[Review] Ernie Ball Aluminum Bronze String 0.12-0.54

von Corkonian, 11.01.16.

  1. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.16   #1
    Also ich weiss ja nicht, warum ich mir das jedes Mal antue.
    Jedes Mal, wennes irgendwo neue Saiten gibt, bin ich dabei und hole mir ein/zwei Saetze um die Saiten dann gegen meine geliebten D'Addario EXP zu testen und jedes Mal werde ich bitterlich enttaeuscht.
    Vielleicht spiele ich ja die EXP schon zu lange, vielleicht habe ich mich schon zu sehr an den Klang und das Spielgefuehl gewoehnt ... ich weiss es nicht.
    Die einzigen Saiten, die in meinen Ohren auch noch recht gut klingen sind alte, leicht abgespielte Martin Lifespans. Dumm nur, dass die Lifespans bei mir wirklich eklig lange halten und es dauert, dauert, dauert, bis die sich eingespielt haben. Dann sind die echt brauchbar, nur bis dahin sind die nicht zu ertragen.
    Deswegen ziehe ich die D'Addario EXP vor. Die sind schnell eingespielt und halten dann auch ewig. Nicht ganz so lange wie die Lifespans, aber der "gute" Klang haelt ungefaehr genau so lang.

    Damals, als ich noch die Lautgitarre gequaelt hatte, da waren Ernie Ball Slinkies und Super Slinkies meine Leib- und Magensaiten. So wie heute die D'Addario. Aber halt nur af der Elektrik. Auf der Akustik hatte ich einmal die Earthwood probiert und die auch gleich wieder heruntergenommen. Muffig, tot, schrecklich...

    Also weiter EXP??

    Nun, man soll ja nie nie sagen und Ernie Ball hat 'was neues am Start....

    Aluminum Bronze.
    Typisch Amis. Das heisst AlumiNIum, nich Aluminum, aber wen kuemmert's....

    Die Saiten kommen Ernie Ball typisch verschweisst in einem Folienpack und dann darin die Einzelsaiten in Papier. Der Druck sagt, es sei korrosionshemmend, aber das Papier fuehlt sich normal an. Keine Ahnung... Aber der Folienpack wird ja dicht genug sein, dass die Saiten nicht anfangen in der Packung zu rosten.

    Die umsponnenen Saiten sollen mit einer neuen Legierung "Aluminium Bronze" umwickelt sein. Aluminium ist ziemlich leicht - im Vergleich zu Bronze, daher hat man wohl auch der E ein tausendstel mehr an Dicke spendiert. Die ist naemlich 0.54, nicht 0.53 wie normal ueblich.

    Wer meine Saitentestst kennt, der weiss, dass ich immer damit anfange, wie sich die Saite aus der Verpackung wickelt. Ist die Saite traege, stumpf oder federig und gespannt? Nun, bei den Ernie Ball Aluminum Bronze sind die umsponnenen Saiten nicht wirklich fedrig. Eher etwas schlapp. Was auffaellt: Die Saiten sind bis zum Ende umwickelt. Bei D'Addario ist ja am Ende ein Stueck nicht umsponnener Blankdraht, was das Einfaedeln in die Mechaniken deutlich erleichtert. Meist sehe ich so eine bis zum Ende gewickelte Saite bei den eher preiswerten Produkten. Oh Dear!

    Die Blanksaiten hingegen sind richtig fedrig. Aber richtig lebendig und die springen schon fast in die gerade Form. So mag ich es und das war es wohl, was mich bei den Elektrik zuerst zu Ernies gezogen hat. Warum nur sind die umsponnenen Saiten so traege und stumpf im Vergleich?

    Das traege und stumpfe Gefuehl bleibt auch beim Aufziehen der Saiten erhalten. Irgendwie schlabbrig. Nicht wirklich "da". Die Blanksaiten, ja, die fuehlen sich gut an, aber die umsponnenen... Nein.

    Saiten aufgezogen, gestrecht, ruhen lassen... Stimmen.
    Oder eher nicht.
    Weil stimmstabil sind die Saiten nicht. Die dehnen sich wie Gummis habe ich das Gefuehl. Stimmen, stretchen und schon ist ein Halbton oder mehr weg. Also D'Addario kann das besser. Viel besser. Dummerweise habe ich mir dann auch noch den Daumennagel der Zupfhand eingerissen ... super. Wenigstens habe ich nicht mit dem Blut gekleckert.
    Erstaunlich auch, dass auch die Blanksaiten eher wenig stimmstabil sind. habe ich da irgendwie was versaubeutelt? Also ich glaube ja nicht, aber falls doch habe ich noch einen Satz zum Nachtest.

    Ernie Ball verspricht mehr Projektion (wie soll das denn gehen? Projektion kommt vom Korpus) und deutlich mehr Punch als Phosphorbronze. Also versuchen wir mal etwas schoen schwebendes, einen Cadd9 und einen Gsus4....

    Holla! Mit Plektrum gespielt (Mein Daumen ist immer noch blutig und schmerzt) klingt das schon recht gut. Haette ich den Saiten nicht zugetraut! Die fuehlten sich schlimmer an... aber es klingt recht "gut eingespielt" und es hat Punch. Also fuer Plektrumspiel sagt meine Sigma DRC28E deutlich "ja" dazu.

    Eine positive Ueberraschung, mit der ich nicht gerechnet haette!

    Schaunmermal, wie sich das in ein paar Tagen anhoert und anfuehlt...


    Fortsetzung folgt.
     
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  2. Disgracer

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    Erstellt: 11.01.16   #2
    Klingt ja nicht schlecht.
    Ich hab die auch hier noch rumfliegen um die demnächst mal zu testen.
    Kann ich dann ja hier quasi ergänzen. So ein bisschen D'Addario vs Elixir - Spieler, hihihi.
     
  3. Corkonian

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    Erstellt: 13.01.16   #3
    Update:
    Mein Daumennagel ist tief eingerissen. Tut höllisch weh und auch mit Daumenpick ist kein Spielen. Also nur die Stimmhaltigkeit überprüft.
    Alle Saiten waren nach 1 Tag um 15 bis 20 cent tief. Die umsponnenen Saiten lagen alle um die 15 cent, die Blanksaiten um die 20 cent. Weil die Verstimmung über alle Saiten relativ konstant war, schliesse ich jetzt mal ganz mutig einen Fehler meinerseits aus.
    Die SIgma hängt wieder im Ständer und ich warte auf meinen Daumennagel...
     
  4. Corkonian

    Corkonian Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.16   #4
    Update 2:
    So ein eingerissener Daumennagel ist echt Sch.....lecht. Man glaubt ja gar nicht, wie oft man so einen Daumen braucht. Nicht nur beim Gitarre spielen. Und wie weh das tun kann, wenn man den flaschen Druck auf das Nagelbett bekommt.
    Aua.

    Nun, Plektrumspiel ist - stelle ich gerade fest - etwas, das ich in der letzten Zeit erheblich vernachlaessigt habe. Selbst Akkordspiel fand mehr mit den Naegeln als mit dem Plektrum statt. Dementsprechend bin ich jetzt einerseits angepisst, andererseits aber auch nicht so 100% dabei, selbst beim Plektrumspiel ist ein unguenstiger Winkel schmerzhaft.

    Aber, die Sigma haengt genau neben der Martin an der Wand, beide haben innert von 2 Tagen einen neuen Satz Saiten bekommen - die Martin D'Addario EXP, die Sigma Ernie Ball Aluminum Bronze - also will ich jetzt auch wissen, wie es weiter geht.

    Die D'Addarios sind 100% in tune. nach dem ersten Tag sind die Saiten in Stimmung und wenn die dann langsam anfangen sharp zu werden, darf ich daran denken die zu wechseln. Aber, das dauert erfahrungsgemaess noch einige Monate. Die Ernies hingegen sind auch heute morgen wieder flat. Wieder quer ueber den Satz, wieder 15 bis fast 20 cent flat. Ich schliesse mal mutig klimabedingte Faktoren aus - die Martin (und die Binhs) sind ja auch stabil. Mechaniken schliesse ich auch aus - selbstsperrende Schnecken drehen sich nicht von allein rueckwaerts, auch waere mir das ja schon vorher bei der Sigma aufgefallen - also verbleiben die Saiten.

    Stimmstabilitaet scheint bei Ernie Ball Akustiksaiten ein eher dehnbzarer Begriff zu sein. Die Umspinnung der E-Saite scheint mir auch im Vergleich zu anderen Saiten loser zu sein. Auch an der Mechanik weitet sich die Umspinnung subjektiv weiter auf, als bei D'Addariois. Komisch.
    Schaunmermal, wann die Ernies stabil sind. Zur Zeit fuehle ich mich mit den Ernie Balls aber eher in Nylon-Land....

    Klanglich kann ich noch nicht viel sagen. Dazu spiele ich zu ungewohnt und - ehrlich gesagt - zur Zeit auch zu wenig.

    Fortsetzung folgt.
     
  5. Corkonian

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    Erstellt: 20.01.16   #5
    Update 3:
    Mittlerweile haben sich die Ernie Ball ausgestrecht und sie bleiben in Stimmung.
    Mein Daumen ist auch wieder so weit, dass ich nicht bei jeder Beruehrung aufjaule und ich kann sogar wieder ein boisschen picken.

    Die Ernies spielen auch mit. Gar nicht mal nicht so schlecht. Ganz akzeptabel.
    Die klingen neu schon gut eingespielt, haben relativ gute Lautstaerke und Dynamik. Kein allzu spizter "neuer" Klang, schoen balaciert und weich.
    Bis jetzt mag ich die Ernie Balls. Wirklich.

    Hoffentlich bauen die nicht so schnell ab, wie die unbeschichteten Martins..... to be continued...
     
  6. Corkonian

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    Erstellt: 23.01.16   #6
    Update 3 und Fazit:

    So, der Daumen ist wieder belastbar und ich habe nochmal ein paar Spielstunden auf den Ernies (und den gleich alten D'Addarios) sammeln koennen.
    Um mal meine herzallerliebste Lebensgefaehrtin zu den Ernies zu zitieren:"Boah, sind die laut!" und das sind sie auch. Subjektiv lauter als die D'Addario. Aber, auch hier mal wieder die Lebensgefehrtin:"Die D'Addarios klingen tiefer und hoeher". Und auch das stimmt.
    Die Ernie Ball Aluminum Bronze sind laute Saiten. Allerdings auch laut in Fingergeraeuschen. Nicht sauber abghoben beim Lagenwechsel -- QUIEEETSCH! -- das ist echt nervig.

    Klanglich sind die Ernies eher weniger fein aufloesend als die D'Addario EXP. Die Ternnung zwischen den einzelnen Saiten ist nicht so gut und es fehlt sowohl im Bass als auch in den Hoehen etwas an Substanz. Aber, je nach Kontext, kann das auch ganz nuetzlich sein. Man kommt sich nicht mit dem Bassisten in die Quere und der Percussionist hat auch noch Platz und man wird auch gehoert.

    Die Ernies sind ganz gewisslich ganz brauchbare Saiten und in meiner persoenlichen Hitliste haben sie knapp hinter den den Martin Longlife auf den dritten Platz gespielt. Allerdings ist schon ein leichter Abfall festzustellen. Sind halt unbeschichtete Saiten....

    Meine persoenliche Reihenfolge ist also jetzt:

    1. Platz D'Addario EXP 16
    Immer noch mein Massstab. Sowohl im Klang als auch in der Haltbarkeit.

    2. Platz Martin SP 7100
    Sehr lange Lebensdauer. Sehr guter "eingespielter" Klang. Einzig der Klang neuier Saiten ist schlecht. Die einzige Saite, die nach ein paar Wochen besser klingt.

    3. Platz Ernie Ball Aluminum Bronze
    Sehr laut. Guter "neuer" Klang. Leider wenig stimmstabil und etwas schwaecher in der Differenzierung. Lebensdauer geringer als bei EXP oder Lifespans.
     
  7. saitentsauber

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    Erstellt: 24.01.16   #7
    Wäre vielleicht was für Straßenmusik u.Ä.?
     
  8. Corkonian

    Corkonian Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.16   #8
    Durchaus. Die haben guten Punch. Setzen sich gut durch.
     
  9. Plektomanic

    Plektomanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.16   #9
    Jo , hab ich mal gelesen , sehr aussführlicher Test .
    Ich hab jetzt halt mal Elixier(Nanoweb Ph/Br) auf der Akustischen (28-ec..) und nach einer Woche einspielen sind sie schon besser geworden , Dáddario kommen dann mal als nächstes dran , aber das dauert noch , die elixier halten Verdammt Lange und sind eigentlich ganz gut .
    @Corkonian kennst du die Everlast von Ernie Ball ? btw. ich find die gut , aber halt teuer ..
     
  10. Toxxi

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    Erstellt: 10.04.17   #10
    Hallo, ich bin gerade über den Test hier gestoltpert und bin etwas verwundert. Ich habe vor einer Woche einen Satz Ernie Ball Aluminum Bronze 2568 Light (11-52) aufgezogen. Und zwei Dinge sind bei mir ganz anders:

    Zumindest beim 11er Satz guckt am Ende ca. 5 cm nicht umwickeltes Innenleben raus. Habe gerade noch mal die abgeschnittenen Saitenenden rausgesucht. Ist der 11er Satz anders als der 12er, oder hat sich das Produkt im letzten Jahr geändert?

    Komisch. Mit diesen Saiten hatte ich die wenigsten Stimmprobleme bisher. Aufgezogen, bissel gedeht und gut. Nach einem Tag nochmal nachgestimmt, und seitdem ist alles prima.

    Vorher hatte ich meistens Pyramid Bronze oder John Pearse Phosphor Bronze. Da hat es immer länger gedauert, bis die Saiten stabil waren.

    Was ich am Anfang vermisst habe, ist der metallische Bronzeton. Und ganz am Anfang hat man jedes Schleifen mit der Hand als ein Quietschen gehört, so wie du es auch beschreibst. Da hat sich nach 1 bis 2 Tagen gegeben.
     
  11. Corkonian

    Corkonian Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.17   #11
    @Toxxi keine Ahnung. Kann sei , daß bei Ernie verschiedene Maschinen stehen, kann sein, daß mittlerweile was geändert wurde, könnte sogar sein, daß man mir Produktfälschungen angedreht hat.
    Ich kann nur schreiben, wie es sich zum Testzeitpunkt dargestellt hat - und ich habe mir danach keine weiteren Ernies mehr gekauft, ich bin bei D'Addario geblieben.
     
  12. Corkonian

    Corkonian Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.17   #12
    Well, on the landing page of www.musiker-board.de there is a note that this is the biggest German community, but that we also encourage English or other speakers to use our board.

    Now, given this, I will - just for once - use that as an excuse to post a product review in English. Why? because Ive received a set of Ernie Ball Paradigm Phosphor Bronze strings and Brian Ball asked me to write something about it. Since I am lazy, I do not want to write a product review in a lot of different languages, I just write it in English, a language that is glaobally understood.

    Disclaimer: This is a review of a beta product. I was not asked to sign an NDA, so I assume that I can share my experience freely with you. But it's a beta product. Do not expect it to be 100% like the finished product. I tell you why, later...

    So, I opened my mail as usual, when a slightly bigger letter from the US of A caught my attention. I wasn't from the Martin Owners Club, so who could send me a padded letter?
    In the letter, I've found a pack of Ernie Ball Paradigm - Beta Release - and a letter from Mr. Brian Ball himself, praising the break resistance, superior durability and zero compromises of Ernie Ball's latest acoustic branchild.

    What Mr. Ball does not know, is that I am very happy with D'Addario's EXP-16 and that so far almost no other string was able to replace the EXP Strings.

    As luck would have it, my Martin D-35 was in dire need of a string change, so I went for the set of Ernie Ball Paradigm instead of the usual EXP.

    First of all, the Paradigm strings are packed in a cardboard box, which then contains the usual aluminum/foil bag that contains the strings. Inside the foil bag, there are 6 strings, each packed in their individual paper bags. The paper bags are printed with the string gauge, so you know where to put which string. The set I've been given was a 12-54.

    The first thing I do, when testing new strings is to check how "springy" they are, how the unravel from their packaging. A good string will spring easily straight, a bad one will keep coilred up. But if a string is too stiff, it ain't good, either. Mostly, those overly stiff strings sound harsh, whereas the strings that do not want to uncloil will sound dull and muted. But Ernie Ball's Paradigm stings have just the right springyness.

    The Material - according to the blurb - is Phosphor Bronze. With Phosphor Bronze, you usually have a core wire of hexagonal steel that is wound with Phosüphor Bronze wire. With the Ernie Ball Paradigm set, the e' string and the b-string seem to be made of different material. The e' string looks like one of Martin's strings with a slight bronze hue, whereas the b-string is made of the common silver blank steel. Strange, this.

    Additionally, the string ends around the ballend are wrapped in a thin bronze wire. So the blank string ends do look like the wound ones. Now, I rarely break a string , but most of the strings that I've lost before their time have been lost due to the wire around the ball end unraveling. If that protects that part of the string, it is good for me.

    The top end of all wound strings is not cut back, there is no blank steel wire protruding, it's wrapped till the end. Usually this is a sign of cheap chinese strings, but I take it as a feature of the beta test strings. Production strings will most possibly be made of the same material on the blank strings and wound strings will possibly have the usual blank tips. I hope, the wound bottoms of the blank strings will make it into production, that's a feature that really makes sense to me.

    The strings settle quicky. The usual stretching after putting tem on, half an hor wait and they are almost in tune. That's good.

    Soundwise, the new Ernie Balls are what I would call "modern" strings. The base sound is bell-like with an emphasis to the higher mids. Now the Martin D-35 is a guitar that usually has very pronounced low mids and a solid fundamental bass, but the Ernie Balls cut them down in just about the right amount for modern music styles. I do not know, how they perform on a guitar that lacks the fundamental bass of a Martin Dread, but that needs to be seen anyway. String separation is aceptable. They have relatively low finger noise and lend themselves nicely to slides and bends.

    My finger chemistry is compatible to most string types, I rarely get the black finger symptome, but Ernie Ball's Paradigm sem to give me exactly that. Black finger marks from the strings. Also, the range of frets that I've used heavily for slides is visibly marked on the strings after just a few minutes of playing. It has not yet an influence on the sound, but it is strange to see something like that, especially when the string noise itself is more than acceptable while sliding. Strange.

    I have to say that in general I still like the Ernie Ball Paradigm strings. They have a nice, modern tone and cut nicely through the mix. In a band context, they put the guitar right were it most of the time is. But if you play a lot of older, more classic rock like music or if you dig into bluegrass, the lack of bottom end will annoy you. Same, if you are going for the usual singer/songwriter genre or if you just play in your bedroom.

    So, to sum this up: Ernie Ball Paradigm are modern strings with a modern sound. They have very practical features like the wound bottom parts around the ball ends. They are very good for setting an acoustic guitar in a band context, but lack of a strong bottom end restricts them in bluegrass or singer/songwriter situations.
    Then again, there is no single string and there is no single guitar that is perfect in all areas and in all contexts. For what they are - modern strings for more modern sounds - Ernie Ball has produced a very good string.
     
  13. saitentsauber

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    Erstellt: 05.05.17   #13
    Das klingt für mich sehr zurückhaltend (vorsichtig ausgedrückt); in Schulnoten etwa 4+ - aber vielleicht ist das ja im Englischen etwas positiver?
     
  14. Corkonian

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    Erstellt: 05.05.17   #14
    Das ist etwas, was mich an den Ernies stört und ich würde hier so 3- geben. Es matscht mir zu viel für das Klangbild. Wenn da Bass dabei wäre, wäre es sogar 2, aber es ist halt modern und durchsichtig, da will ich auch weniger Matsch.
     
  15. Corkonian

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    Erstellt: 05.05.17   #15
    Nachtest: man hat mir noch 2 Sätze Aluminum Bronze geschenkt (Herzblatt, Danke schön!) Und die stimmen sich besser als der erste Satz.
    Klanglich modern, nicht schlecht, etwas wenig Saitentrennung, wie schon gehabt.
    Deutlich unplugged Pub tauglich.
     
  16. Toxxi

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    Erstellt: 05.05.17   #16
    Auch wieder die 12er?
     
  17. Corkonian

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    Erstellt: 05.05.17   #17
    Ja. Und der Unterschied zu den neuen Paradigm ist ... nicht vorhanden. Spielen sich genau so, machen genau so schwarze Finger und haben den gleichen, modernen Klang.
     
  18. Toxxi

    Toxxi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.18   #18
    Noch mal ein Nachfrage:

    Deine neueren Ernie Ball 12-54 - sind die Saitenenden umwickelt?

    Ich habe gestern auch eine Packung 12-54 aufgemacht, und da waren die Saiten bis zum Ende umwickelt! Als ich vor einem Dreivierteljahr die 11-52 geöffnet hatte, waren da die Saitenenden definitiv blank.

    Gibt es vielleicht verschiedene Chargen und / oder Hersteller?
     
  19. Corkonian

    Corkonian Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.18   #19
    Ich denke mal, daß da unterschiedliche Maschinen am Start sind. Ggf. auch unterschiedliche Produktionsstandorte. So weit ich weiß, fertig Ernie Ball selbst, aber ich habe schon lange nicht mehr mit Ernie Ball gesprochen und nachgefragt.
    Kann aber sein, daß mittlerweile Ernie Ball fertigen läßt oder zukauft. In dem Fall würde ich eher vom Zukauf ausgehen, weil bei Auftragsfertigung ganz gewißlich ein bis zum Ende umsponnenes oder mit Blankdraht ausgeführtes Saitenende Teil der Auftragspezifikationen sein wird.
     
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