Querflöte schwarz/braun angelaufen und generell dreckig - Was tun?

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klatröte
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Hallo liebes Forum!

Ich besitze meine Querflöte seit 8 Jahren und spiele sie natürlich auch regelmäßig. Allerdings läuft sie in letzter Zeit ungewöhnlich schnell an. Die ganzen Jahre habe ich sie mit einem Mikrofasertuch sauber gehalten (also hauptsächlich Fingertapser weg bekommen) jetzt habe ich ein Silberputztuch ausprobiert, aber das hilft nichts, im gegenteil sie ist jetzt noch dreckiger. Außerdem sind von meinem Mirkofasertuch und meinem innen-Putztuch (Baumwolle) Fasern in der Mechanik und zwischen den Klappen hängengeblieben. Deswegen will ich sie demnächst mal (zum 1. mal) zum Instrumentenbauer bringen.

So jetzt meine Frage: Wie viel kostet das, wie lange dauert es und was wird da gemacht (so im Normalfall)?

LG
 
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Hi,

ohne eine Ahnung von Querflöten zu haben: wenn sie jetzt schneller anläuft als früher, dann ist das ein Indiz dafür, daß eine dünne Lackschicht verloren gegangen ist. Vgl.: Trompeten sind auch Lackiert. Ein Mikrofasetuch hat eine Schleif-Wirkung! Deswegen gehört ein Mikrofasertuch auf kein Instrument, weder Geige noch Flöte. Der Flötenbauer hat sicher die richtigen Mittelchen, um die Oxydationschicht wieder runter zu bekommen. Aber das Teil muß wahrscheinlich wieder versiegelt werden. Ob mit Lack oder ner Politur, die ähnlich abschließt, weiß ich nicht. Ich tippe aber, es geht in diese Richtung.
Die Flötisten/Trompeter, die ich kenne, reinigen ihre Instrumente alle mit einem weichen Baumwolltuch.
Die Baumwollfasern, die in den Mechaniken hängen, kannst du nit ner Pinsette rauszupfen. Wenn du es nicht machst, dann machts der Flötenbauer. Die Fasern vom MFT sind deutlich kürzer und kaum zu erwischen. Der 2. Grund auf sowas zu verzichten.


cheers, fiddle
 
Ja also schonmal danke. Allerdings macht mich das Microfaserthema etwas stutzig, weil besagtes Tuch beim Kauf vom Instrumentenbauer empfohlen wurde (bzw. war Werbegeschenk von ihm) und meine Lehrerin das selbe benutzt.
 
Hoffentlich werde ich hier nicht gleich gesteinigt. :eek:
Das ist jedenfalls mein Wissen über Mikrofasetücher. Damit gehe ich auf keine Lackoberfläche, never ever!

Vielleicht ist das bei Silber-Flöten ja auch anders..

Ich denk halt auch mal so: wenn n Tuch Fasern in den Mechaniken verliert und diese darin einen klemmenden Schmodder produzieren, dann ist das Tuch dafür nicht geeignet, ob Empfehlung hin oder her. Möglicherweise liegts auch an der Rubbeltechnik.


cheers, fiddle

p.s. jedes Tuch hat eine Schleifwirkung. So soll man ja z.B. auch nicht mit Klopapier auf ner Brille mit Kunstoffgläsern rumrubbeln. Vielleicht ist n Brillenputztuch für deine Flöte besser geeignet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo klatröte,

das Microfasertuch vom Instrumentenbauer ist eigentlich genau die richtige Methode für deine Flöte. Das fusselt nicht (das ist für die Mechanik nämlich tödlich), man bekommt die Fingertapsen gut weg und es greift die Versilberung nicht an (im Gegensatz zum Silberputztuch: damit lässt sich die dünne Silberschicht auf der Oberfläche bei zu häufigem Gebrauch regelrecht "wegputzen" wenn man keine Vollsilberflöte hat).

Ob eine Flöte stärker oder weniger anläuft, hängt meiner Erfahrung nach vom Spieler (z.B. Zusammensetzung des Schweißes, evtl. benutzt du auch irgendeine Creme o.ä. die das Anlaufen begünstigt) der Umgebung und dem Umgang mit dem Instrument ab. Allerdings sollte sich diese Verfärbung mit einem Silberputztuch relativ leicht entfernen lassen.

Dass man der Flöte nach 8 Jahren mal eine gründliche Reinigung und Überholung beim Instrumentenbauer gönnt, ist sicher nicht verkehrt. Das wird schon einige Tage dauern, weil die Flöte ja komplett zerlegt werden muss. Wegen dem Preis möchte ich mich lieber nicht festlegen. Zum einen habe ich schon seit Jahren keine Flöte mehr zur Generalüberholung gegeben (ich mache die meisten Sachen selber) und zum anderen hängt das auch stark davon ab, was gemacht werden muss. Am besten sprichst su mit ihm, wenn du das Instrument wegbringst, ihr vereinbart genau, was zu tun ist und dann wird er auch ungefähr sagen können, welche Kosten dabei auf dich zu kommen.

Neben der gründlichen Reínigung gehört soweit nötig der Austausch von Polstern sowie das Einstellen, Ölen usw. der Mechanik zur normalen Generalüberholung dazu.

VG Fluty
 
DANKE Fluty, du hast mir geholfen.

Das ganze wird dann nach meinem Ferienjob mal in Angriff genommen.

LG
 
mal ne frage am rande: :D

wenn mikrofasertücher so schlecht sind, darf man dann das mikrofasertuch, das man beim kauf einer brille dazu bekommt, auch nicht verwenden? ;) brillengläser sind ja auch aus kunststoff oder glas, wobei kunstoff mMn weicher ist, als silber. bei der sache mit dem kunststoffbrillenglas und dem klopapier gebe ich dir allerdings vollkommen recht.

sei noch gesagt, dass eine versilberung/silber langlebiger ist, als lack auf dem instrument.
naja, nix für ungut! :D
 
Uralter Tipp : wir ham früher nen Nylonstrumpf zum Putzen genommen. War DIE Löesung für dieses wirklich uralte Problem. Wir hatten damas noch Polster aus Fischhaut.Die waren noch um klassen empfindlicher als das Material das heute anscheinend verwendet wird .

Zitat "Ob eine Flöte stärker oder weniger anläuft, hängt meiner Erfahrung nach vom Spieler (z.B. Zusammensetzung des Schweißes -" hatte genau dieses Problem - das einzige was half war vergolden. Der Klang wurde dunkler und wärmer was aber dazumals durchaus ok war . Heute hat man glaube ich zu Mindest im Profibereich andere Klangvorstellungen. Ob das bei versilberten Instrumenten Sinn macht kann ich mir aber nicht vorstellen . AUf der Mechanik haben wir mit gutem Grund gespielt und sonst nichts......


Frag mal jemand , der ne "Meisterflöte " bläst ob und mit was er reinigt.( Brannon, Hammig , Mehnert , Heyns. Cooper ,Ludwig sind Mir bekannte Namen von früher

Liebe Grüesse Andreas Richter
 
Uralter Tipp: Keine gut 10 Jahre alte Threads aus der Versenkung holen und auf eine Reaktion des TE´s hoffen..

Liebe Grüsse thiserik
 
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  • Gelöscht von Claus
  • Grund: OT und Antwort auf längst erledigtes Thema
Querflöten, ob versilbert oder aus Vollsilber laufen einfach mit der Zeit schwarz an...
Meine ersten zwei Flöten hatte ich nach einiger Zeit einfach "abgespielt" d.H die Klappen waren vom Fingerschweiß so abgenutzt, dass der Nickel durchkam...
Da lohnte sich auch eine Generalüberholung nicht...
Letztendlich.... für die Mülltonne!!!
Meine Yamaha 471 habe ich bei einer Generalüberholung immerhin bei der Klappenmechanik neu versilbern lassen. Das geht...
Generalüberholung kostet ca. 700,- bis 1400,- €
Die komplette!! Reinigung ist nur bei einer Generalüberholung im Silberbad möglich, wenn alle Polster weg sind. ansonsten poliert der Flötenbauer ein wenig, so dass sie wieder ansehnlich ist.Das geht natürlich bei einer zerlegten Flöte besser..
Bei jährlicher Wartung (hab jetzt eine Vollsilberflöte inkl. Vollsilbermechanik) ist das ok, bis die große Überholung ansteht.
Ansonsten... Goldflöte... Platinflöte... ? Geld ohne Ende...

Bei versilberten Flöten könnte u.U natürlich auch irgendwann die Versilberung wegpoliert sein.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Nachtrag... Nach 8 Jahren sollte Deine Flöte ohnehin mal zur Wartung...
Mechanik neu ölen und justieren und auch den Stimmkorken tauschen.... evtl verschlissene Polster wechseln.

.... ca +- 100 € .... Das sollte Dir Dein Hobby schon wert sein..
 
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