Ruhestrom beim 65 Twin Reverb Reissue

von dwightyoakom, 09.01.19.

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  1. dwightyoakom

    dwightyoakom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.19   #1
    Stellt Fender die Twins wirklich so kalt ein oder wurde zuviel rumgefuscht? Hab einen Reissue günstig erworben. Bestückt mit den Fender 6l6gc. Bei 85 Watt des Amps also 21 Watt pro Röhre mit 438V komme ich auf einen Ruhestrom von 47mA. Oder hab ich da einen Denkfehler? Eingestellt sind nämlich derzeit 36mA
     
  2. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.01.19   #2
    Du kannst den Strom pro Röhre wohl bis auf 50 mA (sehr (!!) heiß) einstellen. Dabei würde die Anodenspannung aber ziemlich absacken und außerdem würde das dann neben Verringerung der Lebensdauer der Endröhren der Netztrafo mit einer zusätzlichen Wärmebelastung quittieren und vielleicht bekämen dann die Endröhren auch bereits rote Backen...

    Ich würde vermutlich auf 42 mA einstellen unter Berücksichtigung des sich dabei einstellenden Wertes der Betriebsspannung.

    Und ja - 7ender stellt, von EL84 mal abgesehen, i.d.R. sehr kalt ein.
     
  3. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.19   #3
    Ich würde jetzt die 36 mA für den Verstärker als normal bezeichnen. Die 85W beziehen sich ja hier auf die Leistung, vereinfacht ausgedrückt, wenn du ein Signal durch den Verstärker jagst (typischerweise 1 kHz) und das Signal noch "clean" bleibt. Was du berechnest ist einzig die Leistung in ruhe, die hat aber nichts mit dem 85W zu tun, denn sobald du ein Signal anlegst erhöht sich der Strom durch die Endröhre. Die Einstellung des Ruhestroms soll eigentlich auch nur das Übernahmeverzerrung (engl. Crossover Distortion) vermeiden. Fender gibt im Service Manual dazu lediglich die Gittervorspannung an (-50V / -56V? lässt sich schwer lesen). Wenn wir darüber nun diskutieren sollen was eingestellt werden soll/darf müsste der Verstärker an eine Dummyload, mit einem Funktionsgenerator gespeißt und mittels Oszilloskop die Spannung über der Dummyload gemessen werden. Und selbst das ist nur ein "best practice" Ansatz, weil der Lautsprecher eben eine resitive load ist. Was heißt das nun? Na ja best practice Ansatz + hören oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen.

    Tubeampdoctor empfiehlt im Biasmaster Handbuch für Fender Verstärkern mit 85/100W und einer Anodenspannung von 420V-470V einen Ruhestrom von 27 mA bis 40 mA einzustellen. Und da wärst du mit deinen 36 mA ganz gut dabei.
     
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