Review: Spider II 30

von cyanite, 27.10.06.

  1. cyanite

    cyanite Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #1
    Also,

    Habe heute meinen Spider II 30 erhalten und nutze jetzt mal die erste Euporie um ein Review zu schreiben.

    Kaufgrund:
    Ich war so langsam genervt davon, das Rack (inkl. JMP-1 und G-Major) immer hin und her zu schleppen, die Sache mit Preamps (POD 2.0 und Sansamp Tri-AC hatte ich vorher) über mein Soundsystem (Creative Inspire 5700) war ich auch leid. Ich wollte einen fußschaltbaren kleinen Alleskönner-Combo, möglichst mit 12" Speaker und Recording Möglichkeit - Aufgrund der Investitionen in letzter Zeit ist meine Brieftasche doch stark strapaziert, daher sollte er noch möglichst günstig sein, und da Line6 den Spider II momentan zu Niedrigstpreisen rausschmeißt war es nur logisch, sich den Spider II 30 (155€) mal anzuschaffen. Zusätzlich noch den mit 27€ völlig überteuerten zweifach Fußschalter FBV-2 und fertig.

    Facts:
    Leistung: 30 Watt
    Speaker: 1x 12"; Celestion Custom
    4 Kanäle: Clean, Crunch, Metal, Insane
    2 Effektgruppen: Chorus Flange, Phaser, Tremolo & Sweep Echo, Tape Echo, Reverb - Je 1 Effekt pro Effektgruppe gleichzeitig
    Tap-Tempo-Taster für die Echo Effekte
    Gain Boost
    Noisegate
    Kopfhörerausgang/ Record Out zum Üben oder Recording
    Miniklinke-Eingang für CD/ MD/ MP3-Player etc.
    RJ45 Fußschalteranschluß

    Bilder:
    [​IMG]
    [​IMG]

    Bedienfeld und Anschlüsse:
    Für jeden der 4 Kanäle einzeln einzustellen und per gehaltenem Druck auf die entsprechende Taste abzuspeichern sind: Drive, Bass, Mid, Treble, Channel Vol, die beiden Effektgruppen inkl. Tap Tempo sowie die Sonderfunktionen "Gain Boost" und Noisegate. Bleibt noch der Master Regler und die Anschlüsse für CD / MP3-Player, Phones bzw. Recording und Fußschalter.
    Auf der Rückseite befinden sich außer dem Netzkabel keinerlei Anschlüsse oder Bedienelemente.

    Verarbeitung:
    Von den Materialien (Vollplastik) abgesehen gibt's eigentlich keine Kritikpunkte. Kein geklapper, alle Schrauben und Halter erfüllen ihren Zweck wie man es erwartet. Zum Fußschalter sei anzumerken, das er es gern etwas härter mag - einfach "antippen" reicht nicht, zum Treten empehlen sich Schuhe mit fester Sohle.

    Sound:

    1. Clean Kanal:
    Dieser Kanal ist in den meisten Fällen einfach nur clean. Er klingt dabei gut aber nicht außergewöhnlich, ich würde sagen, er erfüllt seinen Zweck. Die Regler greifen hier eher mäßig; Drive am Rechtsanschlag, Bridge Humbucker mit voll aufgedrehten Vol- und Tone-Potis ergibt hier einen clean Sound bei dem man erahnen kann dass es ein klein wenig anzerrt - vom Crunch ist man noch meilenweit entfernt. Gain Boost aktiviert: Nunja, ganz allmälich geht es mit einem etwas angerauhten Sound in richtung "Crunch" in seichtester Ausführung, Gain Regler natürlich weiterhin voll aufgedreht. Die Klangregelung arbeitet ebenfalls eher gemäßigt - richtig "warm" bekommt man den Sound eher nicht - die linken 2/3 der Mid und Treble Regelung haben kaum eine Wirkungskraft.
    http://www.cyanite.de/public/keep/spider-II-30-clean.mp3

    2. Crunch Kanal:
    Angeblich ein Plexi. Zugegeben; ich habe noch keinen echten gespielt, wage aber trotzem das Fazit "verfehlt". Crunch ist definitiv nicht die stärke des kleinen Spiders - Verwaschen, matschig, die Regler glänzen wieder nicht mit Effektivität und lassen einen dem Ultra-Weichspüler nicht viel entgegenzusetzen. Mit dem Gain Boost, der ein Zerrpedal mit geringer Gain Einstellung und hohem Outlevel ersetzen soll wirds dann noch ziemlich noisy. Wenigstens der Drive Regler zeigt sich von seiner flexiblen Seite, so dass dieser Kanal von "noch clean" bis "satt verzerrt" reicht.
    http://www.cyanite.de/public/keep/spider-II-30-crunch.mp3

    3. Metal Kanal:
    Kommen wir also zu den Stärken des gar nicht so kleinen Kastens. Dual Rectifier steht im Handbuch und ja, das Modell ist durchaus gelungen, charakterliche Anlehnungen ans Vorbild sind absolut wahrzunehmen. Von natur aus eher scoopy ausgelegt weiß dieser Kanal bei Gain auf 12 Uhr sehr zu gefallen. Er liefert einem dann ein schönes, sattes HiGain Brett, ohne zu sehr zu matschen. Von Mittelstellung der Klangregler aus kann man nun durch vorsichtiges Drehen in beide Richtungen eine weite Palette Sounds abdecken - von extrem aggressiv über sattes Mittenbrett zu einem dann doch etwas matschigen bassbetonten Sound. Links der Mittelstellung hat der Drive-Poti auf einmal wirklich brauchbare Crunch Sounds zu bieten - Spätestens jetzt wirds schade, dass man pro Model nur einen Kanal zur Verfügung hat. Der Gain Boost bewirkt nicht mehr viel, raut den Sound aber noch etwas an - Kann man rein tun, muss man aber nicht.
    http://www.cyanite.de/public/keep/spider-II-30-metal.mp3

    4. Insane Kanal:
    Gain, Gain, Gain und nichts als Gain. Doch, da ist noch was - Höhen ohne Ende, endlich einmal aber wirklich gut regulierbar üder das Treble Poti. Der Drive Regler überlässt einem die wahl zwischen viel zu dünnem (weil Treble only) "Crunch", zu dünnem (weil immer noch kein Bass) HiGain und einer dicken Wand aus Non-Plus-Ultra-HiGain. Scoopy: Ja. Schönfärbung: 100%. Pinch Harmonics: Ohhh ja. Dynamik: Ach komm, als ob... Es wird einfach alles gnadenlos glatt gebügelt, aber es hat auch wirklich einen gewissen Reiz. Und da man mit einer 30 Watt Transistorendstufe an nem einzelnen 12" Speaker wohl eher weniger versucht, mit einer ganzen Band zusammen zu spielen, muss man auf Schnickschnack wie Durchsetzungskraft oder Definition auch mal verzichten können. Gain Boost aktiviert, Drive auf Rechtsanschlag und man kann bei etwa Fernsehlautstärke anfangen, mit Feedback zu spielen - Au weia...
    http://www.cyanite.de/public/keep/spider-II-30-insane.mp3

    Effekte:

    1. Chorus Flange:
    Hätte Chorus nicht gereicht? Wie alle anderen Effekte auch hat dieser Mix aus Chorus und Flanger 1/3 des Reglerwegs eines Potis als einzige Regelmöglichkeit abbekommen. Bei steigender Intensität erhöht sich auch das Tempo. Beides lässt sich nur schwer regulieren, nimmt ziemlich schnell überhand und wird so eigentlich unbrauchbar - außer vielleicht für den ein oder anderen "verrückten" Sound.

    2. Phaser:
    Hier reguliert man mit dem Drittel an Potiweg nur das Tempo des Effekts - die Intensität des Phasers ist fest. Abgesehen davon, dass es nicht besonders gut klingt ist es also auch von den Einstellmöglichkeiten her recht unbrauchbar.

    3. Tremolo:
    Hier regelt man wieder die Intensität gekoppelt mit dem Tempo, vom langsamen auf und ab der Lautstärke bis zur schnellen und vollständigen Signal-Zerstückelung. Ergo wiederum beschränkter Nutzen.

    4. Sweep Echo:
    Tap Tempo einstellbar, Delay-Volume aber gekoppelt mit Geschwindigkeit des "Sweep" im Delay-Sound. Das "Sweep" ist irgendeine starke Modulation und klingt in etwa wie das Wort selbst - schwer, das genauer zu beschreiben. Ich bescheinige aber mal wieder eine geringe Praxistauglichkeit, abgesehen eben wieder von irgendwelchen "verrückten" Sounds.

    5. Tap Echo:
    Hier ist ja doch noch was zu gebrauchen! Tap Tempo logischerweise einstellbar, der Regelweg steuert lediglich die Intensität. Klingt blechern, aber es ist ein Delay.

    6. Reverb:
    Hier regelt man die Intensität eines Blech-Halls. Kann man sicherlich verwenden - Reverb ist eben Reverb - sollte dabei aber nicht zu viel erwarten.

    Noisegate:
    Das Noisegate kennt nur "an" und "aus", macht im Falle von "an" aber doch ziemlich genau das, was es soll - sehr nützlich, besonders im Metal sowie im Insane Kanal.

    Master Volume:
    Perfekt regelbar von von aus über "ist da schon was?", flüsterleise, leise, etc. bis zu Lautstärken die für den Hausgebrauch nicht benötigt werden. Ich habe ihn noch nicht aufgerissen, werd das aber bei Gelegenheit wohl mal im Proberaum machen, wo ich ihn dann auch mit meinem alten Spider II 212 (der jetzt meinem Bassisten gehört) vergleichen will - Ich erwarte mir da aber keine besonderen Überraschungen.

    CD / MP3 In:
    Erfüllt seinen Zweck voll und ganz! Klingt akzeptabel, eigentlich fast besser als ichs von sonem Gitarrenspeaker erwartet hätte, es macht Spaß, mitzuspielen - nettes Feature!

    Phones Out:
    Klinkestecker in den Phones Out und der Speaker des Combos schaltet sich ab. Positiv: Ja, Hier ist ein Speaker Emulator am Werk und macht seinen Job auch recht ordentlich. Zwar klingt es unter den Kopfhörern wirklich grausam künstlich, das möchte ich aber mal auf den Kopfhörer schieben, denn mit den Aufnahmen am Rechner bin ich hochzufrieden.

    Fazit:
    Ich muss zu geben, ich bin schon etwas begeistert von dem, was man beim Line6 Abverkauf für kleines Geld geboten bekommt! Ich bin mir fast sicher, dass dieser Amp das beste P/L-Verhältnis aller hier verfügbaren Übungscombos bietet. Er ist wirklich genau das, was ich mir von ihm erhofft hatte. Er klingt nicht außergewöhnlich, aber für einen 150€ Übungscombo einfach echt gut, bietet eine Reihe Effekte von denen die zwei wichtigsten, Delay und Reverb, sogar brauchbar sind. Zusätzlich einen Record Out zum Festhalten von Ideen (oder mehr?), einen CD / MP3 In für fröhliche Play-Along-Sessions und ganz wichtig: einen Fußschalteranschluss. Ich möchte bei dem Preis daher eigentlich wirklich eine weitgehend uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Kritikpunkt ist vielleicht der fehlende Effektloop, der aber für den Anwendungsbereich dieses Amps auch nicht zwingend nötig ist. Das geringe Gewicht macht ihn dazu noch einigermaßen Handlich, auch wenn er dank des Zwölfzöllers nicht unbedingt in einen Rucksack passt - da greift man wohl doch eher zum Microcube.
    Ich möchte anmerken, dass der positive Ausfall dieses Reviews nicht an meiner Neukauf-Euphorie liegt - ich hatte schon mal ein halbes Jahr lang das Vergnügen mit einem Spider II 212 und bin daher an den Sound gewöhnt; für den Proberaum war mir der dann aber langfristig doch entschieden zu Mager und ich halte bis heute nicht mehr viel von ihm als Amp für den größeren Zweck.

    Und auch wenns etwas dreist klingt: Wer sich irgendwie geholfen fühlt darf gerne auch bewerten - ich habe etwa 5 Stunden an diesem Review gesessen.
     
  2. Tuelle

    Tuelle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #2
    astreines Review.find ich gut.
    Die Soundsamples (welche im übrigen richtich geil geworden sind) passen irgendwie zum Äußeren des Amps :D (beim Metal-sample; der eine Riff is von Seether, oder? Back to the remedy?)

    sehr schönes Review möcht ich mal sagen :D

    EDIT: erster :D :D :D
     
  3. cyanite

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    Erstellt: 27.10.06   #3
    Ja, da is einiges von Seether drin in den Samples... Sympathetic, Because Of Me, Remedy (ohne back to the ;) ), Truth
    Ansonsten wären da noch Smile Empty Soul, die Deftones, Pearl Jam und einmal Evanescence-Anleihen... wer sie findet darf sie behalten :o

    edit: Um diese Zeit erster zu sein ist aber auch ein Kunststück ;)
     
  4. edeltoaster

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    Erstellt: 27.10.06   #4
    155€ ??!! ich glaub ich kauf mir auch einen,ohne scheiss jetzt;)
     
  5. Sinister

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    Erstellt: 27.10.06   #5
    da sind wir schon zwei. Ich denke auch drüber nach. Hatte ja schonmal ne Spider EINS :D
    Aber an den Soundsamples sieht man mal wieder eins. man hätte mir auch sagen können das sei ein Mesa, Plexi, Fender was auch immer - ich hätts nicht gehört. Nur wenn ich selber die verschiedenen Amps spiele merke ich natürlich den Unterschied. Wie schauts eigentlich mit dem Kopfhörerbetrieb aus?

    PS: Gab ne Bewertung :great:
     
  6. cyanite

    cyanite Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #6
    Der Kopfhörerausgang is ja der Record Out, habe ja auch schon was dazu geschrieben im Review... Wenn du mehr wissen willst musste etwas präziser fragen ;)

    edit: thx ^^
     
  7. Sinister

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    Erstellt: 27.10.06   #7
    okay - dann anders gefragt. Vermittelt das Spielen über (Studio) Kopfhörer den Eindruck einen Amp zu spielen? Stimmt der Sound in etwa mit dem überein was aus dem Lautsprecher kommt?

    :)
     
  8. cyanite

    cyanite Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #8
    Die Aufnahmen bewegen sich recht nah an der Realität, finde ich, wobei natürlich kein PC Lautsprecher den "Eindruck" machen kann, den ein Gitarrenamp macht. Wenn ich mir die Samples anhöre finde ich aber, kann man sich ganz gut vorstellen, wie er in echt klingt.
    Unter den Kopfhörern die ich hier habe klang es völlig unecht und richtig nach Plastik, aber ich weiss nicht, wie es mit anderen Kopfhörern wäre - Das Signal ist ja defakto das gleiche, ob am andern Ende des Kabels ein Kopfhörer hängt oder ein PC.
     
  9. Sinister

    Sinister Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #9
    alles klar. danke dir. Muss ich mir überlegen. im moment habe ich einen ganz guten Sound mit einem übersteuerten Mic Röhren Preamp, angeplasen von einem Tubescreamer in einen cleanen MicroCube an einer HK 1x12 :screwy:
     
  10. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #10
    okay,hab grad die aufnahmen gehört,die find ich wirklich mies!bei allen amps die ich kenne ist dieser kopfhörerausgang völlig für den arsch:rolleyes: naja,kenn den spider II (glaub war auch der 30er) ja aus dem musikladen und war wirklich etwas positiv überrascht!war früher meinen h&k combo (edition silver) gewohnt und was meine freunde so hatten...da klingt sowas schon klar besser.
     
  11. The-Tosch

    The-Tosch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #11
    auch von mir erst einmal ein dickes Lob für dein Review. Das Lesen hat wirklich Laune gemacht, und man bekommt einen guten Eindruck von dem Amp!

    Allerdings - Um das Preis/Leistungsverhältnis beurteilen zu können, wäre dann aber schon ein Blick über den Tellerrand notwendig gewesen. Das ist halt immer schwierig, da man ja die Herausforderer zumeist nicht direkt verfügbar hat - schade eigentlich :D

    Zumindest preislich in derselben Liga spielt ja auch der Vox AD30VT, den ich persönlich nach dem Hören deiner Samples nach wie vor vorziehen würde. Neben der Vox-Simulation haben mich auch der Fender und der Marshall bei dem Teil absolut überzeugt (habe mir dann allerdings das Tonelab SE gekauft, da ich mich von meinem Jazzchorus nicht trennen wollte...). Bei Amazona.de findet sich dazu ein recht gutes Review mit Soundbeispielen.

    Um es nochmal zu betonen - es handelt sich um meinen persönlichen Eindruck!

    Nochmal Hut ab wegen deines schönen Berichtes!

    cu
    Tosch:great:
     
  12. cyanite

    cyanite Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #12
    der Vox AD30VT spielt mit seinen 280€ Neupreis in einer ganz anderen Preisregion.
    Die ganze 150€ - Konkurenz aufzuzählen wäre jetzt etwas zu viel, aber ich behaupte ohne ausgiebigen Test, dass der Spider einfach mehr bietet: MG15, Cube 20X, Vox DA 15 und Konsorten sind alle schwachbrüstiger und haben vorallem meist nur 8" oder 10" Speaker, teilweise keine Effekte, keinen Recording Out, und dazu klingen sie dann meistens auch noch deutlich weniger gut, meine ich ;)
     
  13. Lum

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    Erstellt: 27.10.06   #13
    Gelungenes Review... allerdings finde ich den Spider als Anfangeramp eher schlecht. Man kann seinen Ton oder seine Sauberkeit bei verzerrten Riffs nur schwer trainieren/weiterentwickeln, da der Amp viel komprimiert und sich eben teilweise (insbesondere im Verzerrten) über das gespielte vom Gitarristen drüberlegt.

    Ein Anfänger wird zwar gut klingen, für den Anfang, allerdings wenn er an einen andren "ehrlicheren" Amp drangeht, sein blaues Wunder erleben..
    Die Spider und Flextone-Serie find ich eben dann gut, wenn es an Live-Auftritte geht, wo man einfach schnell einen authentischen Sound braucht, da ist es auch nicht so schlimm, wenn er ein paar Fehler ausbessert *schmunzelt*
     
  14. Orthanc

    Orthanc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #14
    Klasse Review!!

    Aber um ehrlich zu sein gefällt mir die "Metal-Zerre" des Amp gar net.
    Kann natürlich sein, dass das an der Aufnahme liegt und über den Speaker anders klingt, aber so gefällt es mir net.
    Naja morgen werde ich wahrscheinlich den großen bruder den 112er testen. Dann kann ich mich selber überzeugen.
     
  15. Götterfunke

    Götterfunke Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #15
    Sehr schönes Review; die soundsamples find ich auch nicht schlecht
     
  16. cyanite

    cyanite Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #16
    Bedingte Zustimmung. Richtig - Dynamik hat er recht wenig, Gain enorm viel. Aber man muss sich mal umsehen was so im Preisrahmen eines Gitarreneinsteigers liegt. Und bei den Modellen die man so bis 180€ bekommt glaube ich nicht, dass man einen Amp bekommt, der viel Dynamik bietet. Einsteigeramps klingen ja oftmals so grausam, dass man lieber trocken spielt, und nie auf die Idee kommen könnte auch nur nach irgendwelchen qualitativen Merkmalen wie Dynamik, Ehrlichkeit etc. ausschau zu halten.

    Dazu finde ich, macht es einfach auch Spaß, die kleine Kiste zu spielen - Es ist eben irgendwie auch noch mehr "Spielzeug" (im positiven Sinne), als die üblichen Einsteigergeräte. Und das wichtigste ist für Einsteiger doch eben der Spaß am spielen.
     
  17. stollentroll

    stollentroll Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.06   #17
    Super Review! Ich denke auch gerade darüber nach mir 'nen Spider zuzulegen, weil die Kisten einfach wahnsinnig vielfältig sind und für zu Hause und im Proberaum (naja, vieleicht eher 75W) allemale aussreichen. Hatte eigentlich schon mit dem Spider III geliebäugelt, aber bei dem Preis sollte ich vieleicht mal über den IIer nachdenken.
    Hast du den Amp mal mit Band getestet? Hat der genug Durchsetzungskraft?
     
  18. noshit

    noshit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.06   #18
    also!

    ich bin ueberhaupt nicht zufrieden mit dem amp. ich hab schon nbisschen was von dem erwartet, aber nich mal das bringt er.
    er ist vollkomen digital, ich denk er is sogar kein transistor. weiss nicht ob das geht, und was er dann ist, auf jeden fall scheints nicht ein transistor zu sein. Da bitte ich euch leute mir weiter zu helfen und mir sagen ob das ueberhaupt geht.
    er hat vier verschiedene channels, die man per knopfdruck oder fussschalter switch-en kann. ein 3-band eq, baesse, mitten, hoehen, ein level-poti, 6 effekte die mittels 2 potis bedient werden, und ein master volume. achso, und noch ein drive-regler. alle eingaenge sind vorne.
    und nun konstruktive kritik! ;)

    positiv:
    1.gut verarbeitet sieht aber ein wenig billig aus (viel plastik).
    2.trotzdem robust und stabil.
    3.clean channel (1.) klingt gut, wirklich gut. das haette ich nicht erwartet. crunch channel (2) klingt auch relativ gut, nicht besonders, aber verwendbar!
    4.ganz schoen laut, wenns sein muss.
    5.gleicher sound wenn man leise/laut spielt,is konstant.

    so, das wars eigentlich schon, positives. zu den einzlenen puntken, werd ich gleich nachteile angeben, unten, ich wolltes nur ein wenig trennen.
    jedoch ist der gute clean und crunch sound meiner les paul zu verdanken. ich will nicht angeben, aber die klingt wirklich gut, mein neues baby ist wirklich ein schatz, was fast in schlamm untergegangen waere... is halt ne alte klampfe mit gibson pickups, und die bringts einfach. ich hab den amp hauptsaechlich damit getestet. schliesslich hab ich dann auch mit einer showmaster das alles probiert. warum? weil ich davon ausgegangen bin dass sich keiner mit einer teueren gitarre sowas kaufen wird. ich hab mir einfach gedacht, dass das ein amp ist fuer die preisklasse ~250 E (maximal) was die gitarre angeht.

    so. alles was mit der LP positiv war, is um mindestens 50% gesunken als ich die showmaster zur hand nahm. leider. gitarre macht halt sehr viel aus. ALSO: bei einer minderweritgen klampfe, wird der amp grottenschlecht. Man braucht eine gute; wenn man aber schon eine gute axt hat, dann wuerde ich mir nie im leben DAS hier kaufen... so!

    negativ:
    zu punkt 3. von den positiven:
    1. sehr schwer einzustellen. die regler sind alles andere als linear. d.h., dass du lange dran drehst, und es passiert nix, und auf einmal, hast du 100 mal so viel bass. man findet auch wirklich schwer eine gescheite kombination, fuer einen guten, reinen clean sound. ich hab das alles noch zusaetzlich mit meinem effekt (boss me50) ausgebessert, bis es einigermassen gut klang.
    2. der sound matscht sehr. den kriegt man einfach nicht transparent genug. immer dumpf und st(r)umpf...:) bass is IMMER da. man kann ihn einfach nicht genug zurueckdrehen. die mitten sind sehr scheisse, was gerade sehr wichtig ist. eben weil es matscht, kann man den cleanen channel nicht fuer externe zerrer verwenden. was wirklich kacke ist. man will ja nicht immer die 3 zerren vom amp haben. ich habs, nach stundenlanger experiment-arbeit, nicht geschafft.
    sobald man ein wenig mehr zerre ins crunch stecken will, gehts steil bergab. es matscht so sehr, wirklich kacke.
    der crunch channel: generell spiel ich crunch sehr gerne, also nur nbisschen verzzert, eine kopie vom marshall plexi, angeblich. ist aber bei weitem nicht marshall-maessig, der sound. entweder wenig zerre drin, und dann ist er halt nur ein clean mit zu wenig distortion, und das is selten verwendbar, oder wenn man mehr reinmacht, matscht er und verliert an transparenz. der sollte schoen GLASIG sein. man kann sound schlecht erklaeren, aber das beste waer vll FLACH.

    zu punkt 4. von den positiven:
    1. man kann die kaum verwenden, die letzten beiden channels. also ich find die beschissen, kuenstlich und flach. ein metal sound, oder ein halbwegs aggressiver rock sound muss durchdringend sein, den muss man deutlich hoeren. hier gibts keine durchsetzungskraft. es ist relativ viel matsch. kaum ueber ein viertel mehr zerre und schon ist es definitiv vorbei mit dynamik, attack und einzeltoene. der eq spielt in dem bereich voellig verrueckt, sprich, er erfuellt seinen zweck ueberhaupt nicht.bass ist voll daneben, die mitten kacke und die hoehen machen nichts. Er mag viel gain bieten und so, aber der ton kommt nicht richtig rueber. Er hat ein gewisses etwas, das schon stimmt, klingt also schon nbisschen in richtung rectifier oder was auch immer, aber es fehlt trotzdem noch jede menge..

    so jetzt mal was zu den effekten:

    jetzt kommts: ersten find ich den schalt-modus kacke. du hast insgsamt 6 fx, die du mittels 2 reglern steuerst. sozusagen 3fx pro schalter. mit dem ersten chorus+flanger (was schon einmal schlecht ist, weil man die beiden nicht separat einschalten kann), phaser und tremolo. tremolo kann ich gar nicht verwenden.
    mit dem 2ten regler stellt man delay ein, reverb oder echo.
    erstens muss zu allen 6fx gesagt werden dass die GENERELL nicht nur mit einem parameter gesteuert werden koennen, in diesem fall INTENSITAET. das is alles was du hier machen kannst. dazu kommt noch dass die intensitaet wie auch immer viel zu hoch ist. du kannst zb nicht EIN BISSCHEN chorus reinmachen, was meistens erwuenscht ist. die effekte sind also viel zu "krass". qualitaet ueberzeugt mich ueberhaupt nicht. du kannst zwar den delay/echo mittels tap-button einstellen, aber das wars auch, und das fand ich nie die beste loesung. hab ich uebrigens auch bei meinem effekt-geraet, verwende es aber nie.
    schlussgfolgerung - ich wuerde die effekte vom amp nie verwenden. passen einfach nicht. viel zu present, zu laut, durhcdringend und sound-alternd. Und künstlich.


    und jetzt mal was zum pedal ,das mit den 4 schaltern und dem volume/wah pedal, was man AUF JEDEN FALL zurueck schicken sollte, auch wenn man sich letztendlich dafuer entscheidest den amp zu behalten...:DD


    erstens is es viel zu teuer fuer was es machen kann. genauer, es kann master-volumen einstellen und du kannst die 4 channels auswaehlen. was nicht schlecht ist. Achso, und tap-funktion fuers echo und delay. aber das wars. du hast auch eine wah funktion die aber schlechte qualitaet ist und die man nur sehr schwer, nur ausm stehen, und mit viel druckkraft einschalten kann. effekt kann man mit dem ueberhaupt nicht ein oder ausschalten. und das wars eigentlich. also ich wuerd nie im leben fuer ein channel-switch und volume pedal 100 euro zahlen!! da zahlst du 5 mark und kaufst dir ein analoges, passives volumen pedal und das wars. Oder aber, mal 77eusen fuern dunlop wah hinhauen, da hat man was anstaendiges.
    Das line6 pedal ist aber wirklich ueberteuert und sinnlos..



    so...
    das wars eigentlich.
    Meine meinung: lieber in der gleichen preisklasse, ZB einen kleinen mg-marshall holen , da hast du zumindest einen anstaendigen sound, marshall halt, einen ordentlichen clean channel und den legendaeren marshall-distortion. Oder was auch immer, einen fender, was weiss ich.
    Ihr merkt aber, ich bin nicht wirklich der digitale typ. Ich bin einfach der meinung dass es die halbleiter einfach nicht bringen.



    MEINE MEINUNG!


    ps. und er is verdammt schwer, dieser rotzer...:p



    ---------------------------------------------------



    zur aufklaerung: den amp habe ich auf wunsch eines kumpels bestellt und fuer ihn getestet, da er sich noch nicht auskennt.
     
  19. stollentroll

    stollentroll Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.06   #19
    also alles kacke ;-)
    Ganz schön anstrengend zu lesen... also, wenn ich Dich richtig verstanden hab, dann nein, das geht nicht! Daß der Amp digital arbeitet sagt nichts über die Art des Verstärkers aus, nur daß das Signal digital moduliert wird. Theorethisch kannst du in so einen Amp auch 'ne Röhre einbauen, wie Vox das, meines Wissens, bei den Valvetronics macht.
    Röhre/Transistor=Verstärker
     
  20. noshit

    noshit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.06   #20
    achso, also generell bei allen valvetronics? ich denk marshall hatte da mal auch was..
    sind es dann nicht diese halbroehren? oder halbtransistoren? sozusagen die vorstufe mit roehren bestueckt, und die endstufe transistor. oder umgekehrt? ist es das?
     
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