Pentatonik skala über einzelne Akkorde

M
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Wenn man z.B eine Akkordfolge hat mit C dur Gdur Amoll und E moll, dann könnte man ja ein Solo in der C dur Pentatonik über alle diese Akkorde spielen und müsste nie die C dur pentatonik verlassen. Aber könnte man auch jedes mal während ein neuer Akkord in der Akkordfolge kommt eine andere Pentatonik zum Akkord spielen ? ALso z.b wenn in einer Akkordfolge C dur kommt spiele ich die C dur Pentatonik und wenn G dur kommt die G dur Pentatonik. Ist das verbreitet das man sowas macht, oder klingt das komisch ?
 
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Linus-T-Schnütz
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Nein, du kannst natürlich sehr gut über jeden Akkord eine eigene Tonleiter spielen.
Komisch klingt das, wenn es sich "generisch" anhört. Also ohne Verbindungen und Übergänge einfach die Skala wechselst.
Das ist auch die Kunst daran: Verschiedene Skalen in unterschiedlichen Lagen so zu nutzen und zu verbinden, dass es sich anhört wie "aus einem Guss".
 
Bassyst
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Ich fass es mal grob und platt zusammen:

Wenn du innerhalb einer Pentatonik bleibst, hast du halt keinen Tonartwechsel. -> Üblich in der Popmusik, wer da mal die Tonart wechselt, hebt sich schon besonders hervor :D

Wenn du die Pentatonik mit jedem Akkord wechselst, wechselt auch die Tonart. -> Sozusagen fast die gesamte klassische Musik, bloß dass sich Beethoven nicht auf die Pentatonik beschrängt hätte :D
 
hermanson
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Ein übliches, einfaches Beispiel dazu wäre ein 12-Bar-Blues, hier wie vorgeschlagen in C.

4 Takte C (Tonika, I), 2 Takte F (Subdominante, IV), 2 Takte C, 1 Takt G (Dominante, V), 1 Takt F, 2 Takte C, kurz

C C C C F F C C G F C C

Du kannst jetzt mit der C-Dur-Pentatonik über den gesamten Blues solieren bzw. improvisieren oder aber bei den Akkordwechseln auch die Pentatonik nach G und F wechseln.

Suche dir einfach im Netz einen Blues Jam Track in einer Tonart in der dein Instrument einfach zu spielen ist, lass einen Musikerkollegen die Akkordfolge spielen oder spiele sie selber und nimm sie auf. Dann spiele dein Solo dazu. Du wirst schnell merken, dass vieles funktioniert.

Gruß Hermanson
 
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Ja kann man machen, birgt aber für Anfänger die Gefahr Anfängerhaft zu klingen.

MMn musikalischer ist es für deine Akkordfolge die C Dur Tonleiter zu benutzen. Die enthält alle Akkordtöne der 4 von dir genannten Akkorde und keine Töne die du nicht benutzen kannst.
 
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Ja kann man machen, birgt aber für Anfänger die Gefahr Anfängerhaft zu klingen.

Stimmt, ist aber hier nicht schlimm. Von der Fragestellung des TE ausgehend, will er wissen, ob er verschiedene Pentatoniken verwenden kann. Selbstverständlich können jeder Ton der Grundtonart und auch tonleiterfremde Töne verwendet werden. Alles geht was gefällt.

Aber immer einen Schritt nach dem anderen.
 
Claus
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Ja kann man machen, birgt aber für Anfänger die Gefahr Anfängerhaft zu klingen.
Musikdompteur wird auf seinem jetzigen Stand in jedem Fall sofort als Anfänger erkennbar sein, sobald er etwas Eigenes selbst einspielt.
MMn musikalischer ist es für deine Akkordfolge die C Dur Tonleiter zu benutzen. Die enthält alle Akkordtöne der 4 von dir genannten Akkorde und keine Töne die du nicht benutzen kannst.
In der Akkordfolge aus Beitrag #1 gibt es bei der Verwendung von C Dur Avoid Notes zu berücksichtigen.
Über dem Akkord C ist das der Ton F, über dem Akkord G der Ton C, über dem Akkord Am der Ton F und über dem Akkord Em sind es die Töne F und C, bitte ausprobieren.
Die melodische Verwendung von Avoid Notes ist völlig ok, aber bei harmonischem Bezug wie auf Downbeats oder als ausgehaltene Töne gespielt klingen sie ungeeignet.
Da ist Pentatonik für einen Anfänger ohne die Hinweise und Kontrolle eines guten Unterrichts schon eine sinnvolle Wahl.

Nebenbei, die Akkordfolge ist in dieser Form nur ein Fragment, bei C G Am Em führt das Em weder zum C zurück noch ist es sonst ein Abschluss.

M.E. braucht es für ein Solo zunächst eine musikalische Idee, nicht eine oder mehrere Skalen.
Also wäre es schlau, eine beliebte kadenzbildende Akkordfolge wie z.B. |: C G Am F :| oder |: Am F C G :| als viertaktigen Loop zu spielen und darüber zu singen, bis es passt.
Bei dieser Gelegenheit lassen sich dann auch Motive aus Pentatonik-Skalen oder Tönen der C Dur Tonleiter und Einiges mehr ausprobieren.
Das Ganze nimmt man auf und überträgt die ausgewählte Melodie ("Solo") aufs Instrument, wenn man nicht gleich nach Gehör auf dem Instrument spielen kann, was in den Sinn kommt.

Auf musikalische Ideen kommen die allermeisten Musiker durch das Hintergrundwissen aus ihrer Ausbildung und der Erfahrung aus vielen Stunden Üben, Spielen und besonders in der Anfangszeit aus einem wachsenden musikalischen Repertoire von Stücken und Solos oder zumindest Licks ihrer musikalischen Vorbilder.
Technisch ausgedrückt hat man damit einen ganzen Sack voll funktionierender Akkordfolgen, rhythmischer Figuren und melodischer Fragmente zur Verfügung, die sich verarbeiten lassen.
Wenn man mit dem Solo spielen anfangen will, dann sollte es wenigstens eine handvoll davon sein.

Gruß Claus
 
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Ich fass es mal grob und platt zusammen:

Wenn du innerhalb einer Pentatonik bleibst, hast du halt keinen Tonartwechsel. -> Üblich in der Popmusik, wer da mal die Tonart wechselt, hebt sich schon besonders hervor :D

Wenn du die Pentatonik mit jedem Akkord wechselst, wechselt auch die Tonart. -> Sozusagen fast die gesamte klassische Musik, bloß dass sich Beethoven nicht auf die Pentatonik beschrängt hätte :D

Das ist so jetzt nicht richtig... Bloß weil man für jeden Akkord eine eigene Skala spielst, geht damit überhaupt nicht zwingend einhert das man die Tonart wechselt.

Wenn du (und @Musikdompteur) dir die Töne dieser Pentatoniken ansiehst und alle ausschreibst, kommst du zu folgendem Ergebnis:

C-Dur-Pentatonik: C D E G A

G-Dur-Pentatonik: G A H D E

A-Moll-Pentatonik : = C-Dur Pentatonik, aber anders angeordnet: A C D E G

E-Moll-Pentatonik: = G-Dur Pentatonik, aber anders angeordnet: E G A H D

wenn du jetzt also "kürzt", und die doppelt vorhanden Töne rausstreichst, hast du einen Tonvorrat der C D E F A H lautet. Also fast eine C-Dur Skala ( ohne F )

Also bleibt hier alles in einer Tonart. Die beiden Varianten, also entweder C-Dur über alles zu spielen, oder auf jeden Akkord einzeln einzugehen, gilt es im Idealfall fließend miteinander zu verschmelzen. Wenn man auf alles einzeln eingeht, klingt es anfangs oft nach Fingerübung, man macht aber wenig verkehrt. Die andere Variante führt eher zu einer sanglichen melodischen Linie, birgt aber für den Anfänger die Gefahr im flaschen Moment dem falschen Ton zu viel Gewicht zu geben ( Avoid-Note...)

Anstatt zu Fragen "was kann ich über welchen Akkord spielen" kann man, wie von @Claus beschrieben, sich genauso gut fragen: "welchen Ton der Tonleiter muss ich über welchen Akkord vermeiden". Beide Betrachtungsweisen sind zwei Seiten der gleichen Medaille.

grüße B.B.
 
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C D E F A H lautet. Also fast eine C-Dur Skala ( ohne F )
:redface:

Aber sonst pflichte ich dir bei. Wichtig ist, dass man zählen kann, und weiß wo die Schwerpunkte liegen.
Wenn man das kann, merkt man recht bald, dass man im Zweifel quasi "irgendwas" machen kann, solange man auf die nächste 1 in Grundton/Quinte/Terz des da gerade klingenden Akkords "hineinläuft".

Wenn man anfängt, mit anderen zusammen zu spielen, ist das auch das erste, was man lernt:
Einfach nicht aufhören, 8tel/16tel-Läufe sind total egal, wenn man ein Vorzeichen übersieht ist es egal, wenn man es nicht schön erwischt ist es egal, wichtig ist erstmal nur, dass die nächste lange Note auf schwerer Zählzeit sowohl in Time als auch richtiger Tonhöhe kommt.
 
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Wenn du die Pentatonik mit jedem Akkord wechselst, wechselt auch die Tonart.
Falsch.
Eine Pentatonik umspielt einen Akkord
In der C-Dur-Tonleiter gibt es 6 Akkorde und zu jedem Akkord eine Pentatonik
F-, C-, G-Durpentatonik
Dm-, Am-, Em-Pentatonik.

Dass die F-Dur und Dm (sowie C Am und G Em) vom Fingersatz her gleich aussehen tut nichts zur Sache.

(Den H-Dim lasse ich mal außen vor. Wer den einsetzen will, ist über das Thema Pentatonik meist schon drüber raus.)

Du kannst die Pentatoniken wild miteinander Kombinieren ohne dass die Tonart gewechselt werden muss.

Faustformel:
Tonart = Pentatonik.
Ist das Stück in Em verwende ich die Em-Pentatonik
Ist die Tonart C-Dur verwende ich die C-Dur Pentatonik.

Wenn das nicht ausreicht:
Akkordname = Pentatonik-Name

Ich spiele ein F also nehme ich die F-Dur-Tonleiter
Ich spiele ein Dm also nehme ich die Dm-Pentatonik
Spiele ich ein Gm7 dann nehme ich die Gm-Pentatonik.
Dass die F-Dur- sowie die Dm-Pentatonik vom Fingersatz her gleich aussehen tut hier wieder nichts zur Sache.

Ausnahme Blues:
Beim Blues verwendet man meist die Moll-Pentatonik, auch bei Dur-Akkorden.
C-Dur ==> C-Moll-Pentatonik
G-Dur ==> G-Moll-Pentatonik
F-Dur ==> F-Moll-Pentatonik
Em ==> Em-Pentatonik.
Es kann sein, dass beim Blues auch mal mit der Dur-Pentatonik über einen Dur-Akkord improvisiert wird, aber das klingt dann an der Stelle eher nach Country und Blue Gras, und weniger nach Blues. Meist rutscht man dann wieder in die Moll-Pentatonik ab.

Vereinfacht wird eine Moll-Pentatonik, die über einen Dur-Akkord gespielt wird auch Blues-Pentatonik genannt, obwohl es kein offizieller Fachbegriff ist.

Es gibt noch weitere Einsatzmöglichkeiten der Pentatonik, aber das ist was für die Spezis.
z.B. Em-Pentatonik über einen Dm-Akkord.
Wenn man sich in der C-Dur-Tonleiter bewegt, wo sowohl ein Em als auch ein Dm natürlicherweise vorkommt, so wirt es sich da nicht grundverkehrt anhören, wenn man statt mit der ganzen C-Dur-Tonleiter mit nur einem ausschnitt von dieser (nämlich der Em-Pentatonik) über einen Dm-Akkord spielt. Aber wie gesagt, das ist was für die Spezis, die eh schon keine Probleme mehr mit den oben genannten Faustformeln haben.

Also kurz zusammengefasst:

Tonartname = Pentatonikname

reicht das nicht:
Akkordname = Pentatonikname

Beim Blues nimmt man (fast) immer die Moll-Pentatonik, auch bei Dur-Akkorden.

Und wann nimmt man die Dur-Pentatonik, und wann die Blues-Pentatonik?
Versuch und Irrtum
Könnte eine Blues-Pentatonik passen, probiert man es halt aus.
Klingt es gut, verwendet man es weiter
passt es gar nicht, geht man wieder zur sicheren Dur-Pentatonik zurück.

Bei Rock-Sachen kann man auch versuchen, einen Teil mit der Dur-Pentatonik (sowie der Dur-Tonleiter) zu arbeiten, und ab und zu mal die Blues-Pentatonik einzustreuen.

Wie gesagt, das sind die wirklich leicht zu merkenden Faustformeln für die Anfänger in Sachen Pentatonik.
Was man noch alles schräges damit machen kann, ist Stoff für die Fortgeschrittenen.
 
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Ausnahme Blues:
Beim Blues verwendet man meist die Moll-Pentatonik, auch bei Dur-Akkorden.
C-Dur ==> C-Moll-Pentatonik
G-Dur ==> G-Moll-Pentatonik
F-Dur ==> F-Moll-Pentatonik
Em ==> Em-Pentatonik.
Es kann sein, dass beim Blues auch mal mit der Dur-Pentatonik über einen Dur-Akkord improvisiert wird, aber das klingt dann an der Stelle eher nach Country und Blue Gras, und weniger nach Blues. Meist rutscht man dann wieder in die Moll-Pentatonik ab.

Vereinfacht wird eine Moll-Pentatonik, die über einen Dur-Akkord gespielt wird auch Blues-Pentatonik genannt, obwohl es kein offizieller Fachbegriff ist.

Nix was du schreibst ist falsch, aber das so anzugehen ist für MICH eher ungünstig, zu sehr um die Ecke gedacht statt gefühlt ......

Bei einem Dur Blues in C = Akkorde sind da I C7 / IV F7 / V G7 mit den 3 von dir genannten Moll Pentatoniken zu solieren klingt für
meine Ohren oft bescheiden. Warum ist das so ? Weil man einen wenn nicht den stärksten Akkordton zum umspielen/auflösen weglässt.

Die jeweilige Dur Terz

Das Wechselspiel zwischen Moll Terz/Dur Terz, mit dem Auflösen auf die Dur Terz bringt, zusammen mit der Benutzung von Blue Notes, den bluesigen Sound.
Die Moll Pentatonik kastriert das ganze, klingt mir zu beliebig. Verschieb man dann die Moll Pentatonik Licks über die I Stufe einfach 5 Bünde nach oben,
um sie über die IV Stufe zu benutzen wird es endgültig langweilig/anfängerhaft ......

Einen Dur Blues nur mit Moll Pentatonik zu bespielen wäre nichts was ich auf Dauer empfehlen würde.
 
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Ein bisschen erinnert es mich an die Herleitung von harmonisch/melodisch Moll, nur halt umgekehrt :rolleyes:
Nur mit dem Unterschied, dass es da ein klares Ziel gibt- nämlich a) eine Leittonwirkung und b) das Vermeiden eines Hiatus dabei.

Das man Akkorde, die diatonisch Dur- bzw. Moll wären entsprechend "vermollen" bzw. "verduren" kann, ist ein alter Hut, allen voran natürlich die Dominante in Moll.
Als Faustregel hinzustellen, dass man Blues macht, wenn man über C-Dur die Cm-Pentatonik spielt ist.... naja.

Für die Grundfrage halte ich nach wie vor Claus' und B.B.s Beitrag am sinnvollsten, es geht nicht darum, Akkorden Skalen zuzuordnen und die mit den Akkorden zu wechseln, es geht auch nicht darum, was man zu einem Akkord spielt, am meisten lernt man, wenn man einfach a) seinen Tonvorrat und b) seine Avoid Notes an den jeweiligen Stellen kennt.

Der Rest kommt dann eh von alleine, würde ich all meine Übungsloops aufnehmen, ich will gar nicht wissen, wie oft ich aufgrund akuter Ideenlosigkeit so 0815-Rettungsaktionen mache, wie in-scale in den aktuellen Akkordgrundton oder dessen Quinte laufen, und dann irgendwas machen, z.B. diesen Ton benden geht immer, man kann mit etwas Übung problemlos 2 Ganztöne benden, wenn man halbwegs intonieren kann, kann das fast nicht schiefgehen - innerhalb von 4 HT- Schritten ist immer ein harmonisch passender Ton. Und wenn ich einfach nur diatonisch das Griffbrett rauf- und runterlaufe, das kann sich auch noch nicht wirklich falsch anhören, man muss nur wissen (oder besser: spüren), wann man auf einer Nicht-Avoidnote stehen bleiben kann. Und irgendwann nähert sich die rettende Tonika, und bevor man auf 1 einfach den Grundton spielt macht man einfach irgendeinen Auftakt und auf 1 Bending in die Quinte....

Und wenn da wer zuhört, der sich nicht auskennt kommt dann unter Umständen sogar ein "boahhh, das ist dir gerade eingefallen?" und man selbst denkt sich "Ähm, jaaaaa, eigentlich war das irgendwas gefolgt von der Notlandung nach einem akuten Strömungsabriss....". Musik funktioniert durch Schwerpunkte. Man lerne, solche Schwerpunkte zu fühlen (nennt man mitzählen, dieses Fußwippen hat einen Sinn^^) und lerne weiters, was die eigene Hörerwartung zu so einem Schwerpunkt mag und was nicht. Das ist nämlich recht überschaubar. Und dann übe man, zu diesen Schwerpunkten was passendes zu spielen. Das ist noch langweilig, aber einfach. Und wichtig: Man lernt dadurch, mehrere Minuten durchgehend frei zu spielen. Und sobald das geht beginne man, soviel wie der eigene Spielskill halt zulässt, den Raum zwischen diesen Schwerpunkten mit irgendwas zu füllen, man merkt dann ja eh, was wie passt. So lernt man improvisieren ;)
 
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Eine Pentatonik umspielt einen Akkord

Da schreibt man schon extra "platt und grob" und trotzdem wird man im Detail zerdacht :D.

Ich behaupte mal, Tonart und Pentatonik sind Worte für die Musikanalyse. Sie dienen einer systematischen Erklärung von bereits vorhandener Musik. Die Systematik existiert nur im Kopf, es gibt gängige und weniger gängige Systeme. Musik existiert unabhängig vom System, aber ein gutes umfassendes System liefert für viele musikalische Praxisfälle befriedigende Erklärungen (im Prinzip wie die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik in der Physik).

Bei dir klingt es nun so, als würde man sich vor dem Spielen zwangsläufig auf eine Tonart festlegen, dann die Akkorde dazu finden und am Ende noch eine Melodie passend draufsetzen, wobei man sich innerhalb der vorher definierten Pentatonik auf dem Akkord bewegt.

Ich kann beim Komponieren das Werk auch anders denken. Nämlich eine schöne Melodie innerhalb der Pentatonik, dann noch für mich passsende stimmungsvolle Akkorde drunterlegen und am Ende gehe ich in die Analyse und schau mir an, was ich da eigentlich an welcher Stelle und in welcher Tonart zusammengebraut habe. Als Fan progressiver Konzepte hab auch nicht mal Schmerzen mit dissonanten bzw. modulierenden Kombinationen aus Melodie vs. Akkord, wenn es die gewünschte Athmosphäre erzeugt. Und sowieso ist es ja eigentlich auch nicht Akkord vs Melodie, sondern viele Einzeltöne, die ein Gesamtbild ergeben, wobei die Melodie meist in den höhren Lagen zu finden ist und den Akkord noch mal neu definieren können (und gegebenenfalls in der Analyse eben auch die Tonart).

Deiner Aussage stimme ich nur insofern zu, als dass ich bei einer Analyse nach dem Grundton und der Bewegung des tiefsten Tones schauen würde. Und klar, wenn wir hier Blues als Standardfall besprechen, dann steht die Tonart auch Mal vor dem Spielen fest.

Mit deiner Faustformel bzgl. C-DUR Tonart + Cm Pentatonik = Blues wäre ich vorsichtig, das kommt sehr stark auf den Künstler an. Sagen wir, es ist eine der vielen Facetten im Blues, aber definitv kein Muss und m. M. n. nicht mal besonders gängig.
 
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Mal ein Ausblick in fortgeschrittenere Gefilde: Pentatoniken sind ein weites Feld und können auch ganz anders eingesetzt werden.

Stilrichtung: Jazz

Beispiel 1:
Akkordfolge: Dm7 G7alt Cmaj7

Ich spiele:

über Dm7 die Em-Pentatonik oder die Am-Pentatonik (oder beide im Wechsel),
über G7alt die Bbm-Pentatonik,
über Cmaj7 die Em-Pentatonik oder die (engl.) Bm-Pentatonik (oder beide im Wechsel)

Bespiel 2:
Akkord Cmaj7: Ich spiele die Fm-Pentatonik und löse sie im Verlauf der Phrase in die Em-Pentatonik auf.

Viele Grüße,
McCoy
 
B.B
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Danke fürs aupassen. Das muss natürlich ein G stehen.

@Bassyst Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich verstehe was du sagen willst. In jedem Fall gibt es Akkordfolgen die ganz klar und unzweifelhaft in einer Tonart stehen und die genannte gehört dazu. Und wie gesagt änder das was man melodisch macht an dieser Tatsache erstmal nicht viel, auch wenn man Vogelwild substituiert....

Mal ein Ausblick in fortgeschrittenere Gefilde: Pentatoniken sind ein weites Feld und können auch ganz anders eingesetzt werden.

Stilrichtung: Jazz

Beispiel 1:
Akkordfolge: Dm7 G7alt Cmaj7

Ich spiele:

über Dm7 die Em-Pentatonik oder die Am-Pentatonik (oder beide im Wechsel),
über G7alt die Bbm-Pentatonik,
über Cmaj7 die Em-Pentatonik oder die (engl.) Bm-Pentatonik (oder beide im Wechsel)

Bespiel 2:
Akkord Cmaj7: Ich spiele die Fm-Pentatonik und löse sie im Verlauf der Phrase in die Em-Pentatonik auf.

Viele Grüße,
McCoy

Schön auch für Gitarristen.

Dm7 : Am-Penta
G7alt: Bbm- Pentatonik
Cmaj7: H-Moll Penta ( ergiebt einen C-Lydisch, maj7#11-Sound)

das liegt auf der Gitarre natürlich wunderschön, mann muss nur die Fingersätze chromatisch verschieben.

Ich habe das schon einige Gitarristen versucht so zu vermitteln, allerdings mit mäßigem Erfolg. Die die es verstanden haben, haben auch meist das Ausspielen von "Changes" mit 7-tönigen Skalen bereits beherrscht und es war mehr ein neuer etwas anderer Sound....

Für die anderen wiederum war es insofern keine Hilfe, als das der Gedanke an Pentatonik bei ihnen automatisch zu bestimmten, meist bluesigen, Licks geführt hat, die in dem Zusammenhang dann eben unter Umständen nicht mehr so gut funktionieren. Das zeigt letztlich dann auch wieder, dass die Leute, selbst wenn man ihnen zeigt wie, einen Sound den Sie nicht verinnerlicht haben meist auch nicht überzeugend spielen können. Von daher führen wieder alle Wege über die Gehörbildung, womit ich nochmal @Claus Vorschlag in Bezug auf Loopen und Singen bekräftigen möchte.

grüße B.B.
 
mjchael
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Wenn man mit dem Umspielen von Dur und Mollterz kommt, frage ich mich, wo die kleine Sekunde eigentlich her kommt. Das hat nichts mehr mit der Pentatonik zu tun. Hier hat man eine Bluesskala.

Man kann zwar sagen, dass man eine Bluesskala als eine mit Blue-Notes angereicherte Pentatonik vor sich hat, aber da beißt sich die Katze in den Schwanz. Was ist eine Pentatonik.

Wer nachfragen muss, wie man mit einer Pentatonik umgekehrt, der steht bei 0.
Da muss man erst mal sein esoterisches Voodo über Musik beiseite legen, und die ersten einfachen Schritte miteinander gehen.

Natürlich ist das so primitiv wie Lego, und hört sichh Anfangs nicht nach dem Megasuperduper Solo an. Aber mal ehrlch, bei wem war das am Anfang anders.

Wenn die Basics sitzen, kommt das nächste dran. Einige wollen mit dem Anfängern aus dem Stand vom Keller aus auf die Kirchturmspitze springen. Erzählen einen Voodo über Musik, bringen aber damit niemanden was bei.

Die Faustformeln sind einen Post lang und dauern genau so lange sie zu lernen. Damit hat man einen Fuß in der Tür, und man kann Anfangen, was damit zu machen. Lektion 1 der noch 100 die noch kommen.

Dass es darüber hinaus noch weiter geht, und man da nicht stehen bleibt, habe ich ja schon angedeutet. Ich fange bei Grundschülern nicht mit Ableitungen und Linearisierungen an, sindern mit Äpfeln und Birnen. Mit Äpfeln und Birnen kann man nicht die Statik einer Hängebrücke berechnen, aber anfangen überhaupt rechnen zu lernen.

Also einfach und leicht verständlich für die Anfänger (bzw. leicht Fortschrittlichen), aber so ausführlich dass sie eine reelle Chance haben das Niveau der Profis unter euch auch mal zu erreichen.
 
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@Bassyst Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich verstehe was du sagen willst. In jedem Fall gibt es Akkordfolgen die ganz klar und unzweifelhaft in einer Tonart stehen und die genannte gehört dazu. Und wie gesagt änder das was man melodisch macht an dieser Tatsache erstmal nicht viel, auch wenn man Vogelwild substituiert....

Wer weiß schon, was er wirklich sagen will :D.

Also noch mal knapp:
Akkord = Summe aus Einzeltönen zu einem Zeitpunkt.
Melodie = (meist nur) ein Ton zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Man kann ein Akkord auch mit mehreren Instrumenten zusammensetzen. D. h. bei einem C-Dur Akkord mit C E G spielt der Bass ein C, eine Bratsche das E und eine Trompete das G.

Wenn jetzt noch eine Flöte ein H drüberspielt, könnte man sagen, es ist C-Dur und die Flöten Melodie macht was spannendes. Oder man behauptet, dass Orchester spielt den Akkord Cmaj7.

Ist halt Ansichtssache. Als Gitarrist denkt man, dass Akkord und Melodie getrennte Sachen sind ... weil man nämlich den ganzen Akkord auf seinem Instrument spielen kann (geht bei Flöte einfach nicht). Für einen Komponisten muss die Betrachtung aber nicht stimmen, für den sind Akkorde einfach nur Summen aus Einzeltönen und Akkordfolgen sind Summen aus Melodien.

Und spielt jemand eine "unpassende" Melodie über unsere Akkordfolge, dann verändert er die Tonart entgegen unserer Wunschvorstellung.

Man merkt an euren Beschreibungen jedenfalls sehr, wie ihr beim Songschreiben vorgeht. Immer schön das Grundgerüst aus Gitarrenakkorden aufbauen und dann den Rest (Melodien) passend dazu.
 
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Spiele mal ein Blues-angehauchtes Stück in Am
Feeling Good

Der Spielt die Akkordfolge Am G F E mit Barrè.
Also ein Stück in Am, wo man einfach mal die Am-Pentatonik anwenden kann.

Faustformel 1: Zur Tonart des Stückes passt oft die Pentatonik des Stückes.

Greife den Am-Akkord als Barrè im 5. Bund, und du hast deine Akkordtöne sowie die Grundtöne.
Die Passende Pentatonik an der Stelle sieht folgendermaßen aus.
640px-Pentatonic_Chord_Form_Em.svg.png


Lass das Stück abspielen, und versuche mit dieser Pentatonik im 5. Bund irgendwie mitzuspielen und darüber zu improvisieren.
Du wirst sehen, es klappt das Ganze Stück über, obwohl der die Akkorde wechselt.

Wenn du eine andere Version verwendest, kann es sein, dass es etwas höher oder tiefer gesetzt ist. Entsprechend musst du dann die Pentatonik verschieben.


Faustformel 2: Zum Akkord passt meist die gleichnamige Pentatonik +
Faustformel 3: beim Blues nimmt man die Moll-Pentatonik, auch wenn ein Dur-Akkord vorkommt.

Am Einfachsten bei einem Blues in Am

Solange das A erklingt, nimmst du genau die obere Pentatonik im 5. Bund.
Sobald das D erklingst nimmst du folgende Pentatonik im 5. Bund
Beachte: Du verwendest die Am-Pentatonik, obwohl ein A-Dur-Akkord gespielt wird.

Von der Form her ähnelt der gespielte Akkord einem E-Dur-Akkord, so als habe man statt des Zeigefingers ein Capo im 5. Bund gesetzt, und würde ein einfaches E spielen. Die Pentatonik gleicht analog der Em-Pentatonik, wenn man den Capo in den 5. Bund setzen würde. Daher kommen die Bezeichnung Em-Form.

beim D-Dur-Akkord nimmst du folgende Pentatonik
640px-Pentatonic_Cord_Typ_Am.svg.png

Man Spielt einen Baré in der A-Dur-Form im 5. Bund, und verwendet eine Pentatonik in der Am-Form im 4. Bund.

Beim E-Dur-Akkord verwendest du die gleiche Pentatonik, nur im 7 Bund.

Beim Blues werden die Akkorde oftmals angereichert, dass aber bei den Blues-Lektionen genauer erörtert werden sollen.

Wichtig sind die 67er Spielereien
A A6 A7 A6.... D D6 D7 D6.... E E6 E7 E6... etc.

das verschmieren der Dur- und Moll-Terz (3b - 3)

und der gelegentliche Durchgangston zwischen der 4 und 5.
4 5b 5
5 5b 4
Oft bendet man die 4 so lange bis sie wie 5b klingt.
Das ist aber wie schon gesagt, beim Blues extra zu erörtern.

Man kann sich so eine Blues-Skala basteln.

640px-Blues-Scale_Chord_Form_E.svg.png


Du siehst in schwarz den umspielten Barré-Akkord in der E7-Form.
Neben dem schwarzen Grundton (1) siehst du die weißen Töne der Moll-Pentatonik.
(3b bzw. Mollterz, 4, 5 und 7)
Dazu kommt noch die Blaue Dur-Terz (3), die nicht mehr mit zur Moll-Pentatonik gehört.
und die blaue 5b als so genannte Blue-Note (was soviel wie traurige Note bedeutet)

Die grüne 6 habe ich noch wegen den 6-7-Spielereien mit angegeben.
Bei einigen Tönen bietet sich ein Hammering (h) oder ein Bendig (b) an.
Aber alles sind bloß Vorschläge.

Das gleiche Spiel in der A-Form
640px-Blues-Scale_Chord_Form_A.svg.png


Reine Dur-und Moll-Pentatoniken über Dur- und Moll-Akkorde findet man oft bei Couintry.
Da kann man aber ganz gut mit Hammering und Pull-Offs was reißen.

Dabei tauchen oft folgende Akkorde auf:
bei Stücken in G-Dur.

G G6 Gadd9 Gsus2
C C6 Cadd9 Csus2
D D6 Dadd9 Dsus2
Em Esus4 Em7 Em/add11


Man hat die 3 Akkordtöne,
bei Dur-Akkorden kann eine Sekunde oder eine Sexte (oder deren Oktaven 9 oder 13) hinzukommen, egal auf welcher Akkordstufe (Tonika, Subdominante, Dominante) er steht.

3 Dur-Akkordtöne + Sekunde + Sexte = 5. Töne der Dur-Pentatonik.
3 Moll-Akkordtöne + Quarte + Septime = 5 Töne der Moll-Pentatonik.

Von den einfachen Hammering- und Pull-Off-Figuren kommt man recht zügig in erste kleine Country-Licks, die schon der Einstieg in die Improvisation mit der Pentatonik ist. Aber das gehört in einzelnen Lektionen aufgefächert.

Wie gesagt, es ist nur ein ganz grober EINSTIEG für ANFÄNGER.
mit einem Ausblick auf die folgenden Lektionen.

Ebenso sind die Wissenslücken (was sind Intervalle, was sind Akkordfunktionen) in den entsprechenden Anfängerlektionen zu wiederholen.

DIES IST NICHT FÜR PROFISPIELER BESTIMMT !!!
 
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Man merkt an euren Beschreibungen jedenfalls sehr, wie ihr beim Songschreiben vorgeht. Immer schön das Grundgerüst aus Gitarrenakkorden aufbauen und dann den Rest (Melodien) passend dazu.

Haha, dem kann man nicht widersprechen :D
Aber der TO will ja keine Songwritinghilfe, sondern wissen, was man wann zu welchen Akkorden spielen kann, dass die meisten Antworten darauf hinauslaufen, wie man eine passende Melodie zu einem voraufgebauten Akkordgerüst findet zeugt nicht unbedingt von der Engstirnigkeit von Gitarristen als Songschreiber, sondern das wir's manchmal auch ohne Mod- Einwurf schaffen, beim Thema zu bleiben ;)

Warten wir mal, bis dem TO eine schöne Melodie zugeflogen ist und er fragt, welche Akkorde er drunter legen soll, ich überlasse dir gerne den ersten Hieb mit der Funktionstheoriekeule :evil::D

Grüße^^
 
B.B
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Wenn jetzt noch eine Flöte ein H drüberspielt, könnte man sagen, es ist C-Dur und die Flöten Melodie macht was spannendes. Oder man behauptet, dass Orchester spielt den Akkord Cmaj7.

Ist halt Ansichtssache. Als Gitarrist denkt man, dass Akkord und Melodie getrennte Sachen sind ... weil man nämlich den ganzen Akkord auf seinem Instrument spielen kann (geht bei Flöte einfach nicht). Für einen Komponisten muss die Betrachtung aber nicht stimmen, für den sind Akkorde einfach nur Summen aus Einzeltönen und Akkordfolgen sind Summen aus Melodien.

Und spielt jemand eine "unpassende" Melodie über unsere Akkordfolge, dann verändert er die Tonart entgegen unserer Wunschvorstellung.

Man merkt an euren Beschreibungen jedenfalls sehr, wie ihr beim Songschreiben vorgeht. Immer schön das Grundgerüst aus Gitarrenakkorden aufbauen und dann den Rest (Melodien) passend dazu.


Stimmführung und Kontrapunkt sind mir durchaus ein Begriff und manchmal steht auch zuerst eine Melodie und wird dann harmonisiert. Verstehe nicht ganz wie du zu dieser Schlussfolgerung kommst. Wenn die Flöte ein H spielt, dann ist widerum die Rhythmik wichtig. Ist es Akkordton oder Durchgang.... Das ist ja das was @Claus versucht hat dem TE mit dem Avoid-Note Konzept zu vermitteln. Dass es sinn macht mal in Stimmen und nicht nur in Akkorden zu denken, ist natürlich richtig...

Du diskutierst aber etwas am Thema vorbei. Deine ursprüngliche Aussage war ja, wenn man auf jeden Akkord mit einer einzelnen Skala eingeht ändert man die Tonart, und dem ist ja nicht so... Weder eine, wie du schreibst, unpassende Melodie noch Alterationen und Substitutionen änder hier was an der Tonart. Tut mir Leid, dass ich so sehr drauf rumreite, aber es geht ja auch darum, dass sich ein Anfänger das nicht falsch merkt. Und in der vom TE genannten Fragestellung ist die Akkordfolge nunmal vorgegeben und nicht verhandelbar. Es geht wohl hier eher ums solieren über ein bereits bestehendes Gerüst anstatt um das erarbeiten eines neuen Gerüsts...

grüße B.B.
 

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