Schubladendenken Deluxe!

Heute muss das irgendwie alles absolut katalogisiert sein und wenn man mal jemand konkret fragt, was der Unterschied zwischen Death-, Speed-, Trash- und was weiß ich, was es alles gibt, ist, kriegt man kaum vernünftig begründete Antworten.
Die Schubladen werden immer kleiner und auch immer kleinkarierter.

Liegt vielleicht auch daran, dass man Musik nicht ausreichend mit Worten beschreiben kann ;)
Ich kann eigtl schon gut unterscheiden ob das jetzt death, thrash oder black metal ist wenn ichs höre.
 
noch ein anderer punkt, etwas OT: kann es sein das im Techno/ härterer Elektro eine ähnliche Entwickelung zu beobachten ist? Hardstyle, Hardbass, Drums'n'Bass, Gabber
Du hörst das in der Regel eher raus als bei Metal. Drumbase kann man meist mit verbundenen Augen von Hardstyle unterscheiden (vom Aufbau her etc). Gabba ist glaub ich immer schnell sonst würds so nicht heißen und hat in den mir bekannten Liedern immer verzerrte Bassdrums gehabt.
 
Also ich kann auch verschiedenste Metalstile mit verbundenen Augen unterscheiden, dagegen bei elektronischer Musik nicht. Es ist einfahc die Frage, wie tief man in der Materie steckt.

Ich glaube auch nicht, das die Schubladen kleiner werden, sondern die größeren Schränke einfach zu voll geworden sind, sodass man ein wenig Ordnung in den Schrank bringen muss (um es mal metaphorisch zu sagen).
 
Zudem sich die Schubladen auch manchmal aendern. Brauch mir nur den Gothic-Metal anschauen. 'Erfunden' von Paradise Lost, Type O, Negative etc. denken die Meisten heute an irgendwelche Pseudo-Opern-Traeller-Elsen bei der Bezeichnung. Deshalb gibt es jetzt eben den Darkmetal der auch die Bands die sich eher an den "Gruendern" orientieren aufnimmt.
 
Metal dient für viele als Möglichkeit sich zu individualisieren... wenn dort dann Fremdströme auftreten, werden diese als Bedrohnung der eigenen Identität gesehen.
Anders kann ich mir diverse Phänomene überhaupt nicht erklären. Vieles an Verhalten erinnert stark an "allergische Reaktionen".

Ich bin da mit meiner Band auch so ein lustiger Bastard. Wir machen zwar irgendwo sowas wie Metal, sehen aber alle nicht danach aus (ich noch am ehsten.. aber nur weil ich lange Haare hab), sondern hüpfen auch locker in "normaler" Kleindung auf der Bühne rum. Das führt dann oft dazu, dass uns Leute nicht ernst nehmen, die Lederhosen und Kutten anhaben... Genau so ist es bei eingefleischten hardcorehörenden Hobbykickboxern...
Ich muss aber ehrlich gestehen, dass mich dieses "Musiknazitum" mehr belustigt, als dass es mich stört. Wer soviel Energie aufbringt um andere Denkensweise abzublocken, der muss schon gehörige Probleme mit seiner Persönlichkeit haben...

ps: Die Antwort der Band aus dem Eröffnungspost... hossa... :)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also ich kann auch verschiedenste Metalstile mit verbundenen Augen unterscheiden, dagegen bei elektronischer Musik nicht. Es ist einfahc die Frage, wie tief man in der Materie steckt.

Also mit verbundenen Augen solte es nun wirklich nicht schwer sein Musik zu unterscheiden....:rolleyes:
Aber mal ganz im ernst ich würde durchaus sagen dass ich Metal höre, vll. nicht intensiv aber immer mal wieder, trotzdem ergibt sich für mich beim hören diverser achso unterschiedlicher moderner Metalströmungen kaum bis kein Unterschied.
Natürlich klingt Band X anders als Band Y, das allerdings sollte selbtsverständlich sein, wenn mir nun jemand erklärt Band X würde 20% mehr Doublebase verwenden als Band Y und sei deswegen Schießmichtodirgendwascore kann ich nur den Kopf schütteln...

Zum eigentlichen Threadthema: Jo die Band war wohl ein Paradebeispiel an Intoleranz....
 
Dieses Schubladen denken ist mir leider auch schon des öfteren negativ aufgefallen. Leider irgendwie nur bei Metallern verschiedenster Art. Wir spielen mit unser Band so Indie-Pop-Rock-Gedöns und haben bei so bunten Mixkonzerten auch ein paar Mal mit Bands aus dem Genre gespielt. Und irgendwie waren das immer die Typen, die mit allen anderen Bands kein Wort geredet haben (OK, außer halt: "Kann ich über deinen Tuner spielen?" Oder: "Bringt ihr das Drumset mit? Aber euer Basser darf seinen Amp nicht an unsere Box anschließen. Wir sind da eigen..."). Wir haben bisher mit Bands aus zig Musikrichtungen gespielt und eigentlich immer Spaß gehabt. Nur eben die drei bis vier Metalbands waren unangenehm. Ich will jetzt gerade nicht pauschal sagen, Metalbands seine so. Es waren halt nur eben die einzigen Bands die sich so verhalten haben aus dem Metalbereich und dann eben auch alle Bands aus dem Bereich, mit denen wir gespielt haben... Seltsam :?
 
Nö, finde ich nicht seltsam. Nervig und dumm ja, aber nicht selten. Hier gab es auch mal einen Thread "Was ist für euch Musik" oder so ähnlich, da waren auch haarsträubende Kommentare drin, von wegen, Metal sei mit das instrumental anspruchsvollste und vielseitigste Genre überhaupt und solch Gedöns. Irgendwie scheint das unter vielen Metallern verbreitet zu sein, sich für die größte Errungenschaft seit Erfindung der Subkultur zu halten.
Solche Experten haben sich ja auch schon hier geäußert.

Wird diese dann von anderen Subkulturen "bedroht" oder gar damit vermischt, wie bei Metalcore, könnte ja die musikalische Reinheit gefährdet sein, erst recht, wenn man nicht nur mit der Musik anderer Genres, sondern auch den Leuten nichts anfangen kann.

Dann wäre man ja nichts Besonderes mehr und die ganze gruppenauferlegte Individualität (;)) geht flöten. Da muss man natürlich auf anderen rumhacken.
 
Zuletzt bearbeitet:
(...) trotzdem ergibt sich für mich beim hören diverser achso unterschiedlicher moderner Metalströmungen kaum bis kein Unterschied.
Natürlich klingt Band X anders als Band Y, das allerdings sollte selbtsverständlich sein, wenn mir nun jemand erklärt Band X würde 20% mehr Doublebase verwenden als Band Y und sei deswegen Schießmichtodirgendwascore kann ich nur den Kopf schütteln...

Was ich lustig find, ist die Tatsache, dass sich oft einzelne Alben (oder sogar einzelne Songs) von ein und derselben Band oft stärker voneinander unterscheiden als gewisse Musikstile, deren Fans einander auf den Tod nicht riechen können :D

Am allertollsten find ich aber die vielen lustigen Pandas aus den Black-Metal-Magazinen (ja, ich les sowas! Haut mich doch! :D): sehen alle gleich aus, klingen alle gleich, labern das selbe Zeug, schimpfen über alles und jeden, der vielleicht nur 99% gleich ist und halten sich alle für Repräsentanten des Fleisch gewordenen Idealismus :D:D:D

grühs
Sick
 
<°}}}<;3937744 schrieb:
ich würde da auch erstmal verdutzt gucken. aber bei ihm hätte man nicht minder geguckt:
tst_miesbacher_tracht.jpg

2pac und trachtenmode sind halt beides kleidungsstile, die man eben selten in metalschuppen antrifft.

wenn jemand böse guckt wenn jemand mit nem typischen ghetto-outfit ankommt, dann verstehe ich das. sehr viele leute (inklusive mir) haben schechte erfahrung mit leuten in solch nem outfit gemacht, also ist man skeptisch (ein uralter überlebensinstinkt,d er in jedem höheren lebewesen steckt)
ich selber war die ersten 19 jahre meines lebens nur das gesindel meines heimatkaffs gewohnt und hatte ne entsprechende antipathie auf alles, was mit hiphop und artverwadten stilen zutun hat. erst mit studienbeginn bin ich leuten begegnet, die mir gezeigt haben, das es auch kultivierten rap gibt.
mir spannen sich zwar immernoch aus reflex die nackenhaare, wenn ich die musik höre, aber ich begegne dem jetzt zunehmend unvoreingenommener.

Ach du, ich hab hier in München in nem House Laden auch shcon Lederhosen gesehn, aber das ist hier in München so abgefahren normal das interessiert da niemanden mehr :D

Ich verweise nur auf :
http://www.youtube.com/watch?v=PLyTrsk1Ey8 lol
 
Souveräne Menschen machen was sie wollen und scheissen sich einen Dreck um Schubladen und Kleiderordnungen.

Unsichere Wichte suchen ihr Heil in der Gruppe und da gehört dann die Abgrenzung dazu. Verachtung oder sogar Hate auf andere Musikstile, Wertlegen auf bestimmte Klamotten oder Frisuren und Runtermachen von Leuten mit anderem Geschmack sind genauso spießig wie "Bevor wir zu Tante Trude fahren, gehst Du aber zum Frisör!". @Threadersteller: sei froh, dass Du mit diesen Kleingeistern nix zu tun haben wirst.

Nur mal als Denkanstoss: die ganzen Richtungen in der Musik, an die sich manche Engstirnler jetzt so klammern, gäbe es gar nicht, wenn nicht mal ein paar Leute aus dem eingefahrenen Gleis und den Konventionen ausgebrochen wären.

Banjo
 
der einzige witz in diesem thema sind deine beiträge :D
 
Guter alter bayrischer Folk Metal, immer wieder eine Freude :great:

@Topic: Die elenden Schubladen mal wieder -.- Ich bin echt froh, das ich sehr selten mit sowas aneinander gerate und das meine metallischen Kumpels allesamt schonmal was von Toleranz gehört haben. Ok, ich mag das meiste Core-Zeug und einige andere Stile auch garnicht leiden... aber mehr auch nicht. Wer's mag, der soll es hören (und sich bloß nicht einfallen lassen, mich wegen meinem Geschmack anzumachen :rolleyes:). Gilt übrigens auch für alle anderen Musikrichtungen.
 
Genug gelacht. Könntet ihr euch jetzt wieder in eure Ecken
stellen und Trve und Grimm eure Standpunkte (Ontopic) vertreten? :D

:p

Gruß
Dime!
 

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