Querflöte schwarz/braun angelaufen und generell dreckig - Was tun?

von klatröte, 15.08.10.

  1. klatröte

    klatröte Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.10   #1
    Hallo liebes Forum!

    Ich besitze meine Querflöte seit 8 Jahren und spiele sie natürlich auch regelmäßig. Allerdings läuft sie in letzter Zeit ungewöhnlich schnell an. Die ganzen Jahre habe ich sie mit einem Mikrofasertuch sauber gehalten (also hauptsächlich Fingertapser weg bekommen) jetzt habe ich ein Silberputztuch ausprobiert, aber das hilft nichts, im gegenteil sie ist jetzt noch dreckiger. Außerdem sind von meinem Mirkofasertuch und meinem innen-Putztuch (Baumwolle) Fasern in der Mechanik und zwischen den Klappen hängengeblieben. Deswegen will ich sie demnächst mal (zum 1. mal) zum Instrumentenbauer bringen.

    So jetzt meine Frage: Wie viel kostet das, wie lange dauert es und was wird da gemacht (so im Normalfall)?

    LG
     
  2. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service HCA

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    Erstellt: 15.08.10   #2
    Hi,

    ohne eine Ahnung von Querflöten zu haben: wenn sie jetzt schneller anläuft als früher, dann ist das ein Indiz dafür, daß eine dünne Lackschicht verloren gegangen ist. Vgl.: Trompeten sind auch Lackiert. Ein Mikrofasetuch hat eine Schleif-Wirkung! Deswegen gehört ein Mikrofasertuch auf kein Instrument, weder Geige noch Flöte. Der Flötenbauer hat sicher die richtigen Mittelchen, um die Oxydationschicht wieder runter zu bekommen. Aber das Teil muß wahrscheinlich wieder versiegelt werden. Ob mit Lack oder ner Politur, die ähnlich abschließt, weiß ich nicht. Ich tippe aber, es geht in diese Richtung.
    Die Flötisten/Trompeter, die ich kenne, reinigen ihre Instrumente alle mit einem weichen Baumwolltuch.
    Die Baumwollfasern, die in den Mechaniken hängen, kannst du nit ner Pinsette rauszupfen. Wenn du es nicht machst, dann machts der Flötenbauer. Die Fasern vom MFT sind deutlich kürzer und kaum zu erwischen. Der 2. Grund auf sowas zu verzichten.


    cheers, fiddle
     
  3. klatröte

    klatröte Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.10   #3
    Ja also schonmal danke. Allerdings macht mich das Microfaserthema etwas stutzig, weil besagtes Tuch beim Kauf vom Instrumentenbauer empfohlen wurde (bzw. war Werbegeschenk von ihm) und meine Lehrerin das selbe benutzt.
     
  4. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service HCA

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    Erstellt: 15.08.10   #4
    Hoffentlich werde ich hier nicht gleich gesteinigt. :eek:
    Das ist jedenfalls mein Wissen über Mikrofasetücher. Damit gehe ich auf keine Lackoberfläche, never ever!

    Vielleicht ist das bei Silber-Flöten ja auch anders..

    Ich denk halt auch mal so: wenn n Tuch Fasern in den Mechaniken verliert und diese darin einen klemmenden Schmodder produzieren, dann ist das Tuch dafür nicht geeignet, ob Empfehlung hin oder her. Möglicherweise liegts auch an der Rubbeltechnik.


    cheers, fiddle

    p.s. jedes Tuch hat eine Schleifwirkung. So soll man ja z.B. auch nicht mit Klopapier auf ner Brille mit Kunstoffgläsern rumrubbeln. Vielleicht ist n Brillenputztuch für deine Flöte besser geeignet.
     
  5. Fluty

    Fluty HCA Querflöte HCA

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    Erstellt: 16.08.10   #5
    Hallo klatröte,

    das Microfasertuch vom Instrumentenbauer ist eigentlich genau die richtige Methode für deine Flöte. Das fusselt nicht (das ist für die Mechanik nämlich tödlich), man bekommt die Fingertapsen gut weg und es greift die Versilberung nicht an (im Gegensatz zum Silberputztuch: damit lässt sich die dünne Silberschicht auf der Oberfläche bei zu häufigem Gebrauch regelrecht "wegputzen" wenn man keine Vollsilberflöte hat).

    Ob eine Flöte stärker oder weniger anläuft, hängt meiner Erfahrung nach vom Spieler (z.B. Zusammensetzung des Schweißes, evtl. benutzt du auch irgendeine Creme o.ä. die das Anlaufen begünstigt) der Umgebung und dem Umgang mit dem Instrument ab. Allerdings sollte sich diese Verfärbung mit einem Silberputztuch relativ leicht entfernen lassen.

    Dass man der Flöte nach 8 Jahren mal eine gründliche Reinigung und Überholung beim Instrumentenbauer gönnt, ist sicher nicht verkehrt. Das wird schon einige Tage dauern, weil die Flöte ja komplett zerlegt werden muss. Wegen dem Preis möchte ich mich lieber nicht festlegen. Zum einen habe ich schon seit Jahren keine Flöte mehr zur Generalüberholung gegeben (ich mache die meisten Sachen selber) und zum anderen hängt das auch stark davon ab, was gemacht werden muss. Am besten sprichst su mit ihm, wenn du das Instrument wegbringst, ihr vereinbart genau, was zu tun ist und dann wird er auch ungefähr sagen können, welche Kosten dabei auf dich zu kommen.

    Neben der gründlichen Reínigung gehört soweit nötig der Austausch von Polstern sowie das Einstellen, Ölen usw. der Mechanik zur normalen Generalüberholung dazu.

    VG Fluty
     
  6. klatröte

    klatröte Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.10   #6
    DANKE Fluty, du hast mir geholfen.

    Das ganze wird dann nach meinem Ferienjob mal in Angriff genommen.

    LG
     
  7. petite fleur

    petite fleur Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.08.10   #7
    mal ne frage am rande: :D

    wenn mikrofasertücher so schlecht sind, darf man dann das mikrofasertuch, das man beim kauf einer brille dazu bekommt, auch nicht verwenden? ;) brillengläser sind ja auch aus kunststoff oder glas, wobei kunstoff mMn weicher ist, als silber. bei der sache mit dem kunststoffbrillenglas und dem klopapier gebe ich dir allerdings vollkommen recht.

    sei noch gesagt, dass eine versilberung/silber langlebiger ist, als lack auf dem instrument.
    naja, nix für ungut! :D
     
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