Saitenschnarrenphänomen

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Hallo,

folgendes Phänomen ist aufgetreten und aufgefallen.
Gitarre hat für Lead Gitarristen übliche flache Saitenlage.
Das Phänomen ist in den mittleren Lagen (um den 7. Bund) am stärksten. Und tritt auch bei der G-Saite am stärksten auf, hohere Saiten weniger, umwickelte Saiten gar nicht. Und in höheren und tieferen Bünden auch immer weniger. Am 12. Bund ist es wieder weg.

Gitarrist spielt ein d im 7. Bund der G-Saite. Der Ton klingt sauber.
Gitarrist spielt ein h im 4. Bund der G-Saite. Der Ton klingt sauber.
Gitarrist spielt wieder das d im 7. Bund. Der Ton schnarrt.

Erst Vermutung, er greift dann halt nicht mehr korrekt. Ist aber nicht so. Tritt auch bei langsamen Spielen und perfekten (und varierten) Greifen auf.
Ich hatte die Gitarre auch in der Hand, um schlechtes Greifen auszuschliessen. Als Bassist drück ich die G-Saite ja notfalls durch den Hals ... ;-) Die hat keine Chance nicht sauber auf dem Bund zu liegen, wie bei den schwachen Gitarristen mit ihren dünnen Saitchen ;-) ...
Aber selbe Problem.

Beim kleinen Terz tiefer ist es am stärksten.
Also d-h-d.
Beim großen Terz, d-b-d ist es auch noch stark.
Es ist weg bei Quarte d-a-d und auch bei Sekunde d-c#-d.

D.h. ob die G-Saite schnarrt ist davon abhängig was vorher auf ihr gespielt wurde!

Meine Vermutung ist, dass sie durch den vorherigen Ton noch eine Art Drall hat und dann bei zweiten Anschlag des Ds stärker vertikal schwingt, während sie beim ersten Anschlag eher ausschliesslich horizontal schwingt.
 
Eigenschaft
 
Seit ihr ganz sicher, das es ein Schnarren (= vibrierende Saite prallt irgendwo gegen einen Bundstab) ist?
Habt ihr es auch ohne Amp probiert? Mir fällt zwar nichts ein, was einen Verstärker dazu bewegen könnte, bei Ton X und Y normal zu klingen und bei erneut Ton X dann irgendein Geräusch dazu zu dichten aber wenn das Problem 1:1 beim Gitarristen als auch bei dir auftritt, legt das den Schluss nahe, dass das Problem irgendwo zwischen Gitarrensattel und Lautsprechermembran liegt. Wenn es bei der blanken Gitarre, die nirgendwo angeschlossen ist, auch auftritt---> zum nächsten seriösen Gitarrenhändler. Ist es weg, dann Step by Step das ganze Setup wieder dranhängen, bis man den Übeltäter hat.

Simpler 0815- Tipp, aber etwas besseres fällt mir da nicht ein :)
LG
 
Ne, ich bin mir nicht sicher. Es klingt als schwöngen (Konjunktiv von schwingen ... ;-)) noch andere Saiten mit. So ein "brrrrrrrrr" halt. Klingt so ähnlich, als ob man die Saite nicht ganz auf den Bund drückt.
So brummige Untertöne durch Verzerrung verstärkt.

Andere Saiten sind es nicht. Sie wurden festgehalten. Das war mein erster Griff.
Jedenfalls der Pickup nimmt es auf. Alle, in jeder Stellung.

Clean oder ohne Amp merkt man es fast nicht oder gar nicht.


P.S. da ich hauptberuflich als Softwareentwickler arbeite, ist mir Bug-Suche bekannt. Ist in einer Kette A->B->C->D ein Bug drin, kann es sein, dass alle Kombinationen A->B, A->B->D, A->B->C, A->D, A->C, A->C->D korrekt arbeiten. Erst die Kombination B->C->D ergibt den Bug ...
 
Es schnarrt nur am Amp? Dann sollte eigentlich das Setup der Gitarre in Ordnung sein. Schnarren kann unterschiedliche Gründe haben, üblicherweise ist es eine schlecht eingestellte Gitarre oder unregelmässig abgespielte Bünde. Aber das hört man auch wenn die Gitarre ohne Amp gespielt wird. Und es tritt immer auf, egal was vorher gespielt wurde.
Könnte natürlich auch zu starker Druck auf die Saite sein.
 
Entweder ist schon wieder 1. April oder da läuft etwas vollkommen daneben.

Möglichkeiten:
- Brückenfeder rappelt
- Tremolofeder rappelt
- lockere Teile im E-Fach rappeln
- Pickups oder deren Federn rappeln
- Mechaniken rappeln
- unterschiedlicher Anschlag
- unterschiedlicher Druck der greifenden Finger

Ich würde erst einmal alle Räppelchen kontrollieren und ausschließen und dann
die Halskrümmung und Saitenlage soweit korrigieren, bis nix und nie mehr rapplet.
 
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Also zwei Spieler mit total unterschiedlichen Drücken. Also jeder hat noch mal variert. Weiter vorn, weiter hinten, fester, weniger stark usw.

Der Gag ist ja, dass es davon abhängt, was vorher gespielt wurde.
Und da stellt ich mir halt vor, dass die Saite ganz knapp nicht schnarrt, wenn sie mehr horizontal schwingt.

Zum Thema 1. April: such mal den Thread - könnte hier im Forum gewesen sein - da glaubte mir auch einer nicht, dass meine Saite oberhalb des gedrückten Bundes schnarrt und dass man dieses Geräusch deutlich durch die Tonabnehmer hört.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Thema 1. April: such mal den Thread - könnte hier im Forum gewesen sein - da glaubte mir auch einer nicht, dass meine Saite oberhalb des gedrückten Bundes schnarrt und dass man dieses Geräusch deutlich durch die Tonabnehmer hört.
Hört sich so spontan an, nach "Röhrenverbot 2017"
 
Wie ist es bei d-H-d? Also mit einem H auf der E-Saite?
 
Eine Gitarre ist ja schließlich auch nur ein Mensch!

Ich hatte mal nen Valve Special Verstärker von Epiphone, der hat einen merkwürdig knurreden Brummton erzeugt, wenn ich die leere d Saite und ein E auf der G Saite angeschlagen habe. :nix:
Das hat mich so genervt, dass ich ihn schließlich verkauft habe.
Mal den Amp gewechselt?

Gruß
Jörg
 
So ein "brrrrrrrrr" halt.

Hatte ich auch mal, so ein merkwürdiges Geklötter. Bei mir war letztlich der Spannstab; etwas angezogen und das Problem war dauerhaft gelöst.
Wäre zumindest eine Erklärung dafür, dass es nur bei bestimmten Griffpositionen auftritt, natürlich in Verbindung mit dem "anregenden" Ton.
 
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Eine ungewollte Resonanz des Trussrod wäre auch mein Verdacht. Der Effekt müsste bei einem tiefem "H" stärker werden, deshalb meine Frage.
 
Trussrod, den hatte ich glatt vergessen, der hat bei mir auch mal bei einer bestimmten Frequenz vibriert.
Versteckt sich aber auch zu gut das blöde Ding.
Sogar Schalter, Pickguards, Buchsen und Klinkenstecker können rappeln.
 
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Anscheinend hängt es von den Intervallen zum d ab. So Terz ist am stärksten.
Tiefere Töne oder andere Saiten haben keinen Effekt.
 
Ich würde auch auf den Trussrod tippen....oder den Snareteppich des Drummers... ;)
 

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