Probleme mit Gitarrsiten

von Kerni, 20.04.06.

  1. Kerni

    Kerni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.06   #1
    Hi Leute, ich singe seit einiger Zeit in einer Band(wir sind Gitarre, Bass, Drums und Gesang) und wir sind an sich auch alle total motiviert miteinander Musik zu machen, aber irgendwie kriegen wir nicht's auf die Reihe. Wir haben in zwei Monaten gerade mal geschafft ein halbes Lied zu spielen. Die größten Probleme gibt es mit unserem Gitarristen, der hat seit zwei Jahren Gitarrenunterricht und kann allein auch gut Gitarre spielen(die Soli spielt er ziemlich gut). Aber wenn er mit Bass und Drums zusammen spielen muss, kann er einfach den Takt nicht halten. Entweder ist er zu schnell oder zu langsam und wir haben echt keinen Plan was wir anstellen sollen, damit er das hinkriegt.
     
  2. Doc.Jimmy

    Doc.Jimmy Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 20.04.06   #2
    Hi

    Ich geht mal davon aus das euer gitarrist vorher noch in keiner band gespielt hat ? Es ist eigentlich ganz normal das man am anfang taktprobleme hat . Man achtet zu stark auf die anderen und ist abgelenkt , da ist man ganz schnell raus .

    Da hilft nur üben , üben im sinne von "mit band spielen" .
    Fangt nicht mit zu schweren stücken an , das tempo sollte auch nicht zu hoch sein , am besten spielt ihr einfach jamtracks die sich im ablauf immer wiederholen . Euer drummer führt den takt , der rest richtet sich danach und läst sich vom drummer führen . Euer gitarrist soll erstmal die finger von solos lassen , die spielen sich im bezug auf takthalten in der band doppelt so schwer .

    Macht euch keinen druck und geht die sache locker an , es braucht schon einige zeit bis sich alle in der band musikalisch kennengelernt haben . Da mus vertrauen da sein , jeder mus hören was der anderen macht und darauf reagieren .

    Es hilft auch immer den takt mit dem fuß zu klopfen , fangt einfach mit leichten sachen an . Keiner wird sich besser wenn ihr schon gleich stücke spielt die nicht laufen , das hat auf kurz oder lang keine sinn . Man mus bandmässig halt erstmal erfahrungen sammeln und ruhiger werden , daraus wird dann mit der zeit sicherheit ;)
     
  3. almost Drummer

    almost Drummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.06   #3
    Wenn er es noch nicht getan hat, kann er sich einen Metronom besorgen. Und wenn er alleine übt, damit spielen.
     
  4. Kerni

    Kerni Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.06   #4
    Das mit dem Metronom haben wir ihm schon vorgeschlagen, aber das hat er irgendwie als Beleidigung aufgefasst.
     
  5. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.06   #5
    Schwachsinn! einen schönen Gruß von mir, ich üb schon bald 50 Jahre fast täglich mit Metronom!
     
  6. Der D?nsch

    Der D?nsch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.06   #6
    echt ma ganz grosser Schwachsinn...
    Auch im Takt spielen kann man nicht einfach so. Da hat auch ein Gitarrist, der schon 10 jahre alleine im stillen Kämmerlein ohne Metronom übt, seine Probleme mit. Wenn euer Gitarrist den Takt nicht halten kann, dann muss er es üben. Und das übt man eben am besten mit Metronom! Wenn er nur einmal die Woche mit euch im Proberaum sein Taktgefühl steigert, dann ist es klar, dass das sehr lange dauert...
    Und nochwas dazu: Sehr viele Profimusiker übt zuhause mit Metronom. Es sollte also eher peinlich sein, ohne Metronom zu üben.
     
  7. AndyP

    AndyP Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.06   #7
    Was das Metronom angeht kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen.
    Vorausgesetzt dass der Drummer in der Band wirklich sowas wie das "Bandmetronom" ist, damit meine ich, dass der Drummer gut genug ist um selbst keine Temposchwankungen zu haben, dann muss der Gitarrist einfach sein Rhythmusgefühl verbessern, sonst wird er auf ewig zu Hause alleine vor sich hinspielen und gar nicht merken dass er in seiner eigenen rhythmischen Welt fiedelt.
    Denn erst dann wenn man rhythmisch fest im Sattel sitzt, kann man offener Riffs und Soli komponieren, weil dann "spielt" man sich mit den Rhythmen, die Grenzen werden dadurch aufgehoben, weil man jederzeit Herr der Lage ist.
    Was damals ein Verspieler war, ist heute pure Absicht und genau die kann einem den Kick geben ;)
     
  8. Cheldar

    Cheldar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.06   #8
    dann gibts statt metronomen noch viele andere möglichkeiten: drumcomputer, jamtracks, ja sogar midi-dateien...

    Sehr geholfen hatte mir und einem Gitarristen auch damals, dass der Drummer nur mit ihm gespielt hat, also nur gitte und Drums, so werden "unwichtige" informationen für den Gitarristen ausgeblendet und er lernt automatisch sich an den drums zu orientieren... man könnte solche sessions auch aufnehmen, und dann abspielen und gemeinsam die kritischen punkte herausfiltern...
     
  9. Webhawk

    Webhawk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.06   #9
    da hilft nur eins! wie schon weiter oben erwähnt: üben üben üben!
    nur weil er 2 jahre unterricht hat heißt das noch lange nicht, daß er auch "gefühl" für musik hat. sogar mein gitarrist hat da teilw. probleme. und der hat´s immerhin studiert...
    und wir spielen mit midi-files...da treibt, oder schläft kein schlagzeuger, das sind stete tempi und doch merkt man manchmal, daß er falsch betont und dadurch wirkt das total komisch. in meiner 5mann besetzung hab ich einen gitarristen, der ist zwar technisch lange nicht so gut wie mein trio-gitarrist, aber er fühlt die musik ganz anders...macht das aus dem bauch und ist nicht so "hirngesteuert"...mit dem hat ich noch tempi-probs...
     
  10. x-Riff

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    Erstellt: 21.04.06   #10
    Zwischen gutem Gitarristen und bandtauglichem Gitarristen können Welten liegen.

    Wenn er ein bandtauglicher Gitarrist werden will, muß er so viel wie möglich gemeinsam mit Band proben und zu Hause mit allem, was einen konstanten Rhythmus gibt (alle Varianten wurden schon genannt).

    Wenn er das als Beleidigung auffaßt, habt Ihr es ihm entweder auf untaugliche Weise nahe gebracht (aus Erfahrung neigt man, wenn man sich in einer Verteidigungsposition befindet oder wähnt zu so Reaktionen) und/oder es ist ihm einfach nicht klar, dass das notwendig und normal ist und/oder er will es nicht.

    Im letzten Fall: verabschiedet Euch von ihm. In den ersten beiden Fällen: Freundlichkeit, Bestimmtheit, Aufklärung und technische Hilfe, dass er zu Hause auf befriedigende Weise mit irgendeiner Art Taktgeber musizieren kann.

    Grüße,

    x-Riff
     
  11. Kerni

    Kerni Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.06   #11
    Ich hab das Thema unmittelbar vor unserer letzten Probe erstellt und kann nur sagen, diese die beste Probe war die wir bisher hatten. #Wir haben große Fortschritte gemacht und unser Zusammenspiel wird immer besser. Ich habe jedenfalls wieder neuen Mut gefasst und bin überzeugt, das wir auf dem richtigen Weg sind. Danke an alle, die gepostet haben und so versuchen uns zu helfen.
     
  12. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.04.06   #12
    Sehr erfreuliche Entwicklung!

    Weiter so!

    x-Riff
     
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