Schlagzeug aufnehmen, welches Interface?


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Hi Leute, ich würde gerne mein Schlagzeug mit mehr als 8 Mikrofone aufnehmen. Wenn ich aber nach Interfaces suche finde ich nur welche mit 8 oder weniger XLR Eingängen. Wie funktioniert das, dass ich z.B 10 Mikrofone gleichzeitig aufnehmen kann und jedes Mikrofon auf einer eigenen Spur habe? Mein Rechner ist ein Mac Late 2019 und die DAW ist Logic Pro.
 
Signalschwarz
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Ein Audio-Interface verwenden, das acht analoge Mikrophon-Eingänge besitzt UND digitale ADAT-I/O. An den ADAT-I/O wird dann ein zusätzlicher Umsetzer angeschlossen, der bis zu acht weitere analoge Ein- und Ausgänge bereitstellt. Die Eingänge sollten optimalerweise über Mikrophon-Vorverstärker verfügen.
 
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Bei einigen ADAT-Interfaces funktioniert es, wenn du zwei Kabel nimmst und jeweils den ADAT in/out beider Geräte verbindest. Eine andere Möglichkeit ist, daß eins der Geräte Wordclock ausgibt (BNC Kabel) und das andere Wordclock schluckt. Dazu müssen die Geräte entsprechend eingestellt werden - das ist halt nochmal ne technische Hürde. Wenn es dann korrekt eingestellt ist, funktioniert diese Möglichkeit zuverlässig.
 
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Ok verstehe, also müsste das bei den beiden Teilen die ich oben gepostet habe sozusagen über Wordclock auch funktionieren oder? Das Focusrite hat Wordclock OUT und das Behringer Teil hat Wordclock IN.
 
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Habe ich das richtig verstanden? 😅

Wird das über ein herkömliches optisches Kabel verbunden?

Ja, absolut richtig verstanden.

Und nochmal ja. Du besorgst noch zwei optische Kabel und ab geht's.

Wordclock dient zur Taktung beider Geräte zueinander. Das WC-Signal wird auch über ADAT ausgegeben. So kannst Du erstmal starten und FALLS es Probleme geben sollte (unwahrscheinlich) immer noch eine zusätzliche Verbindung über BNC nutzen.
 
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Alles klar dann kenne ich mich soweit aus. Danke euch allen für eure Antworten! 😊
 
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Hallo,

...bitte noch drauf achten, ob beim Syncen eine Auswahl "master/slave" erforderlich ist, das verrät die Anleitung. Einstellen tut man das dann über die Gerätesoftware. Zwei "Master" können nichts miteinander anfangen, weil jeder der Boss sein will... :D

Viele Grüße
Klaus
 
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Hallo Klaus!

Danke dir für den Tipp (y) Werd ich mir merken :)
 
Charvelniklas
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Anderer Vorschlag: beim Aufnehmen von so vielen Kanälen würde ich persönlich gleich zu einem Mischpult tendieren. Das preislich nächstgelegene, das hier Sinn ergibt, ist meines Wissens das Behringer XR18. Die Vorverstärker (falls es die gleichen sind wie in der UMC-Serie – das konnte ich bisher aber leider nicht herausfinden) sind zwar definitiv nicht so gut wie die im Scarlett, aber wenn du sie anständig einpegelst, sind die Qualitiätsunterschiede praktisch irrelevant. Wenn wir vom professionellen Bereich sprechen würden, wärs was anderes, aber da würdest du wahrscheinlich auch nicht mit nem Scarlett aufnehmen.

Ein Mischpult hat gegenüber einem Interface (in der Preisklasse) den Vorteil, dass du dem Schlagzeuger schon einen gescheiten Mix zum Aufnehmen geben kannst. Reicht es ihm, nur Kick und Overheads zu hören? Kann er haben. Er will alles hören, und zwar schon mit EQs und Kompressoren? Geht auch. Beides wäre mit nem bloßen Interface unmöglich. Je mehr Mikrofone du für die Aufnahme verwendest, desto wichtiger ist es meiner Meinung nach aber, dass der Schlagzeuger einen steuerbaren Monitormix bekommt. Das Mischpult kostet nicht vieeeel mehr, kann aber... viiieeeel mehr. ;) Und es würde dir zusätzlich ermöglichen, mit mehreren Musikern gleichzeitig aufzunehmen, falls du das möchtest.
 
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Ok aber habe ich bei einem Mischpult die Möglichkeit jedes Mikro auf eine extra Spur aufzunehmen oder bekomme ich da nur eine einzelne Stereospur heraus?
 
smello
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Ich zitiere mal von der Thomann Seite: "Multi-Channel USB-Audiointerface"

Bekommst also alles als einzelne Spuren.
 
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habe ich bei einem Mischpult die Möglichkeit jedes Mikro auf eine extra Spur aufzunehmen

Das XR18 bietet dir die Möglichkeit die 16 Mono-Kanäle und den Stereo-Aux aufzunehmen. es hat ein 18 In und 18 Out (18x18) Interface zum Computer per USB. Also ist die Frage mit einem klaren Ja zu beantworten. Das X32 Rack wäre dann noch eine Stufe drüber, da es dann 32x32 Spuren kann.

Und ob das Scarlett soo viel bessere Preamps hat, bzw das überhaupt bemerkbar wäre, halte ich für fraglich. Auch dass bei digitalen Mischpulten, gerade bei den eher günstigeren, in der Regel nur 48 kHz Sampling Rate benutzt wird, ist in der Regel bei solchen Anwendungen nicht wichtig. Da wäre es wohl wichtiger mehr Geld in die Akustik, das Instrument und die Mikrofonierung zu stecken, und dann zu lernen das ganze gut anzuwenden. Wenn das alles geschehen ist, dann kann das Thema Samplingrate und Preamps wieder auf den Tisch kommen.

Es gibt für das Recording von vielen Spuren nich eine andere, wie ich finde interessante Variante aus dem Hause Music Tribe (der Konzern hinter Behringer).
Man nehme eine oder mehrere von denen hier
Midas DL16

und verbinde sie mit dem Computer mit dem Klark DN9630. (aktuell gibts das leider nicht beim Big T). Da kann man dann bis zu 48 Inputs (3xDL16) per USB realisieren. Wichtig ist aber das man entweder die genannte DL16 oder eine S16 von Behringer benutzt. Denn mit denen kann man auch die Preamps der Stagebox ohne Pult einstellen. Das wäre aber eine reine Interfacelösung ohne DSP Mixer, wie beim X32 oder XR18.



Edit: Ujegele, sind die Preise aktuell in die Höhe gegangen. ich kann mich erinnern, dass ich etwas traurig war, weil ich ein X32 Rack um 1500€ damals als es neu raus gekommen war gekauft habe und es dann später um knapp 700 € zu haben war. Heute liegen wir schon wieder fast beim Einstiegspreis mit den 1250 €.
 
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Ahh ok verstehe, also so ein Mischpult ist mir dann ehrlich gesagt doch sympatischer. Da hat man dann alles in einem Gerät und das mit dem Monitorsound ist auch eine super Sache, soweit habe ich noch gar nicht gedacht 😅🙈
Ich habe bis jetzt mit einem Behringer Xenyx X2222 aufgenommen und da ist eben nur eine Stereospur rausgekommen (deswegen die Frage bezüglich mehreren Spuren).
Ich hab mittlerweile ein Soloalbum released und habe die kompletten Drumparts mit Addictive Drums "programmiert" weil ich ja überhaupt keine Chance hatte einen annähernd akzeptablen Sound von meinen Drums zu recorden. Aber ich stehe halt trotzdem eher auf den Real Deal und deswegen muss ich mir da jetzt was besorgen 😊👍🏻
 
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Ob man eine Stereosumme oder Einzelspuren aufnehmen kann, kommt immer aufs Mischpult an. :) Die kleineren XR-Mixer zum Beispiel lassen dich nur eine Stereosumme aufnehmen. Deswegen hab ich direkt das XR18 genannt. Also: Es kommt immer aufs Mischpult an.

Und ob das Scarlett soo viel bessere Preamps hat, bzw das überhaupt bemerkbar wäre, halte ich für fraglich.
Ich gehe von Julian Krauses Messungen von einem UMC404HD aus (Audio Science Review hat auch was, aber das ist mir dann doch ne Spur zu komplex :D). Die Ergebnisse sind "nicht so toll", aber so, dass man trotzdem sehr gut damit arbeiten kann, wenn man einigermaßen adäquat einpegelt. Sonst wären mir die Schwächen der Dinger wahrscheinlich auch schon häufiger aufgefallen als das bisher tatsächlich der Fall war. 🙃 Von daher: bemerkbar? Fraglich.
 
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Monitoring geht natürlich auch mit einem reinen Audio-Interface. Mit dem entsprechenden A-I gibt's auch Direct-Monitoring inklusive DSP-FX. Bei einem halbwegs aktuellen und sauber konfigurierten PC, stellt auch Software-Monitoring kein Problem dar. Die Signale, die nicht ins D-M kommen (also die via ADAT reinkommen), sind idealerweise Stützsignale (Kick in, Snare bottom, Hihat).

Monitoring des Drum Kits ist immer... richtig gut. Normalerweise bekommt man das gratis frei Haus durch das Instrument selbst. Ansonsten braucht man erstmal einen tauglichen Kopfhörer, der die eine Hälfte des Originalsounds abschirmt und dann genug Pegel ausgibt, um den Rest zu übertönen.

Dann ein bereits bearbeitetes Signal auf den Ohren zu haben, ist vorallem bei Drummern, die das nicht kennen eine Offenbarung. Denn diese werden spontan anfangen ganz anders zu spielen als üblich. Warum auch draufhauen, wenn es durch den heftig arbeitenden Kompressor (mit fehlenden Einstellungsmöglichkeiten) sowieso schön rumst auch wenn man nur auf Sparflamme spielt? Ist ähnlich wie wenn ein Gitarrist ein reines DI-Signal ohne Amp und Box einspielt, er wird anders in die Saiten greifen. Die Freude kommt dann bei der Nachbearbeitung, ziemlich sicher.
 
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Ok ja für Software-Monitoring habe ich immer eine zu große Latenz, das schafft mein Rechner glaube ich nicht ganz. Ich muss sagen wenn ich Gitarren über ein Plugin im High Gain aufnehme ist es nicht so ein Problem, da macht mir die Latenz nichts aus. Clean wirds dann schon wieder interessanter aber noch immer machbar, Gesang geht nurmehr mit Direct-Monitoring, da ist mir die Latenz einfach zu groß. Ich meine sie ist jetzt nicht so groß das man das im Mix raushört aber fürs Monitoring teilweise unbrauchbar. :confused:

Ich habe für diese Aufnahmen das kleine Focusrite Scarlett 2i2 aber bei D-M ist es halt schade, dass ich keine Effekte o.Ä. darüber legen kann bei dem Teil. Diese Vorstellung wäre natürlich göttlich wenn ich Drums aufnehme und der Monitormix sich schon geil anhört. Ich glaube stark, dass das dann auch meine Motivation wieder steigern würde mich einfach mal wieder so zu den Drums zu setzen und Spaß zu haben. :cool:
 
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Diese Vorstellung wäre natürlich göttlich wenn ich Drums aufnehme und der Monitormix sich schon geil anhört. Ich glaube stark, dass das dann auch meine Motivation wieder steigern würde mich einfach mal wieder so zu den Drums zu setzen und Spaß zu haben.
Das ist meiner Meinung nach am Besten mit einem Digitalpult erreichbar. Da hat man dann alle Werkzeuge dafür, um den Monitormix gut zu machen. EQs, Kompressoren, Effekte usw. Das hat man, soweit ich das kenne, bei Audio Interfaces nicht oder nicht in der Ausstattung. Dafür können die Audiointerfaces in der Regel mit höherer Samplingrate umgehen. Nur ob man das wirklich immer braucht, muss halt jeder für sich beantworten.
Zwei Dinge sind aber trotzdem aktuell etwas schwierig bei Neuanschaffungen. Die Liefersituation und die Preise. Das gefragte Zeug ist oft nur schwer zu bekommen und alles ist deutlich teurer als noch vor einigen Monaten. Da sollte man sich halt auch am Gebrauchtmarkt umschauen. Nur da sind die Preise auch oft komplett überzogen, finde ich.
 
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Dafür können die Audiointerfaces in der Regel mit höherer Samplingrate umgehen.
Ja das ist mir relativ egal. 44,1 oder 48 Khz sind mir ehrlich gesagt genug.
Zwei Dinge sind aber trotzdem aktuell etwas schwierig bei Neuanschaffungen. Die Liefersituation und die Preise. Das gefragte Zeug ist oft nur schwer zu bekommen und alles ist deutlich teurer als noch vor einigen Monaten. Da sollte man sich halt auch am Gebrauchtmarkt umschauen. Nur da sind die Preise auch oft komplett überzogen, finde ich.
Das ist mir auch schon aufgefallen mit der Liefersituation. Preislich habe ich keinen Vergleich weil ich erst vor ein paar Tagen angefangen habe zu suchen, aber das glaube ich dir gerne. 👍🏻😅
 

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