Notenschreiben f. Gitarre

von stephanlangenberg, 26.02.19.

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  1. stephanlangenberg

    stephanlangenberg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.19   #1
    Hallo, ich suche als Nicht-Gitarrist eine app oder auch ein Buch, welches mir behilflich ist, für akustische Gitarre zu schreiben. Notation, KEINE TABS! Gitarristen ärgern sich berechtigterweise, wenn Akkorde, Lines etc kaum greifbar sind und das möchte der Arrangeur nicht.

    Vielleicht kennt hier jemand so etwas, als app f. iPad wäre am coolsten, wenn man z.B. sehen kann, wie eine notierte Figur auf dem Griffbrett durch Punkte o.Ä. gespielt würde.
    Danke!

    Gruß
    Stephan
     
  2. Bassyst

    Bassyst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.19   #2
    Du verwechselst da was. Wir Gitarristen freuen uns über gute Tabs, nicht über Notation + Akkorde.

    Die meisten (Hobby-)Gitarristen tun sich schwer im Notenlesen. Das liegt unter anderem daran, dass Töne mehrfach auf dem Griffbrett zu finden sind (z. B. kann man das gleiche C auf der A-Saite im dritten Bund und auf der tiefen E-Saite im achten Bund spielen). D. h. für einen Gitarristen sind Noten nicht eindeutig!

    Wenn dein Buch anfängerfreundlich sein soll, empfehle ich dringend, auch gute Tabulaturen zur Verfügung zu stellen. Solide Programme dafür sind z. B. Guitar Pro oder Guitar Tux ... allerdings muss man da die Tabulatur entwickeln, Noten werden dann automatisch abegleitet. Es ist aber auch möglich, Noten im Midi-Format einzulesen (import) und die Software erzeugt automatisch eine tabulatur, die man dann entsprechend anpassen kann.

    Tabulaturen sind nicht durch Akkordbilder ersetzbar, da dann die zeitliche Auflösung fehlt. Eine visuelle Zurodnung von Noten zu dem empfohlenen Akkordbild ist ebenfalls schwierig zu verarbeiten.

    Letzter Tipp, sprich vielleicht doch mal direkt mit einem Gitarristen und wenn du unbedingt Noten für Gitarre veröffentlichen willst, nimm das Instrument auch mal in die Hand :D.
     
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  3. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.02.19   #3
    Aber gerade bei Noten sieht doch niemand, ob etwas spielbar ist oder der Mensch am Instrument drei Arme bräuchte :gruebel:

    Wenn Du nun etwas mit einem Algorithmus suchst, der über die Spielbarkeit befindet, ist wiederum die Art der Anzeige - Tabs oder Noten - latte.

    Wie auch immer : musescore kann Beides.

    Aber vielleicht habe ich was gründlich missverstanden?!?
     
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  4. B.B

    B.B Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.02.19   #4
    Ich verstehe dich jetzt auch so: Du spielst selbst nicht Gitarre, arrangierst u.a. Stimmen für einen Gitarristen und daher kommt naturgemäß oft unspielbarer Quatsch raus.

    Daher suchst du eine Softwarelösung die dir sagt ob das was du vorhast spiebar ist und wie es auf dem Griffbrett am sinnvollsten aussehen würde?

    Nach meinen Kenntnisstand gibt es so was nicht, das wäre auch ein ziemlich komplexes Problem, und wie bereits erwähnt ist das auch der Grund warum Notenlesen auf der Gitarre so Sack-schwer ist und warum es Komponisten gab die sozusagen Spezialisten für Gitarre sind.

    grüße B.B.
     
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  5. Sent

    Sent Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.19   #5
    Ich benutze Guitar Pro. Als kostenlose Alternative gäbe es auch Tux-Guitar. Aber: Ich gebe die Tabulatur ein. Wenn ich ein Stück erstelle, muss ich ja wissen, auf welchen Saiten und auf welchem Bund ich greife, um die Spielbarkeit zu gewährleisten. Selbstverständlich kann ich das Ergebnis dann ausschließlich in Noten ausgeben um meinen Schülern nicht den "Spaß" zu nehmen, selbst herauszufinden, wo sie welche Note spielen. Als netter Lehrer werde ich ihnen aber sowohl die Noten als auch die Tabulatur zur Verfügung stellen.
    Ich halte es für sehr sinnvoll, Noten lesen zu können, da man dadurch viel mehr Möglichkeiten hat und es auch spannend ist, originale, nicht speziell für Gitarre geschriebene Notation lesen zu können und auch mit verschiedenen Bearbeitungen vergleichen zu können.
    Nur: Wenn man explizit für Gitarre schreibt, warum sollte man dann darauf verzichten, die Tabulatur darzustellen?
     
  6. B.B

    B.B Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.02.19   #6
    Weil das Teil der Interpretation ist und selbst große Meister bei bekannten Stücken teilweise im Fingersatz voneinander abweichen...?

    grüße B.B.
     
  7. Sent

    Sent Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.19   #7
    Und in wieweit verhindert das Angebot eines möglichen Fingersatzes die Wahl eines alternativen Fingersatzes?
     
  8. Abendspaziergang

    Abendspaziergang Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.19   #8
    Hat Guitar Pro nicht so Funktionen, Noten gemäß einer Fingersatzvorgabe zu optimieren?
     
  9. stephanlangenberg

    stephanlangenberg Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.19   #9
    Sorry, ich habe mich bestimmt missverständlich ausgedrückt! Ich möchte weder ein Buch schreiben (@Bassyst) noch Tab-Schrift diskutieren, weil ich nicht für Gitarristen schreibe, die keine Noten lesen können (und notfalls würde mir das Sibelius übersetzen in Tabschrift).

    Das Problem der Bewerkstelligung eines Gitarrensatzes beobachte ich seit Jahrzehnten aus nächster Nähe und weiß darum. Das Schlimmste ist ja, dass die Gitarristen meist dann versuchen, das zu spielen was da steht oder man muss zeitaufwendig alle Optionen miteinander durchgehen. Um diese Optionen geht es mir.

    Ich werde mir wohl eine billige Gitarre kaufen und einfach immer nachsehen, wie/ob sich die Figuren greifen lassen ohne eine 40cm breite Hand mit 7 Fingern haben zu müssen oder ob es bequem möglich ist. Ich dachte halt nur: dafür kennt jemand eine coole app ;-)
     
  10. Bassyst

    Bassyst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.19   #10
    Ich bleibe immer noch bei Guitar Pro als Tipp. Du kannst damit deine Noten in Midi importieren und dann wird von Guitar Pro schon Mal ein Tab erzeugt. Falls der nicht von sich aus spielbar ist, kann man die Tabulatur entsprechend anpassen (ohne das sich die "echten Noten" verändern).

    Und du wirst wahrscheinlich nicht drumherum kommen, die Tabulatur auch auszuprobieren. Aber du wirst mit der Zeit auch einen schnellen Blick dafür entwickeln, wie eine spielbare Tabulatur aussieht.

    Ansonsten fällt mir nur ein, dass du vielleicht generell Skalen für Gitarre für jede Tonart vorrätig hälst. So dass der Gitarrist im Zweifelsfall / bei Unsicherheiten nachgucken kann, wo er welchen Ton greifen könnte. Da gibts Hefte für, aber im Prinzip reichen 12 Skalen aus (Paralleltonleitern einsparen, also z. B. C-Dur und A-Moll gleichsetzen), kannste einfach einmalig zusammenstellen und dann A3 ausdrucken oder so.
     
  11. frama78

    frama78 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.19   #11
    Moment ... So wie das jetzt lese, geht es dir ums Ausnotieren von Akkorden wegen der Voicings? Ist das korrekt?

    Ich bin selbst leidgeprüfte Ochester-Aushilfe und kenne das mit den ganzen Optionen von Komponisten und Arrangeuren, die´s besonders genau nehmen und die Akkordnamen dann ellenlang werden. Das Resultat ist aber meistens, dass es am besten klingt, wenn man das Meiste, das in der Klammer steht weg läßt und alles, was über ne 7 hinaus geht unter den Tisch fallen lässt. Dur/Moll reicht auch *duck* :D

    Ich fänd es eigentlich schon schön, wenn das genau gewünschte Voicing ausnotiert wäre, wobei ich da dann eher Griffbilder nehmen würde..

    You need These Little dots....
     
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  12. Der ahnungslose Depp

    Der ahnungslose Depp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.19   #12
    Die Lösung des Problems hängt vorrangig vom Niveau des Gitarristen ab. Wenn Du die Akkorde per Noten exakt benennst, kannst Du sie vermutlich auch mit Deinem Instrument klanglich checken? Zum Beispiel mit nem Keyboard. Da braucht es keine extra Gitarre für einen Nichtgitarristen. Ein Gitarrist, der Noten lesen kann und sein Griffbrett kennt, wird auch in der Lage sein, den passenden Akkord aus den Noten selbst zu finden und ggf. weniger wichtige Töne wegzulassen. Solllte sich ein Akkord nicht greifen lassen, kann eine Auswahl erfolgen. Die Auswahl ergibt sich dann aus der Sequenz. Willkommen in den Tiefen der Harmonielehre. ((Oft verzichtet man auf die Dominante, da ihre Töne als Obertöne bereits im Grundton enthalten sind. Schon kann man (als Fortgeschrittener) fast alles greifen. Was wie geht, hängt auch arg von der Spielweise ab. Soll mehrstimmig gespielt werden, oder sind nur Akkorde per Strumming anzuschlagen, etc.?))
     
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