Push/Pull Poti für Charvel San Dimas

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ich hab ne Charvel San Dimas und würde gern die Tonabnehmer splitten um Stratsounds zu bekommen. Kann mir jemand ein Push/Pull Poti empfehlen welches ich einbauen kann und was muss ich beachten ?
wäre für jede info Dankbar, Einbau, Verdrahtung etc.

Gruß und schonmal Danke
 
tschortschii
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danke genau das hab ich gesucht :) mit Verkabelung. Ja die Seymour Duncans kommen sowieso raus, dafür den Dimarzio Super Distortion am Steg. Am Hals bin ich mir noch unsicher, wahrscheinlich den Dimarzio Virtual Paf.
 
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ah gut jetzt muss ich morgen mal nachschauen ob der Durchmeser 10mm oder 8mm beträgt.
 
bagotrix
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ich hab ne Charvel San Dimas und würde gern die Tonabnehmer splitten um Stratsounds zu bekommen.

Hi,

Ich bin ja selber ein Freund variabler Schaltungen, Dir ist aber hoffentlich klar, dass Du so keine wirklichen Stratsounds bekommst. Es wird halt dünner und brillanter, man bekommt aber einen ganz eigenen Soundcharakter (was ja keineswegs schlecht sein muss).

Grundsätzlich klingen nach meiner Erfahrung heißere Humbucker beim Splitten meist besser als PAFs o.ä.. Trotzdem ist das Resultat gerade am Steg oft arg spitz und dünn. Das hat wohl auch damit zu tun, dass die einzelne Spule immer noch an einem 500 KOhm-Poti hängt, während die Fender-üblichen 250er den Höhenbereich etwas bedämpfen. Dafür gibts aber eine Lösung, nämlich das gleichzeitige Zuschalten eines Widerstands im Split-Betrieb:

http://www.acys-lounge.de/hss-schaltung.html

Auf die Weise "sieht" der gesplittete PU insgesamt quasi ein 250 KOhm Poti und seine Resonanzfrequenz wird entsprechend bedämpft. Auch eine recht clevere Sache ist die "Pseudo-Singlecoil"-Schaltung, wie sie Der Onkel beschrieben hat:

https://www.musiker-board.de/modifi...t/74876-humbucker-als-pseudo-single-coil.html

Hier wird die abzuschaltende Spule sozusagen nur teilweise auf Masse gelegt, und in den tiefen Frequenzen bleibt der Humbucker-Effekt erhalten. Wo der Split-Effekt frequenzmäßig einsetzt, hängt von der Werten des Kondensators und des Pickups ab. Wenn etwas mehr Bässe erhalten bleiben, ist dies aber meist auch soundmäßig kein Fehler, und die Bauteile sind ja eher Pfennigartikel, also lohnt sich das Ausprobieren auf jeden Fall.

Der Dimarzio Virtual PAF wird übrigens nicht mehr gebaut, er wurde abgelöst vom PAF 36th Anniversary. Restbestände findet man aber sicher noch, wenn es unbedingt genau der sein soll. Der Anniversary ist allerdings keineswegs schlechter, mindestens unter den "Nicht-Boutique"-PAFs gehört er samt Bridge-Modell zu den besten PAFs überhaupt, wie ich finde. Neben dem Super Distortion könnte so ein Neck-PAF allerdings ein bisschen leise sein (er soll ja vor allem mit dem PAF Bridge harmonieren); mein Lieblingsrezept für das Problem ist die Montage eines Steg-Modells am Hals. Gerade der 36th Anniversary Bridge klingt auch gesplittet ausgezeichnet, weil er halt etwas kräftiger ist. Außerdem ist er so knackig und direkt, dass er auch am Hals nicht matscht. Machst Du die unterschiedlichen Sounds hauptsächlich über die Kanalumschaltung des Amps, erleichtert das die Abstimmung, wie ich finde. Wenn Du dagegen gerne mit der Lautstärke- und damit Gain-Reduzierung des HalsPUs arbeitest, ist ein Neck-Modell sicher kein Fehler.

Eine Alternative wäre übrigens noch mein heißgeliebter Dimarzio Bluesbucker. Der klingt schon ohne Splitting sehr schön klar und brillant, etwas in Richtung P-90. Im Gegensatz zu einem echten Soapbar verträgt er aber auch saftiges HiGain, ohne ins Matschen zu kommen. Gesplittet oder parallel klingt er erstaunlich stratig. Ich hab das Teil in meiner Warmoth am Hals und bin restlos zufrieden. Nach Slash und Gary Moore klingt er aber natürlich noch weniger als ein HalsHB - soweit der das in einer Superstrat überhaupt kann. Nur als Anregung, falls Du Dich noch nicht auf den PAF festgelegt hast.

Sorry, das war jetzt eigentlich etwas OT, aber Deine usrprüngliche Frage ist ja auch schon beantwortet worden, denke ich.

Gruß, bagotrix
 
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