[Review] Harley Benton B 25M aktiver Akustikbass

von mjmueller, 28.07.19.

  1. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.08.14
    Beiträge:
    5.192
    Ort:
    Mondach Moin 8:15...Die Woch ziiehd sich widda!
    Zustimmungen:
    2.642
    Kekse:
    18.251
    Erstellt: 28.07.19   #1
    Hallo Freunde der tiefen Töne und die, die es werden wollen :hat:

    In Sachen E-Bass bin ich wunschlos glücklich, aber schon eine ganze Weile hätte ich gerne einen A-Bass fürs Songwriting zwischendurch, für kleine JamSessions, für den speziellen Sound beim Recording und einfach zum schnell-mal-Üben.
    Und der Markt bietet in fast jeder Preisklasse sehr interessante Instrumente, da ist für jeden (Geldbeutel) was dabei. Ich wollte jetzt nicht so viel ausgeben, weil ich mir nicht sicher war, ob ich wirklich häufig einen A-Bass benötige. Und nachdem ich sehr positive Erfahrungen mit einer Travelgitarre von HB gemacht habe, sah ich gute Chancen auch hier etwas gut Brauchbares für schmales Geld zu bekommen.

    Es wurde der Harley Benton B 25 M
    IMG_0793.JPG

    IMG_0792.JPG IMG_0800.JPG

    Die Wahl fiel nicht nur wegen des Preises auf diesen A-Bass. Mir waren auch Größe und Material Argumente.
    Der B25M ist nämlich recht klein und handlich und hat mit seiner 32" (813mm) Medium-Mensur eine angenehme Länge und Bundbreite der 20 Bünde für lässiges Gezupfe.
    Der gesamte Korpus ist aus Mahagoni gefertigt, welches seidenmatt-offenporig daherkommt und in der Größe eher einer kleinen Dreadnought entspricht. So passt der A-Bass auch in Gitarrenkoffer und-taschen für den Transport.

    Der Hals ist lt. Thomann aus (einem Stück) Ahorn und das Griffbrett aus Blackwood gefertigt. Der Zugang zum Spannstab findet sich über das Schallloch.
    Die verwendeten Hölzer des Korpus und das Finish des Halses fühlen sehr gut an und vermitteln ein angenehmes Spielgefühl (für mein Empfinden).
    Der Hals, ein flaches D, mit 400mm Durchmesser und 43mm Sattelbreite sind für meine Hand gut gewählt.

    Die Saiten (werksseitig D'Addario EXPPBB 0.45) werden über geschlossene Mechaniken in Chrome in Stimmung gebracht und halten diese stabil, dabei lassen sich die Mechaniken butterweich bewegen, was mir Wertigkeit vermittelt.
    Auch der Steg soll aus Blackwood hergestellt sein. Über das Material des Sattels schweigt sich Thomann aus. Ich vermute einfacher Kunststoff, der aber seinen Zweck gut erfüllt.
    IMG_0795.JPG IMG_0796.JPG

    Ich bin kein Erbsenzähler, schon gar nicht bei einem Instrument für 149 EUR, und auch nicht in der Qualitätskontrolle des Produzenten beschäftigt, aber an dem Bass gibt es auch nichts zu bemängeln. Aus dem Karton geholt, gestimmt und das wars: einsatzbereit :)
    Das Binding ist sauber (und hübsch), ein paar nette Dekoeinlagen gibt es und auch einen zweiten Gurtpin unten am Halsansatz
    IMG_0797.JPG IMG_0805.JPG IMG_0803.JPG IMG_0804.JPG

    Dann hat der B25M auch noch ein aktives Tonabnehmersystem (bezeichnet mit KLT 9A) mit integriertem Stimmgerät an Bord. Das Stimmgerät funktioniert zufriedenstellend und der Piezotonabnehmer liefert, im Zusammenspiel mit dem EQ (Bass, Midd1, Midd2, Treble), Presenzregler und Phasenschalter ein brauchbares Signal. Nicht schlecht auch die Möglichkeit, sowohl 6,3mm Klinke, als auch XLR Verbindungen zur Verfügung zu haben, um den Klang weiterzugeben.
    IMG_0799.JPG IMG_0802.JPG
    Im Vergleich gefällt mir das Signal der hochohmigen Verbindung besser, als das der niederohmigen. Ersteres hat mehr Klarheit, Druck und Dichte. Zweiteres ist eher flach und etwas leblos. Je nach Einsatz kann das aber auch besser passen.

    Das Tonabnehmersystem arbeitet gut, hat aber natürlich auch den typischen Piezosound, der mir nicht so gefällt. An einem Amp aber, mit entsprechender EQ-Einstellung (am Bass: Höhen raus, am Amp: Höhen dezent rein) geht das dann aber dennoch durch.

    Hier ist der B25M zunächst mit Mikofon abgenommen, dann über einen Ampeg Portaflex 20T und dann noch mal im Kontext zu hören:
    https://soundcloud.com/mjmueler/hb-b25m-sample

    Mir sagt der Klang sowohl ohne, als auch mit Verstärkung sehr zu. Der Bass ist bauartbedingt nicht sehr laut, kann sich aber gegen A-Gitarren gut durchsetzen, hat kein dickes Bassfundament, aber einen runden und griffigen Sound, der mir entgegenkommt. Und er hat eine gewisse Wärme und Präsenz im Klang, die gut gefallen.

    Fazit (ganz subjektiv)
    Ein toller A-Bass für den schmalen Geldbeutel, der gut klingt (ohne und mit Verstärkung), handlich ist, gut bespielbar, schick aussieht, gutes Gefühl vermittelt und sauber verarbeitet ist.
     
    gefällt mir nicht mehr 7 Person(en) gefällt das
  2. mjmueller

    mjmueller Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.08.14
    Beiträge:
    5.192
    Ort:
    Mondach Moin 8:15...Die Woch ziiehd sich widda!
    Zustimmungen:
    2.642
    Kekse:
    18.251
    Erstellt: 29.07.19   #2
    Moinsen :hat:
    Ich überlege gerade, ob ich nicht besser mal Flatwounds ausprobieren sollte. ZB die hier
    [​IMG]
     
Die Seite wird geladen...

mapping