönige Tonleiter üben!

Gruß Handi
 
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Habe nun ein paar wenige male auf meiner Club die ersten Geh-(spiel)-versuche gemacht. So richtig wird das erst was sobald der Muff Geruch neutralisiert ist.

Das spielen wie ich es von früher auf meiner Ziehharmonika gewohnt war klappte auf Anhieb. Das einmal angewohnte verlernt man nie, leider war es damals die falsche Spieltechnik.

Bei meinen ersten Spielversuchen stellte ich fest das es so schwierig nicht ist um gewisse Tonfolgen und /oder Intervalle ohne unnötiges „Balgruckeln“ zu Spielen.
Auf Balg-Druck erreiche ich „1-3-5-„ das wäre auf der ersten Reihe einer Morino Club C/F „C-E-G“.
Die Balg-Zieh-Töne der ersten Reihe „2-4-6-7-„ = „D-F-A-H“ finde ich bis auf eine Ausnahme „7-„=“Ton H“ auf den anderen Reihen als Balg-Druck-Töne. Und Umgedreht ist es ähnlich.

Das (Noten)Bild der Griffschrift für diatonische Akkordeons ist mir einfach zu weit weg von dem was ich in einem herkömmlichen Notenbild sehe.
Mein Lernaufwand um nach Griffschrift flüssig spielen zu können wäre sicherlich sehr groß bzw. größer als wenn ich mein theoretisches Wissen in die Praxis umsetze.

Andersherum stelle ich es mir schwieriger vor. Spieler die „nur“ Griffschrift & Tabs kennen /gewohnt sind werden sich sicherlich schwertun mit dem lesen und spielen nach Noten.

Mich würde mal interessieren wie viele von unseren diatonischen Akkordeonspielern hier wissen welche Töne sie nach Griffschrift oder auch Auswendig spielen.
Ist das ähnlich wie bei vielen Mundharmonika-Spielern die zwar hervorragend nach ihren Tabs spielen aber nur wenige wissen welche Töne sie da spielen?
 
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Torquemada

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Ich lese hier und dort viel über Griffschrift- und Zahlenmethoden nach denen diatonische Akkordeons gespielt werden. […]

Wie denkt ihr darüber?
Die ganzen Tabsysteme sind überflüssiger Quark und eher hinderlich als förderlich. Aber Junkies braucht man nicht zu überzeugen zu versuchen.

(Auf deine Harmonetta bin ich neidisch.)
 
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Torquemada schrieb:
(Auf deine Harmonetta bin ich neidisch.)

Ist schon ein Schmuckstück, eines von denen die Seltenheitswerte haben.
Optisch wie aus dem Ei gepellt (reines Vitrinen - Stück) akustisch & technisch generalüberholt von einem Herrn Hans Hohner (ehemaliger Hohner Mitarbeiter)
 
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Torquemada

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Ist schon ein Schmuckstück, eines von denen die Seltenheitswerte haben.
Die ist noch eine der ersten Serie, also ohne die weißen Kreise auf den Es, wenn ich es richtig sehe, oder?
 
Mecky

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Ja das siehst du richtig.
 
Frager

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Ich lese hier und dort viel über Griffschrift- ...
Wie denkt ihr darüber?
Hallo Mecky, wenn man wie ich ein geometrisch geprägtes Auge-Hirn-System hat (deshalb habe ich auch Bauzeichner gelernt) macht man mit der Griffschrift die schnellsten Fortschritte. Sie ist auch sehr gut ab Blatt spielbar. Nach ca. 7 Jahren Griffschrift komme ich nicht mehr davon los; deshalb muss ich auch für das chromatische Knopfakkordeon meine Noten mühsam umschreiben. Habe noch kein geeignetes Scan/Konvertierungsprogramm gefunden. Für allfällige Tipp bin ich sehr dankbar.
Schöne Sunntig mitenand
 
Mecky

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Hallo Frager,
ich denke ja auch das Griffschrift für Spieler von diatonischen Instrumenten, zu schnellen Erfolgen führen kann. Ist ja mit Tabs für Mundharmonika genauso.
Für mich persönlich wäre dieser vermeintliche Segen eher ein Fluch.

Ich bin ja von Ziehharmonika & Mundharmonika auf Chromatisch- Taste gegangen womit dann auch Noten & Harmonie eine große Rolle spielten.
Bis dahin wusste ich von dem, wie die Töne heißen und wie sich gewisse Harmonien zusammen setzten überhaupt nichts.
Ich spielte- es klang auch angenehm, der Gedanke ob musikalisch richtig oder nicht kam auch nie auf.

Da ich Ziehharmonika & Mundharmonika ohne Griffschrift und Tabs- nur auswendig- spielte, habe ich das nach „Notenspiel“ parallel auch bei meinen diatonischen Instrumenten gemacht.
Und so habe ich nach- und nach auch gelernt wo auf meinen diatonischen Instrumenten die Töne zu finden sind und wie sie heißen.

Heute bin ich glücklich darüber das ich einst den steinigen Weg das Notenlernens gegangen bin.
Vielleicht knie ich mich ja tatsächlich noch in die Griffschrift hinein….

..und danke für das schöne Sonntags-Video.:)
 

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