PA für Proberaum

von vaughan106, 04.10.05.

  1. vaughan106

    vaughan106 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.05   #1
    Hallo alle zusammen!

    Da ich neu in diesem Forum bin möchte ich mich kurz vorstellen: Ich heiße Mario,
    komme aus Österreich (nähe Wien) und spiel seit drei Jahren in einer Band.
    Für Interessierte: www.bobby-pasadena.com
    Wir sind vor kurzem in einen neuen Proberaum umgezogen und da unsere (mind.
    20Jahre alte) PA nun endgültig den Geist aufgegeben hat müssen wir uns eine neue
    zulegen.

    Ich erklär euch mal was wir uns ungefähr vorstellen:
    Grundsätzlich werden wir die Boxen als Weges fürs monitoring nutzen, möchten diese
    aber natürlich auch auf Stative schrauben können für kleinere Konzerte. Wir werden
    hauptsächlich Gesang, Trompete und (in Zukunft auch) Keyboard über die Boxen fahren,
    allerdings kann es sein das wir die gitarren(2) und vielleicht den bass nur zur
    unterstützung zu den Amps reinspielen. Wir mischen mit dem Behringer DDX3216,
    d.h. ich hab vier AUX-Wege für vier individuelle Montior-mixes welche wir auch nutzen
    wollen. Leider haben wir als Startkapital nur rund 1000€ zur Verfügung. Eine
    Möglichtkeit wäre nur mal mit zwei Boxen zu beginnen und später zu erweitern.

    Nun zu den Fragen:
    Ich bin am PA-Sektor leider sehr schlecht bewandert. Deshalb kommen jetzt vielleicht
    ein paar "blöde" Fragen: Wie ist das mit den Watt und mit den Ohm? Wie steht im
    Verhältnis? Bsp.: Wenn ich 2Stk 225Watt Box(JBL EON1500) habe, wie stark muss dann
    im Optimalfall der Verstärker sein? Häng ich nun 2 Boxen mit 8Ohm an einen Ausgang
    (sozusagen in Serie) haben die dann 4Ohm?
    Ich dachte für unseren Fall nämlich an zwei JBL EON1500
    (https://www.thomann.de/thoiw4_jbl_eon1500_prodinfo.html )
    und dem Behringer Verstäker Europower EP2500
    ( https://www.thomann.de/thoiw4_behringer_ep2500_europower_endstufe_prodinfo.html )
    Was haltet ihr davon? Oder ist ein aktives System sowieso besser, wenn man von vier
    versch. Mixes machen will? In dem Fall bräucht ich ja einen zweiten Amp oder kann ich
    an den auch vier Boxen hängen?
    Vielleicht könnt ihr mir ja ein System für unseren Anwendungsfall empfehlen.

    Danke im voraus für eure Unterstützung!
     
  2. slaytalix

    slaytalix Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.05   #2
    An aktive Boxen kann man meist eine 2., passive über Speakon Kabel anschließen. Es gibt so viele Hersteller. Als recht gut empfinde ich KME FM 1122 AE als 12". Multifunktionsgehäuse, auch mit Stativflansch. Erstklassige Boxen von Coda Audio AP 15 & AP 24, haben wir uns erst in Hannover angehört. Ist eine Budgetfrage. Super natürlich auch Meyer Sound UPA 2 M
     
  3. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 04.10.05   #3
    Servus,
    die im Link genannten JBL EONs bringen 225 Watt und haben eine Impedanz von 8 Ohm. Wenn du pro Seite 2 von diesen Boxen parallel (nicht in Serie !!!) schaltest, dann halbiert sich dieser Widerstand auf 4 Ohm und dein Verstärker ist in der Lage, mehr Power abzugeben - meist so ca. das Doppelte.
    So viel ganz auf die Schnelle.
    Die von dir genannten Komponenten würde ich nicht empfehlen. Zum einen klingen die EON1500 fürchterlich. Ich kann dir das aus Erfahrung heraus sagen. Zum zweiten sind sie für die von dir genannten Einsatzbereiche Gesang, Bläser und Keyboard nicht optimal geeignet. Die Box besitzt einen 15" Lautsprecher. Diese Boxenart ist eigentlich mehr für Fullrange-Betrieb für Konservenmusik ausgelegt. Zudem bekommst du genau mit diesem Boxentyp eigentlich alle schlechten Argumente für "Plastikeimer" geliefert. Also: beschäftigen wir uns mit was anderem.
    Grundsätzlich mehr zu empfehlen sind Boxen mit 12" Speakern. Die übertragen den Gesang tendenziell besser und klarer als die Boxen mit 15".*
    Natürlich gibt es viele Gegenbeispiele - aber wir beschäftigen uns mit den vergleichbaren Teilen im ungefähren selben Preisrange.
    Zu empfehlen wäre hier die Standard-Box für Einstiegs-PA-Anwendungen:
    https://www.thomann.de/yamaha_sm12v_passivmonitor_prodinfo.html
    oder aus dem Musik-Service-Shop:
    http://www.musik-service.de/Lautsprecher-Box-Yamaha-SM-12-V--Club-Series-Monitor-prx395740190de.aspx

    Die Behringer-Amps genießen keinen besonders guten Ruf. Ich selbst habe zwar noch nie mit ihnen gearbeitet. Trotzdem gebe ich dir Alternativen passend für die Yamaha-Boxen:
    http://www.musik-service.de/PA-Endstufe-DAP-Audio-Palladium-P-1200-prx395719517de.aspx
    oder
    https://www.thomann.de/tamp_ta1400_amplifier_prodinfo.html

    beim t.amp bitte beachten, dass er eine recht ungewöhnliche Einbautiefe von 44cm hat. Du brauchst hier also auch ein entsprechend tiefes Rack.

    Wenn du pro Seite 2 Yamaha-Boxen dranhängen möchtest, dann wäre das auch noch o.k.
    Mehr geht nicht, da wir dann pro Seite 4 Ohm unterschreiten würden und das mögen diese Einsteigeramps gar nicht.
    Dazu braucht ihr dann noch Speakon-Lautsprecherkabel und Hochständer für die Boxen

    Das wärs fürs erste.
    Mischpult usw. habt ihr?

    Die von dir angesprochenen "verschiedenen Mixes" erreichst du mit verschiedenen AUX-Wegen an deinem Mischpult. Natürlich auch die entsprechende Anzahl von Amps oder aktiven Boxen. Das wäre dann allerdings bereits etwas komplexere Monitoring-Technik. Da beschäftigen wir uns vielleicht mal wieder, wenn die Grundlagen alle soweit geklärt sind - o.k.?

    *edit: wenn ihr allerdings das komplette Keyboard-Spektrum mit allem PiPaPo (Bass und Drums) übertragen wollt, seid ihr mit 15"-Boxen besser bedient. Da bekommt man in diesem Preisbereich allerdings nichts wirklich vernünftiges. Es sollte hier der Bassbereich und auch der Gesangsbereich einigermaßen vernünftig bedient werden. Da stellt sich dann die Frage, ob ihr nicht später z.B. mit einem Subwoofer (aktiv oder passiv je nach Geldbeutel) erweitern solltet. Dies hängt auch stark von den Lokationen ab, die ihr beschallen wollt.
    Dazu vielleicht auch noch ein bißchen mehr Input liefern.
     
  4. vaughan106

    vaughan106 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.05   #4
    @Harry:

    Danke erstmal für die Antwort.
    Mischpult haben wir. Behringer DDX3216 Digitalmischpult. Vom Routing,
    Mischpulttechnik, AUX-Wege etc. ist mir eigentlich alles klar. auf dem thema bin ich
    halbwegs fit.
    Die Boxen die du uns empfiehlst hab ich schon ins Auge gefasst - die hattest du schon
    mal hier im Forum empfohlen. Eine Frage hätt ich zu den Amps - sind das digitale oder
    Analoge? Die analogen sind doch mit Ringkerntrafo, oder? Wie sieht's bei den analogen
    mit den Temperaturen aus? Werden die sehr heiß?
    Du hats mir as t.Amp
    https://www.thomann.de/tamp_ta1400_am..._prodinfo.html
    und das DAP Audio
    http://www.musik-service.de/PA-Endst...5719517de.aspx
    empfohlen. Wäre es nicht besser statt dem t.Amp (275€) einen
    größeren der DAP Audio Serie zu kaufen? Der DAP 1600 wäre ja stärker als
    der t.AMP und für nur 229zu haben? Oder sogar den DAP 2000 (279€)?
     
  5. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 05.10.05   #5
    das sind keine digitalen Amps - das ist eine andere Baustelle
    ich denke, du meinst Amps mit Schaltnetzteil. Die zeichnen sich durch ein sehr geringes Gewicht (ca. 10 kg) und eine niedrige Bauweise (üblicherweise 2HE auch bei hohen Leistungen) aus. Die sind allerdings in diesem Preisbereich nicht zu haben.
    Hier mal ein Beispiel für einen guten Schaltnetzeil-Amp:
    http://www.musik-service.de/PA-Endstufe-QSC-PLX-2402-Endstufe-prx395498270de.aspx

    Die Temperaturen sind in aller Regel bei korrekter Belüftung kein Problem, auch nicht bei den genannten Amps mit konventioneller Bauweise. Sonst gäbs argen Ärger mit diesen Herstellern.
    Zu den Leistungen: die Amps sollten zu den Boxen passen, also so ca. 50-70% mehr Leistung - als groben Richtwert.
     
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