Promenade von Modest Moussorgsky

von Pg, 10.03.06.

  1. Pg

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    Erstellt: 10.03.06   #1
    Hi
    Ich habe eine Frage. Modest hat ja seine eigene art entwickelt melodien herzustellen:
    1.Wechsel zwischen Solo u. Chor
    2. Quartsprünge a)mit einschwingender Sekunde
    b) mit anschließender Terzfall
    3. schwebende Tonalität (unklar, ob Dur oder moll)
    4.abwärts geführte Melodie

    woran erkenn ich an den Noten, Takten, dass es sich um diese Punkte handelt. was ist dabei charakteristisch?

    Wir sollten nun die ersten beiden Promenaden miteinander vergleichen und sagen, was der Unterschied bzw. gleich ist. Da brauch ich diese Informationen. Kennt einer von euch die ersten beiden Promenaden und weiss die unterschiede?
    leider habe ich nicht die Stücke im Internet gefunden und kann es daher net zeigen :(

    Ich wäre für jede Hilfe dankbar
     
  2. Mico

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    Erstellt: 10.03.06   #2
    Hast Du die Noten der Promenaden vorliegen? Da findet man doch schon auf den ersten Blick die meisten deiner Punkte.
    Wenn Du die ersten beiden Takte mit Takt 3 und 4 vergleichst, was fällt da schon ohne genauere Analyse auf? Wie unterscheiden sich die ersten beiden Takte der ersten Promenade von denen der zweiten?
    Jetzt sieh dir nochmal die Intervalle zwischen den Melodietönen im ersten Takt an. Welche sind das?

    Deine Hausaufgaben möchte ich hier nicht machen, dehalb nur ein paar Fragen, die Du beim genauen Betrachten der Noten sicher beantworten kannst:
    a) Warum haben beide Stücke denselben Titel?
    b) Sind beide Stücke gleich lang? Falls nicht, wo wird was eingefügt bzw. weggelassen?
    c) Sind die Stücke eher homophon (gleicher Rhythmus in allen Stimmen) oder polyphon (mehrere unabhängige Stimmen)?
    c) Wiederholen sich bestimmte Melodien, Melodiefetzen oder Rhythmen in dem Stück? Wenn ja welche?
    d) Unterscheidet sich die Art der Begleitung (linke Hand, unteres System) der beiden Stücke?

    Wenn Du diesen Fragen genauer nachgehst, hast Du schon ein paar der wichtigsten Vergleichspunkte geklärt. Dazu muss man nicht mal eine harmonische Analyse anfertigen. Das wäre dann der nächste Schritt, um die feineren Unterschiede zu finden.

    Gruß,
    Mico
     
  3. Pg

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    Erstellt: 10.03.06   #3
    bei den ersten beiden takten(bei beiden promenaden) sind erst mal nur töne im violinischlüssel. der dritte und 4. takt haben auch noch töne im bassschlüssel. ist das wechsel zwischen chor und solo?
     
  4. Pg

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    Erstellt: 10.03.06   #4
    sind quartsprünge vielleicht ein intervall von 4 tönen? dann mit einschwingender sekunde, also der nächste ton um 2 töne höher und bei terzfall um drei töne nach unten?
     
  5. Pg

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    Erstellt: 10.03.06   #5
    ok ich habe einiges schon raus. Nur wie bekomme ich raus, dass es unklar ist, ob es dur oder moll ist?
    und was ist eine abwärtsgeführte melodie?
     
  6. Mico

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    Erstellt: 10.03.06   #6
    Ja. Solo heißt hier: da singt oder spielt nur eine Stimme. Ein Sänger könnte das z.B. alleine singen. Im dritten Takt kommen andere Stimmen mit jeweils anderen Tönen dazu.

    Fast. Als Intervall bezeichnet man den Abstand zwischen zwei Noten. Wenn zwischen erster und zweiter Note 4 Tonstufen liegen, nennt man das Intervall "Quarte".
    Beispiel: c'-f' ist eine Quarte, weil von diesem Intervall 4 Noten umspannt werden: c,d,e,f.
    c'-d' ist eine Sekunde (2) und c'-e' eine Terz (3).
    "Einschwingende Sekunde vor dem Quartsprung" heißt, dass vor einer Quarte ein Sekundintervall steht. "Terzfall" sind einfach zwei nacheinander gespielte Töne im Terzabstand, die sich abwärts bewegen.

    Gruß,
    Mico
     
  7. Mico

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    Erstellt: 10.03.06   #7
    Woran erkennt man denn, in welcher Tonart ein Stück steht?

    Wenn du die betonten Teile der Melodie mit einer Linie verbindest und die dann größtenteils abwärts geht, hast Du einen abwärtsgeführten Melodieteil vorliegen.

    Gruß,
    Mico
     
  8. Pg

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    Erstellt: 10.03.06   #8
    man erkennt die dur bzw. moll-tonart am ende des taktes oder? man muss doch dort die tonart bestimmen.
     
  9. Mico

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    Erstellt: 10.03.06   #9
    Am Ende von welchem Takt?
    Dann gibt es ja noch Tonartvorzeichen am Anfang von jedem Notensystem. Bei den Promenaden sind zwei Bes vorgezeichnet. Welche Dur- bzw. Molltonart kommt da in Frage?
     
  10. Pg

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    Erstellt: 10.03.06   #10
    erstens handelt es sich um b-Tonarten, weil da immer so 4 b's sind ganz links.
    man erkennt es am letzten takt oder?
     
  11. Mico

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    Erstellt: 10.03.06   #11
    Ja, man erkennt die Tonart u.a. am Schlussakkord des Stücks.
    In meiner Ausgabe stehen am Anfang jeder Notenzeile 2 Bes, nicht 4. Und welche Tonarten haben 2 Be-Vorzeichen? => B-Dur oder g-Moll.
    a) Was haben wir für einen Schlussakkord, d.h. in welcher Tonart hört das Stück auf?
    b) Wie heißt die Dominante dieser Tonart?
    c) In welcher Tonart fängt das Stück an?
     
  12. Houellebecq!

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    Erstellt: 10.03.06   #12
    4 b's: As-Dur/ f-Moll
     
  13. Pg

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    Erstellt: 11.03.06   #13
    bei promeda vor gnomus sind es 2 b's
    vor dem alten schloss sind es 4 b's

    zu a) b-d-f also B-Dur
    zu b) Dominante-->d
    zu c) g-f-b-c-d ...hmmm kA´in welcher tonart es anfängt
     
  14. Mico

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    Erstellt: 11.03.06   #14
    Ja, ok. "Bilder einer Ausstellung" bestehet ja aus mehreren "unabhängigen" Stücken, so dass man für jedes getrennt die Tonart bestimmen muss.

    B-Dur stimmt, d(-Dur/Moll?) nicht. Die Dominante von B-Dur ist F-Dur mit dem wichtigen Leitton a. Genau dieser Leitton, der die Tonart B-Dur festigen würde, fehlt am Anfang. Hier haben wir einen ausschnitt einer sog. pentatonische Leiter, die keiner Dur- oder Molltonart eindeutig zuzuordnen ist.
    Im 3. Takt geht's mit g-Moll los, das Thema endet in Takt 4 auf F-Dur. In Takt 8 landet man plötzlich in As-Dur. Und so geht's weiter. Musorgsky wandert hier ohne große Modulation von Tonart zu Tonart und wechselt munter zwischen Dur und Moll ohne dass eine Tonart dauerhaft bestätigt wird. Dominantische Leittöne vermeidet er in der Melodie ständig, so dass auch melodisch nie wirklich ein Ziel erreicht wird.
     
  15. Pg

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    Erstellt: 11.03.06   #15
    achso... was ist mit masithi, da war das doch auch so, denn da hat sich auch andauernd die tonart verändert
     
  16. Mico

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    Erstellt: 11.03.06   #16
    Nein, da haben sich zwar die Akkorde geändert, aber nicht die Tonart zu der sie gehören. Wenn ich mich richtig erinnere, stand Masithi in C-Dur und es wurden nur Akkorde verwendet, die eindeutig zu C-Dur gehören. Du musst zwischen der Tonart, in der ein Stück steht und den Akkorden, die zu dieser Tonart gehören, unterscheiden.
     
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