Security-Lock aus der Fassung

von janky, 14.02.07.

  1. janky

    janky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.07   #1
    Mir ist heute nach einer über 2-stündigen Probe aufgefallen, dass sich der linke Security-Lock (am Neck) rausgedreht hat.

    Und zwar nicht nur rausgedreht, sondern richtig rausgerissen. Daher ist die Bohrung der Hagstrom Super Swede nun kaputt.

    Was kann ich machen?

    Hab die Gitarre erst seit 2 Monaten...
     
  2. Punkt

    Punkt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.07   #2
    zum Händler bringen und reparieren lassen, oder wenn du geschickt bist Loch aufbohren, Holzkern reinleimen, neues Loch^^.
     
  3. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 15.02.07   #3
    Hallöli,

    es geht auch einfacher!
    Ein Stück Zahnstocher (kein Streichholz, da wesentlichweicher) ins Loch und wieder reinschrauben. Danach die Schraube schön fest drehen, damit weniger Kräfte auftreten. Fertig!

    Gruß
    Andreas
     
  4. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.07   #4
    Richtig. Noch etwas Leim mit rein damit es perfekt wird.
     
  5. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 15.02.07   #5
    Bitte, bitte, bitte nicht schon wieder diese Zahnstocher Tipps! Das Zeug wird von der Schraube zermalmt und dann ist der Halt futsch, aber das hatten wir auch schon tausend male hier im Board.

    Dennoch, so geht es:

    Gurtpin ausgerissen
    [​IMG]
    Es passiert immer wieder das ein Gurtpin, meistens der hintere, ausreisst und die Schraube im Loch keinen neuen Halt mehr findet. Da gibt es dann die berühmten Zahnstocher- oder Streichholzempfehlungen, mit denen das Loch wieder verstopft werden soll. Tatsächlich gibt es nur eine einzige Methode, die der Schraube einen 100%igen Halt verschafft und diese ist auch noch einfach zu erklären:
    Der Gurtpin wird durch eine Holzschraube gehalten. Diese heisst so, da sie speziell für den Halt in Holz entwickelt wurde. Ok, die oben erwähnten Materialien bestehen auch aus Holz, allerdings sind sie so dünn, dass sie von der Schraube zermalmt werden und von Holzbrei stand bei der Schraube nichts. Also, wie löst man nun das Problem?
    Man bohrt das alte Loch auf 6mm Durchmesser auf, so tief, wie die Schraube lang ist. Dann nimmt man ein Stück 6mm Buchenrundstab, den es im Baumarkt (meist als Meterstücke) gibt und schneidet davon ein Stück, so lang wie das Bohrloch tief ist, ab, streicht es rundum mit Holzleim ein - einen Tropfen Holzleim noch in das Bohrloch - und treibt diesen selbstgefertigten “Holzdübel” mit ein paar Hammerschlägen in das Bohrloch. Dazu ein kleines Stück Holz dazwischen halten, damit der Hammer den Gitarrenkorpus nicht verletzt. Dann nach Anleitung auf dem Kleber aushärten lassen und später das Schraubenloch vorbohren und dann die Schraube nebst Gurtpin eindrehen. Fertig und hält wie neu!
    Den Holzdübel sieht man in der Regel nicht, da dieser vom Gurtpin verdeckt wird.
    Bitte keine Experimente mit Pattex oder gar Epoxidharz machen, da diese Materialien für diesen Zweck nicht geeignet sind. Pattex härtet nie ganz aus und Epoxidharz wird so hart, dass es meistens sofort bricht, wenn man die Schraube wieder eindreht und damit ist der nächste Absturz der Gitarre vorbestimmt.
    Wichtig ist, dass der Durchmesser dieses Buchen-Holzdübels immer größer als die Dicke der Schraube ist, damit die Schraube hinterher wieder komplett im Holz sitzt und so optimalen Halt findet.

    /V_Man
     
  6. janky

    janky Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.07   #6
    Okay vielen Dank für die Tipps...ist das ganze denn normal???

    Wie kann man das verhindern?
     
  7. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 15.02.07   #7
    Hallo janky,

    also bei mir hält auch die Zahnstocher Methode.
    Die Methode von Vintage_Man ist wesentlich professioneller - allerdings auch sehr aufwändig und birgt ohne geeignete Bohrkenntnisse und -möglichkeiten einige Gefahren. Sooo einfach ist es auch nicht ein sauberes 6er Loch in die Seiten zu kriegen.

    Wie man das zukünftig verhindert?
    1. Bohrloch sollte nicht größer sein als der Kerndurchmesser der Schraube.
    2. Entweder Originalschraube, oder eine Schraube die gleich lang ist (Kraftverteilung)
    3. Die Schraube muss gut festgezogen werden, damit sich die Schraube auf keinen Fall bewegen und durch vor und zurückstoßen das Gewinde beschädigen kann. Nicht wie ein Irrer weiterdrehen wenn die Schraube festsitzt, aber mit wohl dosierter Kraft schauen (Hirn an!), ob es noch 1/16 Umdrehung weiter geht.

    Gruß
    Andreas
     
  8. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.07   #8
    Zahnstocher wird zwar zermalmt, aber dank Leim ist das genau richtig wenn es aushärtet. Hab es schon hundert mal gemacht und es hält bombig. Befor ich mir den Riesenaufwand da oben antue...
     
  9. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.07   #9
    +1 :great: ... Zahnstocher und Streichhölzer sind übrigens aus dem selben Material: Populus tremula. Auch bekannt als: Aspe, Espe oder Zwitterpappel.

    Übrigens ist Aspe ein Hartholz und recht dicht: 500-650 Kg/m³ ..... Afrikanisches Mahagoni hat übrigens die selbe dichte, genau wie Ahorn ...

    Gruß :cool:
     
  10. RAGMAN

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    Erstellt: 15.02.07   #10
    Die Methode das Loch aufzubohren und durch einen entsprechenden Holzstab oder Dübel zu ersetzten ist zwar gut aber nicht unbedingt von jedem zu realisieren.
    Dafür muss halt das entsprechende Material, Werkzeug und Kenntnis im Umgang vorhanden sein.

    Die Methode mit den Streichhölzern hält auch wunderbar und ist längst nicht so schlecht wie viele glauben. Aber auch hier sollte sorgfältig gearbeitet werden. Einfach ein Zahnstocher in das Loch stecken und dann die Schraube reindrehen reicht nun wirklich nicht (lange).

    Einige passend gekürzte Streichhölzer mit gutem Holzleim halten bombenfest.
    Habe ich vor einigen Jahren an einer Les Paul gemacht und hält immer noch :great:

    Die Gefahr das sich das löst ist wohl ähnlich groß wie die Gefahr das die Schraube mit Holzdübel sich löst...
     
  11. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 15.02.07   #11
    Hallöli,

    ich brauche derzeit was um Pickguard Löcher zu zu machen, da in dem "Custom Pickguard" die Löcher (leider nur leicht) an anderer Stelle sitzen. Da mir der Holzleim ausgegangen ist, wollte ich von der Arbeit welchen mitnehmen. dort erklärte ich was ich machen will.

    Neben Streichhölzern (finde ich auch etwas weich) und Zahnstochern bekam ich noh einen Tipp (und direkt das passende Holz). Wir nutzen in der Firma hölzerne Schaschlikspieße um in schwer zugänglichen Ecken der Maschinen alles sauber zukriegen. Das dürfte das gleiche oder ähnliches Holz sein wie bei Zahnstochern - nur haben diese Spieße einen Durchmesser von 3 statt 2 mm.
    Mit einem Cutter oder Tepichmesser kann man die Stäbe richtig "schälen" um sie passend zu machen - oder mit grobem Schmirgel auf Maß bringen. Das Holz "zerbröselt" nicht sooo leicht! Es will mit seinen Faser zusammenhalten.

    Gruß
    Andreas
     
  12. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 16.02.07   #12
    Diese Geschichte ist einfach nicht totzukriegen!:screwy:
    Wenn's bei einem gehalten hat, heisst das noch lange nicht, dass es optimal ist und bei einem anderen hält.
    Wer nicht in der Lage ist ein Loch zu bohren, sollte gleich zum nächsten Gitarrenladen gehen und sich das dort machen lassen für einen Bakschisch. Es wäre doch zu schade, wenn einem hinterher die Gitarre abstürzt. Und Ragman wird dann dafür auch nicht aufkommen wollen, oder?

    @cadfael
    Die Pickguardlöcher kannst Du ruhig auf diese Art verschliessen, da die Schrauben ja kaum Last zu halten haben und der Halt kein Sicherheitsrisiko darstellt.

    /V_Man
     
  13. RAGMAN

    RAGMAN Mod Emeritus - Gitarren Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.02.07   #13
    Habe ich gesagt das die Methode optimal ist? Es kommt halt auf die Umstände an...
    Wieso soll ich dafür aufkommen? War ja nicht "meine" Idee...
    Dann kommst Du jetzt wohl dafür auf wenn jemand seine Gitarre mit einer Bohrmaschine verunstaltet (abrutscht, schief bohrt, Lack abplatzt, usw):great:
    Es spricht ja auch nix dagegen es mit einem Holzdübel zu machen aber dann sollten auch die Bedignungen dafür erfüllt sein.
    Wichtig ist auch um welche Gitarre es sich handelt, bei einer 2000 EUR Gitarre würde ich auch eher zu dem Holzdübel greifen.
     
  14. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 16.02.07   #14
    Deswegen ja die Empfehlung mit dem Händler des Vertrauens.

    Der Wert einer Gitarre ist auch relativ. Auch eine Gitarre für 400EUR kann einem lieb und teuer sein. Aber ich denke, wir verstehen uns.

    /V_Man
     
  15. Hicks

    Hicks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.07   #15
    Also Kinder, dann macht doch die Probe aufs Exempel.. Zugtest!!
    Ich habe selbst schon so einige Gurpins neu verschraubt, und muss auch sagen dass mir die Zahnstocher - Holzleim Methode nie problem bereitet hat.. Wenn die Schraube reingedreht wird wenn der Leim noch etwas feucht ist wird der Zahnstocher natürlich zermamlt, aber das ganze härtet bombenfest aus.. Jetzt weiß ich nicht was manche hier mit ner Gitarre machen.. In den Fensterrahmen hängen und dran abseilen, Stirb langsam lässt grüßen oder was..
    Denke mal eine Gitarre die um den Hals hängt lassen wir mal so um die 4 Kilo wiegen. Je nach Spielweise kommen von Arm und Hand, die sich aufstützt, vielleicht nochmal 7-10 dazu, das sollte auch bei Hardcorefreaks langen..
    Also lastet insgesamt ein Gewicht von maximal 14 Kilo auf der Gitarre.
    Angenommen die Gitarre ist gut ausbalanciert sind dies in top - Belastungsmomenten 7 Kilo pro Schraube.. Jetzt mag es sein dass der Holzdübel insgesamt besseren Halt bietet, aber ich wage die Behauptung, dass allein durch den Druck im Loch, der ensteht wenn man SChraube und Zahnstocher reinzwängt, schon genug halt entsteht.. Könnte man ja mit einem Nagel mal versuchen;)
    Soviel zur Theorie, wenn einer zuviel Zeit hat, Zugtest machen;)
     
  16. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.07   #16
    Hicks, die gehen drauf weil sie vorher nicht gut befestigt waren, somit können die sich über die Zeit "rauswackeln" und genau das passiert den meisten. Die werden so gut wie nie rausgerissen.
     
  17. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 17.02.07   #17
    Hallo sekimt00,

    stimmt genau!

    Ich zitiere mich mal selbst. ;)
    Nachtrag:
    Wenn die Schraube eine Woche drin ist sollte man ruhig mal schauen, ob sie sich vielleicht doch noch eine weitere 1/8 oder 1/16 Umdrehung drehen lässt. Holz arbeitet ja auch. Eine gut festsitzende Schraube - was nicht heißt, dass man wie ein Geisteskranker andrehen muss - wir sich kaum noch selbstständig lösen und jahrzehnte lang halten.

    Trotzdem darf man ruhig einmal im Jahr schauen, ob alle Schrauben noch fest sitzen. Nicht die Belastung it der Tod des Geindes, sondern dass die Schraube nicht richtig fest sitzt. Ist die Gitarre aus halbwegs vernünftigem Holz und kontrolliert man die Festigkeit ein oder zweimal im Jahr sollte die Schraube trotz ständiger Belastung 40 oder mehr Jahre in ihrer Originalbohrung halten.
    Bei meiner Cadicaster sind nach 22 Jahren immer noch keine Streichhölzer drin ...

    Gruß
    Andreas
     
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