Review D´Addario EXP16(12-53) - Stahlsaiten

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Review D´Addario EXP EXP-16 (12-53) Phosphor Bronze für Westerngitarre

Moin,

im Rahmen des Beta- Test von D´Addario

https://www.musiker-board.de/threads/beta-tester-gesucht-daddario-verbessert-seine-erfolgreichen-exp-saiten-für-akustische-gitarren.599315/

kam ein Päckchen aus dem Hause Meinl bei mir an. Vielen Dank dafür und ans Board!

Nett verpackt und mit Grüßen von Jim D´Addario.

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Mal schauen, wie die neuen beschichteten Saiten aus New York- Stahl so klingen.
Versprochen wird eine 3-5 mal so lange Lebensdauer wie unbeschichtete Saiten.
Warmer, strahlender und ausgeglichener Klang auch.

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Hier die Produktseite:

http://www.daddario.com/DADProductD...me=EXP16_Coated_Phosphor_Bronze__Light__12_53

Dem dortigen Bezugslinks von D´Addario folgend werden die aktuellen /bisherigen? EXP 16 aktuell zwischen 11,90 Euro (3x) bis 12,90 (1x) Euro in Deutschland angeboten.
ABER: es kann sich ja nur um die Vorläufer der hier getesteten handeln?

Nicht verwechseln. So sehen die Neuen von vorne aus:

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Gut. Soweit zum Marketing.

Das es auch mein Einstieg ins Recording ist, wurde mir schlagartig nach dem Absenden der Bewerbung bewußt. :eek:
Ich habe es aus hörbaren Gründen vermieden und wollte in meiner Freizeit eher spielen, als wie beim Geldverdienen Lösungen in Software finden….
Trotzdem: ich gebe mir alle Mühe, Euch was brauchbares vorzusetzen. :m_git_a:

Aufnahmesituation:
Wohnzimmer, ca. 5x6 m mit einem über 120 Jahren „entstandenen“ Grundriß (Wanddurchbruch, es gibt keine parallelen Wände), drei Meter hoch mit Bücherregal,
Sofas, Fichtendielen mit etwas Teppich und Tisch mittendrin. Ca. 45% Rel. Luftfeuchte.
Heizung aus. Regulator angehalten und Nachbarn ruhig gestellt…

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Das Equipment:

Ich
: Anfänger mit einjährigem autodidaktischem üben von ca. ½ Stunde pro Tag – im Schnitt. Einfaches Zupfen, Strumming und Probleme
mit einem flüssigen Wechsel, besonders zum F, aber ausgestattet mit unbeirrbar viel Spaß dabei und Geduld mit mir selbst. Das Bild erspare ich Euch :embarrassed:

Gitarre: Gibson Hummingbird ( „1960´s“) in Blond/Cherry in der bekannten Fichte/ Mahagoni/ Palisander- Ausstattung.
Ein paar Besonderheiten vom Custom Shop. Aber es soll ja kein Gitarren- Review werden.

Kurz – Ich liebe sie seit dem ersten Anzupfen. Hach… träum…. Und weiter....

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Aufnahme- Nicht- Equipment:

Nur Analogkram hier! Will wer eine Kassette bespielt haben? Nun ja, da hab ich noch irgendwo…:

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Olympus „Digital Vocal Recorder“ DM-650. Kurz: ein Diktiergerät.
Es ist alles an Klangveränderung und das Mittelmikrofon auf AUS.
Abnahme irgendwo zwischen 12. Bund und Schalloch, höhe Esstisch 19. Jahrhundert. Ca. eine gute Elle Abstand.
Software: Olympus Sonority. Meine Aufnahmen sind nur am Anfang und Ende etwas beschnippelt.

Los geht’s!!

Zum Abschied ein paar Akkorde auf den bisherigen Elixier Nanoweb 12er Satz.
In 140+ Stunden über acht Monate ein- und abgespielt. Wenn ich es so höre: Lieber Finger, statt Saiten wechseln? :-(
Ich kriegs aktuell nicht besser eingefangen. Hilfe gern per PN, und ich hoffe auf meine Mittester.

https://soundcloud.com/michahh-1/elixier-alt


Kurze Umbaupause …. tbc …
 
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die Werkstatt in der heimischen Stube wurde klar gemacht...

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Ein paar Letzte Bilder fürs Marketing

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... ich liebe dieses Holz :) ... aber nun der Aufriß!

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zum Vorschein kommt, Klimadicht verpackt (Rostfrei #1)

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und mit der D´Addario Farbenlehre auf der Rückseite

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Endlich die Objekte der Begierde

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Waschen, legen, fönen ... heute as große Programm. Einziehen, Nupsis festdrücken, vordehnen (da ging noch was), Stimmen und freuen.

Die G-Saite betrachtet sich im Spiegel ....

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Und nun die Frage, vor der sich auch jeder mit neuen Zweirad beim Treff fürchtet:

UND? Wie fährt sie sich, ähm wie spielt es sich? Wie klingen sie?

Geil! :D Die bleiben drauf.

Schöner Klang vom Start weg. Das Voll und Klar von der Verpackung sind damit erfolgreich abgehakt.
Ich denke, da braucht nichts weiter eingespielt werden.

Die umwickelten Saiten kommen mir etwas "griffiger" vor, als die Elixier. Beim Spielen kommt schneller das quietschen über die Saiten.
Ehrlich: Sie fühlen sich auf den ersten Griff eher wie unbeschichtete an. Klangbeispiel und nähere Betrachtungen im nächsten Teil ...
Lassen wir erst mal sich alles setzen.
 
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… neuer Tag mit neuen Saiten, frischen Fingern und Ohren….

Zuerst ein Statement: Wechselt öfter die Saiten.

Was letztes Wochenende mit drei Bier und Spaß in der Küche noch als „ganz gut“ durchging, hinterlässt heute
nur noch unverständnis.

Das Stimmen

Die EXP-16 haben im Großen und Ganzen ihre Stimmung vom Aufziehen behalten. Lediglich 5 bis max. 10
Cent sind sie nach dem ersten und einmaligen Stimmen runter gegangen. Sie schwingen beim Stimmen auch
weniger hektisch. Ich meine das Ausschlagen des Stimmgerätes nach oben und unten beim Anschlagen.

Der zweite erste Klangeindruck

Es kann mich täuschen, aber die Hummingbird kommt mir einen guten Ticken lauter vor. Fast, als ob die Saitenlage 1mm höher
wäre. Hab sie aber nicht verändert.

Der Ton ist kräftig und ausgeglichen. Das total „silbrig, brizzelnde“, andere meinen evtl. damit das „metallische“ der Elixier ist nicht
in dieser ausgeprägten Form da. Da will ich mir noch eine Meinung drüber bilden.
Fest steht: etwas anders, wärmer, „runder“. Ausdrücklich Anders. Besser oder weniger gut soll Geschmack bleiben.

Sie klingen schön nach und es gibt auf keiner Saite Ausreißer, die sich von den anderen Saiten – in Lautstärke und Nachklingen - abheben will. Positiv.

Das Griffgefühl von gestern hat sich bestätigt und gefällt mir gut. Sie fassen sich trockener an als die Elixier. Ob ich zu lange gespielt habe oder sie sich wirklich eine minimale Nuance härter anfassen, werde ich noch abschließend austesten.

Ich habe heute auch ein paar Klangeindrücke festgehalten:
Aber: denkt bitte dran, was ich zur Aufnahme benutze.

Mal mit dem Daumen über ein paar Akkorde gezogen

https://soundcloud.com/michahh-1/exp16daumen

Dann einige gezupft

https://soundcloud.com/michahh-1/exp16zupfen

Und fester reingelangt

https://soundcloud.com/michahh-1/exp16strumming

Ich hoffe, meine Eindrücke geben Euch ein brauchbares Bild.

Bis denn mit etwas Spielzeit....

Micha
 
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... so... da bin ich wieder mit einer uneindeutigen, abschließenden Meinung:

Ich habe diese Woche meine Saiten auf einen noch rumliegenden Elixier- Satz (zurück) gewechselt. Mehr aus Lust auf Wechsel und Gewohnheit, als unbedingt notwendig. Die Haltbarkeit schätze ich auf dem gleichen Niveau von Elixier ein.

Die Stimmung hielten sie vom Aufziehen an sehr vorbildlich, trotz Temperaturschwankungen im Zimmer und dem Frühjahr, Sommeranfang (naja, obwohl Hamburg und Sommer sind dieses Jahr eher diametrale Vokabeln ...). Die Verstimmung war immer über alle Saiten gleichmäßig und nur max. eine rote Diode vom Ideal weg (Korg pitchclip PC1), was eindeutig Temperatur und Luftfeuchte zuzuschreiben ist. Da ist die Hummingbird recht sensibel.

Die EXP16 klingen auf meiner Hummingbird schön voll und rund. Böse Zungen würden behaupten im Diskant dumpfer - nette, nicht so klirrig wie Elixier. Mit der Zeit, wie alle Saiten, ließen sie im Diskant beim Zupfen etwas nach. Im Strumming blieben sie bis zuletzt kraftvoll und stimmig im Klang. Sie sind eindeutig etwas lauter (kraftvoller?) als die Elixier- Saiten. ABER: wir reden hier von Nuancen und Geschmack!

Das anfangs benörgelte quietschen beim Umgreifen hat sich schnell gelegt und erfolgte völlig unbewusst. Sie sind im Vergleich etwas "härter" beim Greifen. Ich habs nur beim längerem Spielen in den Fingerkuppen bemerkt. Es hat mich beim Spiel nicht weiter behindert.

Fazit:

Sehr gut:
Stimmstabil
lange haltbar
kraftvoller Klang

Geschmacksfrage:
einen Tick rauer und fester im Griff
etwas kräftigere Klangfarbe als Elixier

untragbar:
nix.

Noch mal Danke ans Board und D´Addario für die Möglichkeit!

Micha
 
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