Recording Wunsch. Nur wie Starten

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steeve_rockstarz
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Hey leute,

ich komme jetzt mal gleich zum Thema, ich spiele Seit ca 4 Jahren Gitarre, seit 2 jahren Bass und Singe dazu leidenschaftlich gerne. Ich habe aus verschiedensten Kreisen schon Rückmeldung bekommen, dass ich (relativ) gut bin und doch was daraus machen solle. Nun ist mein erster Gedanke aufs Homerecording gefallen, doch was dagegen spricht ist natürlich einerseits der Preis der Technik, andererseits auch das fehlende Know-How einen Song abzumischen und eventuell ihn dan mit Videos zusammen zu schneiden etc. Auch die Software ist natürlich je nach Anspuch entsprechend teuer.
Da ich nicht gerade in Geld schwimme möchte ich natürlich verständlicherweise nicht zu viel in etwas investieren das ich entweder nicht beherrsche, oder am ende nicht klappt.
Aber Probieren möchte ich sehr gerne schon einmal.
So, nun zu meiner "Frage" (im gewissen sinne. )

1. Ist es möglich, bei Studios mal "reinzuschnuppern" ? (Stichwort:Studioarbeit)
> ich meine eventuell einfach mal bei der ganzen aktion dabei zu sein, von aufnahmen bis abmischen und alles die Arbeit mitzubekommen.

2. Ich würde gerne mal ein bisschen aufnehmen.
Meine Vorstellung: In ein Studio gehen, reinsetzen, ein paar songs spielen, das singen üben und aufnehmen,
gitarre aufnehmen einfach mal etliches ausprobieren etc. geht sowas. ist doch bestimmt sehr sehr teuer oder?
mich würde eurere Geschichte interresieren, Wie habt ihr angefangen? wie ist es bei euch gelaufen? seit ihr zu den studios und habt dort vorgesprochen?etc


wäre für gaaannnz viele infos dankbar :)
 
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jaumusik
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Hallo,

also erst mal zu Deinen Fragen:
1. es ist sicherlich möglich als z.B. Praktikum in ein Studio hineinzuschnuppern. Am Besten einmal in Deinem Umfeld umschauen, wo Studios sind, und dann nachfragen.
2. Die Frage nach dem Preis ist relativ: zum einen kommt es darauf an, was das betreffende Studio für so ein Vorhaben grundsätzlich nimmt (gibt es ja auch Unterschiede...); zum anderen ist es natürlich auch die Frage, was Du wirklich so drauf hast: bist Du schon in der kreativen Phase, dass Du schon greifbare Ideen für Songs hast, die Du dann im Studio ausarbeiten und aufnehmen willst oder bist Du noch ein paar Schritte weiter vorher? Im zweiten Fall könnte es dann wirklich zu teuer werden.
Da könnte dann das Homerecording günstiger sein. Zumal es hier ja die Möglichkeiten gibt, sich erst einmal günstig auszuprobieren um dann, wenn das Können und der Anspruch steigt, einzelne Komponenten durch hochwertigere Teile zu ersetzen.
Im Prinzip benötigst Du zum Starten einen halbwegs modernen PC (oder Mac), ein Audiointerface (ist einfach besser als die interne Soundkarte des PC), eine DAW-Software (Aufnahmesoftware), ein Mikrophone plus alle notwendigen Kabel (auch für die Instrumente) sowie einen vernünftigen Kopfhörer zum Abhören. Für all das findest Du hier im Board diverse Vorschläge was gut und günstig ist oder sogar - im Falle der DAW-Software möglich - als Freeware erhältlich ist.
Ich denke, Du solltest Dich am Anfang erst einmal auf den Audio-Bereich konzentrieren, um da zu guten Ergebnissen zu kommen, bevor Du den Video-Bereich integrierst, da das dann nochmal eine Großbaustelle werden kann.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur zu diesem Weg raten: Ich habe, als ich feststellte, dass mein Weg in Richtung Recording geht, mich erst einmal schlau gemacht, d.h. viel zu den Themen gelesen, Kollegen Löcher in den Bauch gefragt und dann, als auch die ersten günstigen Geräte + Software an Bord war, einfach ausprobiert. Die ersten Ergebnisse waren sicherlich übel, aber mit der Zeit kommst Du an den Punkt, wo Du anfängst zu verstehen, wie Du das Ergebnis produzieren kannst, was Du haben willst. Nachdem ich so meine ersten Erfahrungen gemacht habe, habe ich zusätzlich einen Fernkurs bei der HOFA gemacht, was mir sehr viel Hintergrundwissen gebracht hat und mich meine Arbeitsweise reflektieren und sinnvoll umstrukturieren geholfen hat.

Also mein Tipp für Dich: Hol Dir soviel Infos von Leuten, die es wissen (direkte kontakte, Literatur, etc.) und dann fange selber an Dich auszuprobieren - erst mal im kleinen Rahmen, der sich ja ausdehen kann. Dann kommst du automatisch an den Punkt, wo Du für Dich entscheiden kannst, wo die Reise - auch kostenmäßig - hingehen soll/kann.

Gruß
jaumusik
 
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also... du sprichtst es nur in einem Nebensatz an, aber da liegt des Pudels Kern: Studioarbeit...
genau das ist es: ARBEIT :eek:
da geht's nicht um Spass oder ein bischen mal hier und mal da... Arbeit hat was mit Lebensunterhalt zu tun
es ist Dienstleistung, der Kunde zahlt und man ist so'ne Art temporärer Leibeigener... :p

Arbeit hat aber noch eine weitere Bedeutung: erarbeiten. Es fällt einem nicht einfach zu, man muss was dafür tun
seeehr unmodern in Zeiten von plug-and-play und 'release your own record' in null-komma-nix :D
(genug der Denkanstösse)

um deine Eingangsfrage zu beantworten:
es wäre schon sehr seltsam, wenn du das alles in Personalunion verkörperst und dann noch erfolgreich abschliesst
wenn du ein guter Musiker und/oder 'Performer' bist (und dem Tip was draus zu machen folgen möchtest)
dann solltest du dir Leute suchen, die wirklich was davon verstehen - dich nach vorn zu bringen.

so wie ich es verstanden habe, geht es dir letztlich genau darum - da muss man nicht um den heissen Brei reden.
oder sich hinter: ich mach das auch selbst... verstecken.
Steh einfach dazu. Ich bin ein Star - bringt mich da rein. :D
aber apropos Geld...
genau darauf lauern eine ganze Menge Haie im Karpfenteich - also auf solche wie dich, die 'was aus sich machen wollen'
Gefahr erkannt: Gefahr gebannt. Geh also etwas umsichtig zu Werke.
Trotzdem wirst du irgendwann Geld in die Hand nehmen müsse (imho) - sonst wird das nix.
Du musst auch das Risiko akzeptieren.
Ich fand da den Satz eines Investmentbankers recht aufschlussreich, der sinngemäss sagte:
die meisten kommen zu nix, weil sie zwar liebend gern 1 Million verdienen möchten, aber niemals bereit wären, 1 Million zu riskieren.

cheers, Tom
 
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steeve_rockstarz
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Hi,

Magazine: speziell für den Einsteiger kann das "recording magazine" sowie die "Sound & Recording" hilfreich sein.

Bücher: am Besten schaust Du mal in einschlägigen Shops durch z.B. www.ppv-medien.de - die Bandbreite ist da immens und eine Empfehlung fällt mir eher schwer, da einen das Buch auch ansprechen muss. Aber vielleicht hat jemand anderes ne detailiertere Empfehlung:D
Workshops/ Fernkurse: zum einen gibt es ne Menge Tutorials im Netz, zum anderen kann ich aus eigener Erfahrung die Trainingskurse der HOFA empfehlen. Für Einsteiger speziell bietet sich der "Basix"-Kurs an weil er halt bei den Basics ansetzt. Kostet zwar Geld, ist aber gut investiert.

Ich hoffe, das hilft Dir schon mal weiter.
Gruß
jaumusik
 
Telefunky
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... nur eben das ich vom "mixen" nichts verstehe. könnt ihr mir helfen (eurer erfahrung herraus) welche Magazine, Bücher oder Fernkurse "gut" und informativ sind.
das Problem sind weder Literatur noch Kurse, da gibt's en masse, wie jaumusik schon andeutet.
Der entscheidende Punkt ist die Hörerfahrung, die kommt auch für Schnell-Lerner nicht von heute auf morgen...

dazu kommt die subtile Stolperfalle, dass du dich selbst natürlich nicht 0815 produzieren willst.
Die genannten Werke aber (erstmal) genau das als Ziel haben.
Sie wenden sich an den angehenden Dienstleister, der natürlich eine gewisse Bandbreite abdecken muss.
Die 'alten Hasen' im Geschäft hören (relativ) zielsicher schon bei bescheidenen Arbeitsproben das Potential heraus.
Und erkennen die Richtung, in die sich das individuell treiben lässt, um eben auch aus der Masse herauszustechen.
(was ua auch ein Grund ist, sie dafür gut zu bezahlen - Zeit ist Geld)

bevor du also die volle Dose Würmer der gesamten Studio-Technik aufmachst, wäre meine Empfehlung: Fokus auf die Aufnahme.
(gute Einzelspuren abliefern)
dazu ist die Grundlagentechnik Mikrofone, Vorverstärkung, Raumakustik zwar ein weites Thema, aber noch übersichtlich.
Das Abstrakte der Digitaltechnik spielt da nur am Rande rein, es gibt ggf sehr gute Literatur für kleines Geld auf dem Flohmarkt.
Die Sachen sind imho sprachlich oft besser formuliert als neuere Veröffentlichungen, die nur auf den schnellen Euro schielen.
Auch die Bedienungsanleitungen analoger Studiotechnik bieten eine Fundgrube an Grundlagenwissen. (pdf aus'm Netz)
Gehörte mal zum Service der Anbieter... Sennheiser zB hat da sehr viel online.

cheers, Tom
 
DavidRockvoice
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Du brauchst folgendes:

1. Musikalisches Verständnis über dein Instrument gehend hinaus. Das kommt aber zum Teil auch durch learning by doing.

2. Einen guten PC, ein günstiges und gutes Audio Interface (z.B Focusrite Scarlett 2i2), ein paar Studiomonitore (z.B. ESI near oder M-Audio Bx5a), einen geschlossenen Kopfhörer, ein Recording-Mikro (z.B.Rode NT1a) und einen Sequenzer (z.B. Cubase 6 Artist oder Reaper) + Drumsampler (EzDrummer!)

3. Lies Fachmagazine (mit Recording Magazin und Soundcheck ist eigentlich alles abgedeckt) und Bücher

4. Finde die Schlüsselbegriffe per learning by doing und zieh dir dazu Tutorials auf Youtube rein.

5. Hab Spaß!
 
steeve_rockstarz
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Hallo Ihr liebe Leute.

erstmal DANKE für die tollen hilfe stellungen (ich liebe dieses Forum einfach :) )
soo schluss mit rumgeschleime.

Ich wollte mich einmal zurück melden, und ein bisschen verlauten lassen was sich inzwischen getan hat.
Ich hab (sehr erfolglos :/ ) ein Paar Studios in der Umgebung angeschrieben und angefragt ob es den möglich ist und sowiso... nunja.. egal. nich viel resonanz bekommen.

Positiverweise gibt es hier ein Bands&Festival welches auch Kontakt zu Sudios herstellt,
Am Samstag war es dan soweit, mein Erstes Mal.
..gut zumindest zum Anschauen, ich hab ein bisschen mit dem "Chef" geredet, und mich informiert wer hier alles aufnimmt, (viele Bands meiner Umgebung überraschenderweise) von der austattung siehts wirklich toll aus, viel nahmhaftes, tolle technik (freak!) gut ausgebaut. etc.

nun ging ich dan auch mal aufs ganze, und hab gefragt wie es den Abläuft, mit der "Aufnehmerei"

Grundsätzlich wird nach Song abgerechnet, 150€ (da sie ja neue auch unterstützen wollen)
durchgesprochen haben wir es dann so, dass ich einen Song üben soll, und dann wird gesang und Instrument aufgenommen, (ein Tag sollte reichen)
danach sollte es ca. eine Woche dauernd bis die Techniker das ding überarbeitet haben, alles geschnitten, Virtuelle oder Reale Sounds hinzugefügt haben, und alles Fertig ist. danach würde der Song nocheinmal durchgehört und probleme oder Verbesserungen besprochen werden.

Im allgemeinen bin ich sehr positiv angetan und werde vermutlich das Angebot wahrnehmen (auch wen ich nicht weis mit welchem song)

Was ist eure Meinung??
Findet ihr es zu teuer? Kommt euch etwas "spanisch" vor?

Liebe Grüße
euer
Stefan
 

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