[Saiten] - Rickenbacker 95511 Roundwound NikL (.045 - .055 - .075 - .105)

von Heike, 29.11.06.

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  1. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.11.06   #1
    Rickenbacker 95511 Roundwound NikL (.045 - .055 - .075 - .105)


    Ebenfalls erhältlich: Rickenbacker 95515 Roundwound NikL (.045 - .055 - .075 - .105 - .115), Rickenbacker 95577 Round Ground (.048 - .062 - .077 - .098)

    URL: www.rickenbacker.com

    Konstruktion: reiner Nickelrunddraht auf Hexagonalkern

    Rickenbacker legt sehr viel Wert auf die Entwicklung von für ihre Instrumente optimierten Saiten. Der Satz ist sehr gut ausgeglichen — und tatsächlich die ideale Wahl für die verfeinerte Tonkultur meines 4001C64.

    Das Finish ist noch feiner als das von Thomastik-Infeld Superalloy, geschweige das von D'Addario XL (wenn auch nicht so fein wie das von Thomastik-Infeld Jazz Bass Round Wound), was sich angenehm anfühlt, und zusammen mit einem Plektron (mittlerer Stärke, Härte und Größe) eine feine und doch satt ansprechende Percussion bei lebendigem Ton liefert.

    Das Spielgefühl ist ebenfalls weicher als bei den o.g. Mitbewerbern (wenn auch nicht so weich wie Thomastik-Infeld Jazz Bass Round & Flat Wound). Was den objektiv meßbaren Saitenzug angeht, so hat sich Rickenbacker der Schonung des Halses wegen um eine möglichste Minimierung bemüht.

    Die Ausführbarkeit verschiedenster Spieltechniken (Pizz, Hardplucking, Pick, Slap/Pop, Tap) ist auf's vortrefflichste gewährleistet (wenn auch mit der Einschränkung, daß die Saite klanglich nicht unbedingt 1. Wahl für Slap/Pop ist).

    Das Sustain ist sehr gut, der Klang ausgeglichen mit genuinem, wenn auch nicht dominantem (was auch ungesund wäre) Tiefbass, wundervoll holzigen Mitten, pastös und charaktervoll knurrend, feinen Höhen (wenn auch nicht den "Feenstaub"-Brillanzen wie etwa von Thomastik-Infeld Jazz Bass Round Wound), dabei exakt nuancierend (was auch andere Mitbewerber der Gattung reine Nickelsaiten, wie etwa Fender oder Pyramid, in den Schatten stellt, und auch selbst ggü. Thomastik-Infeld Jazz Bass spielt hier der Hexagonalkern seine Vorteile aus).

    Zu berücksichtigen ist, daß der zur Beurteilung dieser Saiten eingesetze Bass zum einen eine 33¼" Mensur hat, die Saite sich auf einem Bass mit 34" oder gar 35" Mensur also härter anfühlte, zum anderen ein sehr komplexes Frequenzspektrum darstellt, das etwa ein Fender Jazz Bass weder produzieren, noch mit seiner Standard-Elektronik widergeben könnte.
     
  2. Heike

    Heike Threadersteller HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.11.06   #2
    Sorry, hab' den Threadtitel verbockt, es müßte "Review: ..." lauten. Bitte seitens eines Mods edieren. Danke.
     
  3. Schaefers Hund

    Schaefers Hund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.06   #3
    Schönes Review! Wo krieg ich die Dinger? Denke mal mein örtlicher Dealer wird die nicht so im Schrank stehen haben
     
  4. The Dude

    The Dude HCA Bassbau HCA HFU

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    Erstellt: 04.12.06   #4
    Kannst du das noch ein bisschen näher erläutern? Ich kann dem leider nicht ganz folgen. Hab leider keine Ahnung was ein "komplexes Frequenzspektrum" ist :o . Bezieht sich das nun auf die Mensur oder auf den Bass an sich (Ricki bzw. JB)?
     
  5. Bassimohr

    Bassimohr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.06   #5

    Heike ich mag deinen Stil:great:
    Wo hast Du das gelernt?

    Genau diese Saiten hat ich auch mal benutzt, allerdings war ich klanglich nicht so begeistert. Sie spielen sich wirklich sehr angenehm das kann ich schon bestätigen.

    Mir haben die Saiten aber eindeutig zu wenig Punch und Bass. Aber ich slappe ja auch gern. Mit dem Plektrum spiel ich eigentlich kaum. Also haben wir wohl recht verschiedene Soundvorstellungen (und Musikrichtungen wahrscheinlich auch, obwohl ich Jaco auch mag)

    Von daher: Kein Widerspruch nur andere Vorlieben:D .
     
  6. Heike

    Heike Threadersteller HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.12.06   #6
    Rickenbacker hat einen Online-Shop. Ansonsten müßte man mal größeren Saitenversendern zusetzen, ob die es sich nicht doch nochmal überlegen wollten.

    Der Jazz ist "enger", geht weniger weit sowohl nach unten 'runter in die Tiefbässe wie nach oben 'rauf in die Extrembrillanzen. Meistens macht man sich nichts draus, weil man das so als Standard gewohnt ist. Allerdings kriege ich manchmal schon klaustrophobe Anfälle...

    Keine Ahnung, ich fürchte, ich bin so :eek:

    Es ist nur so, daß ich auf ihre Art die Rickenbacker Saiten sehr gelungen fand.

    Ich hab' ja danach ganz andere Saiten draufgehabt, nämlich Thomastik-Infeld Powerbass, bis ich was trockeneres brauchte, dann die SIT Rock Brights Stainless, die durchaus nicht nur zu Testzwecken mal ganz genehm waren (und mit denen die Pizz-Sounds auch immer noch sehr gut sind), und die nächsten werden dann die Alembic CX-3.
     
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