Offene Akkorde verzerrt!

von CMatuschek, 11.03.07.

  1. CMatuschek

    CMatuschek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.07   #1
    Jeder weis ja das offene Akkorde verzerrt nich toll klingen. sondern nur ein klang-matsch herauskommt.

    Beispiel G-Dur:

    e---3----- => g (8)
    H---0----- => h (3)
    G---0----- => g (8)
    D---0----- => d (5)
    A---2----- => h (3)
    E---3----- => g (1)

    Jetzt gibts aber leute wie den Herrn Petrucci die trotzdem Offene Akkorde spielen, nur halt ohne Tongeschlecht. Z.b. Gsus4 unzwar so:

    e---3----- => g (8)
    H---3----- => d (5)
    G---0----- => g (8)
    D---0----- => d (5)
    A---3----- => C (4)
    E---3----- => g (1)

    Er hat also die terzen weg und dafür quinte oder quarte eingesetzt. klingt verzerrt fett wie nix anderes. Wenn man jetzt den G-Dur wie oben greift klingt total ätzend.
    Wieso ist das so????? Wieso klingen Terzen verzerrt nicht?
     
  2. Pyriander

    Pyriander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.07   #2
    Das kann man pauschal leider so nicht sagen.
    Es gibt so viele, die Akkorde verzerrt spielen können, ohne dass es nach Murks klingt, mit guter Technik aber vor allem sinnvollen Einstellungen. Das macht aber ein großes Faß hier auf.

    Ich schmeiß mal in die Runde: AC/DC als was, dass jeder sofort im Ohr hat. Klar, hier ist die Verzerrung auch moderat.
     
  3. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.07   #3
    verallgemeinert das nicht,aber offene akkorde klingen mit verzerrung göttlich...mit gescheiter gitarre und vor allem gescheitem amp!
     
  4. LE-Rock-City

    LE-Rock-City Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.07   #4
    vollverzerrt klingen wohl nur quarten und quinten(und natürlich oktaven), das hat was mit den Obertönen zu tun und deren Schwingungsverhältnisse. Und da die Obertöne bekanntermaßen bei Verzerrung stärker zu hören sind als bei Clean kommt dies zu stande. Die Schwingungsverhältnisse kann ich dir aber nicht erklären, da must du einen Profi fragen.
     
  5. CMatuschek

    CMatuschek Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.07   #5
    Ok, danke euch allen, besonders LE-Rock-City.
    Die erklärung reicht mir schon.

    Außerdem: ich finde mit gut zerre klingen offene akkorde nicht gut. zumidnest welche wo terzen drin sind. die reinen intervalle machen den sound echt fett, nonen aber z.b. geben dem sound noch ein gewissen beiklang ....
     
  6. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 11.03.07   #6
    Es gibt auch Akkorde, die weder clean noch verzerrt gut klingen. Das ist immer der Fall, wo Grundton, große Terz und Quinte direkt übereinander folgen. Das ist

    # in offenen Akkorden vom Typ G und C der Fall. Die klingen clean, aber je mehr Zerre dazukommt, desto merkwürdiger verhalten sich bestimmmte Obertonschwingungen zueinander.

    # Voll gegriffnene vom Typ E/F und A klingen clean wie unverzerrt tendenziell unsauber, ganz besonders aber erste:


    7----------------
    9-----7--------
    9-----8---------
    ------9---------
    ----------------
    ----------------

    Grund ist, dass die Intervalle auf der Gitarre nicht sauber sind. Stimmt man Grundton und Quinte richtig, bekommt man die große Terz nur zu einem der beiden Töne exakt gestimmt. Stimmt man Grundton und Terz richtig, stimmt anschließend die Quinte entweder nur zum Grundton oder zur Terz aber nicht zu beiden. BEsonders krass ist das, sobald die 3.Saite als "gegriffen" beteiligt ist - die ist nämlich auf der Gitarre nicht wirklich bundrein. Die Quinte dazu auf der E-Saite stimmt grundsätzlich nicht.

    Eine Gitarre ist nun mal nicht bundrein. Das Problem ist schon ewig bekannt. Abhilfe versucht das Buzz Feiten System zu schaffen mit einem veränderten Sattel (googeln).

    Folgen nun die Töne 1, 3 und 5 direkt hintereinander, wird diese Unreinheit direkt hörbar. Ganz besonders bei Tab 1. Bei Verzerrung kommen zusätzlich modulierende Obertöne dazu, die das Ganze in diesem Falle noch fieser machen.

    Dem Ganzen kann man nur mit Akkordfingervibrato halbwegs beikommen, wo man sozusagen manuell die Töne moduliert und damit in die INtervalle eingreift und statischem Modulation zuvorkommt. Richtig satt und zufrieden klingen die beiden TAb-Beispiele damit allerdings immer noch nicht. Weshalb man sie auch ziemlich selten antrifft.
     
  7. Deltafox

    Deltafox Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.03.07   #7
    es ist durchaus so, dass mit der richtigen Einstellung, was Sound angeht, der entsprechend guten Gitarre mit geeigneten Tonabnehmern und sauberster Bundabrichtung, am besten noch Buzz Feiten Tuning, volle Akkorde sehr wohl verzerrt gut klingen können

    Als Beispiel werf ich einfach mal Die Ärzte in den Raum, besonders live hat Farin sehr häufig einen doch recht harten Sound und spielt dabei volle Akkorde inklusive Tongeschlecht.. und der hat glaub ich nichtma von mir in den Raum geworfenes Buzz Feiten Tuning ;)
     
  8. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 11.03.07   #8
    Voll verzerrte offene Akkorde sind das nonplusultra in meiner Riffschreiberei :D

    Dafür brauch man halt Pickups die einen extrem definierten sound liefern sowie einen amp der schön durchsichtig klingt sowie dich richtigen einstellungen. Gain hab ich mäßig viel, so 80s halt :D
     
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  9. LE-Rock-City

    LE-Rock-City Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.07   #9
    bist du sicher das du keinen Grunge machst?? :D
    Nirvana ist doch das fürchterlichste Bsp. für verzerrte offene Akkorde.
    Also ich halte nichts davon, es klingt einfach nicht richtig, egal mit welchem Equipment, und wenn du sagst "mäßiges Gain" ist das schon zuviel, maximal leichter crunch. Aber is meine Meinung
     
  10. Krehlst

    Krehlst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.07   #10
    hmm also ich spiel zwar auch nich mit übergain, aber verzerrte akkorde prizipiell zu verurteilen find ich unsinnig...denn ebenso wie der nichtlilane agent schreib ich hauptsächlich mit offenen akkorden...die riffs klingen dann schön fett und saftig.
    klar, wenn du mit ner 0815 klampfe auf gainstufe 10 nen g-dur offen spielast, klingts net mehr nett...aber wer macht das denn?
     
  11. Reaper's Ballz

    Reaper's Ballz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.07   #11
    @Hans

    genau das fiel mir letztens auch auf.
    Fand ich sehr seltsam, weil ich früher nie drauf geachtet hab, aber irgendwann kam der punkt an dem ich immer öfter dachte "mhh gitarre schon wieder nich richtig sauber gestimmt oder warum klingt das hier so komisch" bis mir irgendwann auffiel, dass es kaum möglich ist vollkommen exakt zu stimmen und man nich einfach stupide die saiten nach der vorherigen stimmen sollte.
    man muss dann eben nen Kompromiss finden, so dass beide intervalle zwar nicht sauber abgestimmt sind, aber auch keines falsch klingt, dann klingt der akkord meistens insgesamt stimmig.

    ich wette so kleine unsauberheiten fallen nicht musikern sowieso nicht auf...die meisten merken's ja noch nichmal wenn wirklich was verstimmt iss ^^
     
  12. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 11.03.07   #12
    Aber einem selbst.. das ist viel schlimmer.
     
  13. O.B.I.Hörnchen

    O.B.I.Hörnchen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.07   #13
    genau, denn dann ist man unzufrieden und unsicher.
     
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