Ich finde den Autovergleich ganz passend. Es gibt Leute, denen das Auto nicht genug Spielereien haben kann. Touch-Displays, 25 Assistenzsysteme, selbstlenkende Systeme und Einparkhilfen - immer rein damit, je mehr desto besser.
Es gibt aber auch Leute, die sowas auf den Tod nicht haben können und lieber einen gepflegten Klassiker ohne jedweden Schnickschnack fahren.
Sicherlich haben beide Extrema ihre Daseinsberechtigung. Wenn man aber feststellt, dass technische Spielereien im hochpreisigen Gitarrensektor auf wenig Gegenliebe beim Käufer treffen, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man nicht an seinem Kundenstamm vorbei entwickelt. Ich behaupte mal ganz spekulativ, dass die wenigsten Käufer von >2000€ Gibson Les Paul Gitarren 18 Jahre alt sind. Tendenziell haben Leute erst im gehobenen Alter die finanziellen Möglichkeiten, sich solche Instrumente zu leisten. Und alte Hasen haben seltener etwas für technische Spielereien übrig, die jetzt gerade mal Mode sind. (wieder nur eine Vermutung)