Roland Stage Piano Hammer Nachbau/Reparatur


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tobydebeer
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Hallo Leude,

Ich bin stolzer Besitzer eines Roland RD-500. Das Ding hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, deshalb geben jetzt Stück für Stück die Hämmer (Roland PA-4B S-Key) auf indem sie klappern und wenig später an der offensichtlichen Sollbruchstelle vollends kaputt gehen.

Seit meinem letzten Ersatzhammer ist der Preis für diese Teile exorbitant gestiegen - sie kosten jetzt je 6,90/6,60 beim Musikladen meines Vertrauens und ich finde kein günstigeres Angebot. So würde mich der Austausch aller Hämmer (und ja, so gut wie alle sind bereits angebrochen) mehr als das Instrument kosten (seinerzeit gebraucht für 500 Gold). Das ist mir zu viel, dafür dass ich eigentlich nicht so viel drauf spiele.

Meine Frage an euch:
1) Gibt es eures Wissens Nachbauteile, die evtl nicht so verdammt teuer sind?
2) Hat jemand Erfahrung, ob man die Dinger reparieren kann?
3) könnte man sowas mit einem 3D-Drucker nachbauen und gibt's da besondere Anforderungen an das Material?
4) oder verkauft mir jemand gute gebrauchte Hämmer aus seinem alten Roland Stage Piano (so ziemlich alle haben die gleichen Hämmer) für wenig Geld?

LG
 
McCoy
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In den Kleinanzeigen sind gerade zwei RD 500, beide mit kaputten Hämmern. Das scheint also der Punkt zu sein, an dem diese ca. 30 Jahre alten Instrumente jetzt kaputtgehen. Der eine Anbieter hat Hämmer selbst "repariert". Man sieht es auf dem Bildern: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/keyboard-roland-rd-500/2107803646-74-9375

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Ob das so dauerhaft Abhilfe schafft? Ich würde in so ein altes Digitalpiano ehrlich gesagt nichts mehr investieren.

Viele Grüße,
McCoy
 
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Claus
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Hallo und willkommen im Musiker-Board! :hat:

Meine Meinung ist nicht bös gemeint, aber ich würde ein technisch objektiv derart veraltetes Digitalpiano vor weiterem Aufwand an Zeit und Geld für Reparaturen mal mit dem Einstiegsmodell Roland FP-30X vergleichen.
Das böte in jeder Hinsicht mehr, nur beim Gewicht läge das RD500 weiterhin deutlich vorn.

Gruß Claus
 
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tobydebeer
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Darum geht's ja - ich will, dass mein Klavier noch ein paar Jährchen lang die ein, zwei Tage in der Woche, die ich darauf spiele funktioniert. Zu so einer Nutzungshäufigkeit stehen 700€ (für ein neues FP-30X) in keiner vernünftigen Relation.
Zeit hab ich genug, und ich wäre auch willens zu basteln, wenn es da Erfahrungen gibt - nur kosten soll es so wenig wie möglich ;-)
Das ersparte Geld wird dann in Becken, Felle und Sticks investiert ^^
 
BlakeWilder
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Ich denke, es macht viel Sinn, Geräte so lange wie möglich zu erhalten - ich selbst habe ein uraltes Fatar Studiologic, welches ich vor gut zehn Jahren geöffnet und komplett auseinandergebaut habe, weil die Tasten quietschten (sehr nervig war das währedn des Spielens!). Es lag an den Filzen, die haben die Geräusche erzeugt. Ich habe sie kurzerhand mit Melkfett eingeschmiert, seitdem quietschen sie nicht mehr.

Heutzutage gibt es ja die Möglichkeit, defekte Kunststoffteile mit einem 3D-Drucker zu kopieren - ich würde einen intakten Hammer an jemanden mit dem nötigen Know-How schicken, von ihm scannen und drucken lassen, vielleicht gleich ein paar davon - so sie alle identisch sind und es nicht zu teuer wird.
 
glombi
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Wenn 3-Druck, dann aber Resin, und kein Filament. Sonst fallen die Dinger bei der Belastung schneller wieder auseinander, als sie eingebaut sind. Ob es gewichtsmäßig passt, müsste man ausprobieren. Ob man da vom Zeit- und Materialaufwand auch nur an die genannten Preise herankommt, wage ich zu bezweifeln. Ich finde es aber gut, Gear möglichst lange zu nutzen… :great:

Gruß,
glombi
 
taxman
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Vielleicht eine doofe Idee von einem alten Mann, aber kannst du die Dinger nicht einfach auf eine Holzplatte übertragen und aussägen? Mit einer Schablone wäre das gut machbar. War preislich deutlich günstige und je nach Holzart kannst du das Gewicht steuern.
 
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Claus
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Zeit hab ich genug, und ich wäre auch willens zu basteln, wenn es da Erfahrungen gibt - nur kosten soll es so wenig wie möglich
Gut, wenn Preis das wichtigste ist dann wäre ein ganz günstiges Digitalpiano wie das Casio CDP S110 eine Option.
https://www.thomann.de/de/casio_cdp_s110_bk.htm
Bei deinem Roland wird nach der lagen Gebrauchszeit ein Bauteil nach dem anderen versagen, auch Elektronik funktioniert nicht auf Dauer und abgesehen von ölicherweise gar nicht mehr erhältlichen ICS wird es auch teuer, wenn Du nicht selbst messen und löten kannst.

Die Kunststoffhämmer könnten gut aus einem Polyamid sein, ich wüsste aber nicht welches und ob es das in der Form für den 3 D-Drucker gibt, der dir zur Verfügung steht. Was diese DIY-Lösung dann kostet steht noch auf einem anderen Blatt.

Gruß Claus
 
Koksi01
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Im Prinzip bin ich auch der Meinung, dass repariert gehört, was reparabel ist.

Ich hätte die technische Ausstattung solche Teile nachzubauen, aber bei € 6,90 pro Stück lohnt das nie. Und wenn die € 6,90/Stk. für den Ersatz aller defekten Hämmer zu kostspielig sind, dann muss ich mich denen anschließen, die dir ein Ersatzgerät vorschlagen.

lg Thomas
 
stuckl
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Roland fp 10 gibt es ja auch zum günstigen Preis.
 
Murenius
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Von der Form her sollte das jemand mit Grundkenntnissen in einer 3D Modeling Software wie Blender oder einer CAD Software schnell modellieren können. Entgegen der Meinung oben finde ich dass PLA nicht schnell bricht, oder dann eben PETG, falls man doch Probleme hat. Ich würde es auf jeden Fall versuchen.
 
Claus
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Abgesehen von den mechanischen Eigenschaften, die der richtige Kunststoff aufbringen sollte, was sagt denn ein Blick auf die Kosten?

Beim angedachten Austausch aller Hämmer darf ein Stück selbst ohne Arbeitskosten nur bis zu 4,31 Euro kosten, um noch gegen das (vergleichsweise überlegene) Casio CDP-S110 für einen Neupreis von 380 Euro bestehen zu können.

Gruß Claus
 
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Wenn man den Drucker ohnehin hat sollte das in PLA im Bereich von einigen zehn Cent sein. Dass alle Hämmer zeitnah kaputt gehen halte ich für sehr unwahrscheinlich. Immer wieder einer, ja, aber alle doch eher erst über viele weitere Jahre, oder?
 
Claus
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Ein vorhandener 3-D Drucker oder auch nur Wissen zur Technologie wurde bisher eigentlich nicht erwähnt.
Werden die Gewichte dann einfach so untergeklebt?
Fräsen oder Bohren scheint ein Problem zu sein, wenn man PLA verwendet - so jedenfalls nach dem folgenden Anbieter.
Zitat: "Fräsen, Bohren und ähnliches sind mit Vorsicht anzugehen..." und heiß sollte es in der Nähe auch nicht werden.
Quelle: https://www.filamentworld.de/3d-druck-wissen/was-ist-pla/

Gruß Claus
 
Murenius
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Fräsen ja, das sollte man aber auch nicht brauchen, deswegen modelliert man das ganze ja am Rechner gleich so wie es sein soll. Mit Bohren habe ich bisher eigentlich noch nie Probleme gehabt, wenn man ein bisschen vorsichtig ist und stückweise bohrt oder mit Wasser kühlt.
 

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