Röhrenamp Bausatz min. 40W und klanglich Richtung Engl/Diezel/Mesa?

Cysign
Cysign
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
07.01.26
Registriert
23.11.11
Beiträge
550
Kekse
748
Ort
Aachen
Moin zusammen,
ich hab die letzten Tage nochmal nach Röhrenampbausätzen gesucht, da ich irgendwann mal nen eigenen Amp bauen (und modifizieren) können will. Da wär ja nen Bausatz ziemlich spannend denke ich.
Ich hab zwar schon am ein oder anderen Amp rumgeschraubt und Modifikationen gemacht, aber bei Röhrenamps hatte ich immer son mulmiges Gefühl, weil ich nicht wusste, wo gengu gefährliche Spannungen anliegen und wo ich safe bin.
Letztendlich hat mich der Respekt vor den Spannungen dazu verleitet, das Projekt Röhrenamp aufzuschieben. Aber ich denke, in den nächsten 1-2 Jahren ist es soweit und ich bau mir meinen eigenen Röhrenamp zusammen.

Was ich bisher aber so an Bausätzen gefunden habe, geht eher in Richtung Blues, Rock, Marshall (tubetown, tubeampdoctor und Ceriatone scheinen gängige Bausatzanbieter zu sein). Da fühl ich mich klanglich aber nicht zu Hause oder die Dinger haben zu wenig Leitung....daher sollte es ein Bausatz für die härtere Gangart mit definierten Bässen sein (also eher Richtung Diezel, Engl, Mesa) , damit da nichts rumwabert aber dennoch genug rauskommt.

Mit nem 30W Transistoramp und nem 20W Röhrenamp hab ich vor n paar Jahren festgestellt, dass mir Leistung fehlt. Nen 50W Transistoramp bringt für mich aber genug Leistung - von daher denke ich, dass 40W Röhre ausreichen sollten, 100W fänd ich zu übertrieben.

Könnt ihr da nen ANbieter empfehlen? Oder lufts darauf hinaus, dass ich mir alles selber zusammensuchen und nen großen Markenamp auf eigene Faust nachbauen sollte?

Preislich will ich bei so nem Hobby-DIY-Projekt gerne so weit unter 1000€ bleiben wie möglich. Sonst machts ja schon mehr Sinn nen Amp mit bekanntem Schaltplan zu kaufen, komplett zu zerlegen und wieder zusammenzubauen :D
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Puh...ich kann mir das richtig schwer vorstellen. 20W Röhre waren deutlich zu leise. Wenn ich den Amp damals im proberaum aufgerissen hab, hat er im oberen Drittel des Volumereglers deutlich Bass verloren und wirkte eher unangenehm kratzig. Von daher halte ich meinen Wunsch mindestens 40W Röhre zu nehmen durchaus für realistisch. Nicht grundlos gibts auch von vielen Herstellern 50W Kits.

Der vorgeschlagene Amp geht in Richtung Marshall-Plexi?
Das ist so überhaupt nicht mein Sound... Mir wäre da schon wichtig, dass es klanglich in Richtung "härtere Gangart", moderner Metal-Sound geht. Eher was kratzbürstiger.

//Edit: Und um die 1500€ für nen 30W-Amp? Das passt für mich auch überhaupt nicht. Dafür würde es dann eher nen gebrauchter Powerball II oder nen H&K Tubemeister 40 oder sowas werden. Da hab ich leider noch keinen günstigen defekten zum reparieren gefunden :D
 
Der akustische Hörbarkeit steigt erst bei verfünf bzw verzehnfachung der Leistung in Watt merklich. Ein 10W Amp ist bei gleichen Bedingungen nur doppelt so laut wie 1W. Mehr Watt bringen meist nur mehr Headroom und Klarheit im Sound.

Deutlich mehr Unterschied bringt hier der Lautsprecher (Menge an Lautsprecher, Volumen des Gehäuses, Wirkungsgrad, Membranfläche).

Um einen Unterschied zwischen 30, 40 und 50W zu zeigen müsste man das Messwerkzeug rausholen. Sofern Schaltung etc alles gleich blieben.

Ich würde also drauf tippen dass die Boxen oder der Ort/Platz, wo du dein Instrument hörst, schlecht ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Bei musikding gibts SLO basierende Preamps:



Beide sind glaube ich sogar MIDI und Klassisch via Footswitch Steuerbar.

Verlauft werden die ohne röhren, musst du beim Preis beachten, aber im DIY bereich ist das glaube ich der way to go wenn man krass Highgain will.

Preislich sind die dinger aus meiner Sicht fair.

Endstufe kannst ja im Nachgang nochmal eine bauen.

Früher gabs noch Yesterdaysrevolt sloclone Forum oder wie das Hieß, kein plan ob es das noch gibt, einfach mal Suchen, der SLO ist halbwegs übersichtlich.

In jeden Fall solltest du dir aber bewusst sein worauf du dich einlässt, für Laien herrscht hier absolute Lebensgefahr.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Die Bausätze orientieren sich halt gerne an den „simplen“, möglichst noch Point to Point verdrahteten Vorbildern.
Da sind die 45 und 100 Watt Versionen oft eben viel zu laute „Biester“, wo die leistungsreduzierten Modifikationen praxistauglicher sind.
Die komplexen High Gain Schaltungen z.B. von Mesa mit „service schwierigen“ Relais & Co, sind dagegen naturgemäß wenig attraktiv für DIY Kits… ein Dilemma, wenn man genau das sucht.
Ein Kompromiss könnten JCM-800 (hot rod) Kits sein.
(Mit DIY Geld zu sparen ist eh ein Mythos)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
Der akustische Hörbarkeit steigt erst bei verfünf bzw verzehnfachung der Leistung in Watt merklich. Ein 10W Amp ist bei gleichen Bedingungen nur doppelt so laut wie 1W. Mehr Watt bringen meist nur mehr Headroom und Klarheit im Sound.
...

Ich würde also drauf tippen dass die Boxen oder der Ort/Platz, wo du dein Instrument hörst, schlecht ist.
Mag ja vllt. stimmen. Aber mir sind eben 20-30W zu wenig.
Habs getestet, passt nicht zu mir ;)
Und Headroom brauch ich auch.

Der Anvil und High Gain Bausatz sind beides leider nur Preamps. Ich brauch aber nen Paket mit Endstufe. Sonst hab ich noch mehr Einzelteile, noch mehr Kabel...
 
Du kannst bei Ceriatone die Amps als Kits bestellen
 
Ja, die hatte ich ja bereits erwähnt. ABer da finde ich auch nichts, was nicht-marshall und 40W+ ist. Ich weiß aber auch gar nicht, woran sich die ganzen Modelle orienteiren und muss da alles einzeln recherchieren :D
 
@Cysign
ich bin zwar aus dem DIY game seit zig jahren raus, aber:

auf Sevenstring.org hat wohl jemand einen 100 Watt von Rosamp gebaut, hier mal der Thread:

Aber Denk dran, wirtschaftlich ist das nicht, ein Bugera 6262 Infinium kostet nichtmal 60 % von dem verlinkten DIY Kit ist vollständig aufgebaut, getestet, und hat halt Garantie. beim DIY Kit kommt dann dank Boris Johnson vermutlich auch noch ordentlich Mehrkosten drauf, weil es ja dann ein Import ist.

aus meiner sicht macht sowas eher sinn wenn man unbedingt nen SLO100 will aber nicht bereit ist die 4000 irgendwas euro zu zahlen die das teil mittlerweile kostet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Bugera fand ich klanglich eigentlich klanglich nicht schlecht.
Zumindest den 333 Inifinium mit Tubescreamer und den 6262. Der 333 Infinium hat bei mir damals Vorstufenröhren gefressen, eine der Vorstufenröhren hat vllt. 3-6 Bandproben gehalten. Da war Bugera dann der Auslöser, warum ich überhaupt nach Modellern geschaut hatte - und als ich den Ampero zufällig gefunden hatte, hab ich den Bugera, meinen alten Peavey (eben besagtes 20W Microhead, der mir in gehobener Lautstärke nicht genug Bässe geliefert hat) und alle Pedale verhökert, um mir nen Ampero zu holen, mit dem ich nach wie vor glücklich bin.

Der Sound ist - wenm er denn für modernen Metal brauchbar ist, also stramme, tighte Bässe hat, für mich eher nebensächlich.
Meinen Wunschsound bekomme ich auch mit meinen anderen Amps hin, er sollte nur been für dier härtere Gangart geeignet sein - im Idealfall ohne nen Pedal davor. Da hat mich ja der kleine Hughes & Kettner "Spirit of Metal" die Tage sehr positiv überrascht. Hatte ich noch nie, dass nen Amp einfach beim ersten Einschalten 'meinen Sound' hatte :D

@Cysign
ich bin zwar aus dem DIY game seit zig jahren raus, aber:
Ich bin bisher kein Soldano-Liebhaber. Hab den mal als VST genutzt, aber da hab ich dann doch passendere Sachen mit Fourteen und Emissary für mich gefunden.
Aber bisher ist der Bausatz mit 50W und knapp über 1000€ am ehesten an meinen Bedürfnissen, soweit ich das durchblicke.
Nen Diezel-, Engl-, Dual-Rectifier- oder Peavey-Sound triggert bei Gitarrensound meine Synapsen dennoch besser :)

Bei Preisen von 700€ für nen gebrauchten Powerball II oder 300€ für nen kleinen, gebrauchten 30W Gigmaster (der könnte dann wieder zu schwach sein, müsste ich ausprobieren) oder 500 Steine für nen 40W Tubemeister Deluxe finde ich über 1000€ für nen Bastelprojekt (wo ja herstellerseitig fast keine Arbeitszeit reinfließt im Gegensatz zu nem komplett zusammengebauten und getesteten Amp) schon arg happig.

Aber nen direkten Diezel/Engl-Klon bekommt man nirgends als Bausatz?
 
Moin zusammen,
ich hab die letzten Tage nochmal nach Röhrenampbausätzen gesucht, da ich irgendwann mal nen eigenen Amp bauen (und modifizieren) können will. Da wär ja nen Bausatz ziemlich spannend denke ich.
Ich hab zwar schon am ein oder anderen Amp rumgeschraubt und Modifikationen gemacht, aber bei Röhrenamps hatte ich immer son mulmiges Gefühl, weil ich nicht wusste, wo gengu gefährliche Spannungen anliegen und wo ich safe bin.
Letztendlich hat mich der Respekt vor den Spannungen dazu verleitet, das Projekt Röhrenamp aufzuschieben. Aber ich denke, in den nächsten 1-2 Jahren ist es soweit und ich bau mir meinen eigenen Röhrenamp zusammen.

Was ich bisher aber so an Bausätzen gefunden habe, geht eher in Richtung Blues, Rock, Marshall (tubetown, tubeampdoctor und Ceriatone scheinen gängige Bausatzanbieter zu sein). Da fühl ich mich klanglich aber nicht zu Hause oder die Dinger haben zu wenig Leitung....daher sollte es ein Bausatz für die härtere Gangart mit definierten Bässen sein (also eher Richtung Diezel, Engl, Mesa) , damit da nichts rumwabert aber dennoch genug rauskommt.
Das der Röhren AMP gefährliche Spannungen enthält, sobald der eingeschaltet ist, hast du ja schon erwähnt, aber das du nicht weißt was du anfassen darfst, macht die Sache erst richtig gefährlich.
Das mulmige Gefühl solltest du beibehalten.

Und dann diskutieren wir über mehrere Seiten ob ein Koppelkondensator beim Einbau kaputt geht oder nicht.
Oder warum du einen neuen Ausgangsübertrager brauchst.


Fals doch,:
Für den richtigen Cleansound würde ich eher auf kt88 amps setzen.
Klanglich solltest du heraus finden was eine Gegenkopplung bewirkt.
Etwas mit fixt bias hat gewisse Vorteile
Schutzdioden nicht vergessen.
Das Lesen eines schaltplanes währe das erste was du könnten solltest
Als Anhang Blauvorschläge vom Hersteller
(Und wenn das mulmige Gefühl weg ist, dann knallts.)
 

Anhänge

  • KT88.pdf
    424,2 KB · Aufrufe: 16
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Na das mit dem Anfassen weiß ich ja bei nem Selbstbau, da seh ich ja welche Spannungen wo auftreten, bzw. wie ich das entspannt entladen kann (dafür hatte ich mir mal Messspitzen von nem Multimeter zerschnitten, 2 Lastwiderstände prallel dazwischen montiert und es dann wieder berührfest isoliert - so kann man auch entspannt beim Endladen messen).
Den nötigen Respekt werden ich auch weiterhin wahren (um ehrlich zu sein hab ich inzwischen mehr Respekt davor als damals - Berufserfahrung als Elektroniker eben).

Ob nen Koppelkondensator beim Einbau kaputt geht (warum auch immer?) sollte ich ja relativ einfach mit nem Isolationsprüfer testen können, bzw, je nachdem was ich prüfen will, reicht mir da auch nen Multimeter (ohne Prüfspannung) und das Datenblatt um den Zustand von manchen Komponenten zu beurteilen.

Meinst du mit KT88 den Röhrentyp oder irgend nen speziellen Hersteller von Bausätzen?
Kann man die KT88 dann einfach mit anderen Röhren mixen? Bzw. von ECC83 auf KT88 adaptieren?
Die Heizspannung ist mit 6,3V ja identisch. Aber der Strom ist mit 60-100mA im Gegensatz zur EL34 mit 30-40mA deutlich höher.
 
Ah du hast gewisse Grundkenntnisse.
Durch die Röhren Bezeichnung kt 88 oder el34 wird immer ein relativ konstantes Bauteil benannt die Betriebswerte sollten dem Datenblatt entsprechen.
Entsprechend wird die Röhre beschaltet
Die meisten Endstufen Röhren die heute noch genommen werden sind entweder pentoden oder tretoden
Die KT Röhren sind beamtretoden
Die el 34 und kt77 sind fast baugleich, und die kt77 können auch für el34 amps genutzt werden . Umgekehrt nicht immer.
Wenn man die betriebswerte einhalten kann und der Sockel passt ist alles tauschbar.
Ich hatte mir einen amp gebaut, der verschiedene Umschalter hatte, einen für Heizung .
Der sollte dafür sorgen das die 6L6 auch passt, denn die benötigt weniger Heizstrom.
Eine Umschaltung der Schirmgitter Vorspannung von 430 auf 300V damit auch für die ganz fette Röhre 6550 die Schirmgitter Vorspannung und die Widerstände passen.
Dazu hab ich die 70W Version für el34 als Grundschaltung ausgewählt.
In diesem amp kann man die Röhrenbestückung frei wählen.
Bei anderen amps ist es möglich dass etwas kaputt geht.
Das Netzteil ist stark genug ausgewählt, so daß die 40W noch Gerade so eine Anodenspannung von 500V haben
Das generiert ca 50W mit kt 88 oder 70W mit El 34 / Kt 77
Mit der 6L6 ist es ähnlich
Die 6550 klingt am fettesten die kt88 am klarsten.

Der Ausgangsübertrager hat Raa ca 5 k Ohm.
 

Anhänge

  • Anwendung EL34.pdf
    296,7 KB · Aufrufe: 19
Hi,

es wurde ja schon geschrieben: HiGain-Amps, wie Du sie hier aufzählst, sind ganz schön komplexe Gebilde, mit Kanalumschaltung usw. reichen Kenntnisse von einfacher Röhrentechnik auch nicht aus, um sowas nicht nur zu bauen, sondern auch zu entwickeln. Ich kenne auch niemanden, der einen Bausatz für ein komplettes Topteil mit diesen Eigenschaften anbietet. Und als quasi erstes richtiges Amp-Projekt wäre das mMn denkbar ungeeignet. Alleine die Fehlersuche, wenn in so einer aufwendigen Schaltung mal was nicht funktioniert, rauscht, brummt oder oszilliert (und irgendwas davon passiert fast immer), wird da schnell zum Alptraum.

Ich denke daher auch, dass der Tipp hier am ehesten zum Erfolg führen würde:
Bei musikding gibts SLO basierende Preamps:

Anvil Preamp Bausatz, 298,00
High Gain Tube Preamp Bausatz, 279,00
Beide sind glaube ich sogar MIDI und Klassisch via Footswitch Steuerbar.
Ich habe beide Preamps und muss sagen, sie sind wirklich hervorragend, müssen keinen Vergleich zu bekannten Marken scheuen. Und ich habe von Engl (alt und aktuell) über Peavey, GT Trio, Egnater, VHT GP3 und Brunetti schon so einiges durch. Die Nebengeräusche sind bei sauberem Aufbau sogar auffallend gering zu vielen dieser Amps. Da ist schon viel Gehirnschmalz und Ausprobieren eingeflossen.

Der High Gain Tube Preamp ist im Prinzip ein Nachbau der Vorstufe des Soldano SLO, aber wohl mit verbessertem Cleansound. Ich finde den jedenfalls hervorragend, nicht so langweilig und eher steril wie bei vielen Metal-Amps. WIe beim SLO ist der Leadsound wirklich was besonderes, und natürlich auch für HiGain Rhythm super geeignet. Auch der Crunch ist für mich sehr gut, allerdings ist damit wirklich klassisch halbverzerrt gemeint und nicht das, was John Petrucci darunter versteht... Auch schaltungstechnisch ist er wohl eher als verzerrte Version des Cleansounds aufgebaut.

Der Anvil ist ein Metal-Preamp, Punkt. Auch er hat aber einen sehr schönen Cleansound, der zweite Kanal ist dann schon uneingeschränkt Metal-tauglich, aber auch mit weniger Gain sehr vielseitig einsetzbar, und der Leadkanal sehr straff und direkt. Ich stimme nicht tiefer, aber er hat diesen furztrockenen Attack, wie das z.B. Fryette kultiviert, und durfte auch damit sicher gut zurechtkommen. Mir als passioniertem Bedroom-Lead-Dudler ist das nicht klassisch und warm genug, deshalb werde ich ihn demnächst wohl auch verkaufen.

Der Anvil und High Gain Bausatz sind beides leider nur Preamps. Ich brauch aber nen Paket mit Endstufe. Sonst hab ich noch mehr Einzelteile, noch mehr Kabel...
Das war für mich noch nie ein Argument. Wenn Du ein 19"-Rack mit einem dieser Preamps und einer Mono-Endstufe wie bei einem Topteil hast, ist das 1 (ein) zusätzliches Kabel, fertig. Und wenn Du die entsprechende Optik willst, gibt es sogar Rack-Gehäuse im Amp-Look. Auch wenn ich aus Gewichtsgründen und zum Schutz immer lieber die SKB-Racks verwende.

Bei Deinen Soundvorlieben wäre sogar zu überlegen, nur den Preamp zu bauen und ihn mit einer 1HE-Endstufe wie der Palmer Macht zu kombinieren - laut, leicht und der Sound wird bei HiGain-Metal-Amps eh zum größten Teil in der Vorstufe gemacht. Ein solches 3HE-Rack ist vom Prinzip her nichts anderes als ein Topteil, und weder größer noch unbedingt schwerer. Und der Bau dieser wirklich ausgereiften Bausätze ist dann zwar noch lange kein Spaziergang, aber doch eher zu stemmen als gleich noch die Kombination mit einer Röhrenendstufe.

Du könntest einen dieser Preamps aber durchaus auch mit einer selbstgebauten Röhrenendstufe in einem klassischen Gehäuse zusammenfügen; wenn Du einen passenden Trafo für die jeweils nötigen Spannungen und Leistungen auftreiben kannst, durchaus auch mit einem gemeinsamen Netzteil. Es gibt schließlich auch fertige Amps, bei denen Preamp und Poweramp nicht auf einer gemeinsamen Platine sitzen. Die klare Trennung macht den Bau allemal übersichtlicher. Ich als alter Rack-Fan fand es aber schon immer vorteilhaft, bei einem defekten Preamp bzw. Poweramp nur eines der Teile ersetzen zu müssen, ebenso wie die Möglichkeit, für einen kleinen Gig zwischendurch z.B. nur eine gut tragbare kleine Endstufe oder gar einen Combo mitzunehmen, den man über den Return ansteuern kann.

Und wenn Du Effekte verwendest, musst Du eh weitere Kabel anschließen, da unterscheiden sich die Lösungen also nicht. Erst recht, wenn man alles zu Hause vorverkabeln kann, weil man die FX auch noch ins Rack packt, aber das ist ein anderes Thema...

Insgesamt ist das auf jeden Fall die einfachere Lösung gegenüber einer kompletten Eigenentwicklung. Ich denke, mit

Gruß, bagotrix
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
Kann man natürlich so machen, wenn man das will.
Nen reiner Preamp ist für mich aber uninteressant, einerseits kann ich da keine Box dranhängen, andererseite lerne ich mit ner zugekauften Endstufe nichts über Röhren.

Ich will nicht den einfachen Weg gehen, so lerne ich nichts, bzw. nicht das, was ich lernen will.

Den einfachen Weg hab ich auch bereits hier stehen: Gitarre ans Kabel, Amp einschalten, loslegen.
Und mit Schaltplan und dem nötigen Messequipment sollten sich die meißten Fehlerquellen ja ziemlich schnell finden lassen. Wozu gibt Signalgenerator und Oszi? 😉

Jetzt wo ich was zu Anvil gelesen habe, weiß ich, warum mir der Name bekannt vorkam. Ich meine, ich hab mal was von denen als VST gesehen.

Also ist für High-gain der Anvil quasi die einzige sinnvolle Bausatzlösung?

Dann recherchiere ich mal, was man da sinnvoll an Endstufe auf Röhrenbasis dazu zimmern kann. Vllt. muss der Gedanke auch noch 1-2 Tage sacken.

Aber ein Gehäuse sollte es auf jeden Fall sein. Kein Rack, keine 3 Gehäuse mit Mehrfachsteckdose und 3x Gewicht... einfach ne cleane Lösung.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass das nen Combo wird. Leicht zum mitnehmen, bei Bedarf ne 212er anklemmbar. Aber erstmal will der Amp gebaut werden :)
 
Schon ein relativ simpler lowgain Marshall clone, brummt, pfeift, oszilliert und ähnliche "Schweinereien" wenn man ein, zwei Leitungen "falsch" verlegt hat. Das ist als Anfänger und Laie schon schwer in den Griff zu bekommen. Bei highgain Amps potenziert sich das ganze, das gibt sich kein Bausatzhersteller, weil er genau weiß dass endlose Diskussionen und Mailwechsel die Folge sind.
Ich würde empfehlen simpel zu starten, auch wenn das dann nicht der Traumamp ist.

cheers.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Zum lernen ist ein komplettes Gerät etwas unübersichtlich, Endstufen Schaltung pur gab's im Anhang #14
Zur Vorstufen Schaltung gibt es das auch .

Die Gegenkopplung am besten regelbar, um den Charakter der Endstufe zu beeinflussen.
Vox ac30 hat zum Beispiel keine Gegenkopplung.
 

Anhänge

  • Datenblatt ECC83 Telefunken.pdf
    123,2 KB · Aufrufe: 10
Zuletzt bearbeitet:
Da gab’s mal jemanden im tubetown Forum, der hatte einen gebaut, der Bericht ist auf der TT Seite nicht mehr online, aber durchforste mal nach dem User Killingrew, der war das, ist aber 20 Jahre her.
Und ich fand die Pläne damals schon eher umfangreich, als einstiegsobjekt absolut ungeeignet, daher auch der Vorschlag mit SLO100 da der von den Highgainern doch noch halbwegs Übersichtlich ist.




Der 333 Infinium hat bei mir damals Vorstufenröhren gefressen, eine der Vorstufenröhren hat vllt. 3-6 Bandproben gehalten
Das ist dann definitiv ein defekter Amp, warum hast du nicht die Garantie in Anspruch genommen, bzw. warum den Amp nicht repariert?



Zum lernen ist ein komplettes Gerät etwas unübersichtlich,
Da stimme ich zu.


@Cysign Angesichts der ganzen Parameter denke ich der anvil wäre wohl am passendsten. Auch wenn du das nicht wahrhaben willst. Vorerst dannnmit 1HE Palmer oder GPA400 betreiben und in Ruhe dann noch ne flache Endstufe Bauen.
Ich hab’s nicht überprüft, aber vom peavey 6505 hab ich irgendwo gelesen, dass die Endstufe relativ linear sein soll.

Evtl kannst du ja auch auf Anfrage bei Musikding ohne Gehäuse bestellen und dir ne Endstufe aussenrum zimmern, jedenfalls tust du dir bei nem Highgain Ding definitiv keinen Gefallen wenn du alles ohne große Kenntnis zur leitungsführung selber ausdenkst.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Und zwecks recto, da hab ich im TT Forum nen link hierzu gefunden:


Mit Schaltplan…ob der stimmt musst du aber selber verifizieren:


Und nochmal obligatorisch:
Lebensgefährliche Spannung…
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist dann definitiv ein defekter Amp, warum hast du nicht die Garantie in Anspruch genommen, bzw. warum den Amp nicht repariert?

Weil ich damals schon Respekt vor den hohen Spannung hatte und es nen Gebrauchtgerät war. Deswegen will ichs ja jetzt einmal richtig lernen, damit ich sowas künftig immer selbst reparieren kann :)

Und nen DIY-Projekt (also Bausatz - keine Ahnung, wie die Interpretation da jetzt reinkam, ich wolle alles selber entwickeln) ist einfach ideal um sowas zu lernen. Ich weiß danach, wo bei meinem DIY-Amp welche Spannungen anliegen, wie ich damit umzugehen habe, wo Problemchen auftauchen können, was ich wie modden kann, wo ich nachmessen muss, wenn was nicht stimmt.
Da ist nen fertig aufgebauter Amp ohne Schaltplan eher ne Blackbox und man weiß nie, wo welche Spannungen verlaufen und was man beim Auseinanderbau anfassen darf, ohne umzukippen.

Ich schmeiß auf jeden Fall die Tage den Anvil nochmal als VST in Reaper an. Installiert hab ich den schon lange - nur nie benutzt, da ich die anderen VSTs besser fand um meinen Sound zu bekomme :D
 
Zuletzt bearbeitet:

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben