Recording Equipment oder neue Gitarre?

  • Ersteller DSBML00vA
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Bedenke das du dich mit beiden beschäftigen musst. Mit der Gitarre musst du nur "warm" werde. ... die Aufnahmetechnik... das ist ein Universum für sich.
Bis du da Alles geschnallt und verstanden hast kann ein Leben vergehen ^^
 
kauf dir die Gitarre und zum Aufnehmen ein altes Tascam 4/8-Spur Studio für'n Hunderter
(244, 424, 488 wären empfehlenswert, letzteres könnte etwas teurer ausfallen)
damit lernst du mehr über 'Aufnahme' als mit dem ganzen DAW Gerödel... :p
auch da sitzt nämlich der entscheidende Faktor vor dem Mikro und nicht in der Technik
dh etwas auf den Punkt abrufbar parat zu haben, präzise einzuspielen, Nervosität überwinden etc
mit einem Cassettendeck wirst du dir zwangsweise mehr Mühe geben, weil das 'rewind' länger dauert... ;)
die Tonqualität kann mit einfachen Interfaces mindestens mithalten, kommt aber oft 'besser' an
empfehlenswerte Mikros aus der Bucht ua: Telefunken TD20, 21, 25, 26, D77S, Uher M534, 538
mit Glück bekommt man sie für ein paar Euro, 15-20 pro Stk ist bei top Zustand auch ok, das D77 sind 2 Mics (stereo)
(man muss halt andere Stecker dranmachen... ist aber simpel)

cheers, Tom
 
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@Telefunky ich denke da hast du vollkommen recht mit dem entscheidenden Faktor vor dem Mikro. Erstens bin ich in Sachen Technik nicht der hellste zweitens will ich ja auch keine professionellen Aufnahmen machen sondern nur ein paar Stücke mit mehreren Gitarren spielen und aus den Fehlern die man dann hört lernen. Mir geht es ja um das spielen an sich und falls ich mit dem aufnehmen nicht klarkomme machen jetzt 100€ auch nicht soviel aus.
 
Falls du etwas mehr zum "Anfassen" haben willst könntest du Dir auch mal das Roland VS20 ansehen,

http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/...Studio-VS-20-USB-Interface/art-PCM0009789-000

Speziell für Gitarristen entwickeltes Aufnahmetool, das Ampmodelling findet darin statt und belastet somit den PC nicht .. und Start, Stop, Record und ein kleines Mischpult sind alle bequem erreichbar und übersichtlich angeordnet.

<img src="http://images.musicstore.de/images/GALLERY_PCM0009789-000_1_images1600.jpg" alt="" border="0">




 
die Tapes sind gebaut wie Panzer - sehen auf Bildern zierlich aus, wiegen aber zwischen 5 und 10 Kg ;)
wenn's nicht dein Ding ist, bekommst du es für den Kurs normalerweise schnell wieder los (es gibt zunehmend Liebhaber...)
die Vorverstärker sind zwar kein high end, aber haben das, was man Biss nennt. Für Amp-Abnahme ideal.

ich bin selbst immer wieder am überlegen, mir so ein Ding zu holen (obwohl ich mehrere Rechner und iPads habe)
mit dem iPad komme ich dem 'klassischen' Ansatz der Bandaufnahme schon ziehmlich nahe
(genauso 'primitiv', aber eben ultra-fix zu positionieren)
deswegen habe ich es immer geschafft, den Finger rechtzeitig von der Maus zu nehmen... :D
aber es hat etwas faszinierendes und eine eigene Klangdimension

cheers, Tom
 
Du meinst die tascam recorder gerade oder? War mir jetzt nicht sicher.
 
genau, die Portastudios... hier sind ein paar aufgeführt, mit Umfrage
die ganz kleinen würde ich nicht nehmen, das 644 ist technisch hervorragend, aber nicht mehr intuitiv zu bedienen
man sieht auch an der Resonanz, dass das 424 wohl den besten Kompromiss darstellt (Preis/Qualität/Handhabung)
empfehlenswert sind möglichst kurze Bände (waren stabiler), 30 und 60 Minuten
bei doppelter Geschwindigkeit entspricht das 15 und 30 Minuten, hält die Sache übersichtlich...

cheers, Tom

ps: zu dem 'Ausverkauf' des VS20 hatte ich mich auch mal schlau gemacht, weil mir ein Teil der 'alten' Roland Effekte gut gefällt (habe ich in einem Sampler), fällt mir gerade nicht mehr ein, was dabei herausgekommen war - wegen irgendwas habe ich es verworfen, obwohl der Preis gut ist... :gruebel:
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibt es die nicht mit sd Karte? Von so einer casette bekommt doch nichts runter oder?
 
tja... ohne Fleiss kein Preis - und SD Karten gab's damals nicht :D
das ist natürlich der Grund, warum die Sachen heute aus der Mode gekommen sind...

es gibt dazu verschieden Möglichkeiten, die auch miteinander vermischt werden
grundsätzlich gilt aber immer, dass man das Band in Echtzeit wieder digitalisieren muss
(was durch den relativ hohen Ausgangspegel technisch einfacher ist, als zB bei Mikrofonsignalen)

oft macht man Submixe des Bandmaterials, ggf mit Faderbewegung live - oder man überspielt die Einzelspuren
im Extremfall muss dann das Band bei 8 Spuren 4x durchlaufen (natürlich nur die Stellen, die man behalten will)
einige (nicht alle) Rekorder haben Direktausgänge für die Einzelspuren
manche machen die Submixe auch auf Band (Spuren 'bouncen'), bzw den kompletten Mix auf dem Portastudio
ist in jedem Fall zeitintensiver, aber man beschäftigt sich mehr mit der Sache hört genauer hin etc
die Methode selbst ist sehr übersichtlich, man kann schnell seine Routine entwickeln

der eigentlich paradoxe Effekt, dass aus 'weniger' letztlich mehr Ergebnis herauskommt wird sehr oft erwähnt
die Entscheidungen sind fokussierter als bei der DAW mit 10 Optionen für jede Funktion
man bleibt seiner Linie treu und wird nicht abgelenkt
prinzipiell geht das auf dem Rechner (natürlich) auch, aber wir sind eben nur Menschen...
es beeinflusst durchaus, wenn man weiss: was soll's - schneide ich einfach weg (oder nehme ein anderes Plugin) etc

man kann mit einem 8-Spur Tape definitiv keine DAW ersetzen
aber man kann damit ein (auch klanglich) adaequates Ergebnis erzielen, wenn man der 'Überproduktion' entgehen will
ich habe das auch eher komplett lofi eingeschätzt, bevor ich das hier gehört habe
(ist wirklich mit einem Tascam 488 aufgenommen worden)

kommt einfach drauf an, was man machen will.
Um mal eben was festzuhalten oder später die 'guten' Einfälle zu kopieren ist es bei schmalem Budget eine Alternative
Mancher entwickelt auch seine ganz eigene Methodik damit. Ist ja keine 'entweder-oder' Entscheidung...

cheers, Tom
 
Aber wie wurde das denn digitalisiert das hast du zwar erwähnt aber das habe ich nicht wirklich kapiert :/ Und sind die Recorder in der Preisklasse mit sd Karten schlechter?
 
für 100 Euro bekommst du einen gebrauchten Zoom H2, der ist zum schnellen Aufnehmen überraschend gut
aber er ist auf seine Mikros festgelegt
(der externe Anschluss funktioniert nicht wirklich - das war von Anfang an ein Kritikpunkt, der nie behoben wurde)
zusätzlich kann man ihn aber auch als USB Interface verwenden (gibt einige YT Videos damit)

welchen 'Sound' man letztlich vorzieht ist Geschmackssache - das Tape klingt aber deutlich anders

ich habe das nur deswegen etwas ausführlicher beschrieben, weil oft gedacht wird, dass da eh nur Schrott draufkommt
(weil das Medium alt und 'technisch' minderwertig ist etc)

um von der Cassette etwas in den Rechner zu bekommen, spult man sie auf Anfang
verbindet den Ausgang des Tapes mit dem Line-In der Soundkarte
man startet das Band, dann die Aufnahme im Rechner und lässt es laufen
dabei kann man 2 Spuren gleichzeitig übertragen
hat man 4, spult man am Ende zurück und wiederholt es für die restlichen 2 Spuren
(am Tape lässt sich einstellen, welche Spuren ausgegeben werden, bzw per Fader regeln)
die 2 Spurpaare muss man dann noch manuell auf identische Startposition rücken
(ist 'ne simple Sache, muss aber gemacht werden)

das liest sich nicht nur aufwändig - das ist es auch... ;)
üblicherweise benutzt man das Tape deshalb als eigenständiges Gerät und überträgt nur die wirklich guten Sachen
wer schwerpunktmässig clips für YT aufnehmen will, tut sich mit so einem Teil bestimmt keinen Gefallen :D

aber für 100 Euro kann man damit hervorragend üben, Playbacks machen, Studio spielen etc
es entspricht definitiv nicht dem Trend der Zeit, alles schnell schnell superfix parat zu haben
daraus resultiert (wie erwähnt) ein ganz anderer Arbeitsablauf
manche empfinden den als positive Bereicherung, andere sind völlig angenervt - it depends... ;)

cheers, Tom
 
Wie ist denn dieser tascam dp004 bzw 006? Die kosten auch gebraucht um die 100€ und wurden in dem alten Thread auch schonmal erwähnt.
 
kA ich kenne die nicht - und möchte sie auch nicht kennenlernen ;)
mir haben Aufnahmen vom Tascam US144 (und Verwandten) schon nicht gefallen - ist recht sicher die gleiche Technik...

im Prinzip (meine subjektive Meinung) stellt sich das ungefähr so dar:

die analogen Portastudios sind eine Welt für sich, klingen sehr gut auf ihre spezielle Art
relativ günstige Digitalrekorder mit gutem Klang von Roland, Fostex, Akai etc (also die etwas älteren), machen durch die Bank Probleme beim Transfer des Aufnahmematerials... mal mehr, mal weniger
moderne Digitalrekorder mit komfortablen Wechselmedien klingen dann gut, wenn sie eine gewisse Preisklasse nicht unterschreiten
die preisgünstigen klingen in meinen Ohren alle nach Blech, den Zoom H2 sehe ich da schon fast als Ausnahme von der Regel

bei den 'guten' kommt man dann bereits in einen Bereich, wo man mit Rechner/Tablett arbeiten könnte

deswegen nehme ich mit einem iPad auf - genauso simpel, wie mit Cassetten-Deck (genügt mir)
ich kann aber zB gleichzeitig zurückspulen und abhören :eek:
einfach drauftippen und Markierungen setzen, die Zeitachse mit 2 Fingern zoomen etc
(geht alles sehr einfach und verständlich)
das Ding ist klein, macht keine Geräusche und ist in 10 Sekunden startklar - für mich eindeutig 'best of both worlds'
Aufnahmen kann ich direkt aus der Anwendung per WLAN auf den Rechner schicken...

aber: dieser Komfort will bezahlt sein: über den Daumen gepeilt ab rund 600 Euro mit Interface
für den Preis bekommt man auch ein gebrauchtes Notebook, einen Rechner mit Interface - je nach Geschmack

du hattest ursprünglich gefragt, was geht wenn kein Budget da ist (100 Euro sind im Audiobereich quasi null)
daraufhin mein Vorschlag:
statt nix vielleicht mal Cassetten probieren - ggf wieder abstossen, weil preisstabil
die eierlegende Wollmilchsau für umme gibt's wirklich nicht... die 'billigen' Sachen haben alle irgendwo einen Haken ;)

cheers, Tom
 
Ja ich denke es ist dann wohl doch das beste einfach noch etwas zu sparen damit ich im Sommer das Geld für die esp habe. Das ist mir jetzt schon alles mega kompliziert und mir geht es ja eigentlich ums spielen ich werde mich wohl später mal damit anfangen zu befassen. Was mich aber noch interessieren würde mal allgemein ist kann man auf den Recordern eigentlich direkt seine Aufnahmen Abhören und mehrere aufnahmen überschneiden?
 
das hängt vom Gerät ab, der Zoom H2 kann es (soweit ich weiss) nicht, die kleinen digitalen Tascams schon...
bei den ursprünglichen Portastudios war genau dieses 'Aufnehmen und danach etwas dazu spielen' Programm
(die kamen auf den Markt als Mehrspur-Aufnahmen für den 'normalen' Anwender quasi unerschwinglich waren)
im Grunde liegt darin der Ursprung des Homerecordings, es war seinerzeit eine kleine Revolution
siehe Wiki Portastudio, da sind auch einige bekannte Alben aufgeführt, die ganz oder teilweise auf den Kisten entstanden

cheers, Tom
 

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