Röhrenamp + Boxen bis 1500€

feng4
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Hallo,

ich wollte mir in naher Zukunft einen neuen Amp zulegen.
Bisher habe ich immer einen Line6 Spider III 75-112 (Combo) gespielt. Damit bin ich aber etwas unzufrieden. Der Sound klingt einfach so "dumpf" und tot. Mein Gitarrenlehrer meinte auch, dass der Line6 Sound irgendwie so klingt, als wenn man die Nase zuhalten würde :D

Deshalb möchte ich mich mal an Röhrenamps versuchen. Davon hab ich allerdings keine Ahnung. Ich hoffe, ihr könnt mir da weiter helfen.

Ich bin ein Fan vom Modularen Aufbau. Deshalb möchte ich den Amp als Topteil haben und dazu getrennte Boxen.
Ich spiele ausschließlich zu Hause. Ich denke, da brauche ich also kein 100 Watt Monster. Da ich auch oft Abends/Nachts übe, brauche ich auch die Möglichkeit auf Kopfhörer umzuschalten.

Ich suche außerdem einen schönen natürlichen cleanen Sound für Rockballaden und einen warmen Sound in Richtung Lead Gitarre für schöne hohe Soli. Da war mir der Line6 immer etwas zu schrill. Mein Gitarrenlehrer hat mir da die EL34 Röhren empfohlen. Die seien für den Einstieg als Allrounder ganz gut. Ich höre mir aber auch gerne andere Meinungen an.
Presets und so digitalen Krims Krams möchte ich nicht. Das war mir bei Line6 schon zu viel Gefummel.
Dafür habe ich meine Tretminen :D
Reverb wäre allerdings noch eine Option.

Habt ihr eine Idee, was da für mich in Frage kommen könnte?
 
Eigenschaft
 
Mein Gitarrenlehrer meinte auch, dass der Line6 Sound irgendwie so klingt, als wenn man die Nase zuhalten würde :D

Dann hat Dein Gitarrenlehrer nicht besonders viel Ahnung von digitaler Verstärkung. Aber das ist jetzt egal, weil Du ja einen Röhrenverstärker für zuhause suchst.

Ich bin ja ein Digital-Fuzzi, also werde ich Dir keine konkreten Produkte nennen können, die du kaufen sollst, aber da ich auch als Tontechniker unterwegs bin, kann ich Dir einige generelle Tipps zum anstehenden Verstärkerkauf geben.

Höchstgrenze für zuhause ist 20 Watt, was eigentlich auch schon zu laut ist (ich gehe jetzt mal davon aus, dass es Nachbarn gibt, die Du mit deinem Gitarrenspiel stören könntest). In dem Bereich sind eigentlich Combos besser aufgestellt, da eine Gitarrenbox erstmal die eigene Luft bewegen muss, was wiederum Lautstärke erfordert, die zuhause ohne Band eher unerwünscht ist. Da Du aber einiges an Geld in die Hand nehmen willst, müsste es eine Lösung für dich geben.

EL34 Röhren sind "amerikanische" Röhren, Mesa/Boogie verbaut sie in den Combos. EL34 passen zum amerikanischen Verstärkerparadigma (also Richtung Boogie, Fender im Gegensatz zum britischen Marshall). Generell kann man hier nur die eigenen Vorlieben empfehlen, ich mag auch amerikanische Verstärker lieber als britische, aber Marshall hat nun eine nicht kleine Fangemeinde. Ich würde also beides in Betracht ziehen, welche Röhren in dem Amp arbeiten, den man schlußendlich kauft ist doch ungefähr genauso interessant wie ob das Kabel schwarz oder blau ist, mit dem man die Gitarre einsteckt, hauptsache, der Amp gefällt.

Schau mal nach diesen 5 Watt Topteilen, die müssten daheim einen netten Sound machen. Rein boxenmäßig solltest Du auf keinen Fall höher als 2*12 gehen, weil das zuhause sonst zuviel Endstufenleistung benötigt, um zu klingen. Wie gesagt, für daheim würde ich einen Combo mit 12" Lautsprecher kaufen, aber wenn Du unbedingt ein Top + Box willst, dann nicht zu groß, groß heisst auch laut.

Nun doch noch einige Produktempfehlungen:
Vox Night-Train

Orange Tiny Terror

Mesa Boogie Transatlantic

Box: Irgendeine vernünftige 2*12er, dann kannst Du später auch live sorgenfrei aufspielen, ich habe kürzlich mal die gespielt, die fand ich für das Geld echt super:
Framus 2*12
 
Blackstar HT-5 ! Perfekt für zu Hause.
Die Beiden von Koebes geposteten Amps sind auch klasse, nur habe ich diese noch nicht persönlich
gespielt oder gehört.

Gruß
Sash
 
Blackstar HT-5 ! Perfekt für zu Hause.
Die Beiden von Koebes geposteten Amps sind auch klasse, nur habe ich diese noch nicht persönlich
gespielt oder gehört.

:great:

Mehr kann man dazu nicht sagen für zu Hause. Hab den als Head + 112 Box von Blackstar. Perfekt zum üben und Recorden dank emulated Output.

Greetz STYH
 
Ich würde eher den Blackstar HT-20 nehmen. Funktioniert auch bei geringer Lautstärke sehr gut, klingt meiner Meinung nach etwas besser als der HT-5 und hat noch ein Reverb an Board. Und du hast den Vorteil, dass du bei Bedarf auch kleine Gigs damit spielen oder mit anderen jammen kannst.
 
Hi!
Ich find die Blackstar-Kisten auch klasse, für zuhause halte ich allerdings sogar den HT-1R für vollkommen ausreichend, wenn man auf den Effektweg verzichten kann.
Ansonsten stimme ich Myxin zu, dass 20W für eventuelle Bandeinsätze sinnvoller sind als 5W.
 
Hi,

danke für die Antworten. Wie schaut es denn bei den ganzen Amps mit Kopfhörern aus? Gibt es dieses Feature überhaupt bei Topteilen? Oder kann ich da einfach die Soundbox ausstöpseln und dann meinen Kopfhörer am normalen Line-Out anschließen?
 
Wie schaut es denn bei den ganzen Amps mit Kopfhörern aus? Gibt es dieses Feature überhaupt bei Topteilen? Oder kann ich da einfach die Soundbox ausstöpseln und dann meinen Kopfhörer am normalen Line-Out anschließen?

Also beim 5er Head kannst du an den emulated Output auch Kopfhörer anschließen. Dort kannst du dann eine Simulation zwischen 1x12 odr 4x12 Box wählen. Das kannst du, so weit ich weiß, beim 20er nicht. Und ich find den Output zum Üben mit Kopfhörern klasse. Ich hab noch keinen vergleichbaren emulierten Output gehört...

Greetz STYH
 
Der HT-20 hat einen Kopfhörerausgang.
 
Oder kann ich da einfach die Soundbox ausstöpseln und dann meinen Kopfhörer am normalen Line-Out anschließen?

NEIN! Das sind Röhrenverstärker, wenn man die ohne Last (also Box als Endwiderstand) betreibt, gehen sie kaputt.
 
NEIN! Das sind Röhrenverstärker, wenn man die ohne Last (also Box als Endwiderstand) betreibt, gehen sie kaputt.

Hi!
Für die Blackstar HT-Amps gilt das, was Koebes da richtigerweise schreibt, zum Glück nicht. Die legen irgendwie die Endstufe lahm, wenn der Kopfhörerausgang belegt wird. Und es stimmt, auch ich kenne keinen so gutklingenden Kopfhörerausgang. Wenn du viel über Kopfhörer spielen willst, halte ich die Blackstar HT-Reihe für ziemlich konkurrenzlos, bleibt nur die Frage, ob 1, 5 oder 20 Watt, oder doch der Combo mit 40W...
 
Meine bescheidene Meinung....

https://www.musiker-board.de/verstaerker-boxen-e-git/284011-kurzreview-koch-studiotone-head.html

..., klingt umwerfend gut, so wohl clean als auch verzerrt, ist sehr vielseitig, kompakt, kann auch richtig laut, und das ganze in Top Verarbeitungsqualität.

Der oben genannte Blackstar HT-20 wäre eine Alternative, kann aber mit dem Koch nicht mithalten. Clean sind beide gut, aber im Crunch und Highgain rennt der Koch dem HT-20 schlicht davon. Vergleichen kann man sie aber auch nicht wirklich, da sie preislich schon 'ne Ecke auseinander liegen. Da hilft nur antesten und nach eigenem Geschmack auswählen.

Die Recording Outs funktionieren bei beiden Amps sehr gut, und sind geradezu für nächtliches leise spielen prädestiniert. Microabnahme klingt aber in beiden Fällen besser, da brauchen wir uns nichts vormachen.

Eine weitere Option mit Recording Out wäre ein Egnater Rebel 30 Head +Box. Die Combo Version hat mir persönlich sehr gut gefallen, sie mußte sich aber trotzdem dem Koch geschlagen geben. Aber auch hier: reine Geschmacksache.

Gruss
Eggi

Hi!
Für die Blackstar HT-Amps gilt das, was Koebes da richtigerweise schreibt, zum Glück nicht. Die legen irgendwie die Endstufe lahm, wenn der Kopfhörerausgang belegt wird.

Das funktioniert schon so wie du es beschreibst, allerdings darf in diesem Fall KEIN Lautsprecherkabel an den Ausgängen des Heads angeschlossen sein. Sprich: nutzt man den Kopfhörerausgang, und zieht das Lautsprecherkabel aus der Box raus, dann umgeht das eingesteckte Kabel im Head die Last-Schutzschaltung, und dann machts "rumms", Ende Gelände. Beim HT ist daher immer das Lautsprecherkabel am Amp zu ziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
EL34 Röhren sind "amerikanische" Röhren, Mesa/Boogie verbaut sie in den Combos. EL34 passen zum amerikanischen Verstärkerparadigma (also Richtung Boogie, Fender im Gegensatz zum britischen Marshall). Generell kann man hier nur die eigenen Vorlieben empfehlen, ich mag auch amerikanische Verstärker lieber als britische, aber Marshall hat nun eine nicht kleine Fangemeinde. Ich würde also beides in Betracht ziehen, welche Röhren in dem Amp arbeiten, den man schlußendlich kauft ist doch ungefähr genauso interessant wie ob das Kabel schwarz oder blau ist, mit dem man die Gitarre einsteckt, hauptsache, der Amp gefällt.
Wenn ich nicht völlig blöd bin ist es genau andersherum... El34er sind eher für den britischen Sound typisch, während in den "amerikanischen" Verstärkern zumeist 6l6 Röhren drin sind.
 
Ich glaube, Du meinst die EL84. So bewandert bin ich in der Röhrenmaterie aber nicht, wie ich schon eingangs schrieb. In meinem Boogie sind EL34 drin.
 
Nee... ich vermute euer Missverständnis liegt darin, dass ursprünglich "amerikanisch = Fender" (6L6) und "englisch = Marshall" (EL34) hieß (weil es noch nichts anderes gab) und später Mesa als "anderer amerikanischer" Sound hinzukam und diese Einteilung mittlerweile sowieso irgendwie obsolet ist in Anbetracht der ganzen Unternehmen (und unterschiedlichen Verstärker-Modelle), die sich mittlerweile dort tummeln...

Abgesehen von dieser IMHO eher unwichtigen Nebenaussage, finde ich Beitrag #2 sehr gelungen... Ich finde nämlich die Grundidee des TE irgendwie unglücklich... Wenn ich einen Übungscombo für zu Hause haben will, braucht der nicht viel Ausgangsleistung. Soll der Verstärker für eine Band taugen, liegen die Anforderungen IMHO ein wenig woanders. Beides geht ohne größere Kompromisse... problematisch ist IMHO nur das Mittelding... leise zu Hause und laut in der Band, aber beides gleich super klingend...
 
Ich hab ja nirgendwo geschrieben, dass ich mit dem Amp auf die Bühne will. Ich hab nicht mal eine Band ;)

Mir geht es einzig und allein um einen Übungsamp für zu hause, der auch bei niedrigen Lautstärken super klingt und mit Möglichkeit, Kopfhörer anzuschließen.
Der Studiotone von Koch Amps ist schonmal sehr interessant. Optisch schön anzusehen und wie der Name schon sagt, wohl genau für meine Zwecke gedacht. Eben als reiner Studio (Home) Amp.
20 Watt sind wohl schon fast zu viel, aber korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Ist diese Power Soak Funktion nicht dafür da, den Volume runter zu "saugen", während die Röhren weiterhin schön übersteuern? Insofern wären die 20 Watt ja auch kein Kriterium, oder?
 
Ich hab ja nirgendwo geschrieben, dass ich mit dem Amp auf die Bühne will. Ich hab nicht mal eine Band ;)

Mir geht es einzig und allein um einen Übungsamp für zu hause, der auch bei niedrigen Lautstärken super klingt und mit Möglichkeit, Kopfhörer anzuschließen.
Der Studiotone von Koch Amps ist schonmal sehr interessant. Optisch schön anzusehen und wie der Name schon sagt, wohl genau für meine Zwecke gedacht. Eben als reiner Studio (Home) Amp.
20 Watt sind wohl schon fast zu viel, aber korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Ist diese Power Soak Funktion nicht dafür da, den Volume runter zu "saugen", während die Röhren weiterhin schön übersteuern? Insofern wären die 20 Watt ja auch kein Kriterium, oder?

Da hast du recht und ich entschuldige mich für meine "Abschweifung", die dir da etwas Falsches unterstellt.

Ich war wohl verwirrt, weil du mit dem Line 6 einen 75W Verstärker hast, der ja auch schon für mehr taugt, als als reiner Übungsverstärker zuhause und dazu dann die Angabe Topteil + verschiedene Boxen...

Tja... was klingt für dich "super"? (Soundbeispiel? YT-Link? o. ä.)

Und ja, die Power Soak Funktion sollte das in etwa liefern können: http://www.oldtonezone.com/2010/03/understanding-tube-amps-attenuators/
 
Habe jetzt nicht alle Antworten gelsesn. Hughes & Kettner hatte eine Aktion für den COREBLADE. Also AMp plus 4X12 Box füer 1790€ statt 3.000€. Wenn das ANgebot noch zählt würde ich mir das mal genauer betrachten.

Alternativ finde ich den ENGL Raider Combo zimelich gelungen. Vollröhre super klang und sehr flexibel. Preis 1499€. Spiele auch seit Jahren kein Topteil mit 4X12 Box mehr. Bin mit meinem 50Watt Boogie STiletto ACe noch immer bei jedem Gig zu laut. Was will ich da mit einem 150Watt Topteil?
 
Hi Rainald,

dass sind klasse Amps, aber der TO sucht ja einen Headphone/Recording Amp, der NUR zuhause gespielt wird. Klar kann man einen 100Watt Coreblade auch zuhause spielen, aber ob das wirklich Sinn hat?
 
Ist diese Power Soak Funktion nicht dafür da, den Volume runter zu "saugen", während die Röhren weiterhin schön übersteuern? Insofern wären die 20 Watt ja auch kein Kriterium, oder?

Die Power Soak Funktion schaltet den Speaker Out komplett ab. Also entweder 20 Watt oder Null! Im Endeffekt nimmt er eben die Last auf, die normalerweise der Speaker abbekommt.

Seit ich AxeFX spiele steht er zwar nur rum, aber ich muss auch mal die Hand für das Ding ins Feuer halten! Der Studiotone ist eine erstklassige Sache! Er klingt aussergewöhnlich gut, auch sehr leise klingt er voll und sehr sehr gut und ist extrem vielseitig. Headphone out, Power Soak, für einen Amp ein excellenter recording out. Die einzige Schwachstelle: Die kleine Accutronics Hallspirale klingt nicht so satt, wie wir es bei Fender lieben .... aber brauchbar. Ich habe das Topteil mit einer 1x12er CUBE Bogner (V30) betrieben: Ein Höllengespann! Klein, leicht, extrem vielseitig. Zu Hause nutzbar und von der Lautstärke her trotzdem Bandtauglich! 20 Watt langen für Band, es sei denn man muss Clean gegen einen lauten Drummer ankämpfen, dann wird es zugegebenermassen eng. Im Vergleich zu den 50 Watt Röhrenkisten besinnen wir uns auf den Satz: 10x mehr Watt = gefühlte doppelte Lautheit. will sagen: 20 Watt sind nicht weniger als halb so laut wie 50 Watt, sondern nur ein "bisschen" leiser als 50 Watt!
 

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