Richtig zählen und betonen!

von marconada, 19.01.06.

  1. marconada

    marconada Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.11.03
    Zuletzt hier:
    28.07.16
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 19.01.06   #1
    Wie zählt und betont ihr eigentlich Achtel-Triolen bzw. den Blues-Shuffle?

    Für Achtel-Triolen kenne ich folgende Möglichkeiten:

    1.ei-ner-lei, zwei-er-lei, drei-er-lei, vier-rer-lei
    2. 1-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4-da-da,
    3. 123, 223, 323, 423
    die Betonungen liegen hierbei immer auf den Grundschlägen 1, 2 , 3, 4
    Ich hoffe bis hier mach ich alles richtig ansonst bitte korrigieren.

    Nun komm ich endlich zur Sache:
    Wenn ich einen 12 taktigen Bluesshuffle spiele, so wird von der Triolenachtel die mittlere Achtel weggelassen und kann entweder diese als Pause oder die erste Achtel wird um eine Achtel länger ausgehalten spielen.

    Meine Frage 1: Wie zähl ich hier am besten so wie oben beschrieben unter Punkt 1-3 (123, 223, 323, 423 was bei 12 Takten bei einem Durchgang ein ganz schöner Aufwand ist.

    Meine Frage 2: Der 12 Takte Standardblues hat 3 Sequenzen mit folgende Grundstruktur
    1.Sequenz T T T T,
    2.Sequenz S S T T,
    3.Sequenz D S T S

    Will man hier mitzählen und nicht durcheinander bzw. auf die Frage antworten:
    Hab ich denn die 2. Sequenz schon mit 4 Takten gespielt? - Habe ich folgende Zählhilfe schon gesehen

    1.Sequenz: 1-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4-da-da / 2-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4-da-da / 3-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4- da-da / 4-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4-da-da,
    2.Sequenz: 1-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4-da-da / 2-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4-da-da / 3-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4- da-da / 4-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4-da-da,
    3.Sequenz: 1-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4-da-da / 2-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4-da-da / 3-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4- da-da / 4-da-da, 2-da-da, 3-da-da, 4-da-da,

    kennt jemand eine Alternative!

    Gruß marconada!!!
     
  2. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.10.05
    Zuletzt hier:
    27.10.11
    Beiträge:
    888
    Zustimmungen:
    11
    Kekse:
    867
    Erstellt: 19.01.06   #2
    1-da-da, 2-da-da? ein seeehr merkwürdiges Problem... Warum besteht denn überhaupt die Notwendigkeit, da irgendwas mitzuzählen? Auf welcher Zählzeit man sich gerade befindet, hat ein blues-Spieler doch sowieso im Blut...:D
    und was den blues-Rhythmus angeht, mit der zweiten "weggelassenen" triolischen Achtel, würde ich sagen, ist das einfach ganz analog zu jedem anderen Metrum, wo auf eine Zählzeit nichts gespielt wird: einfach ganz normal weiter zählen?!
     
  3. marconada

    marconada Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.11.03
    Zuletzt hier:
    28.07.16
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 19.01.06   #3
    Wer hat noch irgendwelche Ideen?
     
  4. Daniel

    Daniel Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.08.03
    Zuletzt hier:
    3.01.12
    Beiträge:
    240
    Ort:
    Tralee
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    98
    Erstellt: 26.01.06   #4
    Ich würde es zählen, wie man es spielt:


    1 und 2 und 3 und 4 und
    2 und 2 und 3 und 4 und
    3 und 2 und 3 und 4 und
    4 und 2 und 3 und 4 und

    -> danach wieder von vorne beginnen.

    Die mittlere Triole würde ich einfach beim Zählen rauslassen.
    Die Zahlenwerte länger aushalten und das "und" immer nur kurz
    (quasi als 3. Triole).

    Ich hoffe, dass ich dir damit ein bisschen weiterhelfen konnte.

    Gruß,

    Daniel
     
  5. Pianoclaudia

    Pianoclaudia Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.02.06
    Zuletzt hier:
    13.11.16
    Beiträge:
    161
    Ort:
    nähe trier
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    23
    Erstellt: 02.03.06   #5
    also ich finde deinen möglichkeit zu zählen eigentlich ganz gut, aber daniels idee ist auch nicht schlecht, einfach mal ausprobieren...
     
  6. Schäfle

    Schäfle Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.12.05
    Zuletzt hier:
    5.05.11
    Beiträge:
    322
    Ort:
    Menden, Nähe Dortmund
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    179
    Erstellt: 05.03.06   #6
    1-to-co-2-to-co-3-to-co-4-to-co...

    Gruß
     
  7. Korittke

    Korittke Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.11.04
    Zuletzt hier:
    29.07.09
    Beiträge:
    538
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    166
    Erstellt: 20.03.06   #7
    1-ka-ka-2-ka-ka-3-kaka-7-ben-ka
     
  8. mosel

    mosel Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.03.06
    Zuletzt hier:
    2.09.08
    Beiträge:
    48
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 21.03.06   #8
    ich lernt man es eigentlich veerschieden ryhtmen gleichzeitig zu spielen/singen...? also wenn ich gitarre spiel und die anschlags art nicht serh komplex ist kann ich dazu singen aber wenn die anschlags art eher unregelmäßig ist wird das nichts,.,,,

    gibts da gewisse übungen?? ..
     
  9. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.05.05
    Zuletzt hier:
    25.07.13
    Beiträge:
    607
    Ort:
    Paderborn
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    404
    Erstellt: 04.04.06   #9
    Ups,
    das sprichst du ein grundsätzliches Problem an. Ich würde sagen, dass man die Triolen gar nicht zählt, die Takte schon. Sehr langsame Tempi sind dabei nicht so einfach, haben aber nichts mit Takten zu tun, sind eben Tempi.
    Eigentlich ist die Formulierung Triole auch nicht richtig, denn der Begriff ist nur eine Hilfskonstruktion europäischer Musiktheorie wie so manch anderes auch. die Musitheorie spricht, nein, sprach, sprach auch z.B. korrekterweise von "Syncopenartigen Bildungen" und nicht von Syncopen.
    Wir haben nämlich zwischen zwei Systemen zu unterscheiden, dem 10er und dem 12er System. Letzteres ist z.B. auf unserer Uhr noch zu finden, welche den Tag in 12 Stunden taktet.
    In den 60er jahren gab es eine Bestrebung der Nasa die Uhr in 10 Stunden aufzuteilen. Computer und Taschenrechner gab es für die Berechnung des Zeitfensters für den Mondflug noch nicht, die machten das mit dem Rechenschieber und da war die 12er Teilung extrem ungünstig. Ansonsten haben die Engländer, die Amis und die Klempner noch Zollmaße. Also mittelalterliche Relikte des 12er Systems.
    Ein echter Neger erklärte mir mal, dass die Kinder seiner Heimat heute noch im 12er System zählen lernen, also 123 456 789 ... .Wenn man so zählt und geht, hat man ein anderes Körpergefühl und darauf kommt es eben an.
    Man stelle sich vor, 6 Personen würden einen schwergewichtigen Sarg zu Grabe tragen. Wenn die das im europäischen Marsch machen würden, so mit links zwo drei vier, hätten die blaue Flecken auf den Schultern. Schaukeln dagegen geht. In etwa entspricht auch der englische Stopschritt Marsch dem alten System. In alten Zeiten galt auch, dass Klassiker und Jazzer nicht zusammenkommen können. Man muss sich eben entscheiden welchem System man zugehört. Beides geht wirklich nicht, da kommt bloß Zickenjazz oder schlampige Klassik bzw. Pop bei rum. Das, was sich heute so Jazz nennt kennt die feinen Unterschiede nicht mehr, sie sind im modern Jazz kein Thema. Der Blues und der echte Jazz sind Fußgängermusiken. Doch das ist noch ein anderes Thema. Zudem Musik im Rhythmus, nicht im Takt, das zudem Einfluss auf die Akzentuierung hat - auch das ein anderes Thema.
     
Die Seite wird geladen...