Pickup Replacement für Lite Ash Tele

von guitardoc, 02.06.08.

  1. guitardoc

    guitardoc Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.07.06
    Zuletzt hier:
    19.06.16
    Beiträge:
    1.654
    Ort:
    In der Nähe der ehemaligen Olympiastadt Leipzig
    Zustimmungen:
    120
    Kekse:
    3.099
    Erstellt: 02.06.08   #1
    Hallo Freunde,

    Ich stehe wieder mal davor ein paar kleinere Modifikationen an einer Fender Lite Ash Tele vorzunehmen. Wer die nicht kennt einfach mal googeln. Ich habe schon eine und habe da an der Elektrik was geändert (und die original Pickups dringelassen) so dass sie meinen Anforderungen für Classic Rock genügt - und die klingt einfach Spitze!

    Nun wollte ich das gleiche noch mal machen und dabei die Pickups wechseln, diesmal aber für die ein bisschen härtere Gangart. In die engere Auswahl habe ich gezogen

    Bridge:
    - Seymour Duncan Little 59 for Tele ST-59-1
    - Seymour Duncan Hot Rails for Tele STHR-1b
    - Seymour Duncan Hot Lead Stack for Tele STK-T2b
    - Seymour Duncan Vintage Stack for Tele STK-T3b

    Neck:
    - Seymour Duncan Vintage Stack for Tele STK-T1n
    - Seymour Duncan Hot Rythm STR-2
    - Seymour Duncan Alnico II Pro Lead APTL-1 (ist standardmäßig schon drauf)

    Nun kann ich ja nicht alle dieser Pickups bestellen und draufschrauben um zu sehen welche Kombination am Besten klingt. Daher nun meine Frage. Wer kennt sich mit diesen Pickups aus und welche wären zu empfehlen? Die Musikrichtung wäre sowas wie frühe ACDC, Status Quo, HIM, ZZ Top, Billy Idol, etc.
    Zu beachten ist, dass die Gitarre durch den leichten Eschekorpus und den harten Vogelaugenahornhals schon an sich sehr höhenlastig und twangig klingt, aber die singenden Mitten ein kleines bisschen fehlen und durch die Pickups kompensiert werden müssten. Es soll aber auch nicht matschen - man soll schon schön die einzelnen Töne bei voller Zerre hören - so wie ein junger Angus Young das schon mal schön vorgemacht hat. Ja, ich weiß, eine Tele ist keine SG, aber so in die Richtung sollte es am Ende schon gehen - ein ganz kleines bisschen Twang, viele singende Mitten und Sustain ohne Ende.
    So, nun habe ich genug gefaselt und hoffe, dass mir da jemand helfen kann?

    Mirko
     
  2. RomanS

    RomanS Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.08.06
    Zuletzt hier:
    18.04.13
    Beiträge:
    1.648
    Ort:
    Wien
    Zustimmungen:
    68
    Kekse:
    11.608
    Erstellt: 05.06.08   #2
    Bevor Du einen Pickupwechsel machst, solltest Du evtl. überlegen, einen Fender-4-Weg-Schalter reinzubauen - die 4. Schaltposition (beie Pickups in Serie) klingt schon deutlich lauter und fetter als die drei klassischen Telepositionen, für AC/DC oder ZZ Top sollte das dann definitiv reichen...
    Nach meinen Erfahrungen hängt der Klang der 4. Postion sehr von den verwendeten Pickups ab - mit Fender Nocaster Pickups klingt's z.B. bei mir schon etwas in Richtung SG, und die SD Alnico IIs sind ja quasi die SD-Version der Nocasters...
    Der 4-Weg-Schalter ist jedenfalls deutlich billiger als neue Pickups - und sollte Dir das Ergebnis nicht ausreichen, kannst du ja immer noch einen HB in die Stegposition einbauen...
     
  3. guitardoc

    guitardoc Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.07.06
    Zuletzt hier:
    19.06.16
    Beiträge:
    1.654
    Ort:
    In der Nähe der ehemaligen Olympiastadt Leipzig
    Zustimmungen:
    120
    Kekse:
    3.099
    Erstellt: 05.06.08   #3
    Danke für deine Nachricht! Was du geschrieben hast ist richtig - was ich noch nicht gesagt hatte, war, dass ich noch einen Schritt weiter gehen werde und einen 5-Wege-Schalter einbauen will. Bei meiner anderen Tele habe ich das auch gemacht:

    Pos. 1 - Hals PU (Output ca. 7k)
    Pos. 2 - Beide PUs in Serie (so wie dein Vorschlag, Output ca. 14 K)
    Pos. 3 - Beide PUs parallel (Output ca. 4 K)
    Pos. 4 - Beide PUs seriell out of Phase (Mein Favorit -Twaaaaaaang!! Output ca. 14 K)
    Pos. 5 - Steg PU (Output ca. 7K)

    Ich fand aber irgendwie, dass die Alnico IIs sehr schnell anfangen zu kratzen wenn sie in Reihe sind. Bei der OOP-Reihenschaltung merkt man das nicht, aber diese Schaltung klaut leider auch Höhen und Sustain ohne Ende. Wenn sie in Reihe in Phase sind dann ist da zwar genauso tüchtig Output da, aber irgendwie sagt mir der Klang nicht so sehr zu, eben wegen dieses Kratzens - weiß nicht wie ich das genau beschreiben soll.

    Daher dachte ich, dass ich mit HBs vielleicht besser fahren könnte... Meine Idee wäre dann:

    Pos. 1 - Hals PU HB-Mode
    Pos. 2 - Hals PU gesplittet SC-Mode
    Pos. 3 - Steg-PU gesplittet SC-Mode
    Pos. 4 - Beide PUs SC-Mode seriell out of Phase
    Pos. 5 - Steg PU HB-Mode

    Aber vielleicht klingen diese Modes auch gar nicht so gut? Durch das Coiltapping wäre die Auswahl ja vielleicht auch schon etwas beschränkt - leider habe ich keine Ahnung ob die von mir oben genannten PUs auch splittbar sind... Auf der SD-Seite finden sich widersprüchliche Angaben dazu. Weiß da jemand was?
     
  4. ubala

    ubala Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.02.08
    Zuletzt hier:
    18.10.08
    Beiträge:
    41
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.06.08   #4
    Moinsen,
    Ich wollte nur mal kurz anmerken dass alle Seymour Duncan Pickups 4-Adrige Kabel haben.
    Man kann sie also problemlos splitten.
     
  5. guitardoc

    guitardoc Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.07.06
    Zuletzt hier:
    19.06.16
    Beiträge:
    1.654
    Ort:
    In der Nähe der ehemaligen Olympiastadt Leipzig
    Zustimmungen:
    120
    Kekse:
    3.099
    Erstellt: 05.06.08   #5
    Hmm - das stimmt für Humbucker. Aber ich sehe gerade dass die Halstonabnehmer alle Singlecoils sind - oder habe ich mich da vertan? Außer dem Vintage Stack Rhythm STK-T1N. Der hat aber mächtig Output -> knapp 16 k!

    Ich hatte jetzt eigentlich schon fast den Hot Rails for Tele STHR-1B am Steg favorisiert, weil der nach dem Tone Chart die meisten Mitten bringt und damit die Höhenlastigkeit der Lite Ash Tele wieder kompensieren würde. Der hat aber "nur" knapp 15 k Output, da wäre nun die Frage ob der sich gegen den STK-T1N auch richtig durchsetzen kann?
     
  6. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

    Im Board seit:
    29.11.04
    Zuletzt hier:
    17.10.16
    Beiträge:
    4.003
    Ort:
    Ellerau
    Zustimmungen:
    347
    Kekse:
    35.988
    Erstellt: 05.06.08   #6
    Wenn zu viele Höhen da sind, solltest Du einmal über einen zusätzlichen Lastkondensator oder gar einen C-Switch nachdenken. Diese Lösung ist billiger als neue PUs und beinhaltet ein deutlich geringeres Risiko.

    Wie es geht, ist in Guitar-Letter II sehr genau beschrieben.

    Ulf
     
  7. guitardoc

    guitardoc Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.07.06
    Zuletzt hier:
    19.06.16
    Beiträge:
    1.654
    Ort:
    In der Nähe der ehemaligen Olympiastadt Leipzig
    Zustimmungen:
    120
    Kekse:
    3.099
    Erstellt: 06.06.08   #7
    Der Gedanke war auch schon da (in einer meiner anderen Gitarren habe ich ja das volle Programm eingebaut - C-Switch und Basscut-Switch nach dem Guitar Letter II), allerdings gäbe es dann hier folgendes "Problemchen":

    PUs in Reihe und OOP - mein Favorit! Leider klaut diese Schaltung bei mir aber auch die Höhen und das Sustain...
    PUs in Reihe in Phase - hier kratzt es und es klingt "komisch" - ich vermute dass es daher kommt weil zu viele Höhen da sind. Es klingt halt nicht so "sahnig" wie bei einem "reinen" Humbucker.

    Wenn ich generell einen Lastkondensator vorschalte dann sind in der OOP-Variante noch mehr Höhen weg. Es müsste also der Lastkondensator nur rein wenn die PUs in Reihe und in Phase sind. So, nun das angesprochene "Problemchen": Als ausgebildeter Bauingenieur der mittlerweile schon fast
    - ein halber Jurist
    - ein Starverkäufer
    - ein Steuerberater
    - ein Informatiker
    - ein Systemadministrator
    - ein Puffer zwischen Auftraggebern und Mitarbeitern
    - eine Mama die bei allen Problemchen in der Firma jeden tröstet und immer einen Rat weiß ;-)
    ist verstehe ich leider nur bedingt was von Elektronik (aber es wird langsam besser - immerhin ist das ja was wo ich noch nicht so gut darin bin, also ist ein gewisser Anreiz da... ;-)). Aber immerhin kann ich die "große" Schaltung aus dem Guitar Letter II fehlerfrei (nach ein paar Nachfragen allerdings) nachbauen - da ist ja auch ein Schaltplan da! Hmm - nun meine "unverschämte" Frage - kann mir jemand einen solchen Schaltplan auch für die angesprochene Verschaltung zusammenbauen? Mein Dank wird demjenigen auch ewig nachschleichen und ihn auch hoffentlich erreichen... ;-)

    Mirko
     
  8. poor but loud

    poor but loud Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.02.08
    Zuletzt hier:
    29.07.16
    Beiträge:
    752
    Zustimmungen:
    85
    Kekse:
    3.464
    Erstellt: 06.06.08   #8
    Das denke ich auch, auf out of phase verzichten und stattdessen einen C-Switch einbauen. Der sorgt für eine deutlich hörbare Verringerung der Resonanzfrequenz. Die Höhe der Resonanzspitze wird jedoch nicht beeinflusst. Will man diese etwas absenken, so sollte man zusätzlich das Lautstärkepoti durch ein Push-Pull-Modell ersetzen, das in einer der beiden Schaltstellungen einen Lastwiderstand parallel zu seinem Eingang legt.

    Eine andere Möglichkeit: Beide Potis unverändert lassen und einen vierpoligen Fünfwegschalter verwenden. Der erlaubt dann die Kombination folgender Tonabnehmer und Parallelkondensatoren:

    Hals + 330 pF
    Hals + Steg + 1,5 nF
    Hals + Steg + 820 pF
    Hals + Steg + 330 pF
    Steg + 330 pF

    Eine Verbesserung ist noch dadurch erzielbar, dass man zum Tone-Poti noch einen Widerstand mit mindestens 22 kOhm in Reihe schaltet, damit am Linksanschlag keine neue Resonanzspitze im unteren Mitteltonbereich entsteht. Außerdem kann man mit einem Push-Pull-Poti alle Kondensatoren abschaltbar machen, damit der Originalklang der Gitarre wieder verfügbar wird.
     
Die Seite wird geladen...

mapping