Silentpiano: Yamaha B1, B2, P114 oder Kawai K2, K3?

von DirkHedo, 19.03.08.

  1. DirkHedo

    DirkHedo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.08   #1
    Hallo miteinander, ich bin neu hier. Vielleicht sollte ich eingangs ein paar Worte über mich (uns) und die Situation verlieren:

    Dirk, 39, selbständig, (leider) nie ein Instrument gelernt. Die weiteren Nutzer:
    - meine Lebensgefährtin (auch blutige Anfängerin)
    - meine große Tochter (8), spielt seit 4,5 Jahren Klavier, seit 1,5 Jahren Blockflöte, gilt als sehr musikalisch
    - meine kleine Tochter (5), hat seit 1,5 Jahren Klavierunterricht, vielleicht nicht ganz so talentiert, aber sie ist bei der Sache …

    In meiner neuen Wohnung steht bislang kein Instrument, die Kinder sind regelmäßig da und sollen üben. Ich kann ein paar einfache Melodien klimpern- mehr nicht. Aber ich habe inzwischen nicht nur Lust sondern auch den festen Vorsatz, es vernünftig zu lernen, meine Lebensgefährtin würde zumindest einen Versuch starten :-)

    Wir haben uns erst über Digitalpianos eingelesen, dann dort umgeschaut und ein bisschen „herumgeklimpert“, vorspielen lassen etc. Aber auch bei den besseren: Der Funke springt nicht recht über. Ich kann inzwischen diejenigen verstehen, die sagen, auch die sehr guten Digitalpianos seien zwar gute Instrumente, mit denen man viel Freude haben kann – aber eben andere und keinen Klaviere. Kopfsache vielleicht, aber egal. Ist so. Mal abgesehen davon, dass die Klavierlehrerin meiner Großen auf ein akustisches drängt. Und meiner Lebensgefährtin kein unattraktives Plastikgeschirr ins überlegt gestaltete Wohnzimmer kommt ;-)

    Also soll es ein akustisches Klavier mit Stummschaltung werden. Letztere ist aus verschiedenen Gründen unverzichtbar. Von den Überlegungen (1) sehr gutes Digitalpiano und (2) einfaches, gebrauchtes akustisches und zusätzlich Stagepiano fürs Kinderzimmer sind wir inzwischen eher wieder abgekommen.

    Ich würde um 5.000 investieren können und es gibt ja auch Miet(-kauf)-Lösungen …
    Wenn Silentpiano liegt ja eine Komplettlösung nahe.
    Deswegen kommen die preiswerten Yamaha- (B1, B2 oder P114) und Kawai-Modelle (K2, K3) in Betracht.

    Hat diese (mit oder ohne Silentaufsatz) hier jemand gespielt und kann etwas darüber sagen? Bringt der Preissprung zwischen den Modellen einen spürbaren Zugewinn an Musikalität und/oder Klangerlebnis und (wenn ja) "braucht" man den als erwachsener Anfänger/talentiertes Kind? Wie seht ihr die Alternative Yamaha zu Kawai in diesem Segment? Gibt es andere Alternativen?

    Fragen über Fragen … ;-)

    Ich kann das als Anfänger halt nur bedingt einschätzen, selbst wenn ich sie ausprobiere ;-) Ich weiß nur, dass mein persönlicher Lust- und „haben-und ausprobieren-will“- Faktor schon bei einem B1 (ohne silent) ganz anders ausgeprägt war als bei einem CLP-270, CA71 oder HP207e (die in jenem Laden dankenswerterweise alle vier nebeneinander standen).
    Sorry für den vielen Text und Danke für Eure Antworten
    Dirk
     
  2. lemato

    lemato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.08   #2
    Hallo,
    ich habe mir vor zwei Jahren ein Silentsystem von Korg nachrüsten lassen, aus preislichen Gründen. Bin damit eingentlich ganz zufrieden, aber so ganz hundertprozentig werd ich die Tastendynamik wohl nie justieren können. So ein Klavier ändert sich halt auch im Lauf der Zeit.
    Das aber nur weil Du nach Alternativen gefragt hast. Da Du bereit bist 5000 Euronen zu investieren würde ich tatsächlich zu Yamaha raten. Habe damalas auch einige Probe gespielt und der Klang das Silent Systems war damals ziemlich konkurenzlos. Der Meinung war auch der Klavierbauer, der mir mein Silentsystem (wie gesagt nicht von Yamaha) nachgerüstet hat. Zu den Kawai Instrumenten kann ich nichts sagen. Kenne ich einfach nicht.
    Noch ein letztes zum Silent-Piano: So ganz "silent" sind die Dinger nicht. Die Hämmer arbeiten ja immer noch und bei mir haben sich sowohl schon mein Mitbewohner, als auch die Nachbarn unter mir beschwert, dass sie nachts ein Klopfen hören würden. Hab daraufhin mein Klavier auf nen dicken Teppich gestellt. Ergebnis: Man hört es unten zwar immer noch, aber beschwert hat sich trotzdem keiner mehr. Scheint nicht mehr so schlimm zu sein. Ach ja, ich wohne in nem Altbau, also viel dicker werden die Wände und Decken nicht mehr.
    Das "silentste" wird wohl immer noch ein Stage Piano auf nem x-ständer sein. Hat ne einfachere Mechanik und der Ständer dämpft zusätzlich, aber das Spielgefühl ist halt nicht dasselbe. Ausserdem gab's schon threads hier wo sich auch da die Nachbarn anscheinend beschwert haben. Und tagsüber ist ein echter Klavierklang ohnehin das schönste.
    Deshalb einfach mit den Nachbarn reden. Sind meistens auch ganz nette Menschen. ;-)
     
  3. Froce

    Froce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.08   #3
    Also eine Entkopllung vom Boden die halbwegs ok ist, sollte man hinbekommen.

    Die Yamahateile mit SIlent habe ich auf der Musikmesse probegespielt. Das B1 kann ich eigentlich nicht empfehlen, das klingt ohne SIlent doof und lässt sich im Allgemeinen finde ich schlechter spielen als so manchens Digitalpiano (Da würde ich sogar ein MP8 vermutlich vorziehen).
    Das B2 hat mir schon besser gefallen, ich finde ab dem B2 sind die Teile dann einer Digitallösung doch überlegen (und es sieht auch noch mehr nach Klavier aus als das B1 ;) )
    Ich glaube, dass ich das P114 nicht gespielt habe.
    Und Kawai mag ich einfach nicht, weder Digital noch "Analog", das ist aber deifinitiv GEschmackssache (zum Großteil zumindest ;) )
     
  4. DirkHedo

    DirkHedo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.08   #4
    Danke schonmal, Ihr beiden

    nunja 100% silent erwarte ich nicht. "tockern" tun ja auch die keys der digi-pianos und meine umwelt ist sicher auch nicht völlig frei von toleranzschwellen. das krieg mer schon hin. aber wenn (im extremfall) vier menschen nacheinander tonleitern üben ... ;-)

    Froce, wie würdest Du diesen "Geschmacksunterschied" (bei analog) beschreiben?
     
  5. Froce

    Froce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.08   #5
    Ich kann Kawai einfach nicht leiden, vor allem beim Sound. Im Blindtest würde ich bei den Klavieren vielleicht sogar ein Klavier von Kawai nicht von einem anderen unterscheiden können, ber wenn Kawai draufsteht fühle ich mich bei einem Kauf nicht wohl.
    Vom Sound her würde ich sie vielleicht als etwas wärmer als die Yamahas beschreiben, aber deshalb nicht unbedingt besser.
     
  6. Kubi

    Kubi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.08   #6
    Steh derzeit vor dem gleichen Problem:
    Hab jetzt knapp 4 Jahre Klavierunterricht (nach 3 Jahren Keyboard) gehabt.
    Zuhause auf einem E-Piano von Yamaha (CVP 205) geübt.
    Jetzt habe ich mich allerdings in einer anderen Musikschule angemeldet, um eine "Studievorbereitende Ausbildung" zu machen und dann eben zu studieren. Und nach einem Gespräch stand dann fest: Entweder nen vernünftiges Klavier oder kannste vergessen...also auf, auf zur Klaviersuche.
    Meine derzeitigen Favoriten sind eben auch Kawai K-2(oder 3?!) und Yamaha B-2.
    Das B-1 hat mir überhaupt nicht gefallen...und silent soll auch drinne sein...
    Gibt es vielleicht noch andere Meinungen zu den Pianos oder Alternativen (vll. doch nochmal ein bisschen Geld drauflegen?!)??

    Gruß,
    Kubi
     
  7. DirkHedo

    DirkHedo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.08   #7
    ich hab mir am donnerstag eine verlängerte mittagspause gegönnt und bin durch verschiedene klavierläden gestolpert ...
    zwei erkenntnisse:
    - alleine bekomme ich das nicht hin ...
    - irgendwann muß man die emotionen wieder in die kiste packen und den verstand einschalten
    ;-)

    im ersten stand ein Kawai K2 (und auch ein K3). gefiel mir gut. schien mir handwerklich etwas liebevoller gemacht als das was ich später bei yamaha zu sehen bekam. akustisch sprach es mich an, allerdings klang das digitalteil nicht recht überzeugend. das kann aber an den billigen kopfhörern gelegen haben. als hifi-fanatiker weiß ich, dass unsere welt analog ist und der schallwandler immer das schwächste glied in der kette ...
    der verkäufer leider an der grenze zur schwatzhaftigkeit - ich reagiere sensibel auf "verkäufergeschwätz", vielleicht tue ich ihm unrecht ...

    im zweiten nahm mich die verkäuferin sofort für sich ein, auf meine vorstellung "guten tag, ich möchte einen steinway kaufen" reagierte sie mit mit einem grinsenden "fein. pack ich ihnen gleich ein." sie wußte, was sie sagt und fragte mehr als sie redete. leider gar nichts in der fraglichen preisklasse. aber eine silent-lösung hatte sie schon. ein seiler mit yamaha-silent. ich war hin und weg. in jeder hinsicht. auch im vergelich zu einigem anderen, was sie anspielte. aber halt leider mehr als das doppelte dessen was ich derzeit kann. wenn ich es wirklich schaffen sollte, vernünftig spielen zu lernen, geht ich früher oder später da wieder hin ...

    bei yamaha eher durchwachsener eindruck. zwei b1, und je ein b2 und p116 da, aber keines richtig gestimmt :eek:. bei einem b1 meinte ich ein deutliches "klirren" aus der kommode zu vernehmen, bei dem anderen war das so deutlich nicht wahrnehmbar. und der verkäufer konnte mir noch nicht einmal plausibel erklären, worin der unterschied zwischen den modellen (außer in der bauhöhe) liegt. aber vielleicht hat er mich besser verstanden als ich mich selbst. "kommen sie mit ihrer tochter wieder. und bringen sie die klavierlehrerin am besten gleich mit. bis dahin sind sie alle drei bestens gestimmt und wenn ihre tochter keinen unterschied hört/merkt, ergibt es wenig sinn, jetzt das teurere modell zu nehmen. das können sie später immer noch machen." auch in sachen kommerzieller flexibilität hatte er die meisten ideen.

    schließlich doch noch der blüthner-laden. angeboten wurde mir ein irmler (118er) mit silent-modul. klanglich auf anhieb eine andere welt. deutlich voluminöser - ob deswegen besser weiß ich nicht. aber ein grauenhaftes, triggerartiges digitalteil, keinerlei wiedergabe der anschlagsdynamik und mit "synthetisch" ist es unzureichend beschrieben. nach dem eindruck vom yamaha erst recht, das kann kein kopfhörer entschuldigen ... klar, zweitrangig, aber eine silent-lösung bei der gemeckert wird, wenn sie benutzt werden muß, ist leider keine ...
    keine aussage, wo der preis herkomme und ich "müsse mich beeilen". wie bitte?
    hmmmm.

    langer rede kurzer sinn: nächsten freitag mache ich mittags schluß und laufe mit klavierlehrerin, töchterchen und meinem lieblingskopfhörer "bewaffnet" die stationen nochmals an. dann sollte feststehen, wer die lieblinge sind (im zweifel: das was am besten geeignet scheint, töchterchen die nächsten jahre weiterzubringen - auf ihr level muß ich erstmal kommen ...) und wenn die flexibilität gegeben ist, wird der sack zugemacht ... :-)

    habt ihr noch anregungen?

    dirk
     
  8. Kubi

    Kubi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.08   #8
    Anregungen hab ich jetzt so spontan keine...;)
    Aber ich glaube, die Silent-Funktion sollte ich wohl auch nochmal austesten...:D
    Auf alle Fälle: Unterschied B1/B2 ist eben die Bauhöhe. Und vll noch bessere Verarbeitung oder so^^
    Aber dadurch, dass es größer es, sind auch die Saiten länger und klingen besser. Und der Anschlag wird dem eines Flügels (worauf man ja mehr oder weniger hinarbeitet) ähnlicher.
     
  9. Tastenquäler

    Tastenquäler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.08   #9
    Noch eine andere Lösung kann ich vorschlagen: Yamaha Grand Touch.
    Wenn nur einer in der Familie richtig lernt, wird er irgendwann einen Flügel brauchen. (Allein schon wenn in der Musikschule ein Flügel steht, denn der Wechsel zwischen grundsätzlich verschiedenen Instrumenten ist nicht nur lästig, sondern ein ständiges Umstellen (jedesmal ca. 20 min zusätzliches Einspielen) behindert den Lernprozess etwas, das kenne ich aus eigener Erfahrung, denn die Musiklehrer verstehen selten, warum man die Fehler macht). Ein akustischer Flügel ist aber nicht gerade platzsparend und auch nicht sehr leise. Dazu eine Silentversion meist auch recht teuer. Da bietet sich der Yamaha Grand Touch an. Das ist ein Digitalpiano mit einer echten Flügelmechanik. Kann also leise gespielt werden, braucht nie gestimmt zu werden, hat aber trotzdem das 100%ige Spielgefühl des akustischen Flügels. Er kostet neu ca 7500 Euro nicht gerade wenig, aber gebraucht schon unter 5000 zu haben. Ist obendrein ein schönes "Möbelstück".
     
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