Software gesucht: Midi -> zu Notenblatt mit Fingerhints

von StefanStürmt, 10.10.20.

  1. StefanStürmt

    StefanStürmt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.20   #1
    Hallo Zusammen,

    ich bin noch blutiger Anfänger am Klavier und habe mit Flowkey angefangen zu lernen. Mein Problem bei Flowkey ist, dass immer eine Tastatur eingeblendet wird, die anzeigt welche Tasten gedrückt werden sollen. Dadurch schaut man nicht auf die Noten sondern auf die Tastatur. Dadurch wird die Fähigkeiten Noten zu lesen etwas untergraben.

    Was ich suche: Ich suche eine Software, in der ich Midis oder andere Datein* einlesen kann. Ich will, dass mir dann ein Notenblatt angezeigt wird. Soweit so gut. Das Problem ist, bei allen Tools die ich mir so ergoogelt habe, gab es nicht die funktion das Notenblatt auch mit Fingerhinweisen zu versehen.

    Das einzige Programm, dass ich gefunden habe, war Synthesia, dort wird der Fingerhinweiß aber nur bei den fallenden Balken angezeigt, nicht jedoch in den Noten selbst :(.


    Aktuell nutze ich ein Android Tablet und bald werde ich so umbauen, dass ich auch meinen Windows 10 Rechner anschliesen kann.


    *andere Dateien: Ich habe mir bisher keine NotenPDF's im Internet gekauft, kann man die auch einlesen? Bzw. Man könnte es ja mit einem PDF-Creator bearbeiten :D.


    Vielen Dank für eure Unterstützung, und ich hoffe es gibt sowas.

    Viele Grüße

    Stefan


    Nachtrag:

    Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich die Funktion sehr schätze wenn ich ausversehen falsche Noten spiele, dass mir das angezeigt wird. Absoluter Bonus, wäre wenn es diese Funktion ebenfalls gäbe :-)
     
  2. Claus

    Claus Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 12.10.20   #2
    Hallo Stefan, willkommen Musiker-Board!

    was deine Erwartungen an Software betrifft, das wird nichts.
    Wird ein Digitalpiano musikalisch gespielt, dann sind gut auflösende MIDI-Noten so gut wie unlesbar.
    Noten können auch per Scan eingelesen werden, erfordern dann aber wie MIDI-Noten einige bis viel Nachbearbeitung.
    Da ich regelmäßig Noten schreibe habe ich mich früher auch mit solchen Mitteln beschäftigt, es am Ende aber komplett verworfen.

    Mein Tip: wenn es dir schwerfällt, in Flowkey nur auf die Notenzeile zu schauen, dann greife doch zu richtigen gedruckten Noten. :)

    Ich bin nach mehreren Diskussionen zum Thema und meinem Informationstand daraus, aber auch anhand von YT und Homepages der Anbieter ziemlich skeptisch gegenüber Apps und der Meinung, bisher hat trotz mehrerer Jahre der Verbreitung noch niemand damit Klavierspielen gelernt.

    Dass manche Klavierlehrer auf YT so tun, als könnte man damit wirklich lernen, hängt m.E. eher vom generierten Zusatzeinkommen als von der App ab.

    Du kannst also weiter dem mutmaßlichen Irrtum folgen, ein Multimedia-Bildschirm sei die beste Methode des Klavierlernens oder das tun, was seit Jahrhunderten nachweislich funktioniert.

    Wenn Du noch keine musikalische Ausbildung hast, dann ist der Königsweg qualifizierter 1:1 Unterricht, besser und schneller geht es nicht.

    Wenn Du unbedingt autodiaktisch lernen willst, bekommst Du das Rüstzeug für "Pop-Piano" z.B. sehr gut mit Jens Rupp, Meine erste (zweite, dritte) Klavierschule.
    https://www.thomann.de/de/artist_ahead_musikverlag_meine_erste_klavierschule.htm

    Es gibt je nach deinem musikalischen Interesse und Zielen aber noch weitere sehr gute Möglichkeiten.

    Gruß Claus
     
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  3. LoboMix

    LoboMix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.10.20   #3
    Das trifft den größten Schwachpunkt von "Flowkey" und vergleichbarer Apps und Software auf den Kopf: Man lernt damit bestenfalls "Tasten-Drücken" aber nicht "Klavier-Spielen", denn Klavier "Spielen" beschränkt sich nicht auf das "Drücken" der richtigen Tasten zum richtigen Moment. Damit meine ich vor allem die subtilen und differenzierten motorischen Aspekte des Spielens der Tasten. Wer tatsächlich "drückt", läuft früher oder später fest, und das auch ganz konkret, weil sich ohne eine gute Kontrolle und ein seriöses Feedback allzu leicht eine grobmotorische Spieltechnik einschleicht, die nicht nur absolut kontraproduktiv ist, sondern später nur mit großem Aufwand wieder weg geübt werden kann. Frustration ist garantiert.

    Der Ansatz, parallel auf die Noten und auf das an der eingeblendeten Tastatur vorgespielte zu schauen, und das möglichst noch permanent, ist von der Wahrnehmungs-Verarbeitung im Gehirn her gesehen grober Unfug! Nicht nur, dass hier ein Multitasking verlangt wird, von dem man aus der Neurologie her längst weiß, dass es so nicht wirklich geht, nein, es lenkt auch von der wirklich wichtigen Wahrnehmung und Kontrolle der eigenen Motorik beim Spielen völlig ab. Und gerade diese Wahrnehmung wäre die wichtigste.
    Im übrigen will auch das Beobachten geübt sein, was ein guter Lehrer beim Unterrichten berücksichtigt und worin er auch anleitet.
    Dazu noch eine Anmerkung: Was ich in den Beispielvideos als Vorspieler gesehen habe, ist von der Motorik her durchaus selber zweifelhaft, zu allem Übel schaut man sich sogar noch etwas falsches ab.

    Der ´klassische´ Ansatz, sich anhand eines vorgedruckten (oder selbst gemalten) Tastatur-Schemas (z.B. mit Notennamen usw. versehen) die zu spielenden Tasten soweit nötig heraus zu suchen, die der Notentext (normale gedruckte Noten!) ist der effektivere, auch wenn er anfangs vielleicht als etwas mühsamer erscheint.
    Diese Phase der Heraus-Suchens ist beim Klavier aber erfahrungsgemäß sehr kurz, da die Struktur der Tastatur ganz regelmäßig und (im wahrsten Sinne des Wortes) sehr übersichtlich ist.

    Solche Apps wie "Flowkey" kratzen für mich schon ein wenig an Hochstapelei, weil hier Lernfortschritte vorgegaukelt werden, die, fachlich begutachtet, die App vorne und hinten nicht in der Lage ist einzuhalten.
    Wem statt "Klavier Spielen" "Klavier Stümpern" genügt, der mag mit solchen Apps vielleicht zufrieden sein.
     
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