Proberaum-PA mit Schluckauf dank Line6 Helix

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Hallo,

ich hoffe, ich bin hier im richtigen Forum gelandet. Wir haben im Proberaum ein Problem mit unserer PA und bevor ich jetzt wild und ahnungslos was Neues kaufe, wollte ich fragen, ob jemand das Problem kennt und einen Tipp hat oder eine Empfehlung geben kann, bzgl. Problemlösung oder auch Neukauf.

Unser aktuelles PA Setup besteht aus:
- Behringer Xenyx x2222USB Mixer
- Fame Amp 1000 Endstufe
- 2 Passive t-Box cl110 (jeweils 150W RMS an 4 Ohm)

Über die PA laufen 3x Vocals, E-Cello (mono über DI-Box), Line6 Helix LT (Stereo) und Stereo-Samples.

Hat bisher alles reibungslos funktioniert, bis wir seit Neuestem den Helix über die Anlage laufen lassen. Seitdem hat die Anlage vor allem bei höheren Pegeln „Schluckauf“, d.h. Sie gibt mitten im Betrieb ein ganz kurzes, hohes Quietschen und Ploppen von sich, dann ist kurz der Sound insgesamt weg und dann läuft alles normal weiter. Ist natürlich super nervig 😬

Wir haben jetzt schon einiges probiert, den Helix über Klinke oder XLR eingespeist, selbiges fürs Cello, mit verschiedenen Pegeln experimentiert, Gesänge raus genommen, aber das Problem bleibt. Mir ist auch bewusst, dass die Boxen für die Endstufe extrem unterdimensioniert sind, aber sollte das schon der Fehler sein? Ich würde uns jetzt ungern neue (Aktive?) Boxen zulegen, nur um dann festzustellen, dass das Problem in Wirklichkeit am Mischpult lag 🥲

Danke schonmal im Voraus!
 
Hi, denke schon du bist richtig.

Macht die Anlage das auch wenn ihr den Helix jetzt nicht mehr verwendet oder wirklich nur wenn der angesteckt ist?
 
Guter Punkt. Das haben wir noch nicht getestet, können wir uns zur nächsten Probe mal vornehmen 🤔
aber angenommen, das Problem verschwände, wenn man den Helix nicht mehr über die Anlage laufen ließe… würde das schlicht bedeuten, dass das Mischpult überfordert war…? Ist ja nicht davon auszugehen, dass der Helix einen Treffer hat, zumindest daheim hat der auch immer tadellos funktioniert.
 
Hast du die Phantomspeisung am Pult aktiviert?
 
Nein, die Phantomspeisung läuft nicht mit
 
Wie alt ist denn das Behringer-Pult? Das könnte evtl. ein Symptom eines alternden oder unterdimensionierten Netzteils sein. Wenn der Test mit dem Helix nichts bringt, beobachte mal, ob das Problem in Zukunft eher noch häufiger auftritt. Und tausche ggf. mal das Pult aus - vielleicht könnt Ihr Euch ja ein Pult irgendwo für ein, zwei Proben ausleihen, bevor Ihr da Geld rausballert.

Allerdings - dieselbe Frage für die Endstufe. Wie alt ist die? Schwaches Netzteil? Auch da mal zeitweise austauschen und sehen, ob der Fehler verschwindet.
 
Die Endstufe ist wohl eine klassische Class AB, die Lautsprecher sind passiv. Diese Komponenten werden mit dem Problem nichts zu tun haben. Im Verdacht stehen meines Erachtens zwei Dinge: Entweder das Pultnetzteil ist nicht mehr frisch, oder der Helix schwingt und schickt - nicht hör- oder sichtbar - jede Menge HF ins Pult. Könnt ihr den Helix zum Testen durch ein vergleichbares Gerät ersetzen?
 
Hello hello!
Danke für eure Antworten! Zum Alter der Geräte kann ich leider nix sagen, weil wir die auch nur als Dauerleihgaben bekommen haben, einige Jahre werden die aber sicher aufm Kasten haben. Den Helix testweise zu ersetzen wird leider schwierig 🤔 aber das Mischpult vielleicht, um das erstmal auszuschließen.
Wie könnte das mit der Schwingung denn funktionieren? Woran könnte das liegen? Ich hab mit unserem Gitarristen gesprochen und er meinte, das das Problem nicht auftritt, wenn er mit dem Helix allein im Proberaum spielt. Als er mit einer anderen Band in voller Besetzung in unsrem Raum geprobt hat, war es dann aber wieder da. Scheint also wirklich irgendwie vom Pegel abhängig zu sein, den man rein gibt…
wir proben nächste Woche, da zwinge ich ihn mal, auf eine Aktivbox umzusteigen, die bei uns noch in der Ecke rumsteht. Vielleicht bringt das ja was.!
 
Kleines Update nach der Probe gestern Abend:

zuerst haben wir den Helix raus genommen. Das Problem tauchte jedoch weiterhin unverändert auf. An dem lag es also nicht.
als Nächstes haben wir das Cello raus genommen. Also nur noch Gesänge und Backing Tracks über die PA. Tatsächlich war es dann deutlich besser. Vereinzelt setzte der Sound immer noch kurz aus, aber nun deutlich seltener und das damit einhergehende Störgeräusch war zwar noch dasselbe, aber nun leiser und weniger nervig.

Aufgefallen ist mir außerdem:
1. dass die Pegelanzeige am Mischpult im normalen Betrieb (Main) nicht mehr anschlägt. Wenn ich Spuren auf Solo schalte zum einpegeln, reagiert es aber ganz normal.
2. Das Cello hatte ich so gepegelt, dass es genug headroom haben sollte, sobald es aber nicht mehr im Solo-Betrieb läuft und die Band dazu spielt, leuchtet die Clipping-Anzeige dennoch wie blöde.
3. nunmehr funktionieren mind. 2 Kanäle nicht mehr, einer von den Mic Channels ist komplett durch und ein Line-Kanal knackt und furzt und ist nicht zu gebrauchen.

Merkwürdig finde ich, dass die andere Band von unserem Drummer nach dessen Aussage das Problem mit den Aussetzern noch nicht hatte und er meinte, die proben deutlich lauter als wir. Allerdings haben die auch länger nicht geprobt und ich hab schon das Gefühl, dass es schlimmer geworden ist über die letzten Monate.

Lange Rede kurzer Sinn:
Nach allen gesammelten Indizien und euren guten Hinweisen muss wohl wirklich mindestens ein neues Pult ran. Werd ich mich die kommenden Wochen mal kümmern, dass wir Ersatz bekommen.
Gibt es Empfehlungen für ein robustes Pult mit mind. 9 Kanälen, ohne viel Schnick-Schnack, für das man sich nicht komplett finanziell verausgabt?
Und selbe Frage zum Thema Aktiv-Boxen. Unsere kleinen Passivboxen sind auch kein großer Hörgenuss und irgendwie denke ich fast darüber nach, die alte Anlage komplett ad Acta zu legen, wenn ich einmal dabei bin. Wäre nett, wenn das Proben mal wieder Spaß macht, weils auch gut klingt 😀

Herzlichen Dank an alle :)
 
Ein Cello ist ja auch eher im tieffrequenten Bereich unterwegs, und da sind die Sounds energiereicher als in den Höhen (bei gleichlaut empfundenen Klängen). Es könnte mMn also immer noch die Endstufe sein, weshalb Ihr Euch mal ein vergleichbares oder kräftigeres Modell ausleihen solltet, um das zu überprüfen:

Wenn das Pult aber ohnehin am Aussteigen ist, muss da natürlich eh ein neues her.

Muss es unbedingt wieder ein Analogpult sein? Ich frage, weil Digitalpulte heute das wesentlich bessere Preis/Leistungsverhältnis aufweisen.
Der Standard: https://www.thomann.de/de/behringer_x_air_xr18.htm
Mein Favorit: https://www.thomann.de/de/soundcraft_ui24.htm
Ganz neu, äußerst vielversprechend: Die CQ-Serie von Allen & Heath:

Bei Boxen empfehle ich am liebsten die RCF ART 7xx-Serie, da macht man keine Fehler mit - laut, klar, deutlich, angenehm klingend, recht feedbackresistent und für ihre Größe erstaunlich bassstark (den Subwoofer kann man sich damit erstmal sparen). Aber auch andere Hersteller bauen tolle Boxen, um nur ein paar zu nennen: QSC, EV, JBL, Thomann mit der Serie "the box pro DSP".
 

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