Paralleltonarten

von Oliver_, 16.04.07.

  1. Oliver_

    Oliver_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #1
    Hallo,
    mein Lehrer hat mir das kurz außerhalb des Unterrichts versucht zu erklären, allerdings konnt ich nicht wirklich folgen :o
    Meine Interesse galt jedenfalls zu erfahren, an was für Regeln ich mich halten solle, wenn ich Basssolo für ein Lied schreiben muss. Die Töne, die ich sonst im Lied spiele, zeigte ich ihm: Dis E Fis Gis Er schloss auf eine Moll-Tonart..., wohl dann: Gis Ais H Cis Dis E Fis Gis. G#-Moll, oder?
    Dann folgte der Satz "Der sechste Ton einer Dur-Tonleiter ist die Moll-Parallele von jener." und er verwies mich auf E-Dur. E ist ja der sechste Ton von G#-Moll. Wird deshalb daraus nen Schuh? Oder löst sich das anders auf?
    Was hat das mit den "Terzverwandschaften" auf sich, die hier http://de.wikipedia.org/wiki/Paralleltonart angesprochen werden? Wie kann man das auf meinen Fall übertragen?

    Gruß,
    Olli
     
  2. JohnniBassplayer

    JohnniBassplayer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #2
    das stimmt leider alles nich so richtig.

    um von einer molltonart zur parrallelen durtonart zu gelangen, "gehst" du vom grundton eine kleine Terz (3 Bünde) hoch, und gelangst zum grundton der parrallelen durtonart, in diesem fall:
    gis ...(drei Bünde hoch (kl. Terz))...H...

    also Hdur, parrallel zu Gis moll.

    die terzverwandtschaft beschreibt genau das.
    parrallele tonarten haben immer zwischen ihren grundtönen eine terz, die moll liegt dabei "tiefer", also von der mollart 3 halbtöne rauf, zur dur, und von der dur drei halbtöne runter zur moll.

    klar?!
     
  3. Tracii

    Tracii Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #3
    Gott zum Gruße,

    zunächst ist durch die vier Töne Dis E Fis Gis nicht eindeutig eine Tonart beschrieben. Gis-Moll (bzw. H-Dur) ist möglich, aber auch Cis-Moll (bzw. E-Dur).

    Der sechste Ton einer DUR-Tonleiter ist in der Tat der Grundton der parallelen Molltonart. Wieso dann den sechten Ton von Gis-MOLL suchen? :) Wenn du eine Molltonleiter hast, musst du den dritten Ton nehmen: Gis-Moll => H-Dur.

    Greetz,
    Fabse
     
  4. Oliver_

    Oliver_ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #4
    Ah, okay. Das ist irgendwie logisch :D

    Danke :)
     
  5. Spawn_Ric

    Spawn_Ric Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.07   #5
    EDIT: Hat sich erledigt, hab mich verguckt.
     
  6. Seishirou

    Seishirou Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.07   #6
    hab leider keine ahnung, ob ich jetzt ein bisschen scheiße laber oder net, aber mein basslehrer hatte das mit mir auch die letzte stunde gemacht.

    er hatte mir das anhand der C-Dur tonleiter erklärt.
    wenn ein lied in C-Dur ist gibt es für die gitarristen den C-dur akkord, den d moll, e moll, f dur, g dur, a moll und ein vverminderten B akkord(so ungefähr)
    der grundton ist die tonika, der zweite die subdominanten parallele, der dritte die dominanten parallele, der 4. die subdominante, der 5. die dominante und der 6. die tonika parallele.
    die parallelen kann man jeweils zusammen spielen(sprich tonika und die tonikaparallele. c und a zum beispiel)

    hoffe ich konnt n bissl helfen
     
  7. Lightshow

    Lightshow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.07   #7
    ganz genau so isses:-)
    es gibt immer 2 möglichkeiten, die paralelle molltonart rauszufinden: kl. terz nach unten (3 bünde) oder gr. sexte nach oben (9 bünde). jao, ich hoffe, so langsam is deine frage geklärt:p
    MFG
    Lightshow
     
  8. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.07   #8
    Wie da gibt's mehrere?

    Gruesse, Pablo


    (kleiner, zugegeben schwacher Scherz)
     
  9. Maho

    Maho Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.07   #9
    Irgendwie blick ich bei den ganzen Antworten hier nicht durch aber ich denke dein Lehrer hat gemeint dass das Lied in E-Dur ist parallele Molltonart dazu wäre C#moll.
    Der einzige Unterschied zu G#-Moll bzw H Dur ist hier das statt dem A ein A# gespielt wird.
    Die Tonart ist durch die 4 gegebenen Töne nicht eindeutig definiert
     
  10. Zack ab!

    Zack ab! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.07   #10
    Sind die Töne die du nanntest, die Grundtöne der Harmonien von dem Stück, oder sind das die Noten die du bei dem Solo benutzt (wobei das ja sehr wenige wären...)?

    Wenn es die Grundtöne der Akkorde sind, dann wäre noch interessant, welches Geschlecht die Akkorde haben.
    So kann man eigentlich immer die Tonart korrekt bestimmen.

    Liegen zum Beispiel zwei Dur-Akkord im Abstand einer großen Sekunde nebeneinander, dann kannst du daraus schließen, dass es sich bei den beiden Akkorden um die Subdominante und die Dominante handelt.
    Die Tonika, also das tonale Zentrum des Stücks liegt dann eine Quinte tiefer als die Dominante.

    Beispiel:

    Gm / C / Bb ...

    Angenommen, du hättest nur dieses kleine Stück an Information über die Harmonien eines Stückes, könntest du dennoch die Tonart des Stückes anhand der beiden benachbarten Dur-Akkorde bestimmen.
    In diesem Fall ist C-Dur die Subdominante, Bb-Dur die Dominante.
    Rechnest du von der Dominante eine Quinte runter landest du bei F-Dur.
    Die Grundtonart ist also F-Dur oder die Parallele d-moll.

    Merke: Wenn zwei Dur-Akkorde direkt im Abstand einer Sekunde nebeneinanderliegen, dann handelt es sich immer um Subdominante und Dominante.
    Das gilt allerdings nur für die Kirchentonleitern.

    Edit:

    Und noch zu den Paralleltonarten:

    Also, natürlich ist es wichtig zu wissen wie man von der Dur-Tonart zur Parallelen kommt, allerdings ist es meiner Meinung nach besser, wenn man den Quintenzirkel einfach auswendig lernt.
    Kommt natürlich ganz darauf an, mit welcher Ernsthahftigkeit man das Musikmachen verfolgt, aber ich glaube, wenn man richtig professionell Musik machen will, sollten die Tonarten wie ''geschossen'' kommen.

    Wer gut im auswendig lernen ist, muss auch nicht unbedingt viel Zeit investieren.
    Ich hab' ne gute halbe Stunde bis 40 Minuten gebraucht.

    Aber wie gesagt, erstmal solltest du die dahinter stehenden Regeln verstehen.
     
  11. relact

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    Erstellt: 04.05.07   #11
    hallo olli ... wenn du ein basssolo für ein lied schreibst, sind ja häufig aufbau und akkorde schon vorher da. über welche harmonien geht es denn bei dir? darf man da näheres erfahren?

    aus Dis E Fis Gis kann man zunächst mal nur herauslesen, dass du eine tonleiter mit (zumindest) vier kreuz in diesem stück verwendest. und das wäre dann E Dur oder C#m, wenn wir davon ausgehen wollen, dass du ionische dur oder äonische moll spielst.

    nachdem du 'sonst' kein C# aber ein E spielst, vermute ich nun (deine vagen angaben verleiten zu mutmaßungen :o), dass das E die eins in deinem 'sonstigen' riff ist. Also wäre es E-Dur ....

    Und wie ist Dein Solo nun tatsächlich angelegt? Hast Du es schon geschrieben? In welcher Skala?
     
  12. kaffeetrinker

    kaffeetrinker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.07   #12
    Ich würd sagen man kann die töne in nen haufn harmonischer Zusammenhänge reinpacken (Dis-Moll, E-Dur usw). Da ich seit längerer Zeit auch Saxophon spiele (genau genommen schon länger als Bass^^) kann ich sagen: bei nen improvisierten Solo kannst alles machn solange du net auf nen unpassenden Ton stehen bleibt (den ton hält), also kannst auch einfach dahinsolieren und lange Töne halt nur die 4 nehmen.
     
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