Selbst gemixt oder fremd gemixt.....das ist hier die Frage? (frei nach Hamlet)

da hast du recht. wir machen die musik in erster linie für uns selbst und wenn es zuhörer gibt, die die musik mögen, dann auch für diese.
(...)
ich hatte letzte jahr mal einen ingenieur eines tonstudios in der nähe zu meinem mix befragen können.
"er meinte, er hätte es vollkommen anders gemischt, viel polierter und aufgehübschter. mein mix wäre relativ grob.....ABER er wäre ungewöhnlich und das könnte als alleinstellungsmerkmal durchaus funktionieren."
Das ist vollkommen richtig!
Als Metall-Doomer-Stoner-Band (oder wie ihr euch auch einsortiert) so vom Sound oder Mix her zu klingen wie alle anderen, bringt euch vermutlich nicht DIE Aufmerksamkeit.
Ein "schräger" Mix schafft erst mal Aufmerksamkeit, Irritation, und in Folge, Aufmerksamkeit.
Sollte dein "Germany-Mix" im Radio oder so, laufen, so wird er erstmal aufgrund des "seltsamen" Stereo-Breit-Wand-Mixes Irritation hervor rufen. Und Aufmerksamkeit. Daran werden sich Leute vermutlich erinnern, weil es so "seltsam" klang.
Ganz anders als die "glattgebügelten" Mainstream-Stoner-Doomer-Produktionen.

Du hast vollkommen recht! Es ist eigentlich eine sehr gute Idee, mit eigenem Sound quer zum Mainstream aus dem Mainstream hervor zu stechen.

Grüße

P.S.. Ich finde es angenehm, dass du und ich hier uns sinnvoll austauschen können, obgleich ich nicht Fan deiner Musik bin und sie auch nicht verstehe.
 
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Hi

Kurzer Eindruck ich habe nichts gelesen im Thread also unabhängiger schneller Ersteindruck:

US Version:

  • Einfacher unkomplexer Sound
  • Aufgeräumt
  • Relativ künstlich
  • Saftige Gitarre
  • Vocal sitzt imho zweifelhaft. A bit zu indirekt und könnte 1 dB mehr vertragen. Möglicherweise auch Plugins in Sachen Sprachverständlichkeit da gibt es so Zeugs... das aber auch bei deiner Version. Nur vielleicht.
  • Tiefe Git. Recht klar und dominant
  • Normalere Drums aber auch schwachbrüstiger.
Deine Version

  • Bass überlebt den Mix besser
  • Kick merklicher im tiefen Bereich was dem Song steht aber wie die Toms auch gar sehr dumpf abgeschmeckt, untypisch. Vielleicht wäre deine Version besser wenn die Drums mehr Höhen hätten, jedoch dabei dennoch die gleiche Tiefenwucht die spricht für deinen Mix.
  • Weniger Intensität, vielleicht teilweise etwas wenig grundtönig in Git und Gesang
  • Etwas natürlicher
  • Zu wenig Intensität für den dennoch durch u.a. das Delay auf dem Gesang aufgerufenen Raum, die Gitarre ist weniger mit in den Raum gemischt das find ich bei 1 besser.
Ich fand zuerst den ersten Mix besser, aber nach mehrmaligem Anhören nicht mehr. Dein Mix ist obenrum schlanker und etwas weniger gespaced dafür ist der US Mix im Bassbereich nicht klar zeichnend, sondern versteckt die Basssignale a bit zugunsten eines super aufgeräumten breiten Zusammenklangs. Ich hätte gern deinen Bass plus mehr Percussionhöhen und obendrauf so ein Zwischending zwischen beidem.
 
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Ich melde mich nochmal zu Wort, nachdem ich die Mixes jetzt erneut gehört habe:

Der USA Mix gefällt mir besser - mit zwei Ausnahmen: Die Vocals. Die sind mir zu weit hinten, fehlt mir an Durchsetzungskraft. Die Toms klingen mir zu steril und wenig mächtig. Die Gitarren und den Bass finde ich aber gut.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

P.S. Der Ausschnitt aus dem Song gefällt mir vom musikalischen her übrigens sehr. :)
 
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Meiner Meinung nach wird um den Mix allgemein viel zu viel Bohei gemacht. Wenn ein Song gut ist, der Sound der Instrumente gut ist und die Spuren gut eingespielt sind, ist IMO ziemlich egal ob eine Spur ein Mü lauter, mehr rechts oder links ist. Anders herum, machen Mastering mit tausend Plug Ins, aus einer schlechten Aufnahme auch kein Meisterstück. Ein Mix mit Ecken und Kanten klingt halt „roh“ und transportiert gerade bei dieser Musik, vielleicht mehr von der Emotion.
Nichtsdestotrotz klingt in meinen Ohren der Mix von Jeffro um einiges „professioneller“ und „stimmiger“. Dieses „Glue together“ der Spuren zu einer „Einheit“, gegenüber einer Summe von Einzelinstrumenten, ist etwas, was ich gerne noch lernen würde! Das hört man hier IMO sehr gut heraus.
 
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Ich hätte gern deinen Bass plus mehr Percussionhöhen und obendrauf so ein Zwischending zwischen beidem.
Bedankt für dein Feedback.
Ich weiß was Du meinst.

In der Tat nehme ich bei den Trommeln vom high end viel weg. Dadurch wird die Attack recht weich und es klingt eher nach wumms statt bumms.
Das ist allerdings eine persönliche Vorliebe.
Das Drumkit unterstützt das duch Hydraulik Felle.
Auch die Crashs sind eher dezent gemischt.

Ich könnte das ändern, aber ich weiß es würde dann in mir rumoren wenn ich das tun würde.
 
so, weil mich das nicht schlafen ließ, nun eine version, wo ich die höhen stärker betont habe.

USA


Germany alt


Germany neu


Germany wo ich ganz simpel die höhen betone und die bässe etwas absenke
 
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Hm interessant. Ich finde germany mit nur betonten Höhen klingt in angenehmer Weise ein bisschen kompakter. Hätte ich niemals vorhergesehen.

Allerdings würde ich sagen die helleren/wahrnehmbareren Crashs bei version germany neu bringen nicht so viel sondern trennen das schlagzeug unnötig weit raus, ich würde (für meinen Geschmack) die Crashs dezenter lassen und nur gezielt die Toms und Bass a bit aufhöhen. Also einfach dass es nur bei den Toms und der Bass drum etwas weniger nur 'pwomm' ist sondern etwas mehr 'tack' und 'duck' dabei ist. Aber nicht extrem, nur ein bisschen. Ich muss halt sagen ich kenne grade nur das genaue Gegenteil also fast nur Anschlaggeräusch ohne Ton das find ich kacke aber diese Absmischung ist trotzdem imho extrem und die frage ist halt ist das besser so extrem ich weiß nicht.

Ansonsten hat der US Mix für sich nach wie vor dass er milder wirkt in der Gitarre imho also das wirkt fetter nicht ganz so fuzzy. Wenn der vierte mix also germany mit verschobenen Frequenzen im Mixing ein bisschen mehr saft in der Gitarre hätte also mehr Mittelfrequenzen und das Schlagzeug quasi asymmetrisch aufgehellt wäre also mehr zusätzliche Helligkeit nur in Toms und Kick aber ein My weniger in den Crash Becken 🤔
 
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und die gitarre ist standardmäßig mit einem micro-pitch delay versehen - schon vom pedalboard her, damit sie breit im stereo bild sitzt.
Warum doppelst die Gitarre nicht wenn du eine WOSound willst? Bei dieser Art von Musik würde ich die R-Gitarre vier, oder fünf mal einspielen und im Panorama verteilen.

Noch etwas zum Thema Hörvergleiche. Ich würde nicht dazu schreiben wlche Version von wem gemastert wurde.
 
Das ist einfach erklärt, ich habe keine vier Gitarristen auf der Bühne.
Was live nicht geht gibt es auch nicht auf dem Album. Und von dieser Regel mache ich nur ganz ganz selten mal eine Ausnahme wenn ich z.B einen Synthesizer verwende
 
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Dieses „Glue together“ der Spuren zu einer „Einheit“, gegenüber einer Summe von Einzelinstrumenten, ist etwas, was ich gerne noch lernen würde!
Das erreichst Du z.B. durch leichte Kompression auf Mixbussen, auf denen Du Instrumente zu Instzrumentengruppen zusammenfasst. Oder auch durch Tape-Emulation auf derselben. Ein gutes Muttel ist auch, wenn Du ähnliche Räume nutzt, die sich nur in wenigen Parametern (z.B. Predelay) unterscheiden.

Off-Topic Ende
 
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Das ist einfach erklärt, ich habe keine vier Gitarristen auf der Bühne.
Was live nicht geht gibt es auch nicht auf dem Album.
Dann wirds halt nix mit der echten Wall Of Sound.
Du könntest aber auch, anstatt des Micropitch Delay, einen Mimic Doubler auf dein Pedalboard schrauben.
Ich würde an der Stelle keine faulen Kompromisse machen.
 
Das Pedal von TC ist die billig Version vom Mikro Pitch delay
 
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Echt gedoppelte Gitarren ersetzt beides wohl eher nicht.
 
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Das macht mir nichts aus. Wir sind zu dritt und damit sind die Spielregeln vorgegeben
 
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so, weil mich das nicht schlafen ließ, nun eine version, wo ich die höhen stärker betont habe.
Warum nur ? Wozu?

Du weist doch, wie du klingen willst...??.. (Pumpen tut's ja immer noch heftig...)
Warum lässt du dich nun verunsichern? Warum diskutierst und verteidigst du deinen Sound hier?
Deine Fanbase und dein Bassist haben doch eindeutige Aussagen getätigt, oder nicht?

Alle wichtigen Leute lieben deinen Mix. Selbst dein ehemaliger Tonmeister hat doch deinen Mix als "Alleinstellungsmerkmal" gelobt, oder nicht?

Warum nur versuchst du, es einigen "Kritikern" aus diesem Forum recht zu machen?
Warum versuchst du nun, deinen Sound nach "Forumsregeln" zu verwässern?

Spielt und mischt doch einfach in eurer Band so, wie es euch und eurer internationalen Fanbase gefällt.
Das sind doch wohl die Leute, auf die es ankommt, oder nicht?

Grüße

Grüße
 
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hmmm also ich denke er war bereits vorher verunsichert, ansonsten gäbe es diesen Thread, mit dieser Fragestellung nicht.
 
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Habe ja ein paar Alben von @DarkStar679 mit/und seiner Band auf YT auch schon durchgehört. Da gibt es schon von Album zu Album und Song zu Song Unterschiede im Sound und Mix, aber die Stücke sind auch schon von der Mix-Sound-Quali meistens besser als sein hier gepostetes Demo.

Bei den bisherigen Alben sehe ich da auch so keinen großen Verbesserungsbedarf.
Die Musik bedient ein Genre und er liefert konstant seine Songs/Tracks innerhalb seiner eigens dafür geschaffenen Komfort-Zone und bewegt sich vom Sound kaum oder nur wenig zu neuen Ufern, dafür mehr in den Songarrangements, was sich auch in der letzten Zeit hörbar verbessert hat, denke ich. 🤘
 
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Moin :)

Ich habe beide Versionen seit dem Tag, wo sie online sind, immer mal wieder angehört. Mir gefällt der Germany-Mix 'über-alles-gesehen' deutlich besser.

Zunächst hatte ich der Reihenfolge entsprechend den US-Mix gehört und dachte sofort: typischer US-Sound, Stimme tief im Hall, eher schlank im Bassbereich.

Beim Germany-Mix kam mir sofort 'klingt wie Nirvana' in den Sinn, schön rotzig trocken, direkter Sound schön auf die 12, alles irgendwie 'näher dran' (oben wurde ja schon mal von 'näher an der Band' gesprochen, das trifft es gut). Auch empfinde finde ich den Mix nicht zu dumpf, mag aber auch an den Speakern hier liegen (Braun Output C).

Ich wäre da definitv Team Germany :)


Jenzz
 

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