Potis+Schaltung für Jazzbass - nach SuFu durcheinander

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Hallo Leute,

bin eigentlich Gitarrist und habe mich hierher verirrt weil ich jetzt neuerdings in ner 2ten Band Bass spiele. Hab gerade einiges gelesen und per SuFu gefunden, und bin jetzt etwas durcheinander, was meine Bass-Schaltung angeht. :confused:

Also:
Ich hab nen Epiphone Jazzbass mit Standard-Schaltung. Die Potis kratzen schon ziemlich weshalb ich mir gedacht hab, ich mach die (vom Vorbesitzer völlig verbastelte) Schaltung neu.
Derzeit hab ich als Tone nen A500K (lin?) und als Volume jeweils nen B500K (log) drin.
In der Info-Datei von Cadfeal hab ich gelesen, daß eigentlich 250er reinmüßten, aber ich finde es gut wenns bei Bedarf etwas heller klingt. D.h. es wäre besser wenn ich bei 500ern bleibe? Und wenn ich die dann halb zudrehe klingen die, wie aufgedrehte 250er? Oder hab ich da was falsch verstanden?

Und wie ist das mit dem Kondensator am Tonepoti? Wenn ich den größer wähle dann müßte das Signal bei zugedrehtem Poti dumpfer sein. Aber wie ist das bei aufgedrehtem Poti? Hört man da einen Unterschied, welcher Kondensator drin ist? Oder senkt der dann einfach beim zudrehen stärker ab?

Dann hab ich bei Cadfeal noch gelesen, daß die Besonderheit mit den Anschlüssen der Volume-Potis klanglich Nachteile hat? Wie ist das zu verstehen, wodurch macht sich das bemerkbar?

Zum angestrebten Klang: Grundsätzlich möchte ich sowohl knallige als auch fette Klänge realisieren können, ich denke aber daß es für mich reichen würde wenn das Tone-Poti wieder ohne knarzen funktioniert, und ich den knalligen Grundsound einfach per Drehung am Tone schön fett und bei Bedarf mumpfig machen kann.

Achja: Es wird wahrscheinlich mit recht viel Distortion gespielt. Sollte ich diesbezüglich noch was beachten, was die Schaltung usw. betrifft? Die Verzerrer sind alle samt Gitarren-Pedale (BigMuff, Fuzz, Overdrive) und werden sicherlich zwischen Bass und Amp (Sweet15) geschalten.

Für eine kleine Aufklärung wäre ich sehr dankbar :)
Greetz
 
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Willkommen auf der bässeren Seite! :D
Ich versuch mal soweit ich kann deine Fragen zu beantworten.
Ich hab nen Epiphone Jazzbass mit Standard-Schaltung. Die Potis kratzen schon ziemlich weshalb ich mir gedacht hab, ich mach die (vom Vorbesitzer völlig verbastelte) Schaltung neu.
Derzeit hab ich als Tone nen A500K (lin?) und als Volume jeweils nen B500K (log) drin.
In der Info-Datei von Cadfeal hab ich gelesen, daß eigentlich 250er reinmüßten, aber ich finde es gut wenns bei Bedarf etwas heller klingt. D.h. es wäre besser wenn ich bei 500ern bleibe?
Im Grunde ist es egal ob die Potis linear oder logarythmisch sind. Es ist eher eine Frage des Geschmacks, am besten wärs, wenn du beide arten ausprobieren könntest, um zu entscheiden, welchen Regelverhalten dir besser passt.
Bei lin. Potis wird der Wiederstand linear zur Potistellung größer (und der Bass entsprechend leiser). Bei halb aufgedrehtem Poti hast du also den halben wiederstand anliegen.
Bei einem log. Poti verläuft die Widerstandszunahme llogarythmisch, dazu such ich noch ein Bild raus, find grad keins.

Und wenn ich die dann halb zudrehe klingen die, wie aufgedrehte 250er? Oder hab ich da was falsch verstanden?
Gute Frage, bei einem linearen sollte das eig klappen, weiß ich aber nicht sicher.

Und wie ist das mit dem Kondensator am Tonepoti? Wenn ich den größer wähle dann müßte das Signal bei zugedrehtem Poti dumpfer sein. Aber wie ist das bei aufgedrehtem Poti? Hört man da einen Unterschied, welcher Kondensator drin ist? Oder senkt der dann einfach beim zudrehen stärker ab?
Durch das ändern des Kondensators wird die Resonanzfrequenz verschoben, HIER kannste mehr darüber erfahren, unter anderem über den sehr interessanten C-Switch.

Dann hab ich bei Cadfeal noch gelesen, daß die Besonderheit mit den Anschlüssen der Volume-Potis klanglich Nachteile hat? Wie ist das zu verstehen, wodurch macht sich das bemerkbar?
Wenn der Bass nur einen Tonabnehmer besitzen würde, wäre die beiden Kabel am Volumenpoti vertauscht. Somit würde bei zugedrehtem Poti Signal und Masse verbunden, der Bass wäre stumm. Wenn man aber zwei Tonabnehmer hat, stört das natürlich, weil man so nicht einen zudrehen kann, weil dann gleich komplett Stille ist.
Deshalb ist beim Jazzbass und anderen Bässen mit mehr als einem PU das Poti so verdrahtet, dass dies nicht auftritt. Allerdings ist mit der Jazz-Schaltung eine gewisse Dämpfung bei nicht ganz offenen Poti vorhanden, warum genau muss ich selber nochmal nachlesen.
Alternativen sind bei JustChords zu finden, lohnt sich zu lesen..

Zum angestrebten Klang: Grundsätzlich möchte ich sowohl knallige als auch fette Klänge realisieren können, ich denke aber daß es für mich reichen würde wenn das Tone-Poti wieder ohne knarzen funktioniert, und ich den knalligen Grundsound einfach per Drehung am Tone schön fett und bei Bedarf mumpfig machen kann.

Da könnte auch etwas Kontaktspray helfen, damit hab ich aber keine Erfahrung.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, Gruß, Martin
 
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Jo, das hilft mir schonmal wesentlich weiter! Vielen Dank :great:

Bei lin. Potis wird der Wiederstand linear zur Potistellung größer (und der Bass entsprechend leiser). Bei halb aufgedrehtem Poti hast du also den halben wiederstand anliegen.

Soweit weiß ich das eigentlich schon :redface:. Ich denke ich werds so beibehalten wie es gerade ist, denn daran bin ich gewöhnt. Hauptsache es gibt keine Klangeinbußen...

Durch das ändern des Kondensators wird die Resonanzfrequenz verschoben, HIER kannste mehr darüber erfahren, unter anderem über den sehr interessanten C-Switch.

Danke für den Link, da werde ich mal reinlesen. Das mit dem C-Switch hatte ich schon irgendwo anders gelesen, aber der kostet ja auch nen haufen Geld, da reicht mir denn das 08/15-Tonepoti aus ;)

Wenn der Bass nur einen Tonabnehmer besitzen würde, wäre die beiden Kabel am Volumenpoti vertauscht. Somit würde bei zugedrehtem Poti Signal und Masse verbunden, der Bass wäre stumm. Wenn man aber zwei Tonabnehmer hat, stört das natürlich, weil man so nicht einen zudrehen kann, weil dann gleich komplett Stille ist.
Deshalb ist beim Jazzbass und anderen Bässen mit mehr als einem PU das Poti so verdrahtet, dass dies nicht auftritt. Allerdings ist mit der Jazz-Schaltung eine gewisse Dämpfung bei nicht ganz offenen Poti vorhanden, warum genau muss ich selber nochmal nachlesen.
Alternativen sind bei JustChords zu finden, lohnt sich zu lesen.

Jo, also wirds beim "leisermachen" nur minimal dumpfer, wenn ich das richtig verstanden hab. Damit kann ich leben, denke ich.

Da könnte auch etwas Kontaktspray helfen, damit hab ich aber keine Erfahrung.

Hmm, nö, bin nicht so der Fan von Kontaktspray, da es nach meiner Erfahrung das Problem nur "hinauszögert" Ich will das lieber einmal richtig neu machen, und dann hab ich wieder ein paar Jahre Ruhe.
Außerdem sind die Potis völlig verbastelt, da der Vorgänger 0 (Null) Ahnung hatte und sich trotzdem dran versucht hat.

Greetz
 
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Derzeit hab ich als Tone nen A500K (lin?) und als Volume jeweils nen B500K (log) drin.

Umgekehrt! A= logarithmisch, B= linear.
Bei den Lautstärkepotis ist es reine Geschmakssache, welche Regelcharakteristik man bevorzugt, beim Tone kommen aber immer logarithmische Potis zum Einsatz.
Fender benutzt auch für die Vol.-Regler logarithmische Potis und die werden von den meisten Spielern auch bevorzugt eingesetzt.


In der Info-Datei von Cadfeal hab ich gelesen, daß eigentlich 250er reinmüßten, aber ich finde es gut wenns bei Bedarf etwas heller klingt. D.h. es wäre besser wenn ich bei 500ern bleibe? Und wenn ich die dann halb zudrehe klingen die, wie aufgedrehte 250er? Oder hab ich da was falsch verstanden?

Ohne mir wirklich sicher zu sein, glaube ich, dass dieser Umkehrschluss so nicht stimmt, da soll aber jemand antworten, der sich damit besser auskennt.

Der einfachste Weg das herauszufinden ist es auszuprobieren. Es spricht nichts dagegen auch für Singlecoils (bist du dir eigentlich sicher, dass du auch Singlecoils hast?) 500 KOhm Potis zu verwenden. Erlaubt ist, was gefällt.


Zum angestrebten Klang: Grundsätzlich möchte ich sowohl knallige als auch fette Klänge realisieren können, ich denke aber daß es für mich reichen würde wenn das Tone-Poti wieder ohne knarzen funktioniert, und ich den knalligen Grundsound einfach per Drehung am Tone schön fett und bei Bedarf mumpfig machen kann.

Fett klingt ein JB eigentlich immer mit serieller Schaltung. In dem Fall wäre ein sog. S1-Switch sicherlich eine Überlegung wert. Allerdings macht die serielle Schaltung den Bass fetter und mumpfiger zugleich.

Achja: Es wird wahrscheinlich mit recht viel Distortion gespielt. Sollte ich diesbezüglich noch was beachten, was die Schaltung usw. betrifft? Die Verzerrer sind alle samt Gitarren-Pedale (BigMuff, Fuzz, Overdrive) und werden sicherlich zwischen Bass und Amp (Sweet15) geschalten.

Ich glaube da machst du dir wirklich zu viele Sorgen um deinen Sound. Die Geschichte mit den Potis und Kondensatorwerten bewegt sich klanglich eher im Nuancenbereich, während eine Distortion den Klang sehr heftig verfälscht und beeinflusst. Ich guabe ehrlich gesagt, dass es deinem BigMuff scheißegal sein wird, ob er nun ein Bassignal mit 500 KOhm Vol.-Poti oder eines mit 250 KOhm verunstaltet....;)
 
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Es spricht nichts dagegen auch für Singlecoils (bist du dir eigentlich sicher, dass du auch Singlecoils hast?) 500 KOhm Potis zu verwenden. Erlaubt ist, was gefällt.

Also ich denke es müßten Singlecoils sein. Hier ist der Bass zu sehen...(bissel runterscrollen)

Fett klingt ein JB eigentlich immer mit serieller Schaltung. In dem Fall wäre ein sog. S1-Switch sicherlich eine Überlegung wert. Allerdings macht die serielle Schaltung den Bass fetter und mumpfiger zugleich.

Hmm, ja, über so einen Switch um zwischen parallel und seriell umzuschalten hab ich schon nachgedacht. Hab noch nen 2poligen on-off-on von nem Gitarrenprojekt hier. Muß aber erstmal schauen ob der so funktioniert wie ich mir das denke.
Gibts denn den S1 auch einzeln zu kaufen? (hab danach noch nie geschaut...)

Ich glaube da machst du dir wirklich zu viele Sorgen um deinen Sound. Die Geschichte mit den Potis und Kondensatorwerten bewegt sich klanglich eher im Nuancenbereich, während eine Distortion den Klang sehr heftig verfälscht und beeinflusst. Ich guabe ehrlich gesagt, dass es deinem BigMuff scheißegal sein wird, ob er nun ein Bassignal mit 500 KOhm Vol.-Poti oder eines mit 250 KOhm verunstaltet....;)

Alles klar, dann bleib ich bei den Potiwerten. Ich besorg mir einfach Neue und schau mal was man mit dem Switch so lustiges anfangen kann. :)
 
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Hallo NoEntry,

ich habe jetzt nicht alles durchgelesen ... :redface:

Aber wie Dude bereits schrieb: A = "Audio" = logarithmisch ...
So sollte das Tonpoti auf jeden Fall sein.

Beim Volumenpoti ist es eine Geschmacksfrage.
Im Original JB sind logarithmische drin, ich bevorzuge lineare.

Die Originalpotis haben 250k. Man kann aber auch 500k nehmen.
Kann sein, dass der Bass dann minimal "heller" / "spritziger" klingt. Es kann aber auch sein, dass einem dann der Regleweg nicht mehr gefällt (zu lange nichts passiert). Leider hängt das von so vielen Faktoren (auch den verwendeten Pickups) ab, dass man da keine eindeutigen Tipps geben kann.

Zu Änderungen wie dem C-Switch und zusätzlicher serieller Schaltung haben die anderen ja bereits etwas geschrieben - und da möchte ich auch nicht reinfunken.

Gruß
Andreas
 
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Danke nochmal für die vielen Tipps. Werde mir 500er Potis bestellen, für Tone dann log und bei den Volume bleib ich bei lin, weils auch bisher so is.

Hab gestern bei der ersten offiziellen Probe nochmal Sounds getestet und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß sich der Bass am besten durchsetzt wenn ich nur über den Stegtonabnehmer spiele. Klingt ziemlich knallig und man hörts gut. Tonepoti und Halstonabnehmer hab ich eigentlich so gut wie garnicht genutzt. Werd ich aber in den nächsten Proben immerwieder mal ausprobieren. (vielleicht liegts auch am Sweet15 der ja wegen seinem 15"er eher tiefbassiger klingt)

Dann hab ich nochmal ne Frage zur Lautstärke der einzelnen Saiten. Mir ist aufgefallen, daß die Töne Lauter werden, je "dünner" die Saiten sind. D.h. wenn ich jetzt auf der G-Saite spiele und dann zur E-Saite wechsele wird der Sound irgendwie leiser. Von der Gitarre bin ich gewohnt, daß ich bei meinen Humbuckern die Lautstärke der einzelnen Saiten per verstellbaren Polepieces anpassen kann, bzw. bei ner Strat den ganzen Tonabnehmer "kippen" kann.
Wie macht man das dann beim Bass? Der Tonabnehmer sitzt ja auch direkt im Holz und nicht wie bei ner Strat im Pickguard? Wäre ja bissel blöde wenn ich die Saitenlage am Steg erhöhen müßte um die Saiten etwas weiter von den Tonabnehmern wegzubringen :rolleyes:
 
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Dann hab ich nochmal ne Frage zur Lautstärke der einzelnen Saiten. Mir ist aufgefallen, daß die Töne Lauter werden, je "dünner" die Saiten sind. D.h. wenn ich jetzt auf der G-Saite spiele und dann zur E-Saite wechsele wird der Sound irgendwie leiser. Von der Gitarre bin ich gewohnt, daß ich bei meinen Humbuckern die Lautstärke der einzelnen Saiten per verstellbaren Polepieces anpassen kann, bzw. bei ner Strat den ganzen Tonabnehmer "kippen" kann.
Wie macht man das dann beim Bass? Der Tonabnehmer sitzt ja auch direkt im Holz und nicht wie bei ner Strat im Pickguard? Wäre ja bissel blöde wenn ich die Saitenlage am Steg erhöhen müßte um die Saiten etwas weiter von den Tonabnehmern wegzubringen :rolleyes:

Hast du richtig erkannt, es liegt am Setup des Tonabnehmers. Wie man das anpasst, steht hier drin:

https://www.musiker-board.de/vb/faq-workshop/270225-grundlagen-modifikationen-am-instrument-teil-1-tonabnehmer.html
 

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