Es sind einfach schöne Geschichten und es ist einfache Rockmusik.
Ich kann mich damit ganz gut identifizieren und auch wenn es manchmal vor Klischees und Pathos trieft, ist mir das scheißegal. Ob ein Song aus 3 Akkorden oder 20 besteht...who cares?
P.S.: Wenn Mike Ness nicht die "coolness" in Person ist, wer ist es dann???
Es wirkt mir oft einfach zu affektiert und eben, ja, cool. Ich mag auch Schwanzrock und 80er Haarsprayrock, aber die Musik nehme ich deutlich anders auf als Punkrock: Da jaulen die Gitarren, alles ist übertrieben und einfach nur die fette Show. Das ist "larger than life" und per se nicht mal unbedingt gedacht, ernst genommen zu werden.
Reduziert Rockmusik, die sich an Country anlehnt, und in der Geschichten erzählt werden... die sollte ich schon ernst nehmen können und nicht als "haha, geile Scheiße!" abtun müssen. Und vor allem: Wenn die Musik reduziert schunkelt und der Text zum Kichern ist, spricht das für die Band?! Das ist doch dann endgültig Mittelstandsrock, mit schön alltagsfernen Geschichten zum Probleme vergessen und unanggestrengt plätschernder Musik.
Kram wie "She's A Knockout" ist textlich doch gerade das typische "Mädels und die üblichen Probleme", von dem Punkrock weg war? Sind wir hier bei Kiss? Ging es nicht darum, uncool sein zu dürfen? Anstattdessen gockelt bei Social D einer mit obergeleckter Tolle auf der Bühne rum. Klar, Mike Ness IST eine coole Sau, aber das was das letztlich mit sich bringt ist doch wieder Abkulterei und... keine Ahnung, das ist irgendwie nicht meine Welt. Er mag ein guter sein, die uniformierten Rockabilymacker im Publikum, die das lockt sind es aber definitiv nicht.
Wie gesagt - wenn sie gut sind, sind sie gut. Da sie es aber oft genug nicht sind, ist die Band letztlich überbewertet. Vor allem, nachdem Mike Ness schlappe 8 Jahre hatte, das letzte Album zu schreiben.
Achja: "Far Behind" ist einer der guten Songs.
PS: Nachdem ich nach NOFX jetzt hier die nächsten Heiligen kritisiert habe: Mir wäre es wohl einfach ganz recht, wenn Helden der "no Gods, no heroes, no idols!"-Bewegung nicht gar so bedingungslos und ungefragt verehrt werden würden.