Palmmute Wechselschlag

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Gorrth
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Hallodri!

Wusste nicht ob ich es in den Technikbereich oder hier her posten sollte, weils in beides irgendwie reinpasst. Vermute der Fehler liegt eher bei mir also hab ichs hier mal reingepackt.

Mir ist aufgefallen, dass wenn ich schnelles Palmmutespiel auf der tiefen E Saite im Wechselschlag betreibe, die Saite ein bisschen scheppert. Die knallt dann sozusagen auf die Bünde was dieses Scheppern verursacht. Fällt natürlich nur auf, wenn man relativ leise spielt.
Das verschlechtert zum Glück nicht die Tonqualität(ist also mit "Schnarren" nicht zu verwechseln) wenn man laut spielt aber dennoch frage ich mich, ob das ok ist.
Einerseits möchte ich die Bünde nicht beschädigen, andererseits frage ich mich ob dieses Scheppern auf eine falsche Technik hindeutet - sprich ich zu grobmotorisch bin :)
Hab schon mal versucht etwas sanfter anzuschlagen, dadurch verschwindet das Scheppern aber darunter leidet dann meine Präzision total. Je schneller man spielt umso mehr verkrampft man natürlich und ich halte das in einem gewissen Maße auch für normal, korrigiert mich wenn ich das falsch sehe :)
Eventuell ist die Saitenlage aber auch zu tief. Aber wie gesagt der Ton der rauskommt ist völlig ok und das Problem tritt nur bei beschriebener Spieltechnik auf.

Falls es an meiner Spieltechnik liegen sollte, habt ihr ein paar Tipps auf Lager wie ich das verbessern kann?

Falls jemand jemand nicht genau weiß was für ne Spieltechnik ich meine:
http://www.youtube.com/watch?v=euHMldrw4fw

Ab 0:40 ist so ein typischer Part wo das Scheppern auftritt.
 
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Danielus
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Hallo Gorrth,

ich kenne dein Problem. Das liegt vermutlich daran, dass du das Plek zu schief hältst. Versuche mal das Plek möglichst parallel zur Saite und im 90 Grad Winkel zu halten. Bei mir half es schon, das Handgelenk weiter unten zu positionieren. Wichtig ist noch, dass du mit dem Plek nicht zu tief 'eintauchst'.

Falsch ist das alles nicht, wenn du damit zurecht kommst. Aber verkrampfen sollst du dich nicht - nie beim Gitarrespielen ;) Das gibt sich aber mit der Zeit, ich kämpfe selbst noch damit gelegentlich zu verkrampfen.

Und deine Bünde kannst du damit nicht beschädigen. Das ist eine Gitarre und keine Prozellanskulptur aus dem 16. Jahrhundert ;)

Hoffe, das hilft.

Gruß
Daniel
 
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Gorrth
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Erstmal danke für deine Antwort.

Ich halte das Plek in der Tat ein wenig schief. Allerdings mache ich den Anschlag schon ziemlich parallel zu den Seiten, sprich "in den Raum hinein" halte ich das Plek gerade. So sieht das in etwa bei mir aus:

60014770.jpg


Hab jetzt mal versucht das Plek so zu halten:

53575691.jpg


Das Scheppern ist dadurch tatsächlich weniger/weg. Allerdings ist diese Haltung für mich irgendwie sehr gewöhnungsbedürftig und schwierig. Immer wieder toll wenn man erfährt, dass man was Jahre lang falsch gemacht hat. Bringt diese Haltung noch andere Vorteile als dass das Scheppern weg ist(welches man ja sowieso nicht hört wenn man laut spielt) ? Eventuell mehr Präzision oder wird das Spielen dadurch sauberer?


Achso du hast noch was zum Verkrampfen gesagt. Gibts da ein paar Tipps wie man das wegbekommt. Je schneller ich spiele desto angespannter wird die recht Hand. Das merkt man dann im Unterarm.
 
Danielus
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Falsch... mmh, naja es ist ja auch nicht wirklich falsch, solange du damit zurecht kommst. Das kommt später von ganz allein, dass du es gerade hältst. Lass dich nicht von falsch oder richtig verunsichern. Wenn etwas nicht geht ist es falsch, ansonsten kann es nur - auf deine Weise - richtig sein. Es hat keinen Sinn dir etwas anzugewöhnen, wobei du dich nicht wohlfühlst.

Ich hab das Plek früher auch so gehalten. Jetzt spiele ich es auch gerader. Aber das kam unbewusst, ganz von alleine.

Das mit dem Verkrampfen kriegst du nur durch Übung weg. Sozusagen Üben, nicht verkrampft zu sein :)screwy:). Im Ernst, spiele einen Part bei dem du normalerweise verkrampfst, langsam und locker. Langsam (!!) schneller werden und weiter darauf achten, dass du locker bleibst. Mit genug Übung wird das schon. Locker gespielt wirst du solche Parts viel länger durchhalten und gleichzeitig sauberer spielen.

Viel Spass! ;)
 
comanche
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Allerdings ist diese Haltung für mich irgendwie sehr gewöhnungsbedürftig und schwierig. Immer wieder toll wenn man erfährt, dass man was Jahre lang falsch gemacht hat. Bringt diese Haltung noch andere Vorteile als dass das Scheppern weg ist(welches man ja sowieso nicht hört wenn man laut spielt) ? Eventuell mehr Präzision oder wird das Spielen dadurch sauberer?

Präzision ergibt sich aus Kontrolle. Deshalb empfehle ich dir anzutrainieren, das Plek in beliebigem Winkel (0° bis 60°) zu den Saiten drehen zu können. Ich arbeite selbst daran – am Anfang eine riesen Umstellung, aber mit der Zeit hast du einfach mehr Kontrolle über den Anschlag der Saiten.

Gruß,
Andreas
 
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Wenn mans übern Amp verstärkt nicht hört udn es dein Spiel nicht beeinflsust, dann scheiß einfach drauf und fertig. :great:
 
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Gorrth
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Ok danke für die Tipps. Ich spiel zwar schon 8 Jahre aber für die Zeit echt sehr bescheiden :)
Das bekommen manche besser nach 2 Jahren hin :)
Hatte auch ein paar Pausen drin und nie Unterricht, denke vieles hab ich mir einfach "umständlich" beigebracht/angewöhnt, hat ja nie wer auf die Finger gehaun :p. Aber ich werd mal versuchen eure Tipps umzusetzen.

Gruß
Gorrth
 
Pat
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ich denke du schlägst einfach etwas zu doll an. wenn ich schnelle sachen in der art wie das death riff spiele, dann ist da so gut wie keine kraft dabei. und auch kein scheppern.
 
Mörty
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Ich bringe den Thread nochmal hoch...mich würde mal interessieren: wie übt ihr diese Technik eigentlich? Habt ihr irgendein spezielles Lied / Riff mit dem ihr übt? Bisher weiß ich dass man auf folgendes achten sollte:

- mit Metronom üben
- locker aus dem Handgelenk anschlagen (so fühlt sich das für mich am besten an, wenns wer anders macht bitte nicht steinigen :D )
- langsam starten, so dass man locker spielen kann und dann langsam steigern
- nicht verkrampfen bzw. darauf konzentrieren, dass man dann wieder lockerer wird

Habe das Gefühl da in eine Art Barriere zu laufen...über 120-130 BPM komme ich nicht wirklich :( und selbst dafür muss das schon gut laufen...

Plek ist ein 1.00mm Carbon Nylon und dazu 46er Saiten...

Ach ja: Es geht mir explizit nur um 16tel Alternate Picking mit Palm Mute auf einer Saite, Sachen wie die Petrucci-Übung führen glaube ich zu weit bzw am Ziel vorbei :)
 
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Mörty;3722449 schrieb:
Habe das Gefühl da in eine Art Barriere zu laufen...über 120-130 BPM komme ich nicht wirklich :( und selbst dafür muss das schon gut laufen...

Nimm mal ein Tempo (so 100- 110 bpm) und mach deinen Wechselschlag mal mit und zwischendurch auch ohne Palm Mutes. Achte auch darauf dass nur die Spitze deines Plektrons die Saiten "streift". Du solltest dabei aber nicht verkrampfen. Alles soll locker aus dem Handgelenk kommen. Achte auch darauf dass bis zu deiner Schulter hinauf alles möglichst entspannt ist.
Wenn du jezt dieses Tempo von ca. 100 - 110 ohne Unterbrechung so in etwa 2 Minuten durchhältst und du danach trotzdem noch ganz locker bist kannst du ja dein Tempo in 5-er Schritten erhöhen.:great:
 
Mörty
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Nimm mal ein Tempo (so 100- 110 bpm) und mach deinen Wechselschlag mal mit und zwischendurch auch ohne Palm Mutes....

Danke erstmal :) Das entspricht schon in etwa meinem Übungsschema...vielleicht bin ich einfach etwas zu ungeduldig, nur manchmal wenns gar nicht weiter zu gehen scheint frage ich mich ob das wirklich effektiv ist wie ich übe. Aber das beruhigt mich erstmal, ich denke ich werde einfach dranbleiben :great: irgendwann muss das ja mal klappen :twisted:
 

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