Rote Augen

von Wüstenstaub, 15.04.12.

  1. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.12   #1
    Hoi, den text hab ich schon länger, bin mir nicht sicher ob ich verse 1/2 zusammen nehmen soll und noch einen neuen schreiben soll, was meint ihr?



    Verse 1


    rote augen, blicken mich an,
    aus der tiefe, aus dem ozean


    sie umschließen mich
    sie umzingelen dich
    sie greifen mit der zunge
    durch das mond-licht




    Brücke
    mit dem segelschiff durch den ozean
    durch das siebte meer, ans ende der sonne
    mit dem augenblick durch die fabe
    durch diese welle, ans ende des kontrastes


    Refrain (2x)
    ich bin eins mit der welt
    ich bin eins mit dem leben
    ich bin mehr als die summe
    aus der ich mich ergebe


    Vers 2


    rote zähne, blicken mich an,
    aus der tiefe, aus dem ozean


    sie suchen mich
    sie finden dich
    sie greifen mit der zunge
    wenn die welle bricht
    keine kraft meer
    kein sonnen licht
    keine energie die durch mich fliest


    Brücke
    Refrain
     
  2. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.12   #2
    Ich hab eben gelesen, das es doch hilfreich ist, zu sagen was für feedback ich erwartet :)

    algemein sind meine texte mehr abstract gehalten, mehrfach interpretierbar, ich möchte stimmung erzeugen und zum nachdenken anregen.
    Ich freue mich immer wenn leute meine texte "interpretieren" , erzählen welche "gefühle" de text für sie rüberbringt.
    Hindeuten auf zeilen die "überflüssig sind" oder "plumb" geschrieben sind.

    in diesem text geht es von meiner auffassung, om die suche nach dem eigenem "ich", auf einer metaphorischen reise, die im refrain damit endet, dat man sich gefunden hat.
    die musik soll richtung tool/puscifer gehen. gespannte/nachdenkliche stimmung. Im moment noch mehr akustischer natur
    grüße,
     
  3. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.04.12   #3
    Hi wüstenstaub,

    okay, dann mal los:



    rote augen, blicken mich an,
    aus der tiefe, aus dem ozean
    toller anfang, finde ich

    sie umschließen mich
    sie umzingelen dich
    sie greifen mit der zunge
    durch das mond-licht
    hier bin ich ins straucheln geraten: augen, die einen umschließen: okay; die einen umzingeln: möglich; die mit einer zunge greifen: schwerlich ... ich habe mich dann entschieden, das als eine sehr metaphorische beschreibung zu nehmen, im sinne einer science-fiction-schilderung von etwas unbekanntem, dessen reiz man sich nicht entziehen kann ...

    Brücke
    mit dem segelschiff durch den ozean
    durch das siebte meer, ans ende der sonne
    mit dem augenblick durch die fabe
    durch diese welle, ans ende des kontrastes
    finde ich toll: gerade diese verbindungen von sachen, die nichts miteinander zu tun haben: zeitliche dimension - farben etc: überschreitung der sinneseindrücke als ausdruck von etwas, das da ist, sich aber einem konkreten zugriff entzieht ...

    Refrain (2x)
    ich bin eins mit der welt
    ich bin eins mit dem leben
    ich bin mehr als die summe
    aus der ich mich ergebe
    die letzten beiden zeilen finde ich, fallen sprachlich ab, wirken etwas konstruiert - mir fällt aber auch nichts passendes ein ... vielleicht: ich bin mehr als die summe / der teile, die mich ergeben ...

    Vers 2
    rote zähne, blicken mich an,
    aus der tiefe, aus dem ozean


    sie suchen mich
    sie finden dich
    diesen wechsel zwischen dem lyrischen ich und dem zuhörer verstehe ich nicht ...
    sie greifen mit der zunge
    wenn die welle bricht
    keine kraft meer
    mehr
    kein sonnen licht
    keine energie die durch mich fliest
    fließt


    Brücke
    Refrain

    Musikalisch kann ich mir sehr schön etwas wie die alten Sachen von Pink Floyd vorstellen - natürlich geht auch vieles anderes ... Bin gespannt, wie Du den Spannungsbogen umsetzt, der ja darin liegt, dass in der Mitte das Lyrische Ich kraftlos wird, den Elementen ausgeliefert scheint und dem dann wieder einsetzenden Höhenflug von Brücke und Refrain ...

    Diese metaphorisch-bildlich-assoziativen Sachen liegen Dir sehr ... finde das sehr cool, wie Du damit umgehst ... die ein oder andere wendung hat sich mir nicht erschlossen, aber rein logisch kann man da eh nicht rangehen - aber vielleicht gibt Dir das ja was, wenn Dir diese Sachen zurückgemeldet werden ...

    Ach so: ob Du die verse 1/2 zusammennimmst finde ich eher eine frage der musikalischen umsetzung und nicht eine des inhalts ... ich denke, es ist wichtig, dass man langsam hineingesogen wird in die stimmung: was immer dazu sich besser eignet, nimm es ...

    x-Riff
     
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  4. Lehrgut01

    Lehrgut01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.12   #4
    Hey Wüstenstaub, ich lange überlegt, was und ob ich was zu deinem Text schreibe.

    Ich find interessant, dass du schreibst, dein Text sei "mehrfach interpretierbar" und eher "abstrakt" gehalten - um ehrlich zu sein, erschließt sich mir keine einzige Deutung, sprich, ich verstehe ihn einfach nicht. Mein Problem ist, dass ich die vielen Begriffe die im Text vorkommen, nicht in einklang bringen kann. So hab ich zum Beispiel, wie X-Riff schon beschreibt, schon einige Probleme mit der ersten Strophe. Dass Augen greifen können, kann ich mir noch irgendwie erklären, aber warum sie das mit ihrer Zunge tun, erschließt sich mir dann nicht mehr. Einen Kontrast zu schaffen (Augen stehen für etwas optisches, tun aber mit ihrem "Greifen" doch einen anderen Sinn besetzen) ist okay, aber für mich kommt da ein bisschen zu viel auf einmal. Es kann natürlich auch sein, dass du dir da Gedanken gemacht hast, die ich einfach nicht durchschaue. Wenn dem so ist, würde mich wirklich sehr interessieren, was dahinter steckt. Wenn dem nicht so sein sollte und die Worte eher unbedacht aneinander gereiht sind, fänd ich das sehr schade! Denn die Worte an sich, die du gewählt hast erzeugen schon eine gute Stimmung...

    Wie gesagt, ich fänd wirklich gut, wenn du noch mal ein wenig zu den Bildern im Text schreiben würdest... Sie scheinen ja schon sehr absonderlich (meinetwegen auch "abstrakt", auch wenn das für mich der falsche Begriff ist), mich würde mal interessieren, was du da eigentlich beschreibst ;)
     
  5. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.12   #5
    @Lehrgut01 / X-Riff - Danke für eure Beiträge
    Im Prinzip darf man an den text nicht logisch vorgehen, bilder erzeugen stimmung und diese sagen etwas aus.
    ich versuch mal meine gedankengänge mit dem text zu schreiben.

    Roter draht: Es geht um selbstfindung, und um eine metaphorische reise im "seelen inneren" (der weg ist das ziel) auf einem schiff (was das "ich" trägt), auf dem ozean (mischung aus ausen und innen welt was einem beeinflußt)



    Verse 1
    rote augen, blicken mich an, rot im sinne von gefahr, und augen im sinne von seelen / andere menschen
    aus der tiefe, aus dem ozean Hier im sinne von etwas unbekanntes, ein einfluss der einem nicht bekannt ist
    sie umschließen mich
    sie umzingelen dich etwas alg. so als wenn man es jemandem anders erzählt
    sie greifen mit der zunge eher zunge im sinne "was fremde zunge sagen" - kein auge(n) mit einer zung(e)
    durch das mond-licht Atmosphäre, die reise findet in der nacht statt, auch licht im sinne von aufklärung/ deutlichkeit - also fremde zungen (unbewusste einflüsse) die einem selber hinderen sich selbst zu finden.


    Brücke
    mit dem segelschiff durch den ozean (metapha - selbstfindung)
    durch das siebte meer, ans ende der sonne (ende der sonne - quasi das ziel - wobei es kein ende der sonne gibt also ein otopisches ziel)
    mit dem augenblick durch die farbe (auge - eigene seele - farbe gibt es im sinne nicht, ist eine illusion die durch licht entsteht - licht im sinne von aufklärung)
    durch diese welle, ans ende des kontrastes (beschreibt wieder die reise - kontrast - da wo es keine kontraste gibt, gibt es keine unterschiede - keine unterschiede = die grundsubstanz des selbst)

    Refrain (2x)
    ich bin eins mit der welt
    ich bin eins mit dem leben
    ich bin mehr als die summe
    aus der ich mich ergebe Im sinne das man mehr ist als aus den "wahrnehmbaren" teilen

    ich bin
    ich bin ich ...

    Vers 2
    rote augen, blicken mich an,
    aus der tiefe, aus dem ozean
    sie suchen mich
    sie finden dich
    sie greifen mit der zunge
    wenn die welle bricht Du wirst aus der balance gebracht, sobald eine schwachstelle sich bietet


    keine kraft meer
    kein sonnen licht
    keine energie die durch mich fliest könnte theoretisch auch die Einleitung sein, aber es beschreibt, das man auch mal zurück geworfen wird und nie für "immer" eins mit dem leben ist

    Brücke
    Refrain

    ich bin
    ich bin ich ...


    das ist jetzt mein gedanke, danke für euer feedback - ich habe aber auch nicht erwartet das es für jeden so zugänglich ist wie für mich :),
     
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