Röhrenverstärker "am Lichtschalter" anschalten - Unterschied für den Amp

Hmm, die möglicherweise im Amp verbauten Snubber sind doch nicht weg, wenn man den Amp über eine geschaltete Steckdose schaltet. D.h. sie verrichten, egal ob der Einschalter nah oder 2m entfernt liegt, ihren Dienst - so zumindest meine Auffassung.

Michael
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Damit ist ja auch ein unbeabsichtigtes und ungewolltes AUS-Schalten der Geräte (Amp, etc.) im Betrieb und unter Last möglich.
Natürlich. Aber wenn der Amp kaputt geht, wenn er unter Last ausgeschalten wird, was passiert, wenn mal der Strom wegbleiben sollte?

Michael
 
So mache ich das seit Jahren mit meinem Bassman '59 LTD. Warum? Weil ich im Signalweg meinen Prussian Blue Reverb drin habe. Der liegt im Amp und wird mit einem separate Netzteil versorgt.
Amp und Netzteil gehen via Dreifach-Verteiler auf eine schaltbare Steckdose...

Wie geschrieben, so verfahre ich bereits schon lange. OK, bei meinem Bassman mit Röhrengleichrichter ist es allerdings so, dass hier kein Halbleitergleichrichter sofort arbeitet, während die Röhren eine Zeitlang brauchen, bis sie beginnen, Strom zu ziehen. Der Bassman fährt eher schonend hoch.

In Ergänzung: Auch mit meinen beiden Pawnshop Exelsioren verfahre ich so. Und das bereits auch schon jahrelang. Die haben weder Standby-Schalter noch Röhrengleichrichter. Der Netzschalter dieser Amps liegt relativ unkomfortabel weit unten. Da ist der Griff zum "Steckdosenschalter" deutlich komfortabler.

Und mal nur so zum Drüber-Nachdenken für so einige selbstsichere Vieltextohneinhaltschreiber hier: Die Primärseite des Netztrafos so eines Exelsiors "sieht" (s)einen Netzschalter jetzt nicht unmittelbar direkt am Chassis, sondern mit ca. 2 Meter Kabel mit entsprechender Dimensionierung dazwischen.

Wer nun Lust hat, darf sich gerne über alle möglicherweise auftretenden Effekte des Netzkabels auslassen, also ob es gerollt oder gerade ist, oder ob es eine Capacitance zum Fußboden bildet und somit gar Klangveränderungen mit sich bringt... Von der Sorte des Kupfers der Litzen ganz zu schweigen... Ich jedenfalls bin hier jetzt kopfschüttelnd raus.

:hat:
 
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Auch hier wäre es aber kein Problem, nur den Netzschalter durch einen externen Schalter zu ersetzen...
Doch. Gerade hier. Weil das die "Einschaltverzögerung" über den Standby-Schalter aushebeln würde. Die Geräte werden ja auch mit reduzierter Spannung vorgeheizt bzw im Standby-Modus gehalten. Schau Dir die Schaltung diesbezüglich einfach mal an. Wenn Du über einen externen Schalter schaltest, geht diese Funktionalität flöten.

Und natürlich ist das bei den 40-W-Geräten, die auch noch einen herkömmlichen Netztrafo besitzen, weniger kritisch als bei den größeren Geräten und den Schnittbandkerntrafos.
 
Hab ich doch schon oben beschrieben.
 
Doch. Gerade hier. Weil das die "Einschaltverzögerung" über den Standby-Schalter aushebeln würde. Die Geräte werden ja auch mit reduzierter Spannung vorgeheizt bzw im Standby-Modus gehalten.
Der TE schreibt doch im Eingangspost, dass er den Stand-By Schalter weiterhin nutzt ;) Die Diskussion ist also recht hypothetisch und an der der Fragestellung vorbei...
 
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Dass der Standby Schalter für eine reduzierte, also >0V, aber <6,3V Heizspannung sorgt, ist mir neu. Die Heizspannung ist bei aktiviertem Standby in der Regel 0.

Michael
 
??? Davon ist mir beides neu ;)

In allen Fällen, die ich kenne, ist die Heizspannung nach dem Einschalten immer voll an. Ein Standby macht die Anodenspannung aus.
 
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ich hoffe der Kollege @löwenzahn hat keinen Röhrenamp :D
 
Doch. Gerade hier. Weil das die "Einschaltverzögerung" über den Standby-Schalter aushebeln würde. Die Geräte werden ja auch mit reduzierter Spannung vorgeheizt bzw im Standby-Modus gehalten. Schau Dir die Schaltung diesbezüglich einfach mal an. Wenn Du über einen externen Schalter schaltest, geht diese Funktionalität flöten.

Und natürlich ist das bei den 40-W-Geräten, die auch noch einen herkömmlichen Netztrafo besitzen, weniger kritisch als bei den größeren Geräten und den Schnittbandkerntrafos.
Danke, du musst mir nicht erklären, wie ein Eminent funktioniert, ich habe nämlich einen. (2T)

Und auch hier kann der NETZSCHALTER durch einen externen Schalter ersetzt werden, sofern der Standby Schalter am Verstärker noch korrekt benutzt wird.

Anmerkung:
Und deswegen halte ich diese ganzen Konstrukte mit Standby-Schaltern auch für Pfusch, weil das eben im Falle eines Netzausfalls oder externer Schaltung zu Problemen führen kann.

Wenn ein seit den 60ern gebautes Gerät auf die korrekte Nutzung des Standby-Schalters angewiesen ist, weil sonst Bauteile oder Sicherungen kaputtgehen, ist das Design Müll oder jemand wollte Geld sparen.
 
Das sehe ich auch so!
Jedoch hat der Standby Schalter für mich schon auch einen praktischen Nutzen. Bei kurzen Pausen - klick und danach gehts mit geheizten Röhren gleich weiter.
 
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ich hoffe der Kollege @löwenzahn hat keinen Röhrenamp :D
Asche über mein Haupt. Anodenspannung wird natürlich über den Standby geschalten. Ich entschuldige mich.

Michael
 
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Dass der Standby Schalter für eine reduzierte, also >0V, aber <6,3V Heizspannung sorgt, ist mir neu. Die Heizspannung ist bei aktiviertem Standby in der Regel 0.

Michael
Meistens wird im Standby voll geheizt. Bei den erwähnten Geräten ist die Heizspannung reduziert. Ist halt alte deutsche Ingenieurskunst.
 
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