PA Sound und Gigs damals...

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Das Thema ist nostalgisch für Alle, sagen wir, 50+ Musiker und "Soundknechte"

Ich bin 60+, Hobby Musiker und Trommler, hab früher (-20 Jahre) 30 Jahre immer in Bands gespielt.
Leider war ich auch der "PA-Knecht...".

1. Ich Hatte Ahnung (scheisse, heisst, alle Anderen der Band halten sich raus, meckern aber immer...)
2. Ich hatte einen VW-BUS (Alles klar...)
3. Ich hatte eine "Sound Vorstellung" (= teuer und viel Aufwand)
4. "Wir" hatten null Kohle für gescheites Zeugs
5. Ich habe gelernt, wie man aus fast nix an amtlichem Equipment guten Sound "zaubern" kann.
6. Ich hab mir durch die Schlepperei meine Rücken (Wirbelsäule) dauerhaft ruiniert.
7. Ich weiss seit damals, was DB, Wirkungsgrad, Schalldruck, Frequenzen, Belastbarkeit (real), Strom (gibt mir Ampere...), Gewicht (after the Gig), fehlende Kabel, Adapter etc, unsd vor Allem technik fremde Mitmusiker (wierum gehört der Microständer.... oh. Mann, setz dich an den Tresen und geh mir nich auf die Nerven...) sind
8. Die "Kiste für alle Fälle", (Gaffa, Adapter von Allem auf Alles, Batterien, Gitarrenkabel, Sicherungen, Pflaster, ggf Dope und Wiskey) war zwingend.
9. Ich war schon vor dem Gig (Hochschleppen aus Kellerproberaum, in MEINEN Bus einladen, aufbauen, Soundcheck (ey Gitarrist, kommst du jetzmal auf du Bühne, ey, es reicht, hör mal auf zu dudeln), vollkommen fertig, dann noch nen Gig trommeln und das das Ganze rückwärts (abbauen, einpacken, ausladen, um 4 Uhr zu Hause, um 6 Uhr Frühdienst).
10. In der Verblendung des Alters: Eine geile Zeit.
11. Real: nie wieder.

Zweites Thema:

De Sound (sowas von subjektiv verklärt...)
Wir hatten (ca. 1984-1989) einen Zeck 16/2 Mixer (scheisse teuer), 2 Zeck 15/3 Boxen (gefühlt 30 kg/Stk.) eine "keine Ahnung mehr" 2x 300 Watt Endstufe, ein Alesis Microverb Hall (wer kennts noch? ), diverse Mikros: SM 58, SM 57, E 906 (sahen scheisse aus) Sennheisser 421 (wurden dir damals von "Tonbandfreunden" nachgeschmissen, aber mt Tuchelstecker), ohne zu wissen, was wir da hattem.
Die Gigs waren damals schon (Eigene Musik, no Covers), schlecht bezahlt (300-500 Mark oder auf Eintritt), aber, es war immer "voll" in der Location, und es gab immer "Resonanz" (ey, geil, ey... ey scheiss Musik, ey)

Abschweifung:

Damals (vor ca. 35 Jahren) war ein Problem bei Live Gigs / Boxen das ab und an die Hochtöner (12/2, 12/3, 15/3) durch Feeedback gekillt wurden (Celestion HF-50 z.B), war dann immer richtig teuer....
Dann kam Zeck (mann korrigiere mich ggf,) auf die geniale Idee, den Hochtöner abzusichern durch eine 24 Volt / 21 Watt LKW Sofitte Blinkerbine (in Reihe zum HT), heisst, montiert innen in der Nähe des Bassreflexlochs.
Wenn zu laut wurde (allgemein), fing die Box an zu "leuchten", super...

Zurück:

Alles lief über die o.g. Anlage (bei mir) neben Gesang auch Gitarre, Bass, Drums, ansatzweise, bei Drums (hallo, ich war der Trommler) die Bassdrum (SM 58, reingeschmissen auf das Kissen in der Bassdrum), SM 57 als quasi Overhead i(Underhead) rgenwo zwischen Snare und Toms.
Die Wirkung (Drums): Bassdrum trocken über 15/3, EQ auf Bass voll , Mitten 3 Uhr, Höhen auf 12 Uhr), einfach nur "fetter Bums"".
Der Rest: Snare / Toms mit mini Pegel, aber max. Hall einfach auch elektrisch da...
Gittarren: bei Solo aufreisen können plus Hall
Bass: minimal über PA, aber mit Bassregler PA voll = Fundament
Gilt alle nur für Mini Kneipengigs und heute vermutlich ob der Technik nicht mehr.

Statement:

Nein: Damals war nicht Alles Besser
Damals war Alles teurer bis unerschwinglich.
Damals hat man, mangels "Kohle" viel gelernt über Sound
Damals war das, auch für das Publikum, dies "State of The Art".
Dies hat, über lange Zeit, den "Hörgeschmack bei "Älteren" gebildet.

Noch ein Statement:

Ich meine zu wissen, das sich hier in Diesem Forum primär "Heranwachsende" bis "Mitvierziger" rumtreiben, was ich einerseits erfrischend finde, anderseits ist wohl meine Generation vollkonmen unterräpräsentiert.
Man (Ihr) mögt mir also verzeihen, das ich konservativ und nostalgisch poste.

P.S.
Da dieses Programm noch nicht mal eine Rechtschreibekorrektur hat. und ich keine Lust habe, mein Geschreibsel nochmal zu überprüfen, möge Derjenige, der sich daran stört, meine Sätze in die "Tonne treten", danke...
 
Eigenschaft
 
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Wieso Tonne? Ich finde das war mal ein sehr informativer Beitrag!
 
Hallo,
auch wenn ich deutlich jünger bin als Du, sind wir erfahrungsmäßig nicht so weit auseinander - ich habe halt jünger angefangen :)
Und Zeck-Boxen waren absolut unerschwinglich für mich. Wir hatten irgendwelche zusammengestöpselte Sachen (erinnere mich dunkel an Klipsch-Boxen). VW-Bus durfte ich noch nicht fahren, aber ansonsten finde ich mich in Deiner Beschreibung schon auch wieder.
Wir hatten aber einen netten Musikladen, der uns für Gigs eine Anlage kostenlos zur Verfügung stellte.
 
Ja, ja, die Siebziger und Achziger;-)
Ich begann ja mit einem hochkomplexen Wunderwerk der Audiotechnik, das Marlboro SM-600 mit 100 Watte Mono Endstufe und zwei zugehörige Boxen. Damit machten wir so ca 200-300 Leute glücklich. In Wahrheit war ich ja zuerst Techniker und wurde dann auch noch Bassist der Band. Da die Marlboro-Geschichte dem ehemaligen Bassisten gehörte musste Ersatz her, und wir fanden eine Echolette 4 Kanal Anlage mit Bandecho und Röhren-Amp. Die Klangregelung, hieß damlas Tonblende, war im Inneren des Mischverstärkers untergebracht, also typische Tanzmucker-Technik. Die Boxen waren irgendwelche selbst gestrickten. Das ganze kostete uns umgerechnet so an die 300 €.
Dann etwas später hatte ich einen Craaft Mixer (diese braunen Rauschgeneratoren die untenrum undifferenzierten Mulm generierten) in 12/4 oder so.
Dazu hatten wir Boxen (Voice Of Theater, irgendein EV Nachbau als Mitteltöner und Hochtoner inkl. einiger allgegenwärtigen Piezos dazu) Gepowert wurde das mit einer Peavy CS800 bzw. Solton 600. Die Boxen waren auch selbst gemacht und schwer wie Blei. Unser Proberaum war damals in einem alten Häuschen im ersten Stock. Es ging gerade so dass wir die Teile nach oben brachten. Dazu noch mein Bassman 100 mit der 4x12er Box und wir waren alle fertig mit der Welt wenn das dann wieder drin war.
Ach und als Hall war beim Craaft ein Dynacord VRS23 dabei. Digitalhall? neumodisches Teufelswerk;-)

Interessanterweise hatte ich nie wirklich mit so Modetrends wie die Fuffzendreier zu tun. Ich wurde dann immer mehr als Tontechniker gebucht, und hatte dadurch meist mit größeren Systemen, EV und JBL Hornsystem und später noch mit den damals neuen und gehypten Turbosund Systemen bzw anderen Direktstrahlern wie KMT zu tun. Mischpulte waren da von Soundcraft, Soundtracs oder Studiomaster. Ab und zu mal ein Target, weil der HK Vertrieb in der nähe war. Damals hatte man, mangels Auswahl und Geld viel mehr Probleme mit dem Anlagen Sizing. Da war dann plötzlich dieses EV Hornsystem, das man bei richtiger Verwendung für Konzerte so ab 7000-10000 Leute benutzen konnte, abgemagert für einen Saal für 200 Leute. Das klang dann schon nicht richtig gut. Mangels Alternative nahm man aber das was da war.
Übrigens muss ich hier meinen Dank an einen gewissen Dirk Wedell, damals Schreiberling beim Fachblatt, zum Ausdruck bringen. Denn der war damals meine Hauptwissensquelle bezüglich der Grundlagen der Audiotechnik. Da es ja Internet und so nicht gab und Fachbücher eigentlich auch nicht konnte man das ganze hier entweder Studieren (Tonmeisterstudium in Graz) oder eben Learning by Doing betrieben. Und da war es ganz gut dass der Kollege in seiner Kolumne bzw in den Testberichten immer wieder erklärende Worte zu den einzelnen Themen gefunden hat. Danke nochmals.
 
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Ich bin 27. Von daher: super cool, wenn Leute aus einem anderen Semester mal ihre Erfahrungen teilen! Ich find das sehr interessant. Heutzutage ist es in Zeiten von erschwinglichen Digitalpulten und (hab ich mir sagen lassen) stark verbesserten Boxen wohl viel leichter, guten Sound zu machen. Was noch lange nicht heißt, dass es auch passiert. :D

Adapter von Allem auf Alles
Wo gibts den??? Wie viel kostet der??? :D ;)
 
XLR auf Klinke ...

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Bin nun 67 und spiele u.a. in einer Band mit vier 70ern, alles aus der Zeit der 60er, evtl. noch frühe 70er.
Der Anfang war wie oben geschildert. Geld für die Anlage die man eigentlich wollte gab es keins. Monitore (geschweige denn IEAR) gab es auch nicht. Die Anlage stand hinter einem (zuerst alte Röhrenradios, dann Vox AC30 oder AC 50 und Fender Twin Reverb oder Dynacord Bassking). Damit es nicht zu sehr anfällig für Rückkopplungen war haben dann die Gesangsboxen rechts und lnks vor der Band gestanden (waren zwei VOX mit so einem Chrom Schrägsteller befeuert von einerm Dynacord Eminent II und Effekte von Echolette Bandhall)

Ich war zwar nicht der Schlagzeuger, sondern der Keyboarder, und daher bei die Technik für alles verantwortlich. Das schlimmste überhaupt waren nicht die Instrumenteneingänge (es gab ja damals schon die gute Klinke, siehe vorigen Beitrag) sondern die Eingänge für Mikro und Verbindungen Echogerät.
Das waren DIN Stecker und Buchsen, die regelmäßig beim drüberstolpern kaputt waren und dann neu eingelötet werden mussten. Eine Arbeit für einen der Vater und Mutter erschlagen hat :-(((

Aber es hat uns und wohl auch dem Publikum tierisch Spass gemacht, da sie eigentlich jedes Wochenende wieder da waren, und sogar als Fahrgemeinschaft oder mit Trampen weite Wege in Kauf genommen haben.
 
Ja ja, das waren noch Zeiten....

Zeck PA 15/3 mini an einem Roland PA400 Powermischer. Das machte schon ordentlich Alarm. Hat auch richtig Geld gekostet. Dazu dann noch ne Yamaha Electone HS-6 und fertig war das Alleinunterhalterset. SM58 klar. Was habe ich damit nicht alles gemacht. Eben als Alleinunterhalterset für mich, Partybeschallung fürs Dorf und ab und an sogar mal ein Gig für ne befreundete Band.

Leider ist das Zeug mittlerweile irgendwo im Ostblock unterwegs, mit der Gegenleistung Lehrgeld.

Und ja, Peavey CS800 bzw. CS800X kenn ich auch. Läuft heute noch für Monitoring.
 
Hallo,

...oute mich auch als "Alteisen" aus Baujahr 1964 :D - erste Bandsachen Anfang der 80er, erstes Mischpult Ross RX16/2, das einzige, was ich mir damals leisten konnte. Manchmal ein echter mobiler Rauschgenerator :D. Und - natürlich - ich hatte AUCH ein Alesis Microverb (...hab' ich übrigens immer noch... ;) ). An die Boxen entsinne ich mich nicht mehr, aber wir konnten, wenn wir "draußen" waren, uns öfters ebensolche Zeck 15/3 oder auch ein Pärchen Aktivboxen von Novanex ausklinken (die klangen wirklich gut!). Mikrofone? Bitte festhalten - Dynacord DND2000 und AKG D80. Holla die Waldfee... eines davon hab' ich immer noch als Durchsagemikro (eins von den Dynacords), weil das einen sehr solide rastenden Schalter hat und auch mal einen Schlag verträgt. Aber singen würde ich darüber heute nur noch im allergrößten Notfall.
An die Probleme mit dem Transport bzw. Auf- und Abbau kann ich mich leider noch zu gut erinnern... während fast der ganze Rest der Band schon an der Theke saß und Bierchen schlürfte, wer hat da wohl abgebaut? Eben ich... war ja größtenteils auch mein eigenes Zeug...
Trotz allem Ärger, den ich da so manchmal hatte, erinnere ich mich auch gerne an viele schöne Auftritte. Und gelernt hab' ich da auch eine ganze Menge....
Und andererseits, ist es nicht klasse, was es heute an guter und günstiger Ausrüstung gibt?

Viele Grüße
Klaus
 
Ich bin so ein "Mittelding", denn mit Bühnen-Einstieg Anno 1987 musste ich einerseits noch mit dem auskommen, was an später 70er Jahre Technik für mich erschwinglich war (Dynacord Mosquito als Gesangsanlage wird einigen sicher was sagen), aber schon Anfang der 90er ging's dann bereits etwas moderner zu, weil Funktechnik langsam finanziell erreichbar wurde und der Herr Behringer uns jungen Musikanten technische Möglichkeiten für kleines Geld bot, die man zuvor eben nicht hatte. Fehlbedienung und Verschlechterung des Signal-Rauschabstandes inlusive. ;-)

Den Schritt zum Digitalpult habe ich bis 2007 raus gezögert, und muß offen gestehen, daß die Vielzahl der neuen Möglichkeiten auch den Nachteil offerieren, eine Vielzahl neuer Fehler zu begehen. Wie oft stellt man Kompressor oder EQ nicht mehr nach Gehör, sondern nach Displayanzeigen ein - mal ehrlich! ;-)

Richtig krass ist m.E. oft das Aufeinandertreffen der Generationen, also wir Altsäcke mit den Digital-Natives, denn zum einen sind - zumindest mir - die Jungen in Sachen Bediengeschwindigkeit um Längen voraus (letzens unseren tontechnikenden Drummer dabei beobachtet, wie er am X32 in Windeseile gefühlte 30 Parameter verändert hat, während mein Hirn noch auf Infos vom Ohr wartete, was man denn eigentlich verändern wollen können sollte.... lol), aber andererseits werden oft technische Möglichkeiten genutzt "weil sie halt da sind" und mal schnell ein Notchfilter gesetzt, wo ich Altsack halt eine Box etwas gedreht hätte.


domg
 
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Hey,

alte Säcke Thema....volle Zustimmung...und: kann noch was ergänzen:
es war gar teilweise nicht so leicht Gigs zu spielen, weil die Kombi aus H/H 800 Endstufe (schmiss immer die Clubsicherung beim Anschalten!) und Lichtanlage mit mindestens 4mal 500 Watt Kannen die lokale Elektrik oft gnadenlos überforderte....:D...

Gruss,
Bernie
 
Hey,

Wo gibts den??? Wie viel kostet der??? :D ;)
Ist vllt der hier gemeint :Dhttps://www.explainxkcd.com/wiki/index.php/File:universal_converter_box.png
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Ich gehöre zu den Frischlingen, mit 15 Jahren und Produktionsjahr 2002. Jedoch find ich es ersnthaft spannend und geil wie man es früher gemacht hat mit dicken Gartenschläuchen wenn überhaupt :D Ist mal eine andere Seite der ganzen Sachen. Wenn einer Bilder von früheren Gigs hat, würd ich die gern sehen.

Frohe Weihnachten und mit freundlichen Grüßen
Jan.Bu.DJ
 
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Ja ja, das waren noch Zeiten....

Zeck PA 15/3 mini an einem Roland PA400 Powermischer. Das machte schon ordentlich Alarm. Hat auch richtig Geld gekostet. Dazu dann noch ne Yamaha Electone HS-6 und fertig war das Alleinunterhalterset. SM58 klar. Was habe ich damit nicht alles gemacht. Eben als Alleinunterhalterset für mich, Partybeschallung fürs Dorf und ab und an sogar mal ein Gig für ne befreundete Band.

Leider ist das Zeug mittlerweile irgendwo im Ostblock unterwegs, mit der Gegenleistung Lehrgeld.

Und ja, Peavey CS800 bzw. CS800X kenn ich auch. Läuft heute noch für Monitoring.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ja... das waren Zeiten ! Bin jetzt 66 und wir feiern dieses Jahr unser 50jähriges Bandjubiläum zusammen mit den ebenfalls gealterten Fans und 2 speziellen Gigs. In den 60ern waren wir JEDE Woche unterwegs - jetzt sind wir nur noch alle paar Jahre mit der Urbesetzung unterwegs und jeder hat seine eigenen, manchmal sehr differenzierten Projekten und Bands.

Das Equipment in den 60ern bestand ursprünglich aus einem EMINENT Powermixer und 2 DYNACORD M35? Gesangsboxen. Die Sologitarre lief über die Gesangsanlage, Bass und Rhythmusgitarre zusammen über einen Bassking +Box.
Später waren dann schon EminentII und die legendären Dynacord S100 Boxen eine enorme Steigerung. Auch die nun „Leadguitar“ genannte Klampfe lief über einen kleinen MARSHALL-Koffer, der Bass über einen Bassking T und der „Kühlschrank“-Box SBG von Dynaxord. Meine FARFISA Fast-Orgel und das HOHNER-Pianet wurden über einen Dynacord Echo-King??? und eine ECHOLETTE Box gejagt, ohne wirklichen Sound zu liefern. Es sollte eigentlich wie HAMMOND klingen (;-( )

Für damalige Verhältnisse klang die ganze Geschichte aber doch ganz ordentlich Und die Hauptsache war der Spaß bei der Sache und der Glaube an das „Durchhalten“ der Geräte

orlando
 
Grund: Korrektur
Zuletzt bearbeitet:
Wieso? Macht man das heute etwa anders? Was ist an mir vorbei gegangen?

Mit "PA" (hihi) spiele ich seit den 1990ern, in den späten 1970ern und 1980ern fast nur akustisch. Die ersten "PA"-Boxen waren irgendwelche selbstgebauten aus 3/4" Pressspan, die über irgendeinen Minimixer und einen Monacor-Verstärker bei der Musik in der Kirche bedient wurden. Mal ging der Bass darüber, mal über einen Polytone Mini Brute III. Diese "PA" wurde dann irgendwann durch JBL EON 15 und einen ordentlichen Mixer abgelöst, das war schon ordentlich(er). Der Bass ging dann direkt ins Pult. - Neue Band, neue Technik, seit 2016: Weltmusikband, 7 Leute => eine Maui 11, wenn's Laut sein muss. Wenn's auch leiser sein darf, dann reicht auch der Roland RX Bass Cube für den Bass, ein Miniamp für die Sängerin kommt dazu, die Akkordeons und die Bläser spielen akustisch. Das geht bis 50 Leute / 150 qm. (Weil die Leute auch leiser sind...).

Nur die Mikrofone sind geblieben: Sennheiser 421/521, 441/541, 431 - und ein 21er, mit dem die Cajon abgenommen werden kann. Bisher einzige Effekte: Ausreichend Stimmgeräte.
 
Oh Mann, ja, wie die Zeit vergeht :(. Aber ich hatte ja hier schon einmal von meinem "Damals" beispielhaft berichtet --> KLICK :D . LG Lenny
 
Wer in den Siebzigern oder Achtzigern über Dynacord oder Echolette spielte war aber schon mal ganz vorne mit dabei. Da konnteste sehen wer Kohle mit der Musik verdient.
Was man auch häufig gesehen hat waren die kleinen JBL-Boxen mit dem 12er Tieftöner und diesem Ringstrahler oben drin. Weiß nicht mehr wie die geheißen haben. Das waren die State-Of-The-Art Gesangsboxen. Wer im "Zielbereich" der Ringstrahler stand wurde sozusagen weggebeamt - auch in einer Turnhalle. Aber der Sound war klar und durchsichtig. Sehr schöne Böxchen damals.
2 wurden vorne hin gestellt und 2 hinten und die dienten gleichzeitig als Gesangsmonitor.
Alles andere ging ja nicht über die PA. Jeder hatte seinen eigenen Boxenturm und der Schlagzeuger musste halt ordentlich draufhauen.

Die 15/3er Zeck waren dann ab den Achtzigern das Maß der Dinge. Sehr verbreitet und gemessen an heutigen Chinakrachern dürften die soundmäßig immer noch die Nase vorn haben.
E-Voice 15er Tieftöner, und ich glaub Mittel- und Hochtöner von Beymax. Aber das wurde IMHO auch mal gewechselt.
Die klangen schon fast nach richtiger PA. Schön rund und mit für damalige Verhältnisse relativ hohem Wirkungsgrad. Da konnte man sogar schon die Bassdrum drüberschicken.
Gutverdienende Tanzmukker haben darunter noch die 18er Bassbox mit aktiv abgetrenntem Amp gestellt und konnten damit mit gutem Sound schon eine Sporthalle ziemlich gut bedienen.
Nachteil: es war alles otzeschwer

Apropos Zeck - dazu ein Schwank von mir:
die bauten auch Mischpulte. Modulare Bauweise - dh. die konnte man vom 16- bis zum 32-Kanal-Mischpult bestellen. Nicht billig - aber sehr robust und für damalige Verhältnisse proper ausgestattet.
Als einigermaßen gutverdienende Tanzmukker bestellten wir ein 24er Pult mit Case. Das war bereits ein ziemlich großer Hobel, hat aber noch in den Ford Taunus Kombi meines Vaters reingepasst - hab ich ausgemessen.
Der Verkäufer sagte mir eine Woche nach der Bestellung, dass er das 24er nur mit Lieferzeit bekommt, er könnte jedoch ein 28er zum gleichen Preis sofort liefern. Also hab ich zugesagt in der Hoffnung: wird schon passen.
Als das Ding gekommen ist stellte es sich heraus, dass ein 28er Pult aber eingebaut in ein Case für ein 32er Pult geliefert wurde. Ich schätze mal so ca. 2,20m groß.
In meiner Euphorie hab ich es genommen - man will ja schließlich zeigen was man hat.......
In den Taunus-Kombi hat es natürlich nicht mehr reingepasst...... und das Ding aufstellen in einer Kneipe bei einer Hochzeit - soweit hab ich irgendwie auch nicht gedacht....

Musste dann beim Transport hinten die Türe vom Taunus offen lassen. Das ging dann auch 3 oder 4 Gigs lang gut bis es mal ordentlich geregnet hat. Dann war Schluss mit lustig.
Gottseidank konnte ich das Riesentrumm damals dann an das Theater Heilbronn verkaufen. Ohne großen Verlust.

Danach gabs dann ein sehr kompaktes Seck 1882 18-Kanal Mischpult (ja richtig: mit "S" geschrieben). Englische Firma, sehr gutes Teil mit 8 Subgruppen. Das war damals sensationell.
Kennt das jemand vielleicht noch?

@Edit - Wahnsinn, das Netz vergisst nix:
http://www.dancetech.com/item.cfm?threadid=2649
 
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Danach gabs dann ein sehr kompaktes Seck 1882 18-Kanal Mischpult (ja richtig: mit "S" geschrieben). Englische Firma, sehr gutes Teil mit 8 Subgruppen. Das war damals sensationell.
Kennt das jemand vielleicht noch?

Hab ich mir auch mal angesehen aber mich dann für das Studiomaster 16:8 mit zwei 4er-Erweiterungen entschieden. Das ersetzte das Craaft 12:4er, die braunen Rauschgeneratoren.
Und Hall war ein VRS23, von einer Tanzband (Ligister Trio). Dort staubte ich auch ein MD441 ab um umgerechnet 12 Euro;-) Das habe ich heute noch und es funktioniert hervorragend.
 
Auf jeden Fall besser als so ein billig und modern blechern klingender Digitalhall.
Äh, ich meinte aber das MD441. das VRS23 hab ich nicht mehr. Dafür aber sonst noch einiges aus den Tagen. Ein SPX90, das ich persönlich noch immer für das beste SPX halte, ein DP/4, und einen Rocktron Intelliverb, der extrem gute Räume machen kann. Nur so als Beispiele.

Tja, manchmal muss ich mich eh richtig zusammen reißen damit ich nicht in nostalgische Wallungen verfalle wenn in den Kleinanzeigen Teile angeboten werden die mich damals in meinen Anfängen noch so richtig anheizten, aber immer außer Budget waren. GAS ich echt eine gefährliche Krankheit.
 

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