Seid ihr eigentlich coole "irgendwohin-Gucker" oder eher uncoole Griffbrettgucker?

Vielleicht ist es nur eine Ausrede, aber wenn man verschiedene Gitarren spielt, dann komme ich jedenfalls nicht drum herum auf's Griffbrett zu gucken.
Das hat noch nicht mal *nur* was mit der jeweiligen Mensur zu tun. Wenn man von der Les Paul zur SG wechselt, sind die Töne gefühlt 5 cm weiter links, wenn man Rechtshänder ist. Und die Mensur ist ja dieselbe.
 
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wie die ganz Coolen spielen ohne einmal aufs Griffbrett zu Linsen
So eine(n) Coole(n) habe ich noch nie gesehen.
Ja, bei einzelnen Stücken /Songs geht das bei den "Profis" und vielen Amateuren ohne Hinschauen (und bei ganz wenigen Songs kann ich das auch).
Aber sogar Slash, Clapton, Bonamassa ... (nur als Beispiel) schauen während eines Konzerts mal aufs Griffbrett... und das ist völlig okay für mich.

Da ich zwischen Bass und (Rhythmus-)Gitarre wechsle, muss ich öfter aufs Griffbrett linsen, und bei den für mich ganz schwierigen Passagen schaue ich nur dorthin. Tja, hätte ich mehr geübt... :embarrassed:
 
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Schlimmer heute finde ich eigentlich, wenn die Musiker ständig auf ihr iPad starren, weil sie ihre Songs nicht mehr auswendig können. Ab und zu einen Orientierungsblick auf's Griffbrett finde ich durchaus üblich.
 
Da haben es wir BigBand-Musiker einfacher, wir schauen in die Noten oder zum Dirigenten ;-)

Vielleicht bin ich da etwas zu sensibel was den Unterton der Formulierung "der ganz Coolen" anbelangt. Aber wenn man daran denkt dass das Publikum das Konzert als Gesamteindruck wahrnimmt dann ist es nicht nur "cool" sondern Teil des Gesamtpakets was wir Musiker dort abliefern, und da würde ich schon dafür plädieren etwas mehr Übezeit auf den "Blindflug" zu verwenden und das zur Not von der Übezeit für Fingerfertigkeit oder für Sounddesign abzuknappsen. Plus: man bekommt selbst die Augen frei und hat mehr vom Gig.
Also: Schweinehund überwinden, es lohnt sich ;-)

Ach so, zur Frage: als Bassist habe ich da natürlich einfacher, alles unterhalb des fünften Bundes ist keines Blickes wert. Darüber hinaus - ja da schaue ich schon mal hin, aber nicht lange...
 
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Bei so schnelleren Rhythm-Sachen saucool umherschauend, geht auch gar nicht anders. Bei Soligefummel auch uncool bis hin zu Nackenschmerzen uncooler. :)
 
...ja, gibt schon n paar die oft aufs Griffbrett gucken...bewusst wär mir jetzt auch ausser Richie noch David Gilmour eingefallen...ich wollte nur mal wissen wie ihr das bewertet.
Bei vielen Songs meiner neueren Besetzungen muss ich singen (weils sonst keiner macht😆) und da wird das dann bei schwierigeren Parts teilweise von der Koordination her nicht einfach...zB hab ich im dritten Vers "White Room" Rh.Gitarre und Lead Fill ins zu spielen und muss noch den Text ablesen weil ich mir den nicht merken kann...dazu den hierfür herbeigezerrten Notenständer weit unten habe weil's sonst wirklich blöd aussieht. Dabei kann und muss ich dann allerdings nicht mehr aufs Griffbrett linsen😆
Prinzipiell finde ich aber, dass das Griffbrett-Schauen aber auch eine gewisse Verbundenheit mit dem Instrument ausstrahlt wenn es nicht übermäßig ist.
 
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Schlimmer heute finde ich eigentlich, wenn die Musiker ständig auf ihr iPad starren, weil sie ihre Songs nicht mehr auswendig können.
Komm erstmal in mein Alter, dann siehst du das vielleicht anders. Bin ja schon froh, dass ich überhaupt noch stundenlang im Stehen spielen kann ;-)
Wir spielen Coversongs, grösstenteils in Englisch, auch längere Balladen, da ist die italienische Sängerin schon froh, dass wir ein iPad haben.
 
Unsere Zeit und Energie, um die Performance zu verbessern, ist halt endlich.
Da muss man priorisieren.
Da kommt
  1. Fehlerfrei spielen können!
  2. Auswendig spielen können!
  3. Sichtkontakt/Kommunikation mit der Band.
  4. Cool dabei aussehen
  5. Show machen.
Da ziehe ich mir nicht erst die Schuhe und dann die Strümpfe an.

Die ersten beiden Punkte laufen zu 99%. 3. wird langsam besser je gefestigter das Repertoire sitzt. Die letzten beiden Punkte sind IMO letztlich aber auch „nice to have“. Ich bin vom Typ weder Rampensau noch extrovertiert. Das „sein“ zu „wollen“, kann auch komplett nach hinten losgehen. Ich versuche eher „ungünstige“ Performance Angewohnheiten zu vermeiden (aufs Griffbrett starren, wenn es gar nicht nötig ist, (länger) Rücken zum Publikum, statisch; „negativ“; Lächeln vergessen,….).
Wenn es sich für mich passend anfühlt, gehe ich dann beim geeigneten Solo Spot auch mal vor die Bühne.
 
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Kommt drauf an.
Stücke, die ich gut kann und singe -> Augenkontakt mit dem Publikum.
Schwere Solostücke vor allem mit größeren Lagenwechslen -> überwiegend Griffbrett ...
... und so alles dazwischen.
 
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Ich könnte cool sein, mache es aber nicht, keine Ahnung wieso. Wenn ich Videos von mir sehe bin ich selbst überrascht.
Muskelgedächtnis ist gut, funktioniert aber nur dann wirklich, wenn Du nie irgendwas änderst: Gurtlänge, Instrument, sitzen oder Stehen, Hocker oder Stuhl usw... Bei mir ändert sich das täglich. Vielleicht liegt es daran.
 
...was ändern kann aber auch helfen.
Hatte über 30 Jahre lang meine Gitarren zu hoch am Gurt weil mir das in den ersten paar Jahren leichter fiel.
Vor paar Jahren alle Gurte n gutes Stück tiefer gemacht...flutschte auf Anhieb besser und bedarfte null Umgewöhnung, im Gegenteil, war ne Befreiung ... und ist natürlich cooler😆
 
Auf der Gitarre bin (oder soll ich sagen, ich war? ich spiele kaum noch) eher ein uncooler Griffbrettgucker.
Auf dem Bass bin ich da wesentlich cooler und sehe nur bei großen Sprüngen kurz mal hin - sowas wie erste Lage auf zwölfte Lage, das will ich im Blick haben. Nach einem Gig mit meiner damaligen Hardrock-Coverband vor ein paar Jahren kamen mal zwei Kids zu mir und meinten, sie fanden es endcool, wie ich die meiste Zeit mit geschlossenen Augen und einem angedeuteten Grinsen vor mich hingegrooved habe, während um mich rum meine Gitarristen eskaliert sind. Fast wie Meditation, sagten sie. Und das war es auch irgendwie.
 
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Ich gucke meistens in meinen Lyrics Ordner, weil ich die vilen Texte nicht auswendig kann. Beim Bluegrass ist aber auch Blickkontakt zu anderen Musikern wichtig, sodass sich das Griffbrett gucken bei mir sehr reduziert. Höchstens mal bei Soli. In einer Jamsession nerven mich Leute, die permanent auf ihr Griffbrett gucken, weil sie nicht "ansprechbar" sind.
 
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Ich finde es kommt aufs Gesamtpaket an: Wenn jemand offensichtlich geil Gitarre spielt, darf er dabei auch etwas introviertiert wirken und aufs Griffbrett gucken (ich werfe dazu Cliffs of Dover in die Runde). Wenn man nur Powerchords schrummt, kann man zum Ausgleich bei der Performance etwas aufdrehen. 😉
 
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Kommt drauf an.
Stücke, die ich gut kann und singe -> Augenkontakt mit dem Publikum.
Schwere Solostücke vor allem mit größeren Lagenwechslen -> überwiegend Griffbrett ...
... und so alles dazwischen.
Da schließe ich mich an.
Ich suche so oft wie möglich Blickkontakt zum Publikum. Beim Singen mit gleichzeitiger Akkordbegleitung auf der Klampfe ist das kein Thema.
Aber hey, wir spielen nur aus Spaß an der Freude und das Leben neben der Musik setzt dem Übungspotenzial zeitliche Grenzen.
Deshalb schaue ich bei Soli auch aufs Griffbrett. Für das Publikum überspielen wir das ein Bisschen, indem der andere Gitarrist und ich uns einander zudrehen und miteinander agieren.
Da kann man für Lagenwechsel und bei schwierigen stellen aufs Griffbrett schauen ohne dass es negativ auffällt.
 
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ich denke echte Profis machen sich da gar keine Gedanken
 
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Moin,
Nach 25 Jahren Griffbrett gucken habe ich mir angewöhnt, auf das Tablet zu schauen. Die vielen Lieder kann und will ich mir nicht merken, es reicht wenn ich die Sachen einigermaßen im Kopf habe und die schwierigen Stellen geübt habe.
Ein bisschen konsequent und nach einiger Zeit ging das echt gut. Aber ich schaue schon drauf bei Soli oder zum justieren. Ich bin mir sicher, mit mehr Übung bräuchte ich auch das nicht mehr.
Das Solo von Bohemian Rhapsody oder Sunday bloody Sunday kann ich tatsächlich auch blind. Ersteres weil exzessiv geübt, das zweite weil es einfach geil ist. :cool:
Neulich habe ich einen gehört, der konsequent im Dunkeln geübt hat. Auch eine Möglichkeit.
Ciao
Monkey
 

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