Hi
komme gerade auf Hamburg und war dort im Musikladen.
Habe mich ein wenig umgeschaut und habe immer mit Strats geliebäugelt.
Nunja die American Standard kenne ich schon von einem Kumpel und nunja, da viel mir dann was ein - ne Road Worn.
Ich spielte sie erstmal eine halbe Stunde an um dann erfreut festzustellen, dass auch noch neue Saiten drauf waren - also erstmal richtig benden, damit die Stimmstabilität kam.
Zur Optik:
Der Body ist ganz nett gemacht - es wirkt nicht zu viel, manchmal etwas komisch ("wie kommt denn da ein dong hin?"

) aber da kann man drüber hinwegsehen. Es ist halt wie 3121funk schon sagte, nicht unbedingt natürlich.
Der Hals war mir etwas zu viel am Griffbrett - in den tieferen Bünden war der Lack fast komplett weg => wieder etwas unnatürlich.
Die Halsrückseite war soweit ganz nett und ließ sich super greifen - genau mein Profil und so wie ich es bei Strats mag - kein Lack

Zu den Mechaniken, Potis & Pickguard:
Mechaniken sahen gut aus, da gabs wirklich nichts zu meckern - soweit stimmstabil. Die Verstimmung nach Tremoloeinsatz konnte ich nun nicht beurteilen, da es nicht zum Einsatz des Tremolos kam.
Die Potis waren soweit gut geaged, was mich störte war das Pickguard. Es wurde von einem gelben Rand "geschmückt" - quasi ein Burst ins brandneue weiß hinein. Da hätte man einfach generell ein dunkleres Pickguard nehmen sollen - außerdem hat es zwischen den Schrauben Wellen geschlagen.
Zum Sound:
Das typische Singlecoil brummen - aber großes Plus. Sie ließ einfach nichts piepen. Es kam einfach nicht dazu. Getestet wurde sie am neuen Fireball 100 von Engl und am Hughes&Kettner Statesman.
Den Fireball mochte nicht nur ich, sondern auch die Gitarre

Wunderbar perlige Cleantöne und ein absolut ansprechender Distortion Kanal. Bei dem Amp hab ich mal wahrgenommen wie es ist, wenn man immer gesagt bekommt "mit einer Stratocaster kann man eindeutig auch Metal und sonstige härtere Sachen spielen".
Sie lieferte ein gutes Fundament und schnitt sich ihren Weg durch den Raum - kürzer Dreher am Volumepoti und zack wurde der Amp wieder zu cleanen Sounds oder Crunch verdonnert. Da sah man wie gut beide aufeinander reagierten. Beim Statesman passte der Crunch Channel mehr zu mir. Denn wenn ich eine Strat in der Hand halte kippt bei mir ein Schalter um und in meinen Fingern wollen aufeinmal alle möglichen, je gelernten Blues-Licks raus. Aber nunja das lag am Soundbild des Amps - der war halt klassisch und der Engl modern.
Soweit eine Super Gitarre, die es durchaus wert ist gekauft zu werden und mich schon überzeugt hat. Aufpassen muss man dennoch trotzdem bei kleinen Feinheiten in Sachen Verarbeitung.
mfg KG