Sammelthread: MoXF - bitte alle Themen zum MOXF hier diskutieren

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Ich sehe auf der Seite oben nichts (mehr?) vom Moxf. Kann mir das jemand bestätigen? Oder hab ich tomaten auf der suchfunktion...
 
Ich sehe auf der Seite oben nichts (mehr?) vom Moxf. Kann mir das jemand bestätigen? Oder hab ich tomaten auf der suchfunktion...
Ja, scheint weg zu sein. Man muss natürlich erst auf "Teclados & Sintetizadores" klicken. Aber der moXF ist wohl tatsächlich nicht mehr aufgeführt.

Tja, die Südländer. Können sich nicht zügeln. Hieß es nicht aus der Ecke, man könne in den Krome eigene Samples laden?... :D
 
Ich hatte schon so ein Gefühl ... wahrscheinlich von der Konzernzentrale zurückgepfiffen worden und auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben, oder es hatte sich ein Yamaha-Mitarbeiter mit seinen Träumen selbständig gemacht...
 
Also glücklich bin ich über die Meldung jetzt nicht gerade, da ich meinen MoX vor kaum 3 Monaten gekauft habe. :mad:
Trotzdem, was ich eventuell von diesem MoXF hätte wäre die optionale FlashRom Erweiterung um mir meine alten Samples laden zu können. Den größeren Rom des XF vermisse ich überhaupt nicht, der XS WaveRom enthält auch so 95% dessen was man braucht in einer akzeptablen Qualität.
Interessant aber wie die Industrie mit uns herumspielt:
Korg war eine Zeit lang die einzige Firma wo wir auch im billigen Workstation Model Samples laden konnten (Le und Tr). Yamaha hielt dieses nur den Benutzern des Topmodels vor. Und dann ließ Korg die Sampling Option weg angefangen mit dem M50 und Yamaha steigt plötzlich ein!
Obwohl, da waren Gerüchte darüber dass der Krome auch User Samples laden könnte. Vielleicht legt da Korg mit einem OS Update nach um halbwegs konkurrent zu bleiben.
 
Angeblich seien laut anderen Foren schon Werbeanzeigen des MoXF in der Oktober-Ausgabe des englischsprachigen Keyboard Magazine enthalten, ich wundere mich nur, wer jetzt schon diese Oktober-Ausgabe hat... Im Zweifelsfall muss man eben vielleicht noch bis zur WinterNamm Geduld haben.
 
Angesichts dieser Ankündigung darf man gespannt sein, was die Motif XF ablösen wird. Ein nochmals aufgeblasener reiner Sampleplayer, der dann der Kronos trotz allem keine Kunden abjagen kann (in dem, das darf man nicht vergessen, unter anderem ein vollwertiger generischer VA-Synth und zwei Klone konkreter Analogsynths stecken), oder kehrt Yamaha dann doch mal wieder zurück zu Multisynthese-Workstations, weil auch die Amis zur Kronos übergelaufen sind und man verstanden hat, daß man nur mit einem Sampleplayer mit dem Nötigsten an subtraktivem Besteck und Fokus auf Natursounds auf lange Sicht keinen Blumentopf mehr gewinnt?

Und ich hoffe, dass der MoXF einen S/PDIF-Ausgang*, symmetrische Audio-Ausgänge sowie USB mit entkoppelter Maße hat. ;-)
Dann wirst du aber auch eine Wordclock-Buchse brauchen, um die Digitalclock gegen die Audiorichtung synchronisieren zu können (es sei denn, das Teil ist der einzige digitale Klangerzeuger im Setup und kann somit als Master laufen), und die wirst du nicht kriegen.


Martman
 
Dann wirst du aber auch eine Wordclock-Buchse brauchen, um die Digitalclock gegen die Audiorichtung synchronisieren zu können (es sei denn, das Teil ist der einzige digitale Klangerzeuger im Setup und kann somit als Master laufen), und die wirst du nicht kriegen.
Nee, mir geht es da um reines Überspielen von Audio ohne zusätzliche DA/AD-Wandlung, und da kann der Synth ruhig der Master sein. So nehme ich z.B. den POD X3 und die MPC5000 auf. POD X3 kann zwar per USB sogar mehrspurig, mir reicht aber Stereo aus. Und die MPC5000 hat zwar auch S/PDIF-In und könnte dadurch die Clock bekommen, aber ich habe eine solche Synchronisation noch nicht gebraucht. Ok, wenn ich den POD X3 per S/PDIF direkt mit der MPC5000 aufnehme, dann ist natürlich der POD X3 der Master. Aber wie gesagt, es geht einfach darum den Audio-Output digital aufnehmen zu können ohne auf USB-Treiber-Support und auch generell ohne auf einen Computer angewiesen zu sein.
 
Wenn ich das immer lese... Kennt eigentlich jemand wirkliche Verkaufszahlen von den Kisten? Wenn ich sehe wie viele Kronos(e) bei Thomann gebraucht verkauft werden sollen und das es hier nicht nur positives gibt. Das Teil ist nicht schlecht, kann eine Menge und hat in meinen Augen potential, aber es nicht das Non Plus Ultra.
 
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Noch etwas verwundert mich. Beim MoXF wäre es jetzt das erste Mal, dass Yamaha den aktuellsten WaveRom aus der Top Workstation verwendet, u.z. während die Top Workstation (der Motif XF) noch das aktuelle Verkaufsmodell ist. Oder sehe ich das falsch? Und da frage ich mich, wenn die da 128 Polyphonie, 700 Mb WaveRom und optional Flash anbieten, dann kannibalisieren sie ja fast den Motif XF oder? Das einzige was dann noch übrig bleibt wäre die äußere Verarbeitungsqualität, das Display, die Tastatur und eventuell die Anzahl der Effekte. Hinzu kommt das der MoXF als 88er Modell auch noch viel leichter und mobiler sein wird als der Motif XF8. Also entweder nimmt Yamaha bewusst einen Verkaufsverlust beim XF in kauf da ja wohl die Mehrzahl der Käufer die Budget Modelle kaufen, oder auch ein Nachfolger des Motif XF dürfte in Kürze vorgestellt werden.
 
Hat jemand von euch den MOX mit dem Motif XS GANZ GENAU im eigenen Studio verglichen, ob die Sound Engines sich GANZ GLEICH verhalten und anhören, sprich ob der klangliche Output GENAU GLEICH ist? Die gleiche Signalverarbeitung, die gleichen Modulations- / Traspositionsartefakte, die gleichen Wandler usw.?... Weil der MOX hat zwar die gleichen Wellenformen wie der Motif XS, klanglich finde ich seine Engine aber ziemlich schwach. Allerdings kann ich nicht mit dem Motif XS vergleichen, da ich ihn nicht habe.

Motif XS und XF sind 128-stimmig und haben 16 Insert-Efekte. Der MOX ist 64-stimmig und hat 6 Insert-Efekte, also gehe ich davon aus, dass dort ein langsamerer Prozessor aus derselben Prozessor-Familie werkelt. Der MX ist wieder 128-stimmig, wird also wieder einen schnelleren Prozessor haben. Jetzt gehe ich davon aus, dass derselbe Prozessor in den kommenden MOXF eingebaut wird. Ansonsten die Engine vom MOX, Samples aus dem XF und Erweiterungsplätze für Flash-ROM. Klanglich werden die Samples wahrscheinlich so ähnlich wie beim MOX gegenüber den Motifs (kein eigener Hörvergleich!) runter gedrosselt.

Für Neukäufer wird der MOXF auf jeden Fall interessanter sein als der MOX. Für MOX-Besitzer aber bestimmt kein Grund neidisch zu werden oder "upgraden" zu wollen. Ich würde jedenfalls keine teuren Flash-ROM-Module kaufen wollen, um sie dann durch die minderwertige Engine (= Meine eigene Einschätzung der MOX-Engine!) abzuspielen. ^^ Dann schon lieber Kurzweil mit 128 MB Flash-ROM. ^^ Wobei ich noch nie einen Kurzweil besessen habe...
 
Interssanter Punkt: Meiner Erfahrung nach bedeutet nämlich "gleiche Engine + gleiche Samples" nicht automatisch "gleicher Sound". Irgendwie klingen dann nämlich die Top-Modelle dann doch noch eine Ecke besser als die preiswerten Nachkommen (z.B. Korg M3 vs. M50, Motif vs Mox etc.)
Woran das liegt? Keine Ahnung, bin mir aber ziemlich sicher, dass das Absicht ist. Mögliche Ursachen wäre z.B. unterschiedliche Ausgangs-OPs, Wandler glaube ich eigemtlich schon fast nicht mehr, aber vielleict auch etwas auf der digitalen Ebene. Wer sagt denn, ob die gleiche "Software-Engine" (was auch immer dass jetzt heißen mag) nicht auch auf einem schwächeren Prozessor mit geringerem Oversampling laufen kann? DAS würde dann nachvollziehbar anders klingen.
Frage über Fragen, aber verständlicherweise rücken die Herstelle solche Infos nicht raus. Es bleibt der Eindruck, dass trotz aller Marketing-Tricks die Top-Modelle nach wie vor ihre Berechtigung haben, und zwar nicht nur wegen des schickeren Metall-Gehäuses.
 
Wer sagt denn, ob die gleiche "Software-Engine" (was auch immer dass jetzt heißen mag) nicht auch auf einem schwächeren Prozessor mit geringerem Oversampling laufen kann? DAS würde dann nachvollziehbar anders klingen.
Wobei wenn ich im MOX den Patch initialisiere, Filter und Effekte abschalte, auch EQ auf THRU, die Samples also pur hören möchte, klingen sie auch irgendwie matt und bedeckt. Wenn ich z.B. auf einer MPC5000 ein Samples abspiele, klingt es genau so frisch und lebendig wie über ein gutes Interface am Computer. Wenn man auf dem MOX z.B. irgendein Drum-Sample anwählt und es transponiert anspielt, klingt es in allen Lagen matt, und je weiter vom Originalpitch, um so hässlicher die Artefakte. Da würde mich z.B. interessieren, ob die Motifs genau so mieses Resampling haben. Ich wollte mir ja ursprünglich eigentlich einen gebrauchten XS holen (weil den XF fand ich für ein Homestudio sowieso extrem überteuert), dann wurde mir aber für die Hälfte ein MOX angeboten, und ich dachte mir, ok, die gleichen Wellenformen, die "gleiche" Engine. Weniger Polyphonie und Insert-Effekte - egal, zum Kennenlernen von Yamaha dürfte hinhauen. Nun, klanglich hat er sich als Blender erwiesen. Mir ist kein Schaden dadurch entstanden, sondern wurde lediglich meine Neugier befriedigt. Ich könnte ihn nämlich genau so wieder weiter verkaufen. Aber noch habe ich ihn hier. Aber so richtig Lust auf größere /neuere Yamaha-Modelle hat er bei mir halt auch nicht gerade geweckt. ^^
 
Ich habe mir offizielle Yamaha-Demos des Motif XS angehört und sie z.T.mit dem MoX nachgespielt, ich habe dabei jedenfalls absolut keine Unterschiede gehört, z.B. beim GrandPiano, Strings und Brass. Für mich liegen die entscheidenden Schwächen im Realitätsgrad der Samples selbst, da gibt es keine Unterschiede zwischen XS und MoX. Da wird es beim MoXF in den ROM-Samples ja hauptsächlich Verbesserungen beim GrandPiano geben, sonst nicht viele (ich glaube, eine weitere StringSection-Samplegruppe, Saxofone und ein paar sonstige). Toll wird natürlich die Erweiterungsmöglichkeit sein.
 
Hier noch einige technische Daten, die User in anderen Foren laut Werbeanzeige im Keyboard Magazine aufgelistet haben:

  • 741 MB WaveROM (3977 Wellenformen)
  • Flash-Erweiterung bis 1 GB
  • Kompatibilität der Voices zu Motif XF, XS und MoX
  • 16-track Sequencer, 8 Insert-Effekte, eingebautes 4-Kanal-USB-Audio/Midi-Interface
  • erschwinglich und portabel
 
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Aber keine grundsätzlich neue klangerzeugung? Ja gut, ein Tester hat sein kronos Urteil auch zusammengefasst mit: "klingt wie eine getunte m3"
 
Für mich sieht das so aus wie das klassische Yamaha-Prinzip zwischen Flaggschiff und Ableger, so wie beim MO. Der hat ja auch mit ES-Power kurz vor dem Erscheinen des XS ein paar Leute verärgert. Den MoX haben sie dann erst NACH dem Flaggschiff rausgehauen, kann sein, dass sie es wieder vorziehen.

Warten wir mal Oktober ab. Oktober ist immer so ne Yamaha-Ankündigungs-Zeit. Hab ich ja letztes Jahr schon behauptet. Hat mir zwar keiner geglaubt - dann kam aber der MX. :D
 
In der September-Ausgabe der oben erwähnten englischsprachigen Keyboards

http://www.nxtbook.com/nxtbooks/newbay/kb_201309/

ist noch nichts von einem MoXF zu sehen (dafür ein großer Artikel über George Duke). Die Oktober-Ausgabe ist noch nicht verfügbar.
 
Ich kann auf die zusätzlichen Tonerzeugungen verzichten, wenn das Gesamtergebnis toll klingt!
@Martman: moderne Workstations sind schon lange keine "Sampleplayer" mehr, sondern haben eine recht umfangreiche Subtraktive Synthese hinter dem Sample.
Und ich habe beide hier: Kronos X und Motif-Klangerzeugung. Bisheriges Fazit: Der Kronos hat evtl. mehr Potential - besseren Klang aus der Box kann ich ihm aber nicht attestieren. Oftmals ist es eher umgekehrt.
Ein paar Beispiele:
- Warmes Pad. Beim Yamaha wähle ich eins der Warm-Pad aus und gut ist. Beim Kronos finde ich auch nach langer Suche keinen, der ähnlich "warm" klingt umd muss eine Weile schrauben.
- Orgel: Yamaha hat eine butterweichen Röhrenamp und einen schönen Leslie. Da klingt die gesamplete Orgel auch ok. Der Kronos hat zwar eine Orgelsimulation, aber die Ampsimulation klingt wie digitales Gain. Damit ist der ganze Aufwand für die Katz. Klar kann man rumschrauben, suchen usw. aber trotz der Arbeit bleibt das Ergebnis mittelmäßig.
- Rhodes: Ich gebe zu klngt wirklich ausdrucksstark und sehr echt im Kronos. Aber in der Band geht das Teil unter und man muss wieder ewig schrauben - kein Preset dabei, dass im Kontext passt. Auch hier habe ich live wieder meine Rhodes aus dem Kawai oder dem Yamaha vermisst - mit sanfter Ampsimulation und dennoch ordentlich Biss und Glanz in den Höhen.
DX7-Rhodes: Ja der Kronos kann alles laden. Aber aus der Box ist wieder kein DX7-Balladenrhodes dabei, dass dem Sample in meinem Stagepiano auch nur im entferntesten das Wasser reichen kann. In jedem Stagepiano wählt man aus Rhodes1 oder Rhodes2 und gut ist.
- Habe ich schon erwähnt, dass es mir auf den S... geht, wenn man sich Standards ständig neu erarbeiten muss? Ich will an den Details arbeiten und nicht schon an den üblichen Standards wie Piano, Orgel, Pads usw.

- Kommen wir zum Piano: Das klingt im Kronos solo wirklich besser! Aber auch hier wieder ein Pferdefuß: Die gewichtete RH3-Tastatur ist hart, repetiert langsam und lässt sich für meinen Geschmack nicht so ausdrucksvoll spielen wie manche andere Tastaturen. Außerdem sind die Spaltmaße miserabel und einige Tasten klappern. Beschwerden über die RH3-Tastatur und Fragen, wie sich das Piano im Live-Kontext durchsetzt füllen im Korg-Forum Seiten und das seit Jahren. Falls jemand meint, das seei besser geworden: Mein Instrument ist 7 Wochen alt.

- Mal was Positives: Samples lassen sich pfeilschnell in den Kronos laden.
- Und es gibt hier sehr hilfsbereite Kronos-Nutzer wie Defrigge und Jens, die einem gerne helfen und selbst von dem Instrument begeistert sind.
Danke dafür - und unsere unterschiedlichen Geschmäcker machen de Welt bunt!

Mein aktuelles Fazit: Ich halte den Kronos für einen Blender. Protzt mit vielen PS, aber das Fahren damit macht mir keinen Spaß.
Ich mag keine Kiste mehr mit Möglichkeiten - ich mag eine mit fertigen sofort spielbaren Klängen. Standardklänge müssen einfach in 2-3 brauchbaren Varianten da sein. Ich habe es satt, wochenlang nach Röhrenampeinstellungen zu suchen. Entweder er klingt, oder er klingt eben nicht. Und der Kronos klingt in vielen Bereichen einfach zu "kühl". Ich liebe Klänge mit Wärme und einem Hauch Glanz - um mal bildlich meinen Klang-Geschmack zu beschreiben.
Und deshalb schiele ich auch erwartungsvoll auf dienächste Yamaha Workstation.
Mit folgenden Funktionen steige ich sofort wieder um:
- 88 Tasten-tragbar (wie beimS90)
- Das Piano 2 aus meinem Digitalpiano von Yamaha
- Unterbrechungsfreiem Umschalten
- Und das Transponierproblem muss endlich gelößt werden.

Auf zusätzliche Tonerzeugungen kann ich verzichten. Subtraktiv reicht mir und macht die Bedienung auch konsistenter :)
Und wenn die Pflicht passt, macht das Schrauben an der Kür um so mehr Spaß. Für klanglich perverse Umsetzungen z.B. ein rückwärts gespieltes taiwanesisches Sopran-Didgeridoo von Alesis, durch einen Notch-Filter gejagt ;-) (das erfreut auch Martman - i say it with love!) Wer meinen live-Sound kennt, weiß, dass ich da einiges an Zeit reingesteckt habe.

Ääääähm - was war noch mal das Thema?????
 
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Das Thema war: den Kronos als "Blender" hinstellen und die durch Yamaha ge-(ver-?)bildeten Hörgewohnheiten loben - als Übergang zur Vorfreude auf den XF-Nachfolger, der wohl kommt, wenn ein MOXF das kann, was jetzt der XF kann. :)

Ganz im Ernst: Ich kann jederzeit nachvollziehen, dass man gebräuchliche 08/15-Sounds in den Yamaha.Presets schneller so wiederfindet, wie es die (nicht zuletzt durch verbreitete Yamaha-Keys erzeugten) Hörgewohnheiten vorgeben. Korg ist nicht so gut wie Yamaha oder Kurzweil oder Nord, was das Erstellen von spielfertigen Presets für Bandsound betrifft.

Zwei Dinge allerdings kann ich nach eigener Erfahrung beim besten Willen nicht bestätigen:
- dass man nicht alle benötigten Sounds, sobald man seinen Kronos einigermaßen kennt, in exzellenter, bandtauglicher(!) Form angepasst bekommt. In der Regel (bis auf Gitarren und die tatsächlich nicht gute Röhrensimulation) ziehe ich das Ergebnis dann den bekannten Yamaha-Sounds vor
- dass es der Kronos EP-Engine an Durchsetzungsfähigkeit mangelt. Hier muss ich aber wirklich mal deutlich werden: Ich habe mir auf dem Kronos ca. 20 verschiedene Rhodes-Varianten programmiert, die ich je nach Bandkontext ohne das geringste Durchsetzungsproblem einsetze. Der deutlich hörbare Unterschied ist dabei, dass sie viel mehr wie mein MkI klingen als die Yamaha-Sounds. Wenn Du in Deiner Band mehr Durchsetzngsfähigkeit brauchst, sind doch alle Werkzeuge (EP-Engine, EQ, Kompressor, Effekt-Settings etc.) dafür da!

Die Yamaha Rhodes-EPs finde ich im Band-Kontext erträglich (und die Yamaha Röhrensimulation auch besser), aber im Vergleich zu meinem Rhodes Mk 1 klingen sie als EPs schlicht erbärmlich. George Duke fand sie übrigens so schlecht, dass er auf Tour an seinen Yamaha-Synth Mainstage mit zwei Software-Bibliotheken gehängt hat (Scarbee und Neo-Soul-Keys). Und ich hatte mich bei einem Duke-Konzert schon gewundert, was aus seinem Yamaha für ungewohnt gute Rhodes-Sounds gekommen waren. ;)

Also, Gmaj, einigen wir uns einfach darauf, dass der Kronos nicht Dein Ding ist. Und dass das noch lange nicht heißt, dass er so schlecht ist, wie Du ihn machst, nur weil er schlicht nicht wie Dein Yamaha klingen will. Das wird er auch in zehn Jahren nicht (außer wenn Du den Yamaha absamplest). Ich bin ganz im Gegenteil auf Knien dankbar, dass mein Kronos nicht klingt wie die Yamahas! Unterschiedlicher können Ausgangspositionen kaum sein. Aber das heißt ja nicht, dass ich Dir oder anderen nicht gönne, mit dem Yamaha-Sound prima klarzuzkommen und glücklich zu sein.

Ich fände es gut, wenn Du den (aus meiner Sicht völlig unzutreffenden) "Blender" mal stecken lässt und bei nächster Gelegenheit einfach zu den Sounds zurück kehrst, die dir mehr liegen. Bei mir ist es genau umgekehrt: ich kann mit vielen polierten Ohrenschmeichler-Sounds der Yamahas überhaupt nix anfangen und möchte sie nicht spielen.

Geschmäcker sind verschieden, so what?
Wir leben in einer Luxus-Zeit, in der wir nicht aus dem, was mit all seinen Grenzen da ist, was machen müssen (stimmunstabile Moogs, brechende Tines in EPs, rauschende Stomp-Boxen und Verstärker etc.). Statt dessen können wir im Überangebot schwelgen. Es macht einfach keinen Sinn, sich da über einzelne Keyboards zu ärgern: man spielt einfach das, was einem am besten gefällt. :great:
 
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gmaj7 und defrigge: Beide Statements waren absolut lesenswert, ohne gmaj7 hätte es die wichtige Gegenrede so ja nicht gegeben. Danke euch beiden!:) Für mich wird das Yamaha CP 5 dadurch spannend, weil die Tastatur leichtgängiger ist als die des CP 50 und mir daher beim Rhodes-Spiel mehr entgegenkommt als jede andere Tastatur die ich kenne, alle anderen leichtgängigen sind mir zu klapprig.
 
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