"Schaltplan" für Studio

von meistero.eckero, 06.07.07.

  1. meistero.eckero

    meistero.eckero Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #1
    Hallo,
    ich habe vor etwas ernsthafter in das Recording-Geschäft einzusteigen. Hab das bisher als Home-Recording betrieben, deshalb ist Software und Hardware (interface, abhöre,...) vorhanden. Jetzt meine Frage:
    Gibt es irgendwo einen "Schaltplan", wie man ein Inline Mischpult anschließt und was ist der Unterschied zwischen einem normalen Mixer und einm Inline Pult?
    Vielen Dank
    meistero.eckero
     
  2. paulsn

    paulsn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #2
    hast du ne patchbay?
     
  3. soneworks

    soneworks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #3
    Beim Inline Pult liegen Hin- und Rückweg zu/von der Bandmaschine in einem Kanalzug.
    Das spart Platz....
     
  4. meistero.eckero

    meistero.eckero Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #4
    Hallo,
    nochmal genauer:
    bisher bin ich von z.b. einem mikrophon direkt in mein interface und habe das dann auf meinem rechner gemischt, also komplett ohne pult. jetzt will ich einen mixer mit dazwischen schalten. Wie muss ich jetzt das mic und mein interface an das pult anschließen? wie läuft das dann mit dem mixdown? spiele ich den song vom rechner ab, mische das dann echtzeit und nehme das ganze mit einer anderen aufnahme (Dat oder soetwas) wieder auf?
    das würde mich sehr interessieren
    vielen dank
    meistero.eckero
     
  5. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.07.07   #5
    Also das Inline-Pult hat, wie schon gesat, pro Kanalzug eigentlich zwei Signalwege. Man erkennt diese Pulte eigentlich recht leicht daran, dass zwei Fader pro Kanalzug vorhanden sind.

    Der eine Signalweg entspricht quasi dem eines normalen Pultes. Das Signal kommt rein, wird vorverstärkt, kann geroutet werden etc. - aber die Hauptsache ist, dass es für jeden Kanal einen Direct Out, oder auch "Tape Send" gibt. Von diesem Ausgang aus schickte man früher das Signal in die Bandmaschine. Diese hatte für jeden Kanal einen Ausspielweg.
    Dieses Tape Return Signal wird dann ins Pult zurückgeführt, und zwar jeweils in den selben Kanalzug aus dem es ursprünglich stammt. Hier gibt es dann die Tape Return-Buchsen, und der Pegel dieses Signals wird dann mit dem zweiten Fader geregelt.

    Heute ist es idR keine Bandmaschine, sondern eben der PC bzw. das Interface.

    Der Signalweg sieht also so aus:

    Pultkanal Tape Send -> Interface IN -> PC (DAW) -> Interface OUT -> Pultkanal Tape Return

    So, die Frage nach dem eigentlichen mischen. Im Grunde siehst du es richtig, man fügt dann am Pult die Effekte ein und verwendet dessen Equalizer. Dabei ist interessant, dass man bei höherwertigen Pulten diese Elemente (also EQ, Aux Wege etc.) entweder in den Tape Send oder Return schalten kann. D.h. man kann wählen, ob das Signal mit Bearbeitung (Tape Send) aufgenommen wird, oder ob die Einstellungen nur beim Tape Return, dem Monitorsignal, vorgenommen werden sollen.
    Der Mixdown läuft also in der Tat in Echtzeit durch das Pult und alle daran angeschlossene und verwendete Peripherie. Die Summe wird dabei dann aus den Tape-Return Signalen gewonnen, auf eine Stereospur am Pult geroutet, und von dort wieder via Interface in den Rechner geschickt (oder eben an irgendein anderes Aufnahmemedium).
    Klingt etwas komplex, ist aber eigentlich ganz simpel wenn man das Prinzip verstanden hat. Im Anhang hab ich eine kleine Grafik, die den Signalfluss im Split- bzw. Inline-Pult schematisch darstellen soll.

    Generell gilt es zu beachten: um vernünftig mit einem Inlinepult arbeiten zu können, braucht man entsprechend viele Ein- und Ausgänge am Interface. Also eben jeweils einen für jede Spur.
     

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  6. meistero.eckero

    meistero.eckero Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.07   #6
    ist es denn heutzutage überhaupt noch üblich mit einem inline mischpult zu arbeiten, oder verwendet man andere geräte?
    wenn ich kein inline pult verwende, kann ich dann auch die rückführung vom interface ins pult auf andere kanäle legen? z.b. recording kanäle 1-16, mixdownkanäle 17-32 ?
    danke für eure antworten!
     
  7. paulsn

    paulsn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.07   #7
    ja, man verwendet inline pulte.. in nem studio hab ich eigentlich nur inline pulte gesehen wenn ich so nachdenke.

    und ja wenn du tape return hören willst (und das willst du) musst du das sogar so machen. das is das prinzip von einem split-pult
     
  8. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.07.07   #8
    Jo, was man dabei nur generell beachten muss ist, dass man beim Routing der Signale keine Schleifen erzeugt.
    Also sprich, die Recording- und die Mixdownkanäle dürfen nicht wieder gleich geroutet sein. Denn wenn du das Monitoringsignal im Pult wieder mit den Recordingsignalen in den Rechner schicken würdest, käme eine sehr hässliche "Klangschleife" dabei raus.

    Aber ist denke ich klar soweit, und vom Prinzip hast du das ganze ja denke ich auch schon durchschaut.

    Bzgl. deiner ersten Frage: ja, ist durchaus noch üblich. Das sind dann in den "dicken" Studios die vollautomatisierten Analogkonsolen von SSL, Neve, Amek etc...
    Aber es gibt da auch sehr viel Bewegung auf dem digitalen Sektor.
     
  9. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.07.07   #9
    All dieses Rounting (und mehr) kann man auch sehr elegant mit der EMU PatchMix Software (ist bei den großen EMU Interface's dabei) rein digital machen.

    Ggf. versteht ja jemand jetzt, warum ich so auf diesen EMU Kram abfahre.;)


    Topo :cool:
     
  10. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.07   #10
    Biste da nicht auf 8 analoge Kanäle (gleichzeitig) bei der Aufnahme beschränkt (z.B. beim 1820(m))?:confused:

    Das 1820m in 32-Kanalausführung wäre mein Traum!:)
    Leider gibt's wohl nichts in dieser Größe von EMU:mad:, da ist dann ein Inline-Pult praktischer denke ich.
     
  11. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.07.07   #11

    Ich kenn mich mit der E-MU Software jetzt nicht aus, aber du meinst also dass man quasi die Returnsignale aus der DAW wieder in selbige zurückrouten kann...?

    Oder meinst du eher eine Art digitale Patchbay damit, also schon mit externem Pult etc.

    Andernfalls würde ich hier jetzt ehrlich gesagt keinen Zusammenhang zu der Inline-Thematik erkennen ;)
     
  12. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.07.07   #12
    Wieso ist das Inlinepult "praktischer"? Ohne entsprechende Anzahl an Ein-/Ausgängen am Wandler (Interface) macht das Vorhaben mit Pult doch gar keinen Sinn...:confused:
     
  13. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.07   #13
    Wäre ein EMU-System sagen wir mal 32-Kanalig, könnte man sich aufgrund der "EMU PatchMix Software" u.U. das Mischpult sparen.

    Das war mein Gedanke dabei.
     
  14. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.07.07   #14
    Naja, das mag soweit sein...aber darum gehts ja eigentlich auch nicht wenn man ein Pult verwendet. Flexibler, kompakter, vielseitiger - das ist Software immer.
    Pulte zum abmischen verwendet man eben hauptsächlich aufgrund der Haptik - mit 10 Fingern und Fadern mischt es sich eben leichter als mit einem Mauscursor. Und dann eben noch die Klangästhetik, aber das ist natürlich immer eine gefährlich subjektive Ansicht.

    Daher meine Nachfrage...denn das Pult bringt ja definitiv nix, wenn nicht für jeden Kanal die entsprechenden Ein- und Ausgänge vorhanden sind - Routing hin oder her ;)
     
  15. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.07   #15
    topo hatte ja auch nur 'ne Alternative ohne Pult angeboten.
    Bei der Software kann man meines Wissens nach jeden Kanal überall hin routen und mixen.

    Es würde natürlich Einiges einsparen, wenn man dadurch ohne Pult (und entsprechende Kabelage) auskäme.

    Mein Einwand bezog sich auf die Anzahl der Audiokanäle bei den EMU-Interfaces.

    Die würde die Aufnahmemöglichkeiten sehr einschränken.


    Aus diesem Grund würde ich auch lieber mit Pult als mit Maus agieren.



    Noch 'ne Frage hierzu:

    Muss je nach Signalquelle zwischen "Eingang" und "Tape Return" umgeschaltet werden, oder was geschieht, wenn z. B. gleichzeitig ein "Tape Return"-, sowie ein Eingangssignal anliegen?
     
  16. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.07.07   #16
    Also grundsätzlich muss man nichts umschalten, dafür sind die beiden getrennten Signalpfade ja da.

    Es kommt drauf an, was du mit zwei Signalen meinst. Das Eingangssignal (Tape Send) wird ja in Echtzeit (die Latenz lassen wir mal außen vor) wieder an den Tape Return zurückgegeben. D.h. das Sendsignal liegt immer auch gleichzeitig am Return an. Muss es ja, denn sonst würde man nix hören - das Monitoring erfolgt ja durch den Tape-Return weg.

    Die andere Situation ist, wenn bereits ein Signal aufgenommen wurde. Das lässt sich anhand einer traditionellen Bandmaschine vielleicht einfacher erklären. Wir haben also auf Spur X ein Signal aufgezeichnet, das die Bandmaschine brav ans Pult zurück ausspielt. Wenn wir jetzt wieder in diesem Kanal ein Tape-Send Signal aufnehmen, wie verhält sich der Returnweg - das ist der Kern deiner Frage, oder? :)

    Ich würde sagen, dann kommt es darauf an, ob die entsprechende Spur aufnahmebereit ist oder nicht. Wenn ja, wird das vorhanden Signal mit dem neuen überschrieben, welches auch dementsprechend auf dem Monitoringkanal zu hören ist.
    Wenn keine Aufnahme stattfindet, die Maschine aber läuft, ist das bereits aufgenommen Signal zu hören. Findet keine Wiedergabe statt, kann man natürlich "live" etwas neues über diesen Kanal abhören.

    Also, um es etwas kürzer zu fassen: was im Returnkanal an das Pult zurück kommt, hängt davon ab ob gleichzeitig eine Wiedergabe stattfindet und/oder eine Aufnahme auf der entsprechenden Spur.


    Ok..hoffe das war nicht allzu kryptisch ;)

    EDIT: Heute hat man natürlich seltenst eine Bandmaschine in diesem Prozess, sondern eben eine potente DAW. Da das Monitoring ja "post-Software" erfolgen muss, sieht man in Kombination mit Inlinekonsolen zumeist auch nur ProTools bzw. andere DSP-basierte Systeme, die die Latenz quasi gegen Null gehen lassen.
     
  17. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.07   #17
    Von der Wortwahl her nicht:), aber klar ist mir das immer noch nicht, bzw. ergeben sich aus Deiner Antwort neue Fragen.

    1. Was meinst Du hier mit Monitoring?
    Ich verstehe Monitoring als "Selbstkontrollmöglichkeit" für den an diesem Kanal angeschlossenen Musiker (im Sinne von Bühnenmonitor).
    Nicht, dass wir von unterschiedlichen Dingen reden.

    2. kann das
    für den Einsatz mit 'ner Bandmaschine m.E. eigentlich nicht gelten, denn da ist die "Latenz" ja abhängig von den Abständen des Aufnahmekopfes zum Abspielkopf, sowie der Bandgeschwindigkeit (oder vergehen zwischen Aufnahme und Abspielen unter 10ms? :confused:).
    Oder "Monitoring" wird von uns unterschiedlich interpretiert (s.o.)

    Nicht ganz:

    Vorgabe:
    Spur X (vom Tape) sendet Signal zum "Tape Return".
    Gleichzeitig gibt's tatsächlich ein "neues" Signal am Kanaleingang/"Tape Send"
    Meine eigentliche Frage bezieht sich eher auf den Mixdown.
    Werden da dann auch "Neues Signal" mit "Tape Signal" gemischt?

    Oder ist der Signalfluss grundsätzlich über "Tape Send" > Aufnahmemedium > "Tape Return", wobei, wenn kein Aufnahmemedium an diesen Kanal angeschlossen ist, diese "Lücke" im Signalweg einfach intern überbrückt wird?
     
  18. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.07.07   #18
    Na dann wollen wir nochmal *g*



    Na Monitoring ist natürlich alles, was aus deinen Boxen kommt. Dabei meine ich natürlich in erster Linie die Abhöre in der Regie...wie würdest du das sonst nennen...?

    Hm, ok, so gesehen ist da natürlich auch eine gewisse kleine Latenz - da diese Bandmaschinen aber soweit ich weiß eine recht hohe Bandgeschwindigkeit haben, fällt das wohl nicht ins Gewicht.
    Dazu kommt, dass diese Geräte (ähnlich wie die aktuellen HD-Recorder) wohl sowieso eine Art Direct Monitoring haben, also d.h. das eingehende Signal wird zum einen aufgenommen, geht aber parallel auch gleich wieder auf die Ausgänge. Es wird also vmtl. gesplittet, d.h. ein Zweig geht direkt aufs Band und der andere wieder direkt auf die Ausgänge. Somit ist das dann wirklich latenzfrei. Also das Pendant zum aktuellen Hardware-Monitoring bei Interfaces.


    Naja, in welcher Situation sollte das vorkommen? Beim Mixdown werden ja alle integrierten Effekte in Echtzeit eingebunden, d.h. alle Signale die am Pult anliegen werden ja auf eine Stereosumme zusammengemischt.
    Es gibt also beim Mixdown selbst keine neuen Signale, die zuerst auf die Bandmaschine geschickt werden.

    Signalweg Mixdown:
    Bandmaschine -> Tape Return (Pult) -> Kanalzug mit möglichen Inserts & Send-Effekten -> alle Spuren (inkl. Effektreturns) auf eine Summe -> neue Stereospur auf finalem Aufnahmemedium.

    Man kann natürlich bearbeitete Signale "bouncen", so wie man es heute bei der Software mitunter ja auch gerne tut. In diesem Fall überschreibt man dann in der Tat das Signal auf dem Band, also sprich das Tape Return-Signal wird am Pult mit Effekten belegt und wieder auf die selbe Spur aufgenommen, von der es stammt - oooder einfach auf eine andere Bandspur aufgenommen (das lässt sich ja leicht umpatchen).

    Im Grunde ja.
    Wenn eben mal nichts aufgenommen, sondern nur abgehört werden soll (um ein Signal erstmal zu beurteilen bevor man es aufnimmt oder so), wird es entweder von der Bandmaschine unbeeinflusst durchgeschleift oder man routet es noch im Pult auf eine Gruppe oder einen anderen Bus, der gar nicht erst zur Bandmaschine geht - bsp. über Auxwege an einen Kopfhörer für den Musiker o.ä.
    Es muss ja natürlich nicht jedes Signal dass am Pult anliegt durch die Bandmaschine laufen, obwohl es vielleicht gar nicht aufgenommen werden soll (ein Clicktrack oder so zB).

    Die Bandmaschine hat im Grunde drei "Betriebsmodi":

    - das Signal läuft komplett durch die Maschine und wird aufgezeichnet, die Wiedergabe erfolgt nach dem Aufnahmekopf (post-tape Monitoring -> was ist wirklich auf dem Band); heute heißt das Software-Monitoring
    - wie erstens, nur wird das Signal für die Ausgänge schon vor dem Aufnahmekopf abgezweigt und ohne Umwege wieder auf die Ausgänge geschickt (pre-tape Monitoring, das Pendant zum heute aktuellen Direct Monitoring mit Null Latenz)
    - das Signal wird gar nicht aufgenommen, sondern wandert direkt vom Maschinenein- zum ausgang. Die Maschine ist quasi im "Leerlauf"; technisch entspricht das aber natürlich dem zweiten Punkt, halt nur ohne aktive Aufnahme


    Ich häng mal noch ein weiteres Bildchen an, vielleicht macht das die Sache etwas anschaulicher.
     

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  19. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.07   #19
    Danke für Deine Erläuterungen! :great:
     
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