Schlechte Aufnahmequalität trotz Audio Interface

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Hallo,

habe versucht, von meinem E-Piano über ein Audio Interface direkt auf den Laptop aufzunehmen. Die Aufnahmequalität auf den PC ist aber sehr schlecht, d.h. es ist ein unschönes Grundrauschen vorhanden und die Töne an sich klingen zu hart, bzw. übersteuert. Habe das nur bedingt dadurch reduzieren können, dass ich die Ausgabelautstärke am Piano und Interface so gering wie möglich gestellt habe.

Hier die Technischen Angaben:
Das Piano ist von Yamaha. Habe das Behringer-Interface (einfache Ausführung: U-Control UCA 202) über Line-in-Line-out mit den Piano verbunden und mit dem USB-Kabel an den PC angeschlossen. Aufgenommen wird ganz normal mit dem Windows-Soundrecorder. Wenn ich die Kopfhörer direkt am Interface anschließe und mithöre ist der Ton völlig klar. Das verliert sich offenbar erst bei der Verbindung mit dem PC.

Liegt es daran, dass ich nicht die richtige Aufnahmesoftware habe? Gibt es hierfür ein günstiges oder vielleicht sogar Open-Source-Programm zum Download?

Danke!
 
Banjo
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Hallo Musicstarter,

jetzt bist Du auch ein Recordingstarter, deshalb habe ich Deinen Beitrag in den entsprechenden Bereich verschoben;)

Sieh Dich mal nach Audacity um, das ist ein einfaches freies Aufnahmeprogramm, das ist viel besser geeignet als der Windows-Soundrekorder.

Ich bin mir nicht sicher, wie das Behringer-Ding aufgebaut ist, dass zum Beispiel der AD-Wandler übersteuert sein kann, während der Kopfhörerausgang klar ist und ich weiß auch nicht, was der Windows-Soundrekorder noch so mit dem Signal anstellt (den hab ich seit Jahren nicht mehr angeworfen), aber schlechter kann es mit Audacity auch nicht mehr werden.

Kann aber auch sein, dass Dein Keyboard einfach zuviel Signal für das Behringerteil liefert und den AD-Wandler darin überfährt. Wunder sollte man von dem kleinen 29€-Ding zwar nicht erwarten, aber ganz so schlimm, wie Du es beschreibst, sollte es auch nicht sein.

Ist denn die Aufnahme, wenn Du sie später im Kopfhörer abhörst bereits kaputt oder erst bei der Wiedergabe über Boxen? Kannst Du andere Musikdateien sauber abspielen mit dem Behringer-Interface?

Banjo
 
Telefunky
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obwohl ich die Bande von Herzen hasse, soll das B-Dingen erstaunlich gut sein
(mag ich zwar nicht glauben, aber man liest es tatsächlich sehr oft)
insofern tippe ich auch auf eine Einstellungssache des Sound-Rekorders, vermutlich steht der in den Systemeinstellungen auf Mikrofon-Pegel...

cheers, Tom
 
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Danke an Tom: habe das jetzt mal soweit über den Pegel vom Mikrofon geregelt, indem ich diesen auf 10 runtergestellt und dafür das Volume vom Piano ganz hoch gedreht habe. Dadurch geht das Rauschen soweit weg, aber die Aufnahme ist immer noch nicht so schön wie erhofft, da trotzdem hohe oder stark angeschlagene Töne übersteuert werden - gleichzeitig ist die Aufnahme aber insgesamt zu leise.

Werde es mal mit Banjos Tipp bzgl. eines anderen Soundprogramms probieren.

Danke euch soweit!
 
Signalschwarz
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Auch wenn manch einer etwas anderes behaupten mag: Das Audio-Interface-Dingens ist Schrott. Das taugt doch nur als Ersatz für Onboard-Soundkarte-Schiss, wenn jemand aus Versehen da die Klinke abgebrochen hat oder sonstwas drin versenkt hat.

Da muss man doch nur mal kurz rechnen: Ausfuhr- und Einfuhrzoll und Mehrwertsteuer,--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
und Gewinnmarge abziehen. Was bleibt da noch für Lohn- und vor allem MATERIALKOSTEN? Fast nix. Und entsprechend ist die Qualität.

Einfach einen Hunni für ein US-122 MK II oder ein etwas höherpreisiges Gebrauchtgerät investieren um Spaß am neuen Hobby zu haben ist doch nicht so schwer einzusehen.

Ein paar gute Fußballschuhe kostet ähnlich "viel", manch einer versäuft das an einem WE oder einem halben Tag auf'm Oktoberfest oder verraucht es in einem Monat.
 
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Auch wenn manch einer etwas anderes behaupten mag: Das Audio-Interface-Dingens ist Schrott.
Aha.

Ich verwende öfters das UCA222 - und das rauscht nicht wahrnehmbar - jedenfalls deutlich weniger als das Grundrauschen der Yamaha MSP3 Monitore.


Habe schon einige Platten damit aufgenommen, die der Komponist an seinem Clavinova (?) eingespielt hat und dafür tut das Minidinges sehr gut.

Mein Problem unter Win7 war die Einstellung der Soundeinstellungen, da wird das Interface erkannt und ich mußte den Aufnahmepegel vonn 100 auf 1 oder allerhöchstens 2 stellen, sonst übersteuert es gnadenlos. Und ich bin sicher, daß das unabhändig von der Recordingsoftware ist.

Ich habe dazu hier und hier schon geschrieben, vielleicht öst das ja schon das Problem :)
 
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Einfach einen Hunni für ein US-122 MK II oder ein etwas höherpreisiges Gebrauchtgerät investieren um Spaß am neuen Hobby zu haben ist doch nicht so schwer einzusehen.


Und genau deshalb habe ich mich für den Recording-Anfang vor ein paar Jahren für dieses Interface (US-122mkII) entschieden! Bin im Moment auf dem Tascam US-1800 mit Behringer ADA8000 unterwegs.
(Ja, das US-1800 hat keine ADAT-Schnittstelle, aber es gibt einen sogenannten "Work-around".)
 
Telefunky
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Das Audio-Interface-Dingens ist Schrott. Das taugt doch nur als Ersatz für Onboard-Soundkarte-Schiss, wenn jemand aus Versehen da die Klinke abgebrochen hat oder sonstwas drin versenkt hat.
Da muss man doch nur mal kurz rechnen: Ausfuhr- und Einfuhrzoll und Mehrwertsteuer,
wieso ? steckt doch fast nix drin ->siehe Bild
bis auf einen Texas/BB PCM2902 USB Codec für den die Chinesen einen Preis von 10 Cent bis $9 pro Stk angeben
wer nur Line Quellen hat, braucht ja keinen Mikrofon-Vorverstärker ;)

cheers, Tom
 
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Die Materialkosten können auch mutmaßlich nur rund 9€ betragen und dafür müssen eben auch Eingangs-, Ausgangsumsetzer, Filter und Taktgeber realisiert werden - plus der ganzen Kleinkram wie Gehäuse, Kabel, Buchsen etc. Das mögen alles sicherlich Cent-Beträge sein, heißt aber doch nur auch wieder, dass man qualitativ nicht allzu viel erwarten sollte.

Ach ja, natürlich sollte man die Kosten für Verpackung, Transport und Produktentwicklung nicht vergessen.
 
Banjo
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Dass das Ding nicht so toll ist und es Besseres auf dem Markt gibt, auch ohne dass man gleich das Auto verkaufen muss, dürfte allen klar sein. Aber so schlimm wie beschrieben ist es auch nicht, vielleicht bringt ja der Tipp von tonstudio2 noch etwas.

Und wenn Musicstarter erstmal mit überhaupt mal brauchbaren Aufnehmen begonnen hat, leckt er vielleicht Blut und kauft sich eines Tages etwas besseres.

Aber erstmal sollte das Behringer vernünftig funktionieren, so gut es eben kann.

Banjo
 
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Die Materialkosten können auch mutmaßlich nur rund 9€ betragen und dafür müssen eben auch Eingangs-, Ausgangsumsetzer, Filter und Taktgeber realisiert werden.


Keine grosse Sache ...hat man sich möglicherweise von Edirol abgeguckt...

Da könnte man sich doch gleich nach dem geklonten Produkt umsehen:


188851.jpg


Edirol UA-1EX; ...als Gebrauchtkauf...

HTH




...da schrumpfen auch die Kosten für 'Entwicklung' wohl auf ein Minimum zusammen! :)

HTH
 
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da hat man gar nichts abgeguckt:
der PCM-2902 ist bereits eine Komplettlösung, die nur ein paar Kondensatoren und einen 12 MHZ Quarz braucht
(genau zu dem Zweck wird er von Texas Instrument angeboten)
bei den anzunehmenden Stückzahlen dütfte das Teil unter 3€ Produktionskosten liegen

cheers, Tom
 
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Au weih... jetzt hab ich mit meiner harmlosen Frage auch noch eine Diskussion zum Thema Billiganbieter angestoßen... man möge mir vergeben! ;)

Frage an tonstudio2: Wenn der Pegel auf 2 runtergedreht wird, ist die Aufnahme bei mir viel zu leise, selbst wenn das Volume am Piano auf Max. steht. Wie machst du das hörbar?

LG
 
Banjo
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Irgendwo muss es doch einen goldenen Mittelweg geben, wo es nicht zu leise ist und auch nicht zerrt?

Banjo
 
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Frage an tonstudio2: Wenn der Pegel auf 2 runtergedreht wird, ist die Aufnahme bei mir viel zu leise, selbst wenn das Volume am Piano auf Max. steht. Wie machst du das hörbar?

Bei mir ist es so, daß beim Pegel 3 (von 100) Fortestellen bereits übersteuern :( Das Volume am Piano, welches ich aufnehme, ist auch den Ausgängen nicht regelbar, der Regler betrifft nur die eingebauten Lautsprecher (und Kopfhörerausgang). Da ist es auf den Cinchbuchsen also ebenfalls max, was ich ja richtig finde :)

Verändere die Einstellung doch mal in mehr oder weniger großen Sprüngen (5 - 10 - 20 - 50 ...) und 'hau voll in die Tasten', sicher findest Du nach einigen Versuchen die passende Einstellung :great:
 
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Dabe solltest du aber in einer Software wie Audacity, den Pegelausschlag beobachten. Wenn es da übersteuert, dann musst du weiter zurück.

Was heißt "zu leise"? Ist das aufgenommene zu leise, oder die Wiedergabe während der Aufnahme. Im Rechner selbst hast du ja Vollausschlag ... mehr Pegel geht nicht. Im Nachhinein kannst du ja noch einen Kompressor und einen Limiter an den Start bringen, sollte aber nicht zwingend nötig sein.
 
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Was heißt "zu leise"? Ist das aufgenommene zu leise, oder die Wiedergabe während der Aufnahme. Im Rechner selbst hast du ja Vollausschlag ... mehr Pegel geht nicht. Im Nachhinein kannst du ja noch einen Kompressor und einen Limiter an den Start bringen, sollte aber nicht zwingend nötig sein.

Das Aufgenommene ist zu leise. Das Ausgabevolume vom Piano ist ganz hoch, das Interface selbst hat keine Lautstärkenregelung und der Aufnahmepegel vom PC ist bei 1 oder 2. Bei der Wiedergabe der Audiodatei ist dann alles kaum hörbar. Wenn der Pegel höher ist, wird sofort übersteuert.

"Voll in die Tasten hauen" wie tonstudio2 vorschlägt ist weniger produktiv - da verliert mir die Interpretation dann doch an Gefühl und Nuancen... ;)

Hab mir vorhin schon mal Audacity runtergeladen und guck, was sich darüber machen lässt.
 
Banjo
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"Voll in die tasten" meinte tonstudio2 eher, damit Du den maximalen Pegel findest, so dass es gerade nicht übersteuert, egal wie kräftig Du spielst. Du musst nicht die ganze Zeit fortississississimo spielen:)

Banjo
 
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Haha, ich merk schon, ich muss mehr Unterscheidungsvermögen bekunden bzgl. was hier wörtlich gemeint ist und was nicht... :)
 
Banjo
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Also ich sag's ja ungern, aber langsam neige ich Signalschwarz' Meinung zu:)

Anscheinend ist das Ding ja ultrakritisch in der Aussteuerung, wenn auch tonstudio2 berichtet, dass er gerade mal auf 1 oder 2 von 100 aufdrehen kann, um vernünftige Pegel zu haben. Bevor Du Dich jetzt noch ewig rumärgerst mit dem Teil, wäre eine Investition in ein richtiges Recording-Interface eine Option für Dich?

zum Beispiel dieses hier für 86€:


Ich bin auf dem Markt nicht so firm, vielleicht haben andere auch noch Alternativvorschläge im bezahlbaren Bereich?

Banjo
 

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