Richtiges Einstellen eines TAP-Delays

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ronnie
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Hallo,

Ich hätte eine Frage zum TAP-Delay (wo man die Delayzeit auf Knopfdruck anpassen kann).

Wie ermittelt man die Delay-Zeit, dass man kein herkömmliches Echo erhält, sondern, dass der Sound einfach extrem fett wird?
Also, dass sich das delay-Signal perfekt mit dem Eingangssignal mischt, so dass es zu einer positiven Überlagerung kommt, die diesen genialen Druck erzeugt:rock: .

Wie muss ich die Delay-Zeit wählen, dass ich eben genau soetwas hinbekomme:confused: ?

Muss die Delay-Zeit der Zeit zwischen einem Taktschlag zum anderen entsprechen, oder der Zeit von einem Takt zum anderen?

Gibt es da irgend eine Faustregel?

Ich hoffe ihr versteht was ich meine.:redface: :great:
 
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ich schätze mal du meinst so nen Breit ziehen dann solltesd du es mal so zwischen 100-350 Ms versuchen
 
Gebrüder Schall schrieb:
ich schätze mal du meinst so nen Breit ziehen dann solltesd du es mal so zwischen 100-350 Ms versuchen

Was willst du denn genau machen? Ein Tapdelay ist deswegen zum tappen, damit du während des Songs ein Echo im Songtempo programmieren kannst.

Wenn du den Leadgesang anfetten willst dann bietet sich ein Delay mit Feedback 0 und einer Zeit zwischen 50-120ms an. Besonders interessant wird es wenn du ein Stereo-Delay mit unterschiedlichen Delayzeiten für den linken und rechten Kanal zwischen 50 und 120ms nimmst.
 
Wenn du den Leadgesang anfetten willst dann bietet sich ein Delay mit Feedback 0 und einer Zeit zwischen 50-120ms an. Besonders interessant wird es wenn du ein Stereo-Delay mit unterschiedlichen Delayzeiten für den linken und rechten Kanal zwischen 50 und 120ms nimmst.
Das mein ich.
Aber ist das bei jedem Song gleich? Das kommt doch auch auf das Temp an, oder?
Was genau bedeutet Feedback 0?
 
ronnie schrieb:
Das mein ich.
Aber ist das bei jedem Song gleich? Das kommt doch auch auf das Temp an, oder?
Was genau bedeutet Feedback 0?

Feedback 0 bedeutet, dass das Delay genau eine Wiederholung hinzufügt.
Es kommt in dem Fall nicht auf das Tempo des Songs an, da du ein Signal mit einer so kurzen Verzögerung nicht hörbar vom Orginal unterscheiden kannst, und das willst du ja auch nicht erreiche. Der Gesagn wirkt deswegen fetter, weil es dadruch zu Überlagerungen in den entsprechenden Frequenzen kommt. Wenn du ein hörbares Echo erzeugst machst du zuviel des guten und die Sprachverständlichkeit leidet. Bei zu kurzen Delayzeiten bekommst du dann Phasenauslöschungen und der Klang leidet.
 
Ok danke!

Dann spiel ich mich mal damit.
 
Ich hole den Fred jetzt mal aus der Versenkung (SuFu sei Dank), da ich eine grundsätzliche Frage zum Thema Tap-Delay habe:

Ich lese in diversen "Side-Rack"-Freds immer wieder, dass man für Vocals einen Hall und (evtl.) ein Tap-Delay braucht. Was macht man eigentlich genau mit dem Delay?

Nimmt man das prinzipiell wie oben beschrieben zum "andicken" des Leadgesangs (und nur von dem, oder auch von den Backing Vocals?)? Oder bastelt man damit auch solche extremen Effekte wie:

"Hallo?" - "Hallo?" - "Hallo?" - "Hallo?" - "Hallo?" (ausklingend, im Takt des Songs)

Oder weshalb sollte man sonst noch ein Delay dabei haben?

Und was noch wichtiger ist... welches sollte der geneigte Musiker der Band zulegen?
Tut's da für den Livebetrieb ein gebrauchtes Multi-FX mit Tap-Funktion (Alesis Quadraverb hat das glaube ich) oder muss es die tc-electronics-Variante ab 500 Euronen sein? Zum Vergleich: Die Band nutzt Mixer und Dynamikbearbeitung von Uli B. und ein Microverb als Hall...

Gruß, Frank
 
hallo.
mein erster beitrag hier im forum!
tra-raaa... :rock:
meiner-einer ist seit 1985 aktiv.
am mischpult und so... nur mal so als hintergrund.


das thema delay ist scheinbar etwas erklärungsbedürftig.
ganz wichtig: ein echo ist ein spezieller effekt, der nicht zu jedem song passt ;)

ein sehr kurzes echo kann zum andicken von stimmen benutzt werden, das ist richtig.
ich habe vor jahren mal ein paar selbstversuche gemacht und mir das notiert.
- bei verzögerungen bis etwa 10ms ergeben sich hörbare klangliche beeinflussungen durch kammfiltereffekte (frequenzauslöschungen)
- über ca. 15ms werden stimmen langsam verwaschen
- ab ca. 30ms wird das delay langsam hörbar
- ab 40ms leidet die sprachverständlichkeit deutlich (in der literatur wird von 50ms ausgegangen)
- um die 80 bis 150ms bekommen wir ein sog. slap-back echo, auch "elvis"-echo genannt.
- darüber sollte das echo unbedingt an das songtempo angepasst werden.

passend sind meist delays in 1/4 Noten
bei einer 120er geschwindigkeit (BPM) sind das dann 500ms.
natürlich sind je nach song auch punktierte viertelnoten oder triolen (oder wie der kram heisst :) ) noch besser. das muss man aber ausprobieren (oder WISSEN :rolleyes:)

beim feedback (das sind die echo-wiederholungen) kommt es wieder ganz auf den song und das eigene empfinden an. es sollte so eingestellt werden, das es nicht zu sehr verschmiert.

aber wie immer gilt:
nichts MUSS! - alles KANN!
effekte sind nunmal effekte...

in diesem sinne
einen schönen abend

PS: die qualität eines delays ist IMHO nicht entscheidend, eher der geschickte einsatz desselben. wenn ein gerät eine tap-funktion hat und man die feedbacks einfach regeln kann, ist es schon geeignet für den zweck.
mit dem D-Two kann man noch ein paar andere nette spielereien machen (z.b. rythmisch verschobene delays), aber die sind nicht zwingend nötig.
 
oha, hoher badischer besuch, welch glanz in unserer Hütte ;)
Erstmal herzlich willkommen hier bei uns :)

ich kann mich deinem post nur anschließen, würd ich so unterschreiben.
generell finde ich das Thema delay recht harmlos, es ist eben ein Effekt, und sowas ist Geschmackssache.
Man kann die Dinger trocken fahren, mit nem netten reverb kombinieren, nur anfetten, nur echos fahren, oder beides kombiniert oder oder..

Passt es denn ins Gesamtbild ist es gut, zerbricht es dieses oder fällt zusehr heraus ists eher unpassend..

ist einfach abhängig vom mix und der musikart wie weit man da gehen kann...
 

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