seht mich! -deutsch

von Kornhulio, 21.06.07.

  1. Kornhulio

    Kornhulio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #1
    aloha!
    die idee für den text kam mir, als mir auffiel, dass sich die leute in der bahn net ansehen... schlimm, ich habe eine frau regelrecht angestarrt, sie hat es geschafft 13 minuten lang an mir vorbei zu schaun. ich war zwischendurch davon überzeugt, dass sie autistin war:er_what:
    naja, musikalisch wird es ein melancholisches ruhiges stück, was zum höhepunkt (der beschreibung des taums) etwas an tempo und härte gewinnt. schön wäre eine geige oder ein klavier im hintergrund. eine düstere stimme rundet das ganze ab.

    edit: kritiken, anmerkungen, lob, oder verbesserungen sind wie immer erwünscht ;-)

    und hier ist er:
    seht mich!

    ich lebe einsam in der welt
    in der man nie alleine ist
    es ist nur leider viel zu oft
    dass man das beisammensein misst

    den anderen war ich stets egal
    vor ignoranz und eitelkeit
    man sieht mich nicht mal wenn ich rufe
    meine seele nach erlösung schreit

    verzweifelt greife ich zur tat
    ich schubse und bedränge sie
    doch selbst da sie schwankend taumeln
    sehen sie keinen teil von mir

    eine träne läuft die wange hinab
    fällt auf den boden wir ein see
    so breche trauernd ich zusammen
    einsamkeit tut schrecklich weh

    doch plötzlich ertönt ein lachen
    die tränen bringen mir nur spott
    für trauer wird man hier verachtet
    und schwäche macht einen ganz kaputt

    ich fliehe in mein eigenes zimmer
    ich flieh in eine andere welt
    wenn ich so keine freunde habe
    dann kauf ich sie für bares geld

    doch auch dies ist nicht von dauer
    ich verzweifel an meinem eignen geist
    der ständig mich mit werten plagt
    wie sie mir diese gesellschaft gab

    ich weiß ich muss nach draußen gehen
    auf dem schreibtisch liegt mein letzter gruß
    was heute an der schule folgt
    es ist mein letzter hilferuf

    der ort an dem ich leiden musste
    der ort wo man mich leiden ließ
    ich stelle bald schon meine schänder
    ich ihnen in die schädel schieß

    verteile hirne an den wänden
    flute gänge mit ihrm blut
    und erst als ich mich selbst gerichtet
    wird mein leben wieder gut

    ich schrecke hoch aus meinem traum
    ein traum voll trauer und gewalt
    es hat sich einfach nichts geändert
    es ist immer noch die gleiche welt

    und so wird sich nie was ändern
    der gleiche arrogante ort
    intolleranz und ignoranz
    wäscht langsam alles andere fort

    doch kann ich niemals etwas ändern
    der mensch der niemals etwas tut
    denn sogar um mich selbst zu richten
    fehlt mir einfach nur jeder mut
     
  2. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #2
    jo das mit dem bus kenn ich auch, noch extremer ist es in aufzügen

    vom stiel fängt es irgendwie depri an und steigert sich, bis es zum persimismus neigt.
    So wirkt es jedenfalls für mich beim erstenmal durchlesen.


    irgendwie hab ich am ende den eindruck das es bis zum amok geführt hat,
    also diese einsamkeit... was natürlich mehr die sozialgeselschaft kritisiert werden könnte (also in deinem text).

    Solltes vileicht mehr den "hilferuf" hervorheben.

    IM ganzen schon ein "schönes" thema, aber du solltes vileicht nochmal alles "filtern"



    grüße - Staub
     
  3. Kornhulio

    Kornhulio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #3
    gemeint ist das ganze als doppelte kritik.

    zum einen klar als gesellschaftskritik, was sich ja auch recht leicht heraushören lässt.

    zum anderen aber auch als kritik an der feigheit nichts ändern zu wollen. es ist sicher nicht als aufruf zum amoklauf geacht! aber ich bin vertreter der meinung, dass man, wenn einem etwas nicht passt, daran arbeiten sollte.

    insofern ist der text nicht einfach ein klagelied, sondern als aufforderung zu verstehen.

    aber was du genau mit "filtern" meinst hat sich mir nicht erschlossen ^^
    danke für den post!
     
  4. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #4
    Damit meine ich das es sich liest, als ob du es in einem fluß geschrieben hast
    und nur wenniges daran geändert hast.

    so entstehn leichte wiederholungen von dingen die bereits gesagt wurden.


    z.b 'n fehler in meinen augen ist es z.b das ganze später auf Schule zu Fixieren..
    also mein ort des leidens usw. es liegt ja überhaupt wahrscheinlich am sozialen umfeld.

    im ganzen wird das Problemm schon kla..
    aber eine lösung oder "die" lösung ist eher so abstrakt gehalten... wahrscheinlich liegt es auch nicht in deinem sinn das alles aufeinmal Super bund wird und alle am grinsen sind...
    sondern das die leute nachdenken und ihre einstelung ändern im bedacht auf das "miteinanderleben"



    gruß
     
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