Seid ihr eigentlich coole "irgendwohin-Gucker" oder eher uncoole Griffbrettgucker?

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  • #42
Als Aktiver hab ich viel Augenkontakt zum Drummer und Bassisten gehabt:m_drummer:, :m_dblbass:, auch zu den anderen Musikant/innen, live auch ins Publikum geschaut.
Dann mal auf `s Griffbrett und manchmal "blöde" rumgeguckt:redface:. Vor allem war mir egal, ob das "cool" ist.
Die Leute achten eh in der Hauptsache auf den/die Sänger/in. Jetzt, wenn ich so vor mich hindudele schaue ich mal auf `s Griffbrett und mal aus dem Fenster.
Bei Aufnahmen mit dem Drumcomputer schaue ich auf das Display, um zu sehen, wo die "1" ist. Ich glaube, das ist alles nicht wichtig mit dem Gucken für uns Gitarrist/innen, oder?
 
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  • #44
Wenn ich dazu in der Lage bin (also wenn ich es gut spielen kann), bin ich eher der verkrampfte-bloß-nicht-aufs-Griffbrett-schauen Typ. Ansonsten schaue ich da schon sehr oft aufs Griffbrett, ich übe aber auch zu wenig Gitarre xD Ich frage mich gerade ob ich auch so sehr aufs Griffbrett starren würde, wenn ich Gitarre nach Noten gelernt hätte. Weil auf dem Klavier schaue ich fast gar nicht auf die Tastatur, weil ich halt die Noten lesen muss. Ansonsten wollte ich auch für ein Folk Projekt besser werden beim Gitarrespielen zu singen. Das wird auch noch etwas Arbeit, daher Danke an @André 2AM für die anregenden Tipps!
 
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  • #45
Bei mir ganz wichtig:
Bei Bendings AUF KEINEN FALL auf das Griffbrett sehen.
Um das perfekt zu treffen und ggf. den gebendeten Ton noch zu vibrieren, gehe ich ausschließlich nach Gefühl/Gehör.
Ein Blick auf das Griffbrett irritiert mich da nur. Ich wäre aufgrund eines Blicks versucht, ein Bending, das optisch z.B. nicht weit genug gezogen aussieht, zu korrigieren, ist mir unbewusst oft passiert.
Seit ich mich bei Bendings ausschließlich auf das Gehör verlasse, sitzen sie deutlich sicherer.
Muss nicht jedem so gehen, aber probiert`s einfach mal aus. :great:

Ansonsten:
Wie bei vielen hier: Je komplizierter, desto Griffbrettblick,
Bei einfachen Rhythmus-Parts eigentlich gar nicht. Und grundsätzlich muss man ja im Bandbetrieb auch mal mit schlecht beleuchteten Auftrittsbühnen rechnen, zumindest notfalls sollte also alles auch blind gehen.
 
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  • #46
ich denke echte Profis machen sich da gar keine Gedanken
So einfach ist die Welt glaube ich nicht.
Gerade Profis müssen sich Gedanken um jeden Teil der Show machen, damit das auch professionell wird. Klar sind da oft auch Charisma und Talent dabei, aber eben auch viel viel Arbeit. Sei es im Laufe der Jahre, wo das eigentlich Spielen zur Nebensache wird und Posen und Lässigkeit locker möglich sind, oder eben in eine intensive Vorbereitung einer Tour, wo oft kein Detail dem Zufall überlassen wird.
 
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  • #47
Ich weiß nicht, ob man "den Profi" verallgemeinern kann.
Vermutlich sind auch bei den Profis alle Typen dabei, vom Perfektionisten bis zum "schlamperten Genie", das alles spontan aus dem Bauch heraus spielt, ohne sich darüber im Vorfeld große Gedanken zu machen.
Ich vermute aber auch, dass die Perfektionisten da überwiegen.
 
  • #48
Moin,
Nach 25 Jahren Griffbrett gucken habe ich mir angewöhnt, auf das Tablet zu schauen...

Uh, finde ich noch schlimmer. Das erzeugt eine mächtige Barriere zwischen Band und Publikum, und ich sehe immer wieder, dass der Funke dabei nicht überspringt, die Band ihr Publikum also nicht wirklich erreicht. Ich würde es nicht empfehlen.
 
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  • #49
Ich würde es nicht empfehlen.
unsere Sängerin hatte immer einen Notenständer vor sich stehen. Das wurde von einigen im Publikum moniert.
Wirkt halt so, als ob man seinen Part nicht wirklich drauf hat, eben auch bei uns Gitarrist/innen:rolleyes:, egal welche Hilfe man jetzt da hat.
 
  • #50
Sonnenbrille hilft. 😎

unto-others-at-the-shredder-pic-3-5.8.22.jpg


Nein, ich spiele nicht mit Sonnenbrille und habe mir sogar extra große Luminlays in den Hals eingebaut.

Ich muss schon oft auf den Hals zur Orientierung schauen, gerade bei Solos/Leads. Aber bei einfachen Parts wird schon auch in die Kamera oder ins Publikum geschaut.

Bekomme in unserer Band immer Lack für mein Griffbrettgeglotze, aber auf Konzerten machen das die "großen" auch nicht anders. Man muss ein gutes Verhältnis treffen.
 
  • #51
Für die Coolness reicht's ja nicht, irgendwo hin zu gucken, Du musst schon das passende Guitar-Face dazu machen::LOL:

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Ernsthaft, ich stand ja noch nie auf ner Bühne und hab bisher nur YT-Videos gemacht, deshalb wahrscheinlich kein Maßstab für euch, aber wenn ich nen Song kann, schau ich meistens recht abwesend zum Fenster raus. Griffbrett fast gar nicht mehr, ausser ich muss "zielen" (vom 3.Bund in den 15.ten oder so...).
Zu manchen YT-Videos haben schon Leute geschrieben, warum ich so "emotionslos" spiele, ich soll doch mal "mit Gefühl" spielen... :m_git_a:
 
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  • #52
Vorab der Disclaimer: Ich spiele öffentlich nur im Ensemble, nur noch im Sitzen (Hüften), und dann meist Bass oder klassische Gitarre ... "Dies vorausgesetzt...:"
- manchmal muss ich auf das Griffbrett sehen (ist aber selten und geht meist aus dem Augenwinkel),
- manchmal auf die Noten (kaum als Dran-Kleben, sondern als Orientierung)
- und / oder den Dirigenten (falls vorhanden)
- sonst "interagiere" ich mit "meinen Leuten" (the whole rhythm section was a purple gang) ...
- und / oder abwechselnd mit dem Publikum.
Trotz Noten, Griffbrett und Dirigent bleibt genug Zeit und Aufmerksamkeit für die beiden unteren Punkte.

P.S.: Auch beim Stehen (als Basser) war's nicht anders. Da hing der Bass aber sehr uncool unterm Kinn. (Wobei der Notenständer immer sehr weit unten stand und steht.)
 
  • #53
Hallo. Für mich persönlich müsste die Frage lauten: War ich ein Griffbrettgucker? Wann habe ich das letzte Mal auf einer Bühne gestanden? Das wird kaum jemals wieder geschehen.
Nein, ich habe immer die Damen bewundert.
Hat das Gucken was mit Musikalität zu tun? Nicht wirklich.
Persönlich gilt und galt, dass ich Sachen und Dinge nicht erledigen kann, sobald ich darüber nachdenke, ob ich es kann/konnte. Das war in allen Bereichen des Lebens. Da hilft kein Gucken mehr. Sobald die Selbstbeobachtung eingeschaltet wird, ist die Musik aus.
Früher konnte ich spielen, singen, Augenkontakt halten, abgeben, übergeben und die Konsole gleichzeitig beobachten. Ich konnte auch mal 90 min durchspielen, mit Ball.
Kleine Übung: Melodie "ein Männlein steht im Walde", starte mit e3-a3, also in C-Dur. Der höchste Ton ist ein C. Dann in G-Dur, Start auf d12. Dann D-Dur, e5, dann A, a7 als Startpunkt, E-Dur, B- Dur, hier starte mit Slide e2/7.
Auf Anhieb, mit geschlossenen Augen.
Gitarre ist ein sauschweres Instrument.
Und wenn die Melodieübung geklappt hat: Ich geh mit meiner Laterne, ist auch super. Oder: Im Frühtau zu Berge wir ziehen. Usw. Usw.
 
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  • #54
Das ist ein schwieriges Thema. Wenn ich da an das Woodstock Video denke als Alvin Lee und Ten Years After I'm going home spielten, sensationell. Er hat die meiste Zeit mit geschlossenen Augen seine Gitarre gespielt und auch gesungen, muss man gesehen haben.
Ich mag ja das rumgehampel a la Jagger oder Angus Young überhaupt nicht, Van Halen war glaube ich auch so ein Typ.
Mir sind die coolen Jungs der 60/70er sehr sympathisch, wenig Show Gehabe aber die haben schon öfter aufs Griffbrett geschaut.
Ich persönlich bin froh wenn ich was blind greifen kann und das Plektrum die richtige Saite zur rechten Zeit trifft.
Früher waren es ja alle dürre Schlakse, die haben wahrscheinlich heimlich nach unten geschielt, ich alter Zausel mit Bauch muss mich ja fast schon nach vorne beugen wenn ich das Griffbrett sehen will, da lernt man das blind spielen.
 
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  • #55
Trick 17 mit Selbstüberlistung ... übt einfach im dunklen. Geht am Anfang tierisch daneben. Das spielen klappt aber nach einiger Zeit besser, als man zunächst denkt.
 
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  • #56
"Griffbrett oder Irgendwohin" sollte nicht die Frage sein. Geht's nicht eher drum dem Publikum eine gute Show / Zeit zu geben?

Für mich muss eine gute Liveband maximalen Kontakt zum Publikum aufnehmen, und das geht nur über Augenkontakt.
Klar, das gilt nicht für jeden Musikstil. Vom Britpop-Gitarristen erwartet man, dass er im Parka irgendwo auf der Bühne rumlungert, aber vom Punkrock / Hardrock / Metal Gitarristen erwarte ich mehr Publikumsansprache.
(in Sachen Pulikum mitreißen war ich neulich begeistert von Royal Republik, gebt euch die mal live!)

Deshalb übe ich aktiv das "nicht auf's Griffbrett linsen". Das macht Live auch frei für irgendwelche Aktionen wie Interaktionen mit Publikum oder der Band.
 
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  • #57
.im Dunkeln üben ist ne gute Idee...geht nur zur Zeit nicht, da ich für die ganzen Coversongs die ich gerade üben muss meine Aufschriebe brauch um mich daran entlang zu hangeln...😉.
 
  • #58
Fragt der blinde Gitarrist den tauben Bassisten: "Tanzen die Leute schon?"
Darauf der Basser: "Wieso? Spielen wir schon?"
 
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  • #59
Wie bei vielen hier: Je komplizierter, desto Griffbrettblick,
Bei einfachen Rhythmus-Parts eigentlich gar nicht. Und grundsätzlich muss man ja im Bandbetrieb auch mal mit schlecht beleuchteten Auftrittsbühnen rechnen, zumindest notfalls sollte also alles auch blind gehen.
Full ACK.
Das ist bei mir exakt genauso. Als Vorbereitung auf einen Gig spiele ich die Setlist mehrfach durch und versuche, die Rhythmuspassagen mit geschlossenen Augen hinzukriegen. Das gibt mir Sicherheit bei schwummrigem Bühnenlicht oder wenn ich (als Teil der "Bühnengarderobe") eine Sonnenbrille trage.
 
  • #60
Schnickschnack, man muss nur das coole Griffbrettgucken können, dann stellt sich die Frage gar nicht.
 
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