Produktion eigener Songs - Teil 2

von Tasunoro, 13.06.18.

  1. Tasunoro

    Tasunoro Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.09.15
    Zuletzt hier:
    15.06.18
    Beiträge:
    47
    Zustimmungen:
    36
    Kekse:
    331
    Erstellt: 13.06.18   #1
    Hallo,

    ich hatte vor einigen Wochen bereits einen Thread erstellt und um Feedback zu einem selbstproduziertem Song gebeten. Das kam dann auch prompt inkl. Verbesserungsvorschlägen von beispielsweise @rbschu und @KickstartMyHeart .
    Jetzt habe ich einiges geändert und versucht, meine Produktion mit den Tipps zu verbessern. Dazu habe ich einen anderen Song als Demo aufgenommen und wow, ich bin wirklich deutlich zufriedener :)

    Hier mal der Link zum Track: https://soundcloud.com/tasu-noro/linksabbieger/s-3tsrc

    Was habe ich genau versucht, anders zu machen?
    1. ich habe mir ein Interface geholt und damit Gitarre sowohl elektronisch als auch akustisch aufgenommen und am Ende zusammengemischt
    2. ich habe dank des Interfaces selbst den Bass einspielen können
    3. ich habe deutlich mehr Zeit in die Programmierung der Drums investiert und einen Effekt drüber laufen lassen, der das ganze natürlicher klingen lassen soll
    4. ich habe bei der gesangsaufnahme eine kleine ecke im zimmer akustisch etwas abgeschirmt und dort recordet

    So, das Ergebnis ist wie gesagt oben zu hören und mich würde wirklich interessieren, was ihr nun sagt. Hört man die Verbesserung deutlich? Wie kann ich mich noch weiter verbessern?
    Leider ist bei mir nicht soo viel equipmentechnische Verbesserung mehr drin in der nächsten Zeit aufgrund von Geldmangel ;)
    Gibt es also auch Möglichkeiten, mich mit dem vorhandenen Equipment zu verbessern?

    Vielleicht auch noch: Was sagt ihr generell zum Song und zur Aufnahme? Gibt es noch grobe Schnitzer, die ich überhöre?
    Wie klar hört mand en Mix raus, wirkt es sauber und ordentlich oder eher durcheinander?

    Bin für jeden weiteren Tipp dankbar, letztes mal war ja bereits super ergiebeig :)

    Danke daher im Vorraus,
    Tasu
     
    gefällt mir nicht mehr 5 Person(en) gefällt das
  2. rbschu

    rbschu Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    03.06.13
    Zuletzt hier:
    22.06.18
    Beiträge:
    1.993
    Ort:
    Schwalmstadt
    Zustimmungen:
    1.450
    Kekse:
    14.981
    Erstellt: 13.06.18   #2
    Also erstmal, Tasu, alle Achtung, dass Du so schön dokumentierst, was Du technisch verbessert hast. Mir sagt das, dass Du im Grunde Dein Ziel erreichen wirst, weil Du offen bist für Vorschläge und sie im Rahmen Deiner Möglichkeiten umsetzt. Schön ist auch, dass Du selbst das Erfolgserlebnis der Klangverbesserung verspürst und auf diesem Weg auch weiter gehst. Irgendwann gerät Kritik aber auch zur Geschmacksfrage und an dieser Stelle sollte man entscheiden, seinen persönlichen Stil zu verfolgen. Sonst wird alles immer nur zur gleichen Soße gerührt werden. Davon hört man genug in den Mainstream-Medien. Also hab einfach den Mut und entwickele nach Deinem Gespür weiter. Es mag im ersten Moment nicht so perfekt gelingen wollen, aber nur Übung macht den Meister.

    Übrigens hat der Song 'Linksabbieger' einen guten Aufbau und wirkt nicht langweilig. Feilen könntest Du noch an der Pitch-Correction der Vocals (oder sauberer einsingen) und auch die Bewegungsgeräusche auf der Akustikgitarre stören teilweise. Versuche das doch mal mit einem Notch-Filter in den Griff zu kriegen. Vielleicht gelingt das auch mit einem De-Esser, zum Beispiel mit Lisp von SleepyTimeDSP. Oder halt erneut spielen (u.U. sogar als 2. Track doppeln und die 1. Spur entsprechend leiser), aber diesmal mit geschliffenen Saiten. :-)
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  3. Hooray

    Hooray Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.03.06
    Zuletzt hier:
    22.06.18
    Beiträge:
    179
    Ort:
    Bammental
    Zustimmungen:
    77
    Kekse:
    321
    Erstellt: 13.06.18   #3
    Hi Tasu!

    Deine Texte, Deine Kompositionen und auch die Arrangements finde ich ausgesprochen ansprechend ;-)

    Von "Eigentlich" zu "Linksabbieger" ist auch schon eine ziemliche Entwicklung erkennbar. Sehr fein.

    Gesanglich könntest Du sicher noch was drauftun. So wie es sich für mich anhört, bist Du tonal gut orientiert (z.B. bei "Linksabbieger" der (fast) Tonartwechsel bei 1:01 - da weißt Du genau, was Du tust, denn sonst wäre der Ton nicht auf den Punkt.
    Was m.E. beim Gesang noch drauf könnte wird Dir sicher nicht auf Anhieb besser gelingen, aber ich vermute, dass Dir eine Weile Gesangsunterricht recht gut tun könnte. Es fehlt manchmal ein wenig an genauer Intonation (die man natürlich mit Melodyne oder Autotune zudecken könnte, aber das hört man immer...) und es fehlt etwas an Spannung und Dynamik - da hilft auch kein Autotune mehr!

    Wenn ich das sage, dann aber nur, weil es sich sicher lohnt, weil Du gute Grundlagen hast.

    Singst Du vielleicht in irgend einem Chor? Mach mal vor einer Aufnahme ein paar von den Einsing-Übungen. Und nimm Gesang IMMER im Stehen auf, vielleicht sogar mit "Tai Chi"-Stellung (die Knie ein ganz bischen nach vorne) - dann hast Du sofort eine andere innere Spannung (die sich genau so unmittelbar auf die Stimme auswirken wird). Aber diese Tipps fernschriftlich zu geben ist immer schwierig, weil Singen etwas sehr intimes und diffiziles ist, da ist es gut, wenn jemand, der Dunst davon hat, Dich dabei sieht und direkt reagieren kann....

    Jedenfalls eindeutig: weiter so!!! ;-)
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  4. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

    Im Board seit:
    02.07.05
    Beiträge:
    27.486
    Ort:
    Wo andere Leute Urlaub machen
    Zustimmungen:
    6.673
    Kekse:
    101.688
    Erstellt: 13.06.18   #4
    In den ersten Thread zum Thema habe ich nicht reingehört, aber ich erinnere mich gut an deine früheren Tracks. Ich hatte häufig kritisiert, dass deine Songs zwar gut sind, aber extrem luschig aufgenommen. Das galt praktisch für jede Spur. Und so hatte sich die Unordnung summiert.

    Daher freue ich mich, dass du jetzt anfängst, es "richtig" zu machen. Und das Ergebnis lässt sich durchaus hören. Von damals zu jetzt auf jeden Fall ein Sprung nach vorn.

    Eine Baustelle wäre auf jeden Fall die Intonation, die teilweise etwas leiert bze etwas instabil klingt. Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, das in diesem Stadium mit Pitch-Correction glattzubügeln, wie rbschu es vorschlägt. Ich würde es noch mal aufnehmen, da ich sicher bin, dass du es besser kannst.


    Der erste und richtige Schritt war, dass du Ordnung in deine Aufnahmen bringen wolltest. Und genau auf diesem Weg musst du bleiben: Eben immer noch ein bisschen pingeliger und detailverliebter werden. Da ist zum Beispiel dieser kleine Break bei 1:08. Der wird nur von der Akustikgitarre betont. Der ist zum einen nicht ganz sauber gespielt und steht auch zu weit vorn. Zum anderen könntest du überlegen, ob es sich lohnen würde, wenn Drums und bass diesen Break auch mit betonen.

    Ich finde den Song wieder mal schön, geistreich und sehr abwechlungsreich. Mein äußerst subjektiver Kritikpunkt ist, das er bei ca. 2:11 praktisch von vorn anfängt - also wieder auf die Bremse tritt, nachdem er schon mal kurz Gas gegeben hatte.
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  5. DugDanger

    DugDanger Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.07.11
    Zuletzt hier:
    22.06.18
    Beiträge:
    2.021
    Zustimmungen:
    604
    Kekse:
    6.397
    Erstellt: 13.06.18   #5
    Schön wie du die Sache angehst;

    Alles besser wie beim letzten song.

    schreibe spontan was mir einfällt während dem hören:

    Gitarre am Anfang gut; Bass könnte knackiger gemixt aber auch gespielt sein. Du hältst die Noten beim Bass immer ganz bis zum Ende. Das is bisschen lahm. Gerade der bass macht ja Rhythmus; also; nicht jede Note ausklingen lassen.
    Bei den Vocals musst du mehr takes machen; bis sie richtig sitzen; tonal und rhythmisch.

    Die einzelnen Instrumente klingen ok aber man könnte die besser "Gluen". Du legst für alle Instrumente Gruppen einen Bus an (Gitarren, Vocals etc) und legst auf den bus nen Compressor der nur leicht eingreift und sendest das über den bus auf die Gruppen. Gut; kannst du dir mal n tutorial anschauen wenn du magst; kann man mit Hall und delays auch so machen; immer über Busse reinmischen und eben auch gerne in Gruppen - dann klingt das alles noch einheitlicher.

    Den key change bei 1:00 find ich krass; dann bei 1:20 nochmal....ok; kann man machen. Die Gitarren sind bisschen verstimmt und alles is noch recht untight. Die drums gehören lauter; präsenter. Da muss man auch viel Mixen bis sowas passt. Auch immer in FrequenzGruppen denken. Nimm bass drum und Bass, mute alles andere und mix die beiden, bis beide gut und präsent klingen. Also; immer da wo Instrumente und Vocals in gleichen Frequenzen spielen, da muss man beim mix eingreifen (man muss eigentlich gar nix ;)) usw...cooler break bei 1:45; dann die Kopfstimme; coole Idee; Ich würde sagen; du kannst noch viel an dem song arbeiten wenn du denn willst ;) Alles neu / genauer einspielen / singen und am mix feilen.
    Is aber eine gute Ausgangsposition.

    toitoitoi
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  6. peter98

    peter98 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.09.16
    Zuletzt hier:
    22.06.18
    Beiträge:
    128
    Ort:
    Garmisch
    Zustimmungen:
    51
    Kekse:
    189
    Erstellt: 16.06.18   #6
    Hi,

    Sehr schön! Es ist nicht alles rhythmisch perfekt gespielt, aber insgesamt wirkt es toll, schöne Harmoniewechsel! Bei tieferen, langen Tönen musst du aufpassen, dass sie sitzen und gleichbleiben. Die wackeln bei dir ein bisschen (bei mir auch) und rutschen irgendwie weg im Klang. Das gleiche im Falsett, ist eher zu hoch und etwas wacklig. Sonst gefällt mir der Gesang gut, auch wenn ein paar unsaubere Töne dabei sind. Stört mich aber nicht so sehr, evtl nochmal drübergehen.
    Drums lauter finde ich nicht unbedingt, fand das so ganz...äh..."romantisch" oder wie man sowas nennt, aber das ist wohl Geschmackssache. Was ich aber in jedem Fall auch finde, ist, dass der Bass mehr Akzente und Absätze vertragen würde.

    Ansonsten: Respekt:great: und weiter so!!

    LG Peter
     
Die Seite wird geladen...

mapping