Sehr schade, dass die
Fender-Kopfplatten und deren meisten Gitarrenmodelle optisch absolut nicht der Hit sind und die Kopfplatten zudem auch noch eine ziemliche Fehlkonstruktion darstellen wenn man extra Saitenniederhalter benötigt. Naja, so ist das halt wenn man die Konstruktionweise seiner Gitarren auf niedrigste Fertigungskosten auslegt....
😉😉
Bei den Epiphone Les Pauls gehen die Kopfplatten wirklich gar nicht. Die sind auch gar nicht mein Fall. Bei den ES-Modellen finde ich sie hingegen recht gelungen bzw. passend, ausgenommen die Sheraton II - die ist echt schon etwas mächtig...
@ Socccero:
Top, 100 Punkte! Du liegst mit der Zuordnung genau richtig.
Von Links nach Rechts:
Epiphone Sheraton II - "made in Korea" 2005
Epiphone Riviera - "made in Japan" 1982
Epiphone Supernova - "made in Korea" 2000
Epiphone Riviera - "made in Japan" 1983
Epiphone Sheraton - "made in USA" 1993
Die Sheraton II ist die klassische Korea-Variante. Als untere Mittelklasse-Gitarre in Ordnung, vorallem bei dem Preis. Da kann man nicht meckern. Eine halbe "Qualitätsstufe" höher steht die "Supernova". Etwas komfortabler zu bespielen und nicht ganz so kopflastig. Die beiden alten Rivieras sind hingegen mind. 2 Stufen höher. Richtig schöner, dicker Hals, Fret-Binding, schön leicht trotz Ahorn-Sustainblock und im Schwerpunkt exakt ausgeglichen. Da ich die ES-Modelle von Gibson kenne, kann ich zu 100% sagen, dass die Rivieras mindestens auf der gleichen Stufe stehen. Die Japaner konnten bzw. können richtig gute Gitarren bauen.
Die Rivieras sind schon sehr selten (in der Ausführung taucht viell. 1 pro Jahr mal auf) aber die Sheraton links im Bild ist noch viel seltener. 1993 wurden von der s.g. "Nashville Collection" nur 250 Exemplare in den USA hergestellt. Sie ist also nicht "assembled in USA" wie die John Lee Hooker Signature, sondern direkt von Gibson gebaut. Daher hat sie auch Fret-Binding, einen schönen dicken Hals, echte Perlmutt- und Abalone-Inlays in Griffbrett und Kopfplatte (kein Plastik wie bei bei Epiphone...) - belegt durch ein "Fish & Wildlife Certificate" der USA. Zudem sind die F-Löcher bei diesem Modell viel eleganter gestaltet als bei den anderen Modellen und die Griffbrett-Inlays sind deutlich breiter als bei allen anderen Sheratons. Ich habe die Gitarre vor einigen Wochen direkt aus meiner Lieblingsstadt Manhattan, New York bekommen. Zu dieser Gitarre werde ich vielleicht demnächst mal ein Review irgendwo im Board schreiben.