Problem mit Halskrümmung - unterschiedlich stark bei tiefer bwz. hoher e-Saite

von Revision, 29.03.20.

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  1. Revision

    Revision Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #1
    Hallo,
    ich hab ein Problem mit meiner Gibson Firebird 2001. Ich bekomme einfach keine wirklich gute Saitenlage hin. Das Problem ist, dass die Halskrümmung entlang der tiefen E-Saite einiges stärker ausfällt, als bei der hohen.

    Der Unterschied ist 0,25mm, je nach Messung kann es auch mal 0,3 oder nur 0,2.
    Ich mess mit der Fühlerlehre am 7. Bund den Abstand zur jeweiligen Saite, während diese am 1. Bund und am 15. Bund runtergedrückt ist. Auch wenn ich mit der Halskrümmung rumspiel, oder beim Messen am 1. und 15. bzw. 17. bzw. letzten Bund runterdrück, der Unterschied zwischen tiefer und hoher e-Saite ist immer 0,25mm (plus minus 0,05mm).
    Bsp: ich messe bei der tiefen E-Saite 0,5mm am 7. Bund, bei der hohen e-Saite sind es 0,25mm.

    (Das Ganze sieht man auch, wenn man von der Kopfplatte richtung Korpus entlang der jeweiligen Griffbrattkante runterschaut. Die Griffbrettkante bei der tiefen E-Saite hat eine Wölbung über die gesamte Länge, auf der anderen Seite ist nur eine Wölbung bis zu ca. Bund Nr. 6 zu sehen.)

    Was kann man da machen? Liegt das noch im Rahmen? Hab gehört, das ein kleiner Unterschied gar nicht so unüblich ist. Spricht man hier von einem verzogenen Hals, dachte immer, dafür müsse der in sich "verdreht" sein.
    Ab zum Gitarrenbauer oder gleich zum Pleken?

    Jeglicher Input ist erwünscht ;)
    Danke
     
  2. OliverT

    OliverT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #2
    .... das die tiefe Saite etwas weiter weg ist als die hohe ist eigentlich normal .....
     
  3. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #3
    "Normal" würde ich es zwar nicht nennen, aber es kann sogar wünschenswert sein. Cellogriffbretter werden extra so abgerichtet weil dicke Saiten weiter schwingen, also mit größerer Amplitude.

    Wenn dann zum Gitarrenbauer.
     
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  4. murle1

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    Erstellt: 29.03.20   #4

    Aber nicht bei gedrückten Bünden, wie der TE es schildert! Dass man die dünne E-Saite flacher über den Bünden hat, liegt einfach an der Tatsache, dass die weniger ausschwingt als die dicke E-Saite. Einstellen könnte man beide gleich. Für mich ist sein Problem ein etwas verdrehter (vertwisteter) Hals.
    --- Beiträge zusammengefasst, 29.03.20, Datum Originalbeitrag: 29.03.20 ---
    Und auf keinen Fall zum Pleken, das ist der größte Humbuk! Damit würden einige Bünde dann fast platt. Die einzige Lösung wäre, die Bünde runter, Griffbrett schleifen, und neue Bünde.
    Bei Gitarren mit eingeleimten Hälsen ist das ein Kostenfaktor!!

    Nachtrag: Das ist auch der Grund, dass ich kaum Gitarren mit eingeleimten Hälsen baue - außer notgedrungen LP Typen - widerwillig!!
     
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  5. OliverT

    OliverT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #5
    Ok, das mit den heruntergedrückten Saiten habe ich "ignoriert" ;)

    Aber dennoch, der TE misst im 0,05 mm Bereich?

    Selbst bei mir als Shreeder mit superdünnem Hals auf meine Jackson würde nicht einfallen in einem solchen Microbereich die Saitenlage einzustellen ......
     
  6. Bassturmator

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    Erstellt: 29.03.20   #6
    Wenn die Messungen so stimmen @Revision würde ich mich einfach über den perfekten Hals freuen, denn wie ich oben schon angedeutet habe ist dieser viertel Millimeter Unterschied zwischen Bass und Diskant eine bessere Voraussetzung für eine optimale Saitenlage als ein völlig planes Griffbrett.

    Wäre die Ungleichmäßigkeit umgekehrt, also der Abstand beim hohen e größer würde Handlungsbedarf bestehen.
     
  7. murle1

    murle1 RBC-Guitars HCA

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    Erstellt: 29.03.20   #7
    Wenn der TE eine flache Saitenlage möchte, oder benötigt, ist das schon ein Ärgernis. Stellt er die Halskrümmung so ein, dass die E6 nur ein minimales Spiel hat, dürfte die e1 Bundberührung bekommen... Solche "Krücken" hatte ich schon mehrfach, auch bei hochpreisigen. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Prozess noch nicht am Ende ist...Auch so etwas habe ich leider schon erlebt. Erst minimal, nach einiger Zeit unbespielbar... Ich hoffe, dass ihm so etwas erspart bleibt...
     
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  8. Real-JJCale

    Real-JJCale Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #8
    Wenn das wirklich so ist, steht der Hals i.G. kurz vor dem "twisted neck-status".

    Das ist def. nicht normal und eindeutig ein Fehler, den ein Instrumentenbauer eventuell richten kann.

    Ist aber ein hoher Aufwand und wird leider entsprechend kosten.

    Gruß
    RJJC
     
  9. Revision

    Revision Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #9
    Danke für die Anregungen erstmal.
    Ich befürchte auch, dass 0,25mm zuviel ist (wir reden hier wie schon erwähnt über Halskrümmung und nicht die schlussendliche Saitenlage), bei meinen anderen Gitarren ist der Abstand entweder gleich oder nur ganz wenig mehr bei der tiefen E-Saite.

    @OliverT: habe gefühlt 100x nachgemessen, mit verschiedene Halskrümmungen etc. Der Unterschied war im Durchschnitt immer so bei 0,25mm (plus minus 0,05mm)

    @murle1: du denkst, der Prozess ist noch nicht abgeschlossen? Immerhin ist die Gitarre bald 20 Jahre alt.
    Und was das Pleken angeht, wäre es nicht so, dass an gewissen Bünden 0,25 mehr abgenommen wird und die Gitarre dann wieder besser einzustellen ist? Ist das ein zu grosser Unterschied dann?
     
  10. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #10
    Sorry für OT

    Zum Pleken sind wir einer Meinung. Ist aber weder Humbuk noch Humbuck sondern Humbug

    :opa:
     
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  11. Bassturmator

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    Erstellt: 29.03.20   #11
    Bezogen auf die Höhe der Bundkrone sind 0,25 mm sehr viel.

    Tatsächlich müsste man beim abrichten so viel gar nicht entfernen.

    Wenn es erforderlich wäre so viel zu entfernen wäre es sinnvoller neu zu bundieren und das Griffbrett selbst abzurichten.

    Scheint mir übrigens so dass Du lieber Revision meine Ausführungen hier sowieso nicht verstehst.

    Schade.
     
  12. murle1

    murle1 RBC-Guitars HCA

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    Erstellt: 29.03.20   #12

    Danke Herr Dr.... Manchmal sollte man überlegen vor dem Schreiben... !Ich habe zu oft von Humbuckern geschrieben, da drückt sich das "k" von selbst..
     
  13. Revision

    Revision Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #13
    Sry fürs dezente Ignorieren meinerseits :embarrassed:;)
    Mir ist schon klar, was du mir sagen willst. Hohe e-Saite schwingt weniger aus, braucht entsprechend nicht soviel Halskrümmung. Beim Abrichten würde man entsprechend. nicht die ganzen 0,25 wegnehmen.
    Ich hab halt ständig dieses "Zierpen" bei der hohen e-Saite. Muss deswegen die Bürcke an der Seite hochdrehen und eine höhere Saitenstärke nur bei der Saite aufspannen für mehr Saitenspannung = weniger Ausschlag.
    Am Schluss hab ich eine Saitenlage, die bei den Bass-Saiten ok ist (nicht ultratief) und bei den Diskant-Saiten hoch.
     
  14. murle1

    murle1 RBC-Guitars HCA

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    Erstellt: 29.03.20   #14
    Es kann sein, dass es noch weiter geht... ich hoffe für ihn dass es nicht so wird. Was mich stutzig macht, ist seine Aussage bis zum 6. Bund. Aber ohne selber einen Blick darauf werfen zu können, ist alles nur eine Vermutung..
     
  15. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #15
    Nee immer noch nicht so ganz...:

    Wenn man die Bünde erhalten will und nur abrichtet, würde man vorher den Hals auf ein zum abrichten optimalen Mittelwert einstellen, so dass bei der tiefen E-Saite die höchsten und niedrigsten Bünde, bei der hohen e-Saite dagegen eher die mittleren Bünde abgeschliffen würden. Theoretischer Höhenverlust dann eher 0,125 mm.
     
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  16. Revision

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    Erstellt: 29.03.20   #16
    ok, jetzt hab ich gecheckt. Danke :great:
    --- Beiträge zusammengefasst, 29.03.20, Datum Originalbeitrag: 29.03.20 ---
    Nochmals @murle1, weil du in der 3. Pers von mir redest und evtl. in meiner Frage an dich überlesen hast, das die Gitarre 20 Jahre alt ist:
    Auch bei dem Alter kann der Prozess noch weiter gehen?
     
  17. murle1

    murle1 RBC-Guitars HCA

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    Erstellt: 29.03.20   #17
    Hallo,
    ich will Dich nicht beunruhigen, es KANN sein, ist aber sehr, sehr selten. Äußere Einflüsse können der Grund dafür sein, nach längerer Zeit. Zu kalt, zu warm oder in einer etwas feuchteren Umgebung gelagert. Ich habe mit vielen Holzhändlern, Tischlern usw. darüber gesprochen, auch vieles gelesen... so 100% gleiche Antworten habe ich nicht bekommen! Also versuch einen Mittelweg zu finden, damit klar zu kommen-und beobachten. Ggf. einen Gitarrenbauer zwecks Begutachtung aufzusuchen...
     
  18. Revision

    Revision Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #18
    *edit*

    ok, ich werd das beobachten, bald soll ja wieder Sommer sein. Dumm wäre natürlich, wenn ich jetzt was machen lasse und im Sommer ändert sich der Hals dann wieder.
    Ausserdem lass ich auch mal nen Fachmann drüber schauen, wenn sie denn wieder arbeiten.
     
  19. Bassturmator

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    Erstellt: 29.03.20   #19
    Die haben gar nicht aufgehört, denn die können das eh nicht lassen... :-)
     
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